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Wilhelm von Boddien


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(2760)
(1560) Rupsch, Reinhard, 59
Tue, 25 November 2008 15:18:04 +0000

Das Schloss - gesprengt
Die Kunst - versengt
Der Platz - planiert
Das Volk - marschiert.

Der Wind - gedreht
Alptraum - verweht.

Zum Schluss jetzt das Glück:
Das Schloss kommt zurück!

Reinhard Rupsch, 2002

(1559) Ernst Ludwig
Tue, 25 November 2008 10:41:56 +0000

Geduld - noch drei Tage!
Ein freundlicher Hinweis an den Seitenbetreiber: Wir hoffen doch auf die Wiederkehr großartiger, klassischer Architektur. Wäre es da nicht auch gut, wenn wir unsere gute deutsche Sprache etwas sorgsamer behandelten? Dieses Angliszismengefasel ("Relaunch" u.a.) ist unnötig und unschön.

(1558) P. Dittke, 32
Tue, 25 November 2008 09:32:58 +0000

Lieber Vorschreiber, was SIE vertrten, ist anachronistisch und rückwärtsgewandt! Nein, es geht nicht darum, Kaiser Wilhelm wieder einzuführen. Ihr Kritikpunkt ist kalter Kaffee, immer wieder das selbe langweilige Gelaber seit Jahren von den Schlossgegnern. Sowas hörte man schon beim Wiederaufbau der Frauenkirche. Das Humboldt-Forum ist eine herausragende, großartige Idee!


Eine andere Frage ist viel interessanter: Wo bekommen Sie - der Schlssverein - die ganzen Bildhauer für die Fassade her, die in den drei Jahren Bauzeit benötigt werden?
Dies fragt auch der tagesspiegel:
http://www.tagesspiegel.de/kultur/Stadtschloss-Schlossplatz;art772,2668327

(1557) Wilhelm, Johann Friedrich, 44
Tue, 25 November 2008 08:51:52 +0000

Dieser Vergangenheitszuwendung schliesst ein, im Lichte des 21. Jahrhunderts denkbar komisch zu wirken - zumal dieses Vorhaben die Lächerlichkeit des Architekturhistorischen Verständnisses der Initiatoren offenbart und ein völlig kontraproduktives "Zeichen" setzt für die soziale, kulturelle und politische Entwicklung der Bundesrepublik in der Zukunft. Obendrein stellte das Schloss bereits im Ursprung eine anachronistische Fehlleistung im architektonischem Sinne dar.

(1556) Michael Ruth
Mon, 24 November 2008 18:24:41 +0000

Ja, ja, der SPIEGEL musste mal wieder eine publizistisches weibliches Agrar-Nutztier durchs Dorf treiben müssen - so kurz vor der Veröffentlichung der Entwürfe.

Ich bin seit über 30 Jahren SPIEGEL-Abonnent, jedoch hat seit geraumer Zeit die Qualität der Recherche merklich nachgelassen: fast wöchentlich müssen sog.

(1555) ohne Worte
Sun, 23 November 2008 12:26:03 +0000

Ja, ja, Papier ist geduldig...

Mich wundert nur, warum Ihre
Stellungnahmen gegen Prof. Oswalt immer noch gesperrt sind....!
Ist doch sehr komisch....!
Zum Glück wissen Prof. Oswalt
und viele andere Menschen es besser!!!!!!!!!!!!!!!!

(1554) berlinfreund
Sat, 22 November 2008 16:04:11 +0000

Chef von "aspekte" beim ZDF ist der unsägliche Wolfgang Herles, ein notorischer Berlin- und Preußenhasser. Ich erinnere mich noch gut seiner widerlichen Hetze gegen Berlin als Hauptstadt, seinen Polemiken gegen die denkmalsgerechte Restaurierung des Brandenburger Tores (mit preuß. Adler und Eisernem Kreuz) - wobei übrigens CDU-Pflüger ins gleiche Horn stieß.
Trotz aller Hetze: Herles wird diesmal wieder verlieren.

(1553) Rolf
Sat, 22 November 2008 13:03:04 +0000

"Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein"

Warum gehen Sie nicht gerichtlich gegen die wiederholten diffarmierenden Angriffe dieses Herrn Oswalt vor??
Dieser Oswalt betreibt Verleumdung! Gestern bekam dieser Mensch bei "Aspekte" im ZDF die Möglichkeit, seine Hetze weiter zu verbreiten! Nur lange genug mit Dreck werfen, irgendwas wird schon hängen bleiben, so die offensichtliche Taktik der Schlossgegener. Unterschätzen Sie so etwas nicht!

(1552) dancingwithfrogs, alt
Sat, 22 November 2008 10:39:32 +0000

Der Reichstag wurde bewußt neu gestaltet, um keine bedrückenden 30-er Jahre -Assoziationen aufkommen zu lassen.
Das geplante Humboldt-Forum mit wilhelminischer Despotie in Verbindung zu bringen, gelänge jedoch nur verbissenen Klassenkämpfern, weshalb hier überhaupt kein Grund vorliegt, historische Vorgaben modernekompatibel umzugestalten.

(1551) Walther, Matthias, 32
Fri, 21 November 2008 23:00:59 +0000

Mit Skepsis erwarte ich die Entscheidung der Jury kommende Woche. Mir geht es um die Kuppel. Diese solle unbedingt originalgetreu rekonstruiert werden. Sie von der Fassadenrekonstruktion auszunehemen und eine neuzeitliche Kuppelgestalt sogar noch zu fördern, ist nur beweis zögerlicher Unentschlossenheit nach dem Motto: Naja wenn schon Rekonstruktion, dann doch noch ein bischen Offenheit einräumen, machen wir ein bischen modernistische "Reichstagskuppelei"! Was beim Reichstag richtig war und funktioniert, kann doch nicht als allgemeiner Heilsplan der Ängstlichkeit beim Schloß einfach mal schnell wiederholt werden! Hier muß man das Gesamtkunstwerk Berliner Schloß auch als Gesamtes behandeln. Die alte Kuppel war zwar keineswegs original und geschweigeden echt Barock, nein sie ist ein einfühlsames Werk des August Stülers, entstanden Mitte des vorletzten Jahrhunderts. Herausragend ist, wie sehr es Stüler damals gelungen war, eine barochklassizistische Kuppel über dem Portal zu errichten, die zwar Bezug nimmt zur bereits um 1740 geplanten Kuppel Eosanders (die übrigens weit höher und reichhaltiger ausfallen sollte, als die Kuppel des 19.Jahrhunderts), aber dennoch neue, eigenständige Aktzente der Zeit der Schinkelschule zu setzen vermochte. Genau dieser Spagat, etwas Neues im Sinne des Alten oder Geplanten zu errichten, war eine Leistung, die der Historismus noch vollbringen konnte, die Moderne kann es aber keinesfalls! Gewollte und doch so unendlich verkrampfte "Brüche" herbeizuführen, wie nun durch eine moderne Kuppel, zeugt für mich nicht von gelassener Größe, sondern von kleinkarierter Ängstlichkeit, das historische Gesammtbild mit der alten Kuppel aus "Architectural Corectness" einfach nicht wollen zu dürfen. Mit freundlichen grüßen aus München M. Walther

(1550) Oliver Rupprecht,30
Fri, 21 November 2008 19:43:32 +0000

Man sollte dieses Schloß genau wie die Frauenkirche in allen Einzelheiten und Details im Außen-sowie Innenbereich wiederaufbauen.Gelde sollte hier keine Rolle spielen wenn 500 Mrd.Euro für Banken die die größten Verbrecher in diesem System sind bereitgestellt werden kann man auch dieses Schloß wiederaufbauen.
Es ist eine Schande wie man dieses Gebäude sprengen konnte und die lebenden Verantwortlichen dafür sollten gehängt werden......

(1549) Kreitz, Axel, 63 Jahre
Fri, 21 November 2008 19:11:35 +0000

Ungeachtet der ständigen, eigennützigen Anfeindungen gegen den Wiederaufbau, ist das Versprechen des Herrn von Boddien wohl kaum zu halten, there is no promotion! Dieser biedere, unprofessionelle Internet-Auftritt verschreckt eher, als dass er zur Spendenbereitschaft anregt. Obama hat es vorgemacht, wie
es gelingen kann, Emotionen zu wecken. Herr von Boddien: Yes We Can!!!

