CDU will Aufklärung über SchlossplatzSchnäppchen

CDU will Aufklärung über Schlossplatz-Schnäppchen

Die CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus will vom Senat noch in dieser Woche lückenlose Auskunft über den „dubiosen Verkauf“ des Schlossplatz-Grundstücks an den Industriekonzern ThyssenKrupp. „Die ganze Sache kommt uns merkwürdig vor“, kritisierte gestern der Parlamentarische Geschäftsführer der Union, Uwe Goetze, und verurteilt die Vorgehensweise von Landesregierung und dem Liegenschaftsfonds Berlin. Im Vermögensausschuss sowie im Stadtentwicklungsausschuss müsse nun geklärt werden, weshalb es kein Bieterverfahren für solch ein Filetgrundstück gegeben habe. „Es kann nicht sein, dass Grundstücke in solch exponierter Lage quasi unter der Hand vergeben werden und dann auch noch zu Festpreisen, die von der Behörde bestimmt werden“, so der CDU-Abgeordnete Goetze.

Wie diese Zeitung exklusiv berichtete, wurde das 737 Quadratmeter große Grundstück am Schlossplatz für letztlich 3766 Euro an das Weltunternehmen ThyssenKrupp verkauft.

Der westdeutsche Industrieriese (Sitz in Düsseldorf) will dort – zwischen dem ehemaligen Staatsratsgebäude und dem Auswärtigen Amt – seine Hauptstadt-Repräsentanz für zehn Millionen Euro errichten.
Berliner Morgenpost, 06.06.2007