Berliner Schloss zu Gast im „Schloss“
Ausstellung zum geplanten Wiederaufbau der Berliner Stadtresidenz
Von Ernst-Johann Zauner
„Das Braunschweiger Schloss ist eine Belebung für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses, weil die Leute sehen, wie schön es ist“, sagte Wilhelm von Boddien, Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss, gestern. Im Sockelgeschoss der Schloss-Arkaden eröffnete er eine Ausstellung „Mach Geschichte“, die das Berliner Projekt vorstellt.
Neben einer ganzen Reihe von Schautafeln gibt es Skulpturen und Schmuckelemente zu sehen, eine Steinbildhauerin kann man bei der Arbeit in ihrer improvisierten Werkstatt bei der Gestaltung von Fassadenelementen beobachten, und im „Museums-Laden“ werden Stadtschloss-Souvenirs des Fördervereins verkauft.
Denn der hat sich verpflichtet, Kosten in Höhe von 80 Millionen Euro für die Herstellung der Fassadenelemente zu übernehmen. Seit 2004 sind 17 Millionen Euro gespendet worden. 2010 soll mit dem 522 Millionen Euro teuren Bau begonnen werden. Der Bund hat 105 Millionen Euro zugesagt. Am 3. Oktober 2015 solle er dann als Humboldt-Forum eröffnet werden, 25 Jahre nach der Wiedervereinigung, erklärte Boddien. Es werde ein Zentrum der Verständigung und der Versöhnung, so der Berliner.
Unter den Gästen der Ausstellungseröffnung war Oberbürgermeister Gert Hoffmann, Mitinitiator des Braunschweiger Schloss-Projekts. Im Anschluss an den Rundgang meinte er: „Mich freut als alter Berliner, dass der großartige Förderverein zum Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses hier in Braunschweig sein Projekt vorstellt. Wir haben von Braunschweig aus mit zur Belebung dieser nationalen Initiative beigetragen.“
Braunschweiger Zeitung, 10.10.2008
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