(1548) Krenz
Thu, 20 November 2008 08:52:07 +0000

Ich stimme Ihnen zu, Herr Ludwig, dass man diese eine Woche noch abwarten sollte, bevor man die Flinte mit dem Brunnen auskippt.
Allerdings könnte ich sorglos all mein Erspartes für die Wette einsetzen, dass der Siegerentwurf ein modernes Gebilde als Kuppelersatz, eine moderne Ostfassade, eine moderne westliche Schlüterhoffassade und als sei das noch nicht genug, auch noch modern gestaltete sprossenlose Fenster für die rekonstruierten Fassaden vorsieht.
Es tut mir leid, aber ich wurde schon zu oft architektonisch enttäuscht! Ich glaube nicht mehr an das Gute im Architekten bzw. Jurimitglied, aber ich lasse mich gerne diesbezüglich überraschen...

(1547) Ernst Ludwig
Wed, 19 November 2008 23:06:28 +0000

Können die Leute denn nicht die eine Woche noch abwarten? Aufregen kann man sich dann immer noch. Was wäre denn, wenn ein preisgekrönter Entwurf nicht nur die historische Kuppel sondern auch die historische Ostfassade aufnähme?
Eine Idee wäre auch, wenn man Schlüter vollendete und die Ostfassade im Barock einfach weitergestaltete. Alles ist möglich. Also - abwarten.

(1546) dancingwithfrogs, alt
Wed, 19 November 2008 22:34:26 +0000

Ich finde, viele Befürworter dieses Projekts sind keine grundsätzlichen Gegner moderner Architektur, ich schließe mich hier ausdrücklich ein. Wir sind nur irritiert über den kompromißlosen Absolutheitsanspruch modernistischer Thesen der in dieser Diskussion immer wieder erhoben wurde. Die Ostfassade "modern" gestalten zu wollen, wie es im Gespräch zu sein scheint, kann ich nur als Trotzreaktion enttäuschter Allerweltsarchitekten verstehen, die dem Projekt noch einen letzen Seitenhieb versetzen wollen.
Stil überdauert Jahrhunderte. Mode hingegen ist meist schon der nächsten Generation nur noch peinlich.
Sollten wir an diesem Ort alle 30 Jahre die Abrißbagger auffahren lassen? Die geschichtlich kurze Episode der Nichtexistenz des Schlosses wird mit der künftigen Alterspatina von späteren Generationen überhaupt nicht mehr wahrgenommen werden.
Denkt denn niemand mehr in größeren Zusammenhängen?

(1545) S.Hartmann
Wed, 19 November 2008 22:31:41 +0000

Wien und Paris, bevorzugt in der Geschichte durch ihre auf lange Zeit zentralen Rollen im Staat, kann man nicht mit Berlin vergleichen; Berlin kann dagegen nur ärmlich wirken.

Und was den Wert des Reichstagsgebäudes gegenüber einer Schlossfassadenrekonstruktion weit heraushebt ist dessen Kontinuität und Originalsubstanz. Man sieht auch heute noch seine Wunden, seine geflickten Säulen. Dieses Gebäude macht Geschichte mit seinen Höhen und Tiefen und seinen Bautendenzen erlebbar.

(1544) Haupt.Wolfgang 68
Wed, 19 November 2008 14:25:06 +0000

Wenn ich an Wien und Paris mit ihren herrlichen historischen Bauwerken denke, dann kommt mir Berlin sehr ärmlich vor. Was Warschau, Venedig und Dresden schafften, sollte auch der deutschen Hauptstadt möglich sein.Der Schlusspunkt im Kreis von Museumsinsel, Dom Historisches Museum, Kronprinzenpalais und Marstall u.a. ist einfach die Rekonstruktion des Berliner Schlosses.

(1543) dancingwithfrogs, alt
Wed, 19 November 2008 10:11:07 +0000

Zu bedenken ist aber auch, daß die Modernisten unser zeitgenössisches Bauen flächendeckend bestimmen, wohingegen Rekonstruktionisten sich auf sehr wenige ausgewählte Orte konzentrieren, denen sie ihren alten historischen Kontext wiedergeben wollen. Man sollte hier doch die Relationen beachten und die Vertreter der Moderne darauf hinweisen, daß sie doch bitte nicht überall ihre Duftmarken zu setzen brauchen.
Aber soviel Souveränität ist wohl zu viel verlangt.

(1542) Markus Erich-Delattre, 41
Tue, 18 November 2008 21:17:52 +0000

Ich frage mich (auch als moderater Rekonstruktionsbefürworter) schon lange, wer einmal den Mut hat diesen unsinnigen und nur noch destruktiven Streit zwischen den unterschiedlichen Positionen der Akteure(Tradition versus Moderne) zu beenden und hier einen sinnvollen Brückenbau zu ermöglichen. Meiner Auffassung nach ermöglicht eine Rekonstruktion einzelner Bauten (auch die Grenzen von Rekonstruktionen sollten nicht vergessen werden) eine notwendige Wiederherstellung einer vernünftigen Balance zwischen Tradition und Moderne. Der (Neu-)bau menschlicher, maßvoller Stadträume braucht einen konstruktiven Dialog zwischen den unterschiedlichen Positionen und auch eine Kenntnis über die regionalen Bautraditionen (warum soll es nicht auch möglich sein an alte Bautraditionen für die Gestaltung von Neubauten teilweise anzuknüpfen. Destruktiver Streit bewirkt für die Menschen (Architekturnutzer) sicher nichts Gutes.

(1541) Ernst Ludwig
Mon, 17 November 2008 22:56:47 +0000

Wurden hier eigentlich die Beiträge von 2003 und früher hereinkopiert?
Es sieht gerade so aus. Inzwischen ist etwas geschehen!

(1540) dancingwithfrogs, alt
Mon, 17 November 2008 21:37:47 +0000

Der Rekonstruktionsgegner wird sich wohl wutschnaubend in sein Plattenbaubiotop zurückziehen müssen um dort mit anzusehen, wie sich sein geliebtes Berlin so langsam in einen Touristenmagneten verwandelt:
Schinkelplatz statt Außenministerium! Sandstein statt Beton!!
Ich sehe ihn schon an der Klagemauer der East Side Gallery jammern, daß sein Tempel der tausend Lichter so jäh niedergerissen und von den Üngläubigen in Beschlag genommen wurde.

(1539) Der, der es immer noch weiß
Mon, 17 November 2008 21:28:12 +0000

an den Vorschreiber:
Glauben Sie im Ernst, daß der Reichstag mit seiner nach dem Krieg komplett erneuerten und stark veränderten Fassade und dem modernen Inneren, anders zu bewerten ist, als das Schloß mit den (im Gegensatz zum Reichstag) originalgetreu rekonstruierten Fassaden?
Das Schloß soll sogar ein Dutzend Innenräume in den Originalabmessungen für eine spätere Rekonstruktion erhalten.
Der Reichstag ist dagegen reines Disneyland, da gebe ich ihnen Recht!

(1538) an den Vorschreiber
Mon, 17 November 2008 19:17:38 +0000

An den Vorschreiber (der es besser wissen müsste):
Sie sollten nicht Äpfel mit Birnen vergleichen! Sie können ja schlecht sozialistische Moderne mit Nachkriegswiederaufbau vergleichen! Im übrigen gibt es auch noch einen kleinen, aber feinen Unterschied zwischen historischer Rekonstruktion und Neubau mit einer imitiereten Fassade... Denn nichts anderes wäre ein neues Berliner Schloss. Ein Gebäude aus dem 21. jhd. mit einer imitierten Fassade! Das ist Disneyland pur. Wie in Las Vegas, wo sie Venedig nachbauen!

(1537) Der, der es wissen muß
Mon, 17 November 2008 18:17:47 +0000

An den Vorschreiber:
Es lebe der Mehringplatz, Alexanderplatz und Marzahn! Das wollen die Berlinbesucher schließlich sehen!
Nieder mit der häßlichen Museumsinsel, Unter den Linden und dem kitschigen Gendarmenmarkt (alles rekonstruiert). Wer guckt sich sowas schon an!

