Architekt des Berliner Schlossneubaus verteidigt sich

Architekt des Berliner Schlossneubaus verteidigt sich

Der italienische Architekt Franco Stella hat seine Federführung beim Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses unterstrichen. „Bei mir bleibt das Entscheidungsrecht über die architektonischen Fragen wie auch die Verantwortung gegenüber dem Bauherrn“, sagte Stella der Berliner Morgenpost. Auch die Beteiligung der Architekturbüros Gerkan Marg sowie Hilmer Sattler Albrecht sei „ein ganz normaler Weg“ für die Realisierung des 550-Millionen-Projektes. Wilhelm von Boddien, einer der zentralen Schloss-Initiatoren, geht trotz des bevorstehenden Gerichtsverfahrens von einem pünktlichen Baubeginn aus. Am 2. Dezember verhandelt das Oberlandesgericht Düsseldorf über den Vertrag von Stella mit dem Bund. Das Kartellamt hatte den Vertrag unter anderem wegen der Beteiligung der beiden großen Büros für null und nichtig erklärt. Dabei geht es auch um die Frage, ob Stella mit seinem kleinen Büro tatsächlich Hauptverantwortlicher des Projektes sein kann. Von Boddien geht dennoch davon aus, dass Ende 2010 oder Anfang 2011 mit dem Schlossbau begonnen werden kann. Er sagte der B.Z.: „Es existieren neue Beweise für die Richtigkeit der Auftragsvergabe“.

dpa, Süddeutsche Zeitung, 02.11.2009