BerlinStadtschloss braucht Spenden für Kuppel und Dachcafé
Das neue Berliner Stadtschloss soll von einer Kuppel auf dem Dach geziert werden, die nicht den historischen Bauplänen entspricht. In den Finanzierungsplänen des Stadtsschlosses ist die Kuppel jedoch genauso wenig vorgesehen wie das nun ebenfalls angedachte Dachcafé. Um den Bau dennoch zu ermöglichen, ist das Berliner Stadtschloss auf Spendengelder in Millionenhöhe angewiesen.
Das Berliner Stadtschloss soll von einer Kuppel gekrönt werden, die aber nicht dem historischen Vorbild entspricht. „Die historische Kuppel ist noch nicht durchfinanziert“, sagte der Sprecher des Vorstands der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum, Manfred Rettig, am Mittwochabend bei einer Präsentation der überarbeiteten Entwürfe. Er sei aber optimistisch, dass dafür noch mehr Spendengelder kommen.
Der Bau soll nicht mehr als 552 Millionen Euro kosten. Geld für die Kuppel war in diesem Budget ursprünglich nicht vorgesehen. Daher muss sie aus Spendengeld finanziert werden. Der Baustart ist für 2014 vorgesehen, die Fertigstellung für Ende 2017 oder Anfang 2018.
Direkt neben der Kuppel solle ein Dachcafé entstehen, sagte Rettig. Die Mehrkosten dafür würden auf 3,3 Millionen Euro geschätzt. Dieses müsse eventuell privat finanziert werden. Der italienische Architekt Franco Stella sagte, die Kuppel werde in modernisierter Form das Schloss krönen.
Der für das Projekt ebenfalls verantwortliche Archtekt York Stuhlemmer sagte, die Kuppel werde in ihrer „wesentlichen Geometrie“ vorhanden sein, allerdings ohne den Zierrat des historischen Vorbilds und ohne der oben aufgesetzten Laterne.
Nach Stellas Plänen werden drei barocke Fassaden des 1950 gesprengten Berliner Stadtschlosses rekonstruiert. Die vierte, nach Osten und damit zur Spree gerichtete Fassade, soll „modern“ sein. Im Humboldtforum sollen das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst, die Zentral- und Landesbibliothek Berlin sowie die wissenschaftlichen Sammlungen der Humboldt-Universität ein Zuhause finden. (gxp/dapd)
www.focus.de am 26. Mai 2011
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