Anmerkung des Fördervereins Berliner Schloss zur Palastöffnung:
Des großen Ereignisses wegen geben wir hier beispielhaft für viele andere den Originalbericht der Morgenpost zur Eröffnung des Palastes der Republik wieder.
Wie ich auch schon im ARD-Frühstücksfernsehen am 21.8. sagte, wird dieser Spätsommer mit seinen Events (Ich vermag dabei nur wenig Wegweisendes an Kultur zu entdecken) ein Abschiedssommer vom Palast sein, ein Abschied mit Vorfreude auf das Schloss. Dazu wünschen wir den Palastfreunden viel Vergnügen und nicht zu viel Wehmut, wird das Schloss doch auch wichtige Funktionen des Palastes übernehmen, das der ganzen Bevölkerung offene und der Gesellschaft und Kultur gewidmete Haus.
Dazu beseitigt der Wiederaufbau des Schlosses aber auch das schreckliche Loch am Ende der Linden, das Vakuum in der Mitte Berlins mit dem desaströsen Aufmarschplatz. Das rehabilitierte Zentrum des historischen Berlin bildet den Kontrapunkt zu den riesigen, modernen Quartieren der Stadt und bildet mit diesen einen Spannungsbogen, den die Stadt so nötig braucht, um baulich nicht langweilig zu werden. Berlin wird so wieder seinen Platz unter den architektonisch bedeutenden europäischen Metropolen einnehmen.
Wenn in Berlin Orchester abgewickelt und Theater von der Schließung bedroht werden, macht die Eventkultur im Palast, nur möglich geworden mit Subventionen aus öffentlicher Kasse in Höhe von mehr als einer halben Million Euro wenig Sinn. Berlin hat viele weitgehend leerstehende Gebäude, z.B. das Schillertheater und demnächst wohl auch der Flughafen Tempelhof, die ohne Nutzungskonzept sind, so wie der Palast.
Dagegen ist der Wiederaufbau des Schlosses gemäß den vom Bundestag verabschiedeneden Nutzungskonzepten zukunftsweisend und wichtig für Berlin. Mehr davon hier im Menü unter den entsprechenden Punkten.
Wilhelm v. Boddien, 22.08.2004
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