Berlin kriegt seine Mitte zurück
Die BZ bringt eine Serie zum Schloss heraus. Die Bauherren erklären das neue alte Schloss. Den Anfang machen die Bildhauer.
In mühevoller Arbeit kopieren die Bildhauer die Details der Skulpturen, Kapitelle und Bögen auf einen Prototyp aus Ton, Keramik oder Gips. Vorlagen sind historische Fotos oder Fundstücke aus dem Schloss. Dabei sind alle Modelle Negativformen. Sie werden abgegossen, kaputt gehauen und dienen dann als Vorlage für die Steinmetze. Jedes Stück der Schlossfassade wird ein Unikat. Nichts wird gegossen und so mehrfach reproduziert. Das würde die Lebendigkeit der Schlossfassade zerstören. Jedes Detail am Schloss war Handarbeit mit der persönlichen Note des Arbeiters. Und so soll es wieder werden, mit dem Unterschied, dass die Unikate der alten Zeit kopiert und nicht neu erschaffen werden.
BZ, 04.12.2005
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