Der Palast der Republik ist platt

Der Palast der Republik ist platt

Ein Bagger hat die letzten Reste des Palastes der Republik niedergerissen. Am Vormittag fiel nach tagelanger Verzögerung das letzte Treppenhaus. Nun wird der Schlossplatz zunächst eine Sandwüste über die später Gras wachsen soll.

Der Palast der Republik auf dem Berliner Schlossplatz ist abgerissen. Nach jahrelangen Verzögerungen und auch Hindernissen in den vergangenen Tagen fiel am das letzte Treppenhaus dem Abrissbagger mit seinem 40 Meter langen Greifarm zum Opfer.

„Die Hauptarbeit ist geschafft, jetzt wird der letzte Schutthaufen zerkleinert und die Baustelle gesäubert“, sagte Projektleiter Michael Möller. „Wir sind sehr froh, dass die Arbeiten so gut geklappt haben und es auch keine Verletzten gab.“
Nach Abschluss der Abrissarbeiten wird das Kellerbecken des Palastes mit 20.000 Kubikmetern Sand aufgefüllt. Wenn diese Arbeiten wie geplant im Februar abgeschlossen sind, soll die Fläche begrünt werden, ehe im Jahr 2010 der Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses als Humboldt-Forum beginnt.
Der Palast war nach dem Fall der Mauer im Sommer 1990 geschlossen worden. 2006 begann dann der Abriss des asbestverseuchten Gebäudes.

Berliner Morgenpost, 02.12.2008