(1536) Rekonstruktionsgegner
Mon, 17 November 2008 16:07:42 +0000

Na endlich!!! Endlich sagen ein paar Architekten mal ihre Meinung zu dieser Scheuslichkeit eines Auswuchses der Rekonstruktionswelle die wir in den letzten Jahren in Deutschland miterleben müssen!!
Wenn dieses Ding gebaut werden sollte, müsste man sich wirklich ernsthaft mal überlegen, ob deutsche Baufachleute überhaupt noch ein Mitspracherecht in diesem Land haben!?
Nicht nur in Berlin muss man sich mit solchen seelenlosen Bauvorhaben auseinandersetzen, uch in Dresden werden zeitgenössische Entwürfe von Stadträten, die Angst um ihre Wiederwahl haben, einfach abgewählt und durch hässliche Rekonstruktionen ersetzt. Diese sind zugegebenerweise im Volk recht beliebt, doch enthusiastisch macht sich keiner für diese stark! Nur gegen modernes - da ist die Kampfeslust des Pöbels immer groß genug! Dabei zeigen Beispiele wie Ulm, dass es auch anders gehen kann. Hoffentlich nimmt sich Berlin ein Beispiel daran. Und hoffentlich werden die Architekten gehört!!

(1535) Kralle
Mon, 17 November 2008 14:45:30 +0000

Neue Vorwürfe gegen Euch! (unrealistische Kostenkalkulation für die Fassaden etc.). siehe: http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/maerchenschloss-auf-sand/


(1534) berlinfreund
Mon, 17 November 2008 07:53:30 +0000

Abwarten.

(1533) Dominik Dietz (26)
Mon, 17 November 2008 07:04:52 +0000

Tja, dann kann man wohl davon ausgehen, dass die hist. Kuppel nicht wiederkommt. Welch eine vergebene Chance.....

(1532) berlinfreund
Sun, 16 November 2008 17:03:06 +0000

Auch wenn Jurymitglieder noch so stänkern, wenn Oswalt sein Gift noch so sehr verspritzt, wenn der Spiegel begierig darauf einsteigt, der Bundestagsbeschluß zur Ausschreibung ist eindeutig: Exakte Rekonstruktion von drei Barockfassaden. Wer es nicht macht, wird aussortiert.

(1531) dancingwithfrogs, alt
Sun, 16 November 2008 13:07:43 +0000

Weil sie sich erhoffen, ihren Einfluß geltend machen zu können.
Die Frage muß heißen:
Warum werden sie mit dieser kontraproduktiven Einstellung nicht zwangsweise aus diesem Gremium entfernt bzw. wie konnte es geschehen, daß sie mitentscheiden dürfen?

(1530) Kralle
Sun, 16 November 2008 11:23:18 +0000

Aktuelle Nachricht (n-tv)

Altes Schloss "nicht das Beste"
Architekten kritisieren Pläne

Kurz vor Bekanntgabe des Sieger-Entwurfes für das Berliner Stadtschloss flammt die Diskussion über die Gestaltung des Jahrhundertprojekts wieder auf. Juroren des Architekturwettbewerbs äußerten sich im Magazin "Der Spiegel" kritisch über den geplanten Nachbau von Barockfassaden am Schloss. "Wer als Architekt nicht für einen kompletten modernen Neubau an dieser Stelle ist, verrät seinen Beruf", sagte Jurymitglied Gesine Weinmiller dem Nachrichtenmagazin. Der Bundestag hatte bereits vor sechs Jahren beschlossen, dass das einstige Hohenzollern-Schloss - im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und 1950 von der DDR-Regierung gesprengt - an drei Seiten mit seiner historischen Barockfassade wieder aufgebaut werden soll.

Auch der italienische Architekt und Jury-Vorsitzende Vittorio Lampugnani meldete Bedenken an. "Ich bin ein Gegner der Behauptung, das alte Schloss wäre das beste, was an dieser Stelle stehen kann", sagte er dem "Spiegel". Zusammen mit sieben weiteren Jurymitgliedern wird Lampugnani bis zum 28. November den Architekten bestimmen, der den Aufbau des Stadtschlosses mit den nachgebauten Barockfassaden übernimmt.

WARUM VERLASSEN DIESE IDEOLOGEN NICHT DIE JURY ??

(1529) bas aus Holland
Sat, 15 November 2008 20:53:42 +0000

Romantik ist schoen aber es soll bezahlbar bleiben...

(1528) Rolf (über das Alter spricht man doch nicht!)
Tue, 11 November 2008 15:06:51 +0000

Auf der Homepage des ZDF ist eine Computer-Animation zu sehen, in der die bisherige Straße einen Knick nach rechts macht und nicht mehr durch den Lustgarten verläuft.
Eine solche Lösung wäre doch großartig, wenn zwischen Schloss und Dom die jetzige Auto-Piste verschwinden würde! Der Pariser Platz ist auch ohne Verkehr viel schöner!
Ist die Verlegung der Straße aus dem Lustgarten heraus tatsächlich geplant, oder ist dies nur ein schöner Traum?

(1527) Michael Ruth
Fri, 7 November 2008 11:21:34 +0000

Es ist wirklich faszinierend, wie viele Menschen täglich über die Bohlenwege an den Schloßfundamenten flanieren, zu beobachten mittels der webcam des Senates.

Wenn jetzt noch jeder der Flaneure sein Scherflein zum Wiederaufbau abgeben könnte, so käme bestimmt ein rundes Sümmchen zusammen.....aber der Bau der Info-Box ist ja bereits ausgeschrieben.....

(1526) Hölker, Christoph, 48 Jahre
Thu, 6 November 2008 16:49:09 +0000

Hallo, ich bin auch ein Fan bzw. Sympathisant Ihrer Sache. Viele Grüße von Christoph Hölker aus Recklinghausen. Recklinghausen, den 6. November 2008

(1525) S.Hartmann
Wed, 5 November 2008 19:49:05 +0000

Soweit ich weiß wurde das Kuppelkreuz, weil in seiner jetzigen Form auch unter Denkmalschutz, von 2006-08 RESTAURIERT.

Ich glaube das die komplette Zerstörung der Kuppel ein sehr gravierender Grund war. Zur REKONSTRUKTION/ Wiederaufbau des Doms ab 1975 hat man sich dann entschlossen eine zeitgemäßere, vereinfachte neue Kuppel zu errichten.
Im Sinne des Denkmalschutzes ist dies legitim und vielleicht auch sinnvoller.

(1524) dancingwithfrogs, alt
Tue, 4 November 2008 18:59:38 +0000

Nun gut, dann gehört Ihre Replik aber in die selbe Kategorie.
Ich habe viel mit Restaurierung zu tun, weswegen ich stilistische Verfälschungen grundsätzlich ablehne, solange nicht irgendwelche triftigen Gründe zu berücksichtigen sind. Ein bedeutendes altes Bauwerk beliebig mit modernen Elementen "aufzuhübschen", ist meiner Meinung nach unverantwortlich, womit ich Ihre Auffassung zwar in Frage stelle, aber nur inhaltlich und nicht weil ich der Meinung wäre, Sie hätten kein Recht, sie zu äußern.

(1523) S.Hartmann
Tue, 4 November 2008 16:52:42 +0000

Ich fand es nur etwas weit gegriffen Ihren Geschmack "über" den der anderen zu setzen, denn das haben Sie mir Ihrer Aussage getan.
Was die Spitznamen von Berlins Wahrzeichen anbelangt: bis auf einige wirklich gebrächliche(z.b. Goldelse) ist der Rest nur um den Touristen Geschichten zu erzählen.

(1522) dancingwithfrogs, alt
Mon, 3 November 2008 22:22:46 +0000

Herr Hartmann: Was, wenn nicht meinen Geschmack sollte ich als Meßlatte zur Bewertung meiner Umwelt heranziehen?Natürlich werte ich subjektiv, nicht anders als Sie. Ich möchte jedoch nicht aufgefordert werden, meine Meinung für mich zu behalten.
Zum unschönen Stichwort "Nuttenbrosche" informieren Sie sich bitte unter www.google.de.

(1521) S.Hartmann
Sun, 2 November 2008 22:11:24 +0000

Der Begriff "Nuttenbrosche" für den Brunnen auf dem Alex wäre mir neu und ist auch in keinster Weise nachzuvollziehen. Er ist ein schönes Bespiel für seine Zeit.
Was die Kuppel und das neue/ alte Kreuz auf dem Dom betrifft, so sind sie nun einmal in etwas einfacherer, aber nicht weniger schönen Form wieder errichtet. Das Vorkriegskreuz hatte seine Reize, das heutige durch seine Schlichte Monumentalität und Strahlkraft aber auch. Daher setzen Sie nicht Ihren Geschmack als Meßlatte.

