{"id":546917,"date":"2014-10-07T09:09:52","date_gmt":"2014-10-07T07:09:52","guid":{"rendered":"http:\/\/berliner-schloss.de\/?page_id=546917"},"modified":"2015-02-23T09:45:29","modified_gmt":"2015-02-23T09:45:29","slug":"aufgabenstellung-der-kommission","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/berliner-schloss.de\/en\/aufgabenstellung-der-kommission\/","title":{"rendered":"Aufgabenstellung der Kommission"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<h1>Aufgaben der Kommission Historische Mitte Berlin<\/h1>\n<p><strong><em>Teil 1 Allgemeine Zielsetzung<\/em><\/strong>[\/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8221;1\/4&#8243;][vc_single_image image=&#8221;549348&#8243; alignment=&#8221;center&#8221; border_color=&#8221;grey&#8221; img_link_large=&#8221;yes&#8221; img_link_target=&#8221;_self&#8221; img_size=&#8221;full&#8221;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8221;3\/4&#8243;][vc_column_text]Im 2. Weltkrieg wurden zahlreiche Bauten der Berliner Mitte erheblich zerst\u00f6rt. W\u00e4hrend die gewachsenen Strukturen des Zentrums zun\u00e4chst weitgehend respektiert wurden, folgte im Rahmen der sozialistischen Stadtplanung Ende der f\u00fcnfziger Jahre eine weitgehende Neuordnung, die den Abriss weiterer historischer Bauten \u2013 etwa der Bauakademie und der Petrikirche \u2013 zur Folge hatte. Die wohl einschneidendste Ma\u00dfnahme bei der Neugestaltung der Mitte bildete der Abriss des Berliner Stadtschlosses. Trotz internationaler Proteste lie\u00df Walter Ulbricht das kriegszerst\u00f6rte aber erhaltungsf\u00e4hige Stadtschloss 1950\/1951 zugunsten eines zentralen Aufmarschplatzes abtragen. Erst mehr als 20 Jahre sp\u00e4ter wurde im \u00f6stlichen Teil des Areals der Palast der Republik errichtet.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8221;1\/1&#8243;][vc_column_text]Die st\u00e4dtebauliche Neuordnung dieses Areals ist bis heute unbefriedigend geblieben. Die st\u00e4dtebauliche Struktur der angrenzenden R\u00e4ume und Geb\u00e4ude bezog und bezieht sich weitestgehend auf die Figur des fr\u00fcheren Stadtschlosses. Dessen Funktion im st\u00e4dter\u00e4umlichen Gef\u00fcge konnte der Palast der Republik nicht ersetzen. Wegen der mit der Asbestbelastung einhergehenden erheblichen Gesundheitsgefahr wurde das Geb\u00e4ude im September 1990 geschlossen. Sp\u00e4testens seit diesem Zeitpunkt stellt sich die Frage nach der Nutzung und Gestaltung der historischen Berliner Mitte von neuem.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8221;2\/3&#8243;][vc_column_text]Je weiter die bauliche Erneuerung der historischen Mitte Berlin voranschreitet, desto offenbarer wird das Vakuum, das durch den Abriss des Berliner Stadtschlosses entstanden ist. Erforderlich ist hier eine st\u00e4dtebauliche und architektonische Gesamtl\u00f6sung, die der historischen Bedeutung des Ortes gerecht wird, sich in die Gestaltung der Berliner Mitte nahtlos einbindet und diese dominierend abschlie\u00dft.<\/p>\n<p>Ein vielf\u00e4ltiges Angebot f\u00fcr kulturelle und gesellschaftliche Begegnungen soll dar\u00fcber hinaus die urbane Qualit\u00e4t der Mitte wieder herstellen.<\/p>\n<p align=\"left\">Die bisherigen Vorschl\u00e4ge und Konzepte zur Nutzung und Bebauung des Schlossplatzareals sind bis heute ergebnislos geblieben. Sowohl der 1994 von Bund und Land gemeinsam ausgelobte Internationale St\u00e4dtebauliche Ideenwettbewerb \u201cSpreeinsel\u201d als auch das im Jahre 1997\/1998 durchgef\u00fchrte Interessenbekundungsverfahren zur Bebauung des Berliner Schlossplatzes haben kein umsetzbares Ergebnis erbracht. Neben der ungekl\u00e4rten Nutzung und der offenen Finanzierung ist dieser Umstand wesentlich darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass die Diskussion sich in der Vergangenheit \u00fcberwiegend auf die Extreme Erhaltung des Palastes der Republik oder Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses verengte.