Bargeld fürs Schloss erwartet

Bargeld fürs Schloss erwartet

Regierung legt sich fest
Ulrich Paul

Die Bundesregierung erwartet, dass die zugesagten Spenden für die Rekonstruktion der Schlossfassaden als „Barmittel“ zur Verfügung gestellt werden. Das erklärte der parlamentarische Staatssekretär im Bauministerium, Ulrich Kasparick (SPD), jetzt in einem Brief an den Bundestagsabgeordneten Peter Hettlich (Grüne). Damit steht fest, dass die Regierung keine vorgefertigten Teile für die Fassaden entgegennehmen will, sondern Geld erhalten möchte. Kasparick erklärte in dem Schreiben, die Bundesregierung gehe davon aus, dass Spenden in Höhe von mindestens 80 Millionen Euro „durch entsprechendes bürgerschaftliches Engagement“ aufgebracht werden können. Der Bau des Schlosses soll 480 Millionen Euro kosten. Davon entfallen 80 Millionen Euro auf die Rekonstruktion der Barockfassaden. Weitere 72 Millionen Euro sind für die Erstausstattung des Schlosses (offizieller Name: Humboldt-Forum) vorgesehen. Die Gesamtkosten belaufen sich damit auf 552 Millionen Euro. Der Grünen-Abgeordnete Hettlich sagte, er begrüße die Klarstellung Kasparicks. (ulp.)

Berliner Zeitung, 14.08.2008