(1520) dancingwithfrogs, alt
Sun, 2 November 2008 21:49:07 +0000

Um nochmal auf die von Serverausfall verursachte Löschung von Einträgen zurückzukommen: Ich weiß nicht, ob es von öffentlichem Interesse ist, aber ich hatte moniert, daß die Bekrönung der Domkuppel in ihrem neuen Glanz mich irgendwie an den Brunnen auf dem Alex erinnert, der unbestätigten Aussagen zufolge auch als "Nuttenbrosche" tituliert wird. Eine nachvollziehbare Assoziation, wie ich finde.
In diesem Zusammenhang erlaubte ich mir, die geschmackliche Allgemeinbildung der Verantwortlichen anzuzweifeln.

(1519) Wolf,Peter,69
Sat, 1 November 2008 09:24:21 +0000

Es wäre wünschenswert ,betuchte Persönlichkeitenauf die nationale Aufgabe des Wiederaufbaus nachdrücklich anzusprechen.

(1518) dancingwithfrogs, alt
Mon, 27 October 2008 22:47:23 +0000

Hier fehlen einige Einträge. Wie kommt sowas?

(1517) dancingwithfrogs, alt
Tue, 21 October 2008 21:12:11 +0000

Wenn dem so ist, dann habe ich den Eindruck, daß dem ungeliebten Bismarck´schen Einheitserinnern von 1871 zwanghaft etwas entgegengesetzt werden soll, was sich auch im Design ganz entschieden vom dann barocken Ambiente des Schloßplatzes unterscheiden wird. Sensibel, wie ich bin, habe ich jetzt schon Probleme, das subtile Farbspektrum der Zeughausfassade, der Schloßbrücke und des Schinkelplatzes in diesem herrlichen Herbstlicht so richtig zu genießen, wo sich mir dauernd die knalligen Megapixelwolken der temporären Kunsthalle ins Bewußtsein drängeln.

(1516) Sebastian W
Tue, 21 October 2008 18:36:50 +0000

Ein Wiedererichtung des alten National Denkmals wirds an der Schlossfreiheit wahrscheinlich nicht geben! da der bund dort das neue Denkmal für einigkeit und Freiheit (erinnerung an die Jahre 1848,1989,1990) hinbauen möchte.

(1515) Richard
Mon, 20 October 2008 16:23:41 +0000

Hallo, ich wäre auch nur eingeschrankt für eine Rekonstruktion des alten Nationaldenkmals.
Allerdings wäre ich uneingeschränkt für die Rekonstruktion der romantischen Kolonnade, dessen Sockel noch heute erhalten ist. Die Kolonnade hat übrigens den Krieg unbeschadet überstanden.
Eine Rekonstruktion käme auch einer eventuellen Freiluftgastronomie zu gute, da die Kolonnade vor Regen schützen würde.
Besonders romantisch finde ich die alten Schloßfotos, die aus dieser Säulenhalle heraus gemacht wurden.

(1514) dancingwithfrogs, alt
Sun, 19 October 2008 23:52:40 +0000

Hallo Bas, ihr Holländer seid wirklich zu beneiden. Eure Städte wimmeln derart von herrlichster Architektur der letzten Jahrhunderte, daß ihr das von den Nazis zerstörte Rotterdam in seiner zwangsweise modernen Form schon als willkommene Abwechslung vom historischen Einerlei betrachtet.
Außer Gründerzeit gibt es in Berlin aber leider kaum ältere Bausubstanz. Was vor 1800 errichtet wurde, lässt sich an den zehn Fingern abzählen. Und Taubensch..... sieht auf Sandstein noch immer romantischer aus als auf Beton. Grüezi, wie man bei euch sagt, oder tot ziens!

(1513) bas aus Holland
Sun, 19 October 2008 20:14:39 +0000

Luis, ich intereressiere mich lieber fuer das Berlin von heute und die zukunft. Die Vergangenheit kennen wir (oder wollen wir manchal lieber nicht kennen lernen). Denkmaeler nutzen nur die tauben. Oder magst du einen 'beschissernen Kaiser'? Gruezi miteinehand.

(1512) Dominik Dietz
Sat, 18 October 2008 17:14:35 +0000

Weiß jemand, wann der Siegerentwurf für das Schloß vorgestellt wird? Ich habe nur etwas von Nov 08 gehört. Bleibt es dabei?

(1511) berlinfreund
Fri, 17 October 2008 23:38:17 +0000

Hier hat Froschtänzer die beste Idee für den alten Denkmalsockel: Eine Freiluftgaststätte mit Blick auf Schloß Spree und Lustgarten wäre ideal.Im Sommer für alle Touristen ein hervorragender Platz.

(1510) dancingwithfrogs, alt
Fri, 17 October 2008 23:30:02 +0000

In diesem Zusammenhang wäre vielleicht auch über den Neptunbrunnen (aktuell vor dem Roten Rathaus installiert) und das Reiterdenkmal des Großen Kurfürsten ( Schloß Charlottenburg ) zu diskutieren.
Beide Objekte waren ursprünglich in unmittelbarer Nähe zum Schloß positioniert und würden dem Gesamtambiente sicherlich noch etwas dringend benötigte Originalsubstanz verleihen.
Das ehemalige Nationaldenkmal mit der Reiterstatue Wilhelms I. sollte wohl nicht rekonstruiert, aber doch auf einer Hinweistafel dokumentiert werden.
Wie ein eventuelles Wiedervereinigungsdenkmal aussehen würde, kann man sich vorstellen, weshalb an dieser Stelle ein gastronomischer Betrieb für Touristen und Berliner sicherlich die sinnvollste Lösung wäre.

(1509) Hensel, S. 34 J.
Fri, 17 October 2008 09:20:16 +0000

@ Luis.
Als ein Interessierter Berlins vor dem 2. Weltkrieg freue ich mich, auch ganz persönlich, Ihnen mitteilen zu können, dass es Bestrebungen gibt die sog. Puppenallee wiedererstehen zu lassen. Ob dies umgesetzt wird bleibt abzuwarten. Immerhin hat dies erst kürzlich wieder den Weg in die Medien gefunden. Zuletzt ist das restaurierte Komponistendenkmal an seinen Stammplatz im Tiergarten zurückgekehrt. Das kaiserliche Nationaldenkmal wird nicht rekonstruiert. Erste Ergebnisse eines Einheitsdenkmals gibt es bereits. Dies wird aktuellen Bestrebungen nach auf dem Fundament des alten Denkmals errichtet. Heute wird der rekonstruierte Schinkelplatz der Öffentlichkeit übergeben, ein schmucker Stadtplatz in Berlins Mitte und 2010 dürfen wir mit dem Beginn des Baus des Humboldt-Forums in der Gestalt des Berliner Stadtschlosses rechnen. Mit den Wettbewerbsergebnissen ist kommenden Monat zu rechnen. Ebenfalls im November soll mit dem Bau der Falkoniergasse begonnen werden. Auch hier lassen sich viele Informationen im Netz finden. Sehr gelungen, wie ich finde. Viele weitere erfreuliche Projekte gibt es. In erster Linie aber freue ich mich auf die Wiedergewinnung eines Gebäudes welches das geschundene Stadtbild Berlins nachhaltig heilen wird, das Berliner Stadtschloss - Humboldt-Forum! Anbei, wie wäre es bei einem kommenden Aufenthalt in Berlin mit einem Besuch im Infocenter am Hausvogteiplatz 3-4 ? Sehr lohnenswert! In diesem Sinne weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen...! Alles Gute...

(1508) S.Hartmann
Thu, 16 October 2008 22:35:18 +0000

Ich glaube die Statuen aus der "Puppenallee" sind im Museum besser aufgehoben. Man schaue sich nur den armen Wagner im Tiergarten an, wie er da versauert.
Das moderne Berlin braucht keine nationalpatriotischen Pseudodenkmäler. Ein Teil der Statuen waren reine Erfindungen, da von der historischen Person keine Bildnisse existierten. Auch das Denkmal vor dem Schloss wird hoffentlich und sicherlich nicht wieder erstehen, denn ein Wilhelm I. hat mit der neuen deutschen Einheit wenig zu schaffen. Welchen Bezug hätte das alte Denkmal heute noch?

(1507) Luis
Wed, 15 October 2008 22:39:27 +0000

Da ich mich sehr für das Berlin vor dem 2. Weltkrieg interessiere, hätte ich kurz 2 Fagen, die im entfernteren Sinne zum Schloss stehen. Und zwar:

1) Wird das wunderschöne Nationaldenkmal vor dem Schloss im Zuge der Rekonstruktion wiederhergestellt
oder kommt wieder einmal so ein grässliches "Kunstobjekt" als Denkmal für die Wiedervereinigung in Frage?

2) Bei meinem Berlinaufenthalt hörte ich von einer Puppenallee bzw. Siegesallee... Ich habe nun ein wenig im Internet recherchiert und herausgefunden, dass von den 32 Marmorstatuen 26 noch erhalten sind ... Nun stelle ich mir die Frage, warum diese nicht aus ihrem dunklen Kellerdepot geholt werden und wieder aufgestellt werden? Ja, vielleicht wirken sie für manche kitschig, aber diese Statuen und Büsten gehören ebenso zu Berlin und es wäre schade, wenn sie niemand mehr zu Gesicht bekommen würde.

(1506) berlinfreund
Fri, 3 October 2008 17:58:21 +0000

Habe heute um 17 Uhr im ZDF den sehr guten Film über das Schloß gesehen. Leider wurde der Förderverein mit keinem Wort erwähnt - od. habe ich das überhört?

(1505) S.Hartmann
Thu, 18 September 2008 22:28:06 +0000

Wo Frau Cordes Recht hat, hat sie Recht. Aber vielleicht wird dieser kleine Fehler ja nun, da er entdeckt wurde, aus der Welt geschaft.
So wie auch noch viele andere Fehler bei der Planung der Schlosses/ Humboldtforums auftauchen und ausgebessert werden müssen.

(1504) Leygeber, Markus
Thu, 18 September 2008 19:32:17 +0000

Guten Tag,
ich versuche seit kürzester Zeit meiner Familiengeschichte zu rekonstruieren und mit der Hilfe meiner restlichen Familie frage ich nun verschiedene Institutionen über die Informationen, die sie vielleicht über meinen Vorfahren, in dem Fall Paul Leygebe haben, an.
Vielleicht können sie mich sogar an eine andere Adresse verweisen.

Vielen Dank im Vorraus
Markus Leygeber

(1503) dancingwithfrogs, alt
Thu, 18 September 2008 11:52:51 +0000

Tja, das gibt der Sache natürlich eine vollkommen unerwartete Wendung.
Vielen Dank, Frau Cordes. Sie haben uns die Augen geöffnet!

(1502) Cordes, Anne
Thu, 18 September 2008 07:58:42 +0000

Wieso sollte ich Ihnen zutrauen, Städtebau vorbildlich durchführen zu können, wenn Sie sogar bei der Rechtschreibung so beeinflussbar sind, dass Sie auf die zur Zeit populäre Falschschreibung "Herzlich Willkommen" zurückgreifen, obgleich in diesem Fall die Großschreibung des Wortes "Willkommen" weder durch den Duden noch durch Logik legitimiert wird?

Gruß,
Anne Cordes

(1501) Alex Keel, 42
Mon, 15 September 2008 16:57:31 +0000

Eine Gratulierung von London: Kann nicht warten, bis das neue Schloss aufgebaut ist. Leider kosten die Gebühren viel mehraus Großritannien zur Banküerweisung als die Spende.
Es wäe nett, wenn die Kaiser-Wilhelm-Gedähtnis Kirche auch noch zu retten wäe.

(1500) S.Hartmann
Sat, 13 September 2008 21:14:14 +0000

Ein kleiner TV-Tip:
nächsten So. 21.9. um 14 Uhr auf ZDF. "Bürger rettet eure Städte"- Thema: Wiederaufbau/ Nachbau

(1499) Froschtänzer
Sat, 13 September 2008 12:47:16 +0000

Falls hier Kompromisse umgesetzt werden müssten, dann vielleicht eher nicht in Anlehnung an die unsäglich peinlich historisierenden Betonfassaden des Nikolaiviertels. Dann schon lieber zeitgenössisch.

(1498) M.Ruth, 53
Fri, 12 September 2008 20:43:25 +0000

Hallo Froschtänzer,
diese Diskussion sollte eigentlich ausgelutscht und damit obsolet sein. Spannend werden die Vorschläge der Architektenzunft sein, die wohl im November 2008 veröffentlicht werden - mal sehen, wie der Ostflügel des Schlosses interpretiert wird

(1497) dancingwithfrogs, alt
Fri, 12 September 2008 19:16:22 +0000

Auf Deutschlandradio kam gerade eine Diskussion über das Humboldtforum. Man kann wirklich froh sein, daß die Entscheidung definitiv gefallen ist, sonst müsste man bei der ganzen hier wieder geäußerten Skepsis gegenüber der Fassadengestaltung fast Angst um das Projekt haben.
"Retrokult" scheint ein beliebter Begriff in nichtspiessigen Kreisen zu sein. (Soviel ich weiß, war die Renaissance anfangs ein Retrokult aus dem sich schnell etwas aufregend Neues entwickelte.)
Wenn auf dem Schloßplatz etwas "Retrokult" ist, dann die gerade fertiggestellte Kunsthalle. Genau so habe ich vor langer Zeit mit meinen Legosteinchen gebaut. Aber das Erfreuliche an der grellen Kunstkiste ist ja nicht das Kontemporäre, sondern das Temporäre.

(1496) dancingwithfrogs, alt
Thu, 11 September 2008 20:39:55 +0000

At the moment the former "palace" has changed into a kind of modern Stonehenge with its megalithic concrete pillars - by no means uninteresting. But we´ll look forward for the better solution to give this place back it´s history and future. All the best.

(1495) BROOKES KARL 46
Thu, 11 September 2008 19:23:30 +0000

I can't wait to see the fantastic re-building of this majestic landmark of Berlin. This will be a magnificent achievement in the rebuilding of one of our lost treasures from our european heritage, that had survived the horrors of mass bombing raids, only to be destroyed by the communist regeme. Let us all contribute as much as we can to raise from the ashes this great ikon of Berlin. Very best wishes, from Birmingham England.

(1494) M.Ruth, 53
Thu, 11 September 2008 17:43:51 +0000

Hallo Herr Hartmann,

in diesem Punkt stimme ich mit Ihnen völlig überein: Bestandsbewahrung geht vor Neubau !

Die Lösung für mich persönlich bedeutet: sowohl unser Projekt unterstützen, als auch über die Deutsche Stiftung Denkmalschutz helfen, bestehende Objekte zu sanieren und eine sinnvolle Nutzung zu finden.

Davon profitiert auch das Neue Palais in Potsdam.

(1493) L.,B., 24
Thu, 11 September 2008 10:17:44 +0000

Was soll immer dieser Verlich mit dem ICC? Das ICC steht an einer Autobahn, wo es keinen stört, vielleicht sogar den Ort aufwertet, wofür keine hist. Bebauungweichen musste und es erfüllt imme rnoch seinen Zweck. Ja ja, der PdR hatte ne tolle Bowlingbahn und der Kartoffelsalat war super, was natürlich auch ein erhaltungsgrund gewsen wär. Aber der PdR steht/stand eben auf dem Grundstück des Schlosses mitten in der "Altstadt". Schön sind sie beide nicht, aber die Umstände sind nun mal zwei komplett verschiedene, Asbest hin oder her.

(1492) S.Hartmann
Wed, 10 September 2008 22:17:17 +0000

Ich hoffe das alle die etwas für dieses Projekt hier gespendet haben auch etwas für das Neue Palais in Potsdam spenden. Denn Bestandsschutz sollte vor Nachbau gehen.

(1491) M.Ruth, 53
Fri, 5 September 2008 19:21:15 +0000

Genau so isses:

Bildung und Schlösser, sowohl in Potsdam, als auch in Berlin. Das bedeutet keine Gegensätze, sondern das eine ergänzt das andere.
Die Finanzierung unseres Projektes steht auf sicherem Fundament und es zahlen nicht alleine Berliner Bürger, sondern der Bund und das ist ganz Deutschland - heute Abend werden in den USA vermutlich einige $ für uns gespendet werden, leider dümpelt die Spendenbereitschaft in Deutschland vor sich hin: aber trotz alledem, wir werden es schaffen, Berlin sein Zentrum zurück zu geben - Tausend Dank und großes Lob an Herrn Wilhelm v. Boddien !!

(1490) dancingwithfrogs, alt
Thu, 4 September 2008 17:47:12 +0000

Soweit ich die Planung verstanden habe, wird das Humboldt - Forum sehr wohl etwas mit Bildung zu tun haben. Die Alternative "Bildung statt Schloß" stellt sich hier also überhaupt nicht.

(1489) K.P. 27
Thu, 4 September 2008 17:04:47 +0000

Hallo,
also kleine Info, da es ja thematisch sehr ähnlich ist. In Potsdam gibt es ja eine sehr sehr ähnliche Diskussion, hier hat sich eine Gegenintiative gegründet!

Initiative "Bildung sta(d)t Schloss"

www.bildungstadtschloss.de

(1488) dancingwithfrogs, alt
Wed, 3 September 2008 21:39:24 +0000

So isses! Und außerdem: Das ICC hätte man mit Sicherheit auch abgerissen, wäre irgendeine in städtebaulichen Fragen dilettierende Diktatorenclique einst auf die Schnapsidee gekommen, das Ding ausgerechnet auf dem Schloßplatz zu errichten. Andererseits hätte dieser "Palast" ungleich bessere Überlebenschancen gehabt, wäre er auf dem Marx-Engels-Forum oder gar in Hohenschönhausen gestanden.
Ginge es im Städtebau alleine nach wirtschaftlichen Erwägungen, stünde auf der Museumsinsel ein grauer Zweckbau neben dem anderen , die Straße Unter den Linden wäre eine Aneinanderreihung trister Bürocontainer und das Brandenburger Tor eine schlichte Pförtnerloge außer Betrieb.

(1487) Freu-Dich-Berlin, 53
Wed, 3 September 2008 20:38:46 +0000

Die Berliner bringen das Geld für das Humboldt-Forum auf? Wo haben Sie denn das her? Berlin zahlt gerade mal 32 Millionen, den "Rest" zahlt der Bund mit 440 Millionen und über Spenden sollen mit 80 Millionen private Zahler ran. EinRiesengeschenk für Berlin also. Was hätte Berlin denn für 32 Millionen sich denn vergleichbares leisten können!??

(1486) Markwardt, Jörg 46
Wed, 3 September 2008 13:57:45 +0000

Das man den Palast der Republik abgerissen hat, mag für einige Leute eine Genugtung sein, und für andere nicht. Ich finde, das der Abriss wirtschaftlich ein völliger Unsinn ist. Außerdem müste man bei der Begründung der Asbestverseuchung auch das ICC abreissen. Für das Geld hätte man das Gebäude sanieren und umgestallten können. Danach hätte einer neuen Nutzung als Humboldforum zugeführt werden können. Den Aufbau des Berliner Schlosses ist in meinen Augen eine riesige Verschwendung von Steuergeldern. Die Berliner, die ja die Gelder erwirtschaften, wurden nicht wirklich gefragt. Für diese enorme Summe sollte man ehr etwas für unsere Zukunft - unsere Kinder - was tun. Da ist das Geld viel sinnvoller angelegt.

(1485) dancingwithfrogs, alt
Fri, 29 August 2008 00:18:23 +0000

Zu Herrn Hessmann ließe sich noch anmerken, daß Gegenargumente sicherlich gerne diskutiert werden, solange es sich wirklich um Argumente handelt.
Er sollte zur Kenntnis nehmen, daß Schloßbeführworter durchaus sensibilisiert sind, was die Wahrnehmung geschichtlicher Hässlichkeiten betrifft. Eben deswegen wird der "Palast" gerade abgerissen.

(1484) Mohr, Rainer, 58
Thu, 28 August 2008 21:23:50 +0000

Der Diskussionsstil der vorstehenden Beiträge ist unsachlich und überheblich.

(1483) M.Ruth, 53
Thu, 28 August 2008 20:37:19 +0000

Oooh, Herr Hessman, lassen Sie doch bitte Ihr unbedarftes und unwissendes Gesudel sein: puren Revisionismus betrieb Genosse Ulbricht mit der Sprengung des durchaus wieder aufbaufähigen Stadtschlosses in 1950 für einen wüstenähnlichen Aufmarschmplatz der sozialistischen Jubelgruppen - damals wurden 300 Jahre Architekturgeschichte sinnlos und rein ideologisch begründet gesprengt und abgräumt.

Ulbricht, Honecker und Mielke haben kläglichst versagt und daher gehören deren Betonschuppen schleunigst abgeräumt und entsorgt !!!

(1482) @ Herrn Hessmann
Thu, 28 August 2008 16:44:17 +0000

Bauen Sie sich doch einen persönlichen antifaschistischen Schutzwall und lassen Sie uns mit diesem Müll in Frieden!

(1481) hessman, alf 75
Wed, 27 August 2008 23:14:20 +0000

Dieses schwachsinnige Projekt, werde ich nicht unterstützen.
Alleine die Abrissarbeiten des Palastes kosten schon dem Steuerzahler sehr viel Geld. Jetzt haben wir da wirklich ein Trauerspiel !...
Und geschehen musste dieses "Ereignis" nur aus purem Revisionismus! Man möchte ja die hässliche Seiten der eigenen Geschichte nicht wahrhaben!

(1480) dancingwithfrogs, alt
Wed, 27 August 2008 21:25:59 +0000

Hallo Herr Hartmann, Baron Haussmans Paris ist ja glücklicherweise noch weitgehend erhalten, weshalb sich innerstädtische Hochhäuser dort von selbst verbieten. Im gerupften und zerzausten Berlin finden sich hingegen genügend Orte, die sich für solitäre Hochhausbebauung geradezu anbieten und ich verstehe beim besten Willen nicht, warum beispielsweise am Spreedreieck nicht dreimal so hoch gebaut werden kann als es gerade geschieht. Welcher Hotelgast, der dort absteigt besteht denn auf ein sonnendurchflutetes Zimmer und welcher Besucher des Admiralpalastes wird denn etwas dagegen haben, sich ein wenig wie am Broadway zu fühlen? Wer beim Thema Hochhäuser an Schanghai, Hongkong oder Frankfurt denkt, hat natürlich mein vollstes Mitgefühl, wenn sich ihm die Haare sträuben. Von den frühen New Yorker und Chicagoer Skyscrapern und Kolhoffs genialem Backsteinbau am Potsdamer Platz einmal abgesehen sehe ich auch kaum interessante Vorbilder für eine nach meiner Vorstellung zeitgemäße Hochhausarchitektur.





(1479) S.Hartmann
Wed, 27 August 2008 20:38:23 +0000

Richtig, in der Berliner Innenstadt, wo weitestgehend die alte Traufhöhe besteht, sollte man sie auch konsequent fortführen.
Die Leipziger Straße ist allerdings schon so stark überformt und durch die Hochhäuser neugeprägt, dass man diese herausarbeiten sollte. Ledeglich das Straßenraster sollte wieder verbunden werden.

Als ein sehr gelungenes Beispiel von Hochhausplanung empfinde ich LaDefense in Paris. Dort werden mit gebührendem Abstand von der Altstadt immer neue Hochhäuser, sehr dicht und punktuell und sehr gut für Fußgänger erschlossen, gebaut. Dabei wird aber immer noch der Idee der "grands boulevards" Rechnung getragen, indem die riesige Sichtschneise vom Louvre bis über die Stadtgrenze weitergedacht wird.

(1478) M.Ruth, 53
Wed, 27 August 2008 19:39:38 +0000

Guten Abend Herr Hartmann,

ich bin auch kein prinzipieller Feind von Hochhäusern, was Kollhoff am Potsdamer Platz als Zitat des alten Chikago realisiert hat, ist einfach Klasse.

Da ich die Museumsinsel, Dom, Humboldt-Forum und Fischerinsel mittlerweile als "Gesamtkunstwerk" betrachte, habe ich größere Probleme mit den Plattenbauten, da die Silhouette Berlins nach oben gebrochen wird, gleiches gilt für die Leipziger Staße.

Frankfurt am Main mit seiner NY imitiertenden Skyline sollte keinVorbild für Berlin sein.

Ich freue mich auf Ihre weiteren konstruktiven und streitbaren Beiträge,

Freundliche Grüße aus Baden nach Berlin, Michael Ruth

(1477) S.Hartmann
Tue, 26 August 2008 21:44:37 +0000

@Herr Ruth.