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8221;1\/3&#8243;][vc_single_image image=&#8221;549347&#8243; alignment=&#8221;center&#8221; border_color=&#8221;grey&#8221; img_link_large=&#8221;yes&#8221; img_link_target=&#8221;_self&#8221; img_size=&#8221;full&#8221;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8221;1\/1&#8243;][vc_column_text]Das Bem\u00fchen um eine bauliche Erneuerung der historischen Stadtmitte sollte sich daher auf Schlossplatz als einen integralen Bestandteil einer r\u00e4umlich erweiterten und inhaltlich komplexeren Aufgabenstellung f\u00fcr ein gr\u00f6\u00dferes Areal richten. Neben dem Standort des ehemaligen Stadtschlosses sollte die Kommission auch die ihn umgebenden Stadtr\u00e4ume in ihre \u00dcberlegungen einbeziehen. Dazu geh\u00f6ren das Staatsratsgeb\u00e4ude, die Schlossfreiheit ( Standort des ehemaligen Nationaldenkmals \u201cWilhelm I\u201d), die Bereiche Breite Stra\u00dfe \/ Scharrenstrasse sowie die Bauakademie. F\u00fcr diesen Bereich sollte ein der ehemaligen \u201cStaatsmitte\u201d angemessenes Nutzungskonzept gefunden werden, das sich einerseits vom historischen Zentrum mit Rathaus, Stadthaus und B\u00fcrgerkirche aber auch von der neuen Staatsmitte im Spreebogen wahrnehmbar unterscheidet.<\/p>\n<p>Der historische Ort des Staates im Berliner Zentrum sollte ein Ort der Kultur, der Kommunikation und der Verst\u00e4ndigung werden, der zu gleichen Teilen die Aufgabe hat, Ost und West zu verbinden sowie als Identifikationspunkt m\u00f6glichst vieler Menschen zu dienen.<\/p>\n<p><strong><em>Teil 2 Aufgabenstellung<\/em><\/strong>[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8221;1\/4&#8243;][vc_single_image image=&#8221;549349&#8243; alignment=&#8221;center&#8221; border_color=&#8221;grey&#8221; img_link_large=&#8221;yes&#8221; img_link_target=&#8221;_self&#8221; img_size=&#8221;full&#8221;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8221;3\/4&#8243;][vc_column_text]Die internationale Expertenkommission \u201cHistorische Mitte Berlin\u201d soll auf der Basis st\u00e4dtebaulicher \u00dcberlegungen umfassende Vorschl\u00e4ge zur Bebauung des Berliner Schlossplatzes sowie zur st\u00e4dtebaulichen Gestaltung des umliegenden Areals erarbeiten, auf deren Grundlage eine politische Grundsatzentscheidung getroffen werden kann.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bebauung des Berliner Schlossplatzes soll gepr\u00fcft und empfohlen werden:<\/p>\n<p>\u2013\u00a0welches Nutzungskonzept daf\u00fcr in Frage kommt,<br \/>\n\u2013\u00a0wie die bauliche \/architektonische Gestalt der zuk\u00fcnftigen Bauten aussehen soll,<br \/>\n\u2013\u00a0welches Finanzierungskonzept unter Beachtung des Beschlusses des gemeinsamen Ausschusses vom 31. Mai 1996 m\u00f6glich ist.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8221;1\/1&#8243;][vc_column_text]F\u00fcr die Umgebung ( Schlossfreiheit \/ ehem. Nationaldenkmal bis Werderscher Markt, Bauakademie, Staatratsgeb\u00e4ude und die Bereiche Breite Stra\u00dfe \/ Scharrenstrasse) soll daneben ein st\u00e4dtebauliches Konzept empfohlen werden.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8221;1\/1&#8243;][vc_column_text]<strong><em>2.1. Palast der Republik \/ Stadtschloss<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Seit seiner Gr\u00fcndung ist die Geschichte des Berliner Stadtschlosses mit der Entwicklung der Stadt untrennbar verbunden. Als Gelenk zwischen der mittelalterlichen Stadt und der barocken Residenz bildete es zusammen mit den historischen Bauten Unter den Linden die st\u00e4dtebaulich bedeutendste Anlage Berlins. Die umliegenden Bauten des \u201cForum Fridericianum\u201d, das Zeughaus, die Museen, der Dom und der Marstall stehen noch immer im Dialog mit dem Bild des Schlosses; die st\u00e4dtebauliche Struktur der angrenzenden R\u00e4ume und Geb\u00e4ude bezieht sich weitestgehend auf dessen Figur. Deshalb ist bei der k\u00fcnftigen Gestaltung des Areals von der Errichtung eines Geb\u00e4udes in der Kubatur des Stadtschlosses auszugehen. Ein Erhalt der nach Asbestbeseitigung verbleibenden Teile des Palastes der Republik ist nicht ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Was \u00f6ffentlicher Raum war, sollte wieder \u00f6ffentlicher Raum werden. So fungierten etwa der Schlossplatz und die Schlossh\u00f6fe \u00fcber Jahrhunderte als \u00f6ffentliche Fl\u00e4chen. Eine hochