Die Berliner sind auf dem Holzweg
Die Berliner sind auf dem Holzweg – auf dem Schlossplatz ist das neuerdings wörtlich zu nehmen. Dort ist aus 9558 Brettern ein Wanderpfad entstanden, den Senatsbaudirektorin Regula Lüscher gestern eröffnete.
Verlegt wurde ausschließlich edles europäisches Lärchenholz. Die 910 Meter lange Passage kostete 615000 Euro, finanziert vom Steuerzahler. Zwei Drittel der Kosten trägt der Bund, ein Drittel das Land.
Der Holzweg ist eine Übergangslösung, bleibt nur zwei Jahre stehen – bis zum Baubeginn des Humboldt-Forums.
Nur ein paar Meter weiter begann gestern die letzte Etappe des Abrisses des Palastes der Republik. Ein 50-Tonnen-Bagger knabbert derzeit mit der Riesenzange seines 40-Meter-Auslegers die acht Treppenhäuser weg.
Der Abbruch aller Treppentürme dauert einen Monat. Im Frühjahr 2009 wird hier, am Ufer der Spree, Rasen gepflanzt – für eine Liege- und Spielwiese.
Am 29. Oktober wird neben den Holzwegen die blau-weiße Kunsthalle eröffnet.
BZ, 24.10.2008
Deutsch
English
Francais