Sie haben mich in einem Punkt falsch verstanden. Ich bin keineswegs ein Gegner von Hochhäusern. Man sollte sie kritisch überprüfen und räumlich begrenzen. Ein Projekt Ecke Greifwalder-/ Otto-Braun-Straße(welches die letzten Wochen nicht weiter gebaut wurde) finde ich z.B. sehr gut. Es soll ein Eckgebäude an dieser sehr großen wichtigen Kreuzung entstehen, an der bisher nur nutzlose Abstandsflächen der 11 geschossigen DDR-Plattenbauten lagen. Durch dieses Hochhaus wird der angrenzende Plattenbau erweitert und besser in eine städtische Blockstruktur à la "Planwerk Innenstadt" eingefügt. Man muss auch die Häuser auf der Fischerinsel nicht unbedingt zurückbauen, um sie besser in das Stadtbild einzubeziehen.
Und was die Leipziger Stasse anbelangt finde ich sie sogar gelungen. Diese Scheibenhochhäuser bilden eine fantastische Kulisse wenn man die Strasse entlangschaut/ fährt/ läuft. Nur die unteren Stockwerke müssen dem öffentlichen Leben mehr zugänglich gemacht werden und die weiten Lücken dazwischen(so wie es auch geplant ist) mit flacheren Gebäuden gefüllt.

(1476) Ruth, Michael 53
Tue, 26 August 2008 19:58:12 +0000

Herr Hartmann, Sie schreiben mir aus der Seele: Berlin wird seine eigene Identität aus der Mischung aus Allem und Nichts entwickeln und finden.

Hochhäuser per se sind kein Maßstab und Argument für quirlige Urbanität, insofern zähle ich mich auch zu den provinziellen Traufhöhenfanatikern.

Frankfurt am Main mit seiner ach so beeindruckenden Skyline sollte kein Vorbild für das kommende Stadtbild Berlins sein.

Auch der Baubestand der südlichen Fischerinsel sollte einer kritischen Überarbeitung hinsichtlich der Höhe der Gebäude unterzogen werden, ebenso die Leipziger Straße - aber nun ja, Berlin ist immer im Werden.....

Das Humboldt-Forum im Stadtschloss wird neue Akzente setzen, sowohl architektonisch als auch kulturell.

(1475) S.Hartmann
Mon, 25 August 2008 20:34:09 +0000

Wie auch immer sich die Leute Berlin wünschen, sie vergleichen es immer mit anderen Städten. Die Einen wünschen es sich mehr mit Altstadt wie in "Kleinstädten" wie Heidelberg oder München(tut mir leid das ich München, als hochnäsiger Berliner, so sehe); Andere wiederum wollen mehr NY. Berlin hat von allem ein wenig aber nie genug um eine eigene Identität in irgend eine Richtung festzuschreiben. Eine Mischung aus Allem und Nichts, entstanden in den letzten sechzig Jahren Unsicherheit und Umbruch. Aus dieser Zeit befreit sich Berlin ganz langsam. Die Innenstadt macht sich schon ganz gut. Ob man nun die Natursteinlochfassaden, mit leichtem klassizistischen Touch, der letzten 10 Jahre mag oder nicht, sie sind typisch für Berlin geworden und geben Identität. Mit Hochhäusern wird Berlin mit den boomenden Städten sowieso nicht mithalten können, wozu auch? Wolkenkratzer sind nicht unbedingt effektiv und umweltfreundlich. Man sollte den eingeschlagenen Weg fortführen, weiterentwickeln, gerade im Umgang mit den Plattenbauten im Zentrum ist noch so viel zu erreichen.

In fünf Jahren erkennt man das Zentrum Ost und West nicht mehr wieder. Ob mit viel Glas, Naturstein und Ornament und egal welcher Stil, es spielt dabei keine Rolle, Geschmäcker sind verschieden. Qualität müssen die Gebäude haben, leider hat Berlin einige Bauten zugelassen die schnell hochgezogen wurden und von Anfang an nichts aussagten, billige Zweckbauten ohne Gesicht. (z.b. HotelOne Nähe HackeschenMarkt oder die Baumarktbebauung am Ostbahnhof; da ist mir sogar Alexa noch lieb, das zwar aufdringlich und "gewöhnungbedürftig" ist, aber sich selbstbewusst präsentiert; so wie in der "guten alten Zeit")

(1474) dancingwithfrogs, alt
Sat, 23 August 2008 21:56:46 +0000

Hallo, Herr Kaukerat, zufälligerweise stamme ich aus Hechingen und kann Ihnen bestätigen, daß Burgen und Schlösser für Kinder (und auch Touristen) eine magische Anziehungskraft besitzen und nicht unerhebliche Phantasiepotentiale zu erwecken imstande sind. Es spielt dabei keine Rolle, daß beispielsweise die "gotische" Festungsanlage Hohenzollern erst in den 1850er Jahren gebaut wurde.
Andererseits kann Berlin mit imposanter betongegossener
Architektur schon längst nicht mehr mit den Metropolen und Megacities dieser Welt mithalten, nicht zuletzt wegen unserer tiefsitzenden Angst, wenigstens an einigen markanten Punkten höher als 22 Meter zu bauen, wodurch sich unsere Architektenelite gezwungen sieht, sich überwiegend horizontal auszutoben. New Yorker schütteln darüber nur den Kopf.
Berlin ist leider nicht nur avantgardistischen Besserwissern ausgeliefert, sondern auch provinziellen Traufhöhenfanatikern, die die Friedrichstraße am Spreedreieck nun plötzlich als bedrohliche "Straßenschlucht" empfinden. Wie definieren solche Leute eigentlich "Urbanität"? Ich wünsche mir Berlin als eine gelungene Mischung aus Chicago und Prag.

(1473) Kaukerat,Jan,34
Sat, 23 August 2008 18:18:48 +0000

Hallo Herr Ruth
vielen Dank für die hilfreiche Information über die Internetseite Stadtentwicklung.Berlin. Bin zwar auch im Förderverein Berliner Schloss und würde mir sehr Wünschen das noch Viel mehr eintreten würden,damit das Ziel den Wiederaufbau des Schlosses bis 2015 realisiert werden kann.
Ich würde auch jedem sehr Empfehlen die Stammburg der Hohenzollern in Hechingen zu besuchen (sehr Interessant)

(1472) Konstantin Köppelmann
Sat, 23 August 2008 16:47:38 +0000

Gerade las ich einen Artikel in der SZ über den ganz offensichtlich staatlich geduldeten Verfall des Eosander-Schlosses Übigau im Dresdener Elbtal. Wenn man sich das so durchliest und nebenbei die endlosen unerquicklichen Diskussionen über den Wiederaufbau des Berliner Schlosses verfolgt, dann kann einen schon die Wut packen. Auf der einen Seite wird bemäkelt, dass ein wiedererrichtetes Schloss angeblich eine künstliche Attrappe sei, auf der anderen Seite sieht man tatenlos zu, wie erhaltene historische Bauwerke aus einer rein kommerzorientierten Denkweise heraus dem Verfall preisgegeben werden, oder wie z.B. im Falle der Lindenoper vor irgendwelchen modernisierungswütigen Kahlschlägern geschützt werden müssen. Den Münchner Altstadtring hat man irgendwann auch „gestoppt“ weil man doch noch erkannte, dass die hübsche moderne Schneise durch die Münchner Altstadt dann vielleicht doch etwas zu übertrieben ausgefallen wäre. Perverses Fazit: extra bereits eingerissene Teile der Bebauung der Maximilianstraße wurden flugs „rekonstruiert“ und wieder aufgebaut. Ein Bravo den modernen Planern und Architekten!
Den absolut scheußlichen Kaufhausneubau am Münchner Marienplatz, dem damals aus Kommerzgründen ein historisches Gebäude weichen musste empfindet noch immer niemand als wirklich gelungen, auch wenn man sich daran „gewöhnt hat“ und über den traurigen Rest des ehemaligen „roten Palais“ an einer Kaufhausfassade in Kassel will ich gar nicht erst reden. Der Wiederaufbau der Dresdener Frauenkirche wurde durchaus vehement diskutiert, aber das Resultat spricht für sich und ist keines Falls eine "künstliche Attrappe". Interessanter sind da schon die viel haarigeren Streitereien beim Wiederaufbau der umliegenden Quartiere, die zwar durchaus auch gute moderne Architektur zwischen Häusern mit „vorgeklebter Barockfassade“ aufweisen, aber eben ein ganz anderes Problem offenbaren: Wenn es nur nach dem Willen der Investoren und ihrer im Selbsverwirklichungswahn befindlichen Architekten geht, dann können leider all zu oft auch völlige Entgleisungen entstehen, wie z.B. das hübsche neue Gebäude am Schiffbauerdamm oder die grausige Verstümmelung der durchaus gut erhalten gewesenen Reste des Hotels „Esplanade“ im Sony-Center am Potsdamer Platz. Inzwischen mache ich um diese zur Disney-Atraktion verkommenen Reste, die in zersägtem Zustand von absolut ahnungslosen Touristen beglotzt werden einen großen Bogen, weil mir das Herz blutet, wenn ich daran denke, dass ich einst, als die Innenräume noch zusammenhängend erhalten gewesen sind, im Winter da Kaffe trinken konnte und ein zwar morbides, aber authentisches Stück Vorkriegs-Berlin erleben konnte was dann von Sony einfach platt gemacht wurde.
Vielleicht ist es ja ein Glück, dass vom Schloss nichts mehr steht, und man beim geplanten Wiederaufbau wenigstens Versäumnisse wie die beschriebenen nicht automatisch unwidersprochen wiederholen kann – allerdings: „die Hoffnung stirbt zuletzt“. Die erhaltenen Reste der Stuckdecke aus dem Schlütertreppenhaus z.B. (im Moment in Schloss Köpenick) werden so hoffentlich nicht auch zersägt und irgendwo als Attraktion in einem touristischen „In-Laden“ zur Schau gestellt, weil es dem gläsernen Kommerzkasten einen hübschen kleinen historischen Akzent verleiht. Soviel zum Thema „modern und zeitgemäß“


(1471) dancingwithfrogs, alt
Thu, 21 August 2008 23:28:17 +0000

Hallo Wendel, unsere starallürengeplagten Architekten sind nun mal daraufhin konditioniert, in ihrer Eigenschaft als alleinig Wissende recht zu haben und recht zu behalten, auch wenn die Halbwertszeit ihrer Schöpfungen im Vergleich zu den Werken gotischer bis klassizistischer Baumeister als absolut zu vernachlässigend gewertet werden müssen. Der bauhäuslerischen Aufbruchstimmung ist längst die Luft ausgegangen und ein Wiederaufgreifen klassizistischer Bauformen ist selbst in Berlin nicht mehr zu übersehen. Man sollte die Ideenlosigkeit und die langweilige Tristesse unserer zeitgenössischen Architektur einfach als
leider unumgängliche , aber irgendwann auch entlarvte Übergangsform hin zu einem Wiederaufleben einer Architektur mit menschlichen Bezügen und ästhetischen Ansprüchen sehen und optimistisch bleiben.

(1470) Wendel
Thu, 21 August 2008 12:47:44 +0000

Hallo zusammen. Darf ich hier auch Links einstellen? Wenn nicht, bitte löschen ;-)

In diesem Artikel sieht man mal wieder überdeutlich die Arroganz und weltfremde Einstellung so mancher Architekten. Kaum wird für einen minimalen Bereich des historischen Zentrums eine Gestaltungssatzung in Erwägung gezogen, schon prophezeien die Herren Architekten den Untergang der gesamten Kultur. Tschuldigung, aber da kann ich mir nur noch an den Kopf packen.
http://www.morgenpost.de/berlin/article855425/Architekturstreit_um_historische_Mitte_eskaliert.html

(1469) Kleinschmidt, Franz, 21
Wed, 20 August 2008 22:28:48 +0000

Auf eine neue Zukunft in Frieden und Hoffnung !

Auf die Vergangenheit, die Uns lehrt und mahnt – Uns einen neuen Weg bereitet in der Gewissheit Unserer Wurzeln !!

Auf das Berliner Stadtschloss !!!

(1468) Ruth, Michael 53
Wed, 20 August 2008 19:38:29 +0000

Hallo Herr Kaukerat, auch hier in Karlsruhe ist die Informationslage eher dürftig - zur tagesaktuellen Info empfehle ich Ihnen www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/palast_rueckbau/ und die Lektüre der Berliner Morgenpost online, in der sehr sachlich und wohlwollend über unser Projekt berichtet wird.

Eine Mitgliedschaft im Förderverein sichert Ihnen die regelmäßige Zusendung des "Berliner Extrablattes".

Nota bene: die Hohenzollern stammen aus unserem Ländle, daher wären Daimler-Benz, Porsche, Bosch, Würth und viele andere prosperierende Firmen aus Südwest gut beraten, die Spendenschatulle im Werbe-Etat großzügigst zu öffnen....Firma Wall sei denen als Vorbild empfohlen.

Mit symbadischen Grüßen
M.Ruth

(1467) Kaukerat,Jan,34
Tue, 19 August 2008 18:02:42 +0000

Ich möchte mich sehr herzlichst bei den Verantwortlichen dieser Internetseite bedanken,da für mich nur diese Seite zur Information dient. Leider ist die Berichterstattung hier in Südbaden was die Fortschritte der Planung des Berliner Schlosses angeht nicht die Beste.
Mit großem bedauern ist die Wanderausstellung für das Schloss nicht bis Freiburg im nächsten Jahr geplant,daher bleibt für mich doch nur diese Seite,oder ein Kurzurlaub in Berlin zur Informationzwecke (es ist aber auch selbstverständlich das man nicht in jeder Großstadt eine Ausstellung Planen kann)
Vielen Dank und machen Sie mit der hervorragenden Arbeit weiter

(1466) Morkramer Michael, 60
Sat, 16 August 2008 10:31:53 +0000

Ich setze mich für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses ein, auch wenn ich beim Abriss von "Erichs Lampenladen" durchaus Bedenken hatte. Schließlich war auch der "Palast der Republik" ein wichtiges geschichtliches Zeugnis, für das Stadtbild Berlins jedoch eher ein böser Fehlgriff.
Immerhin habe ich meine Schulklasse vor zwei Jahren noch schnell vor der Fassade der DDR-Geschichte fotografiert.

(1465) Koch, Inke
Thu, 14 August 2008 20:05:33 +0000

Ich finde die Idee und die Bemühungen, die die Umsetzung mit sich bringen, beispielhaft !!
Den Organisatoren wünsche ich viel viel Glück und ausreichend Spenden für den Wiederaufbau.
I.Koch

(1464) berlinfreund
Tue, 12 August 2008 23:13:09 +0000

Was soll bei einem Gebäude, das gerade mal 17 Jahre genutzt wurde, historisch sein?
Das Schloß stand 500 Jahre.

(1463) Tobias, 30
Tue, 12 August 2008 21:08:14 +0000

Traurigkeit und absolutes Unverständnis löste die Entscheidung gegen den Erhalt des Palastes der Republik und der damit eingeleiteten Vernichtung historischer Substanz bei mir aus. Ein Fehler, den keine Schlossattrappe jemals wieder wettmachen könnte.

Den Schlossbefürworter/innen möchte ich hier dennoch gratulieren.

(1462) Ernst Ludwig
Sun, 10 August 2008 10:47:34 +0000

Erfreulich: Der Spendenstand bewegt sich auf die 17 Mio. Euro zu, und das, wo noch kein einziger Stein für das Schloß verbaut wurde!
Zum Vergleich: Diese deutlich mehr als 30 Mio. DM hatte die Frauenkirche vor Baubeginn nicht vorzuweisen. Die große Spendenwelle setzte dann erst mit sichtbarem Baufortschritt ein. Beim Schloß wird es nicht anders werden. Also, bei aller Ungeduld, Optimismus ist angesagt. Vor allem ist diese Summe auch ein Pfund, mit dem man wuchern kann, wenn es um die Abwehr modernistischer Verunstaltungen geht.

(1461) Glass, Andreas,43
Sat, 2 August 2008 17:21:01 +0000

Endlich hat die Regierung mal eine Entscheidung getroffen, die zwar kontrovers diskutiert wird, jedoch ohne Zweifel das Stadtbild der Mitte und somit das Herz dieser Stadt wieder instand setzen wird. Auch wenn das finanziell angeschlagene Deutschland hadert, so ist es doch für uns alle wichtig, wieder zusammen für etwas einzutreten.
Das Schloß ist hierfür ein Symbol und ich freue mich sehr auf 2015.
Ich werde dem Förderkreis beitreten und einen Stein zum Bau des Schlosses erwerben, auch wenn ich aus dem Rheinland komme und der Hauptstadt somit recht fern bin.
Lasst es uns anpacken und den Bau nicht wieder, wie es in Deutschland gerne getan wird, zerdiskutieren.