Berliner Schloss – Kritik am Bundesbauminister
Florian Mausbach, der im Juni verabschiedete Präsident des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR), macht das Bundesbauministerium für die Probleme beim Wiederaufbau des Berliner Schlosses verantwortlich. Das Prestigeprojekt ist ins Stocken geraten, weil das Bundeskartellamt einen Vertrag mit dem Architekten Franco Stella für nichtig erklärt hat – nun liegt der Fall bei Gericht. In einem Schreiben an den Stiftungsrat hat Mausbach das Ministerium schwer belastet: Die politische Leitung habe darauf gedrängt, bei der Prüfung der eingereichten Arbeiten „großzügig“ vorzugehen, „jeder Kontakt“ mit Stella sei dem BBR „untersagt“ worden. Stella sei die Auswahl von Partnerbüros selbst überlassen worden, „mit der Folge, dass große Teile des öffentlichen Auftrags ohne förmliches Verfahren vergeben wurden“. Dies habe zu Vergabebeschwerden geführt und jenen „Turbulenzen“, die nun das Projekt erschütterten. Eigentlich sollte der 550 Millionen Euro teure Bau 2010 beginnen.
Spiegel online, 21.11.2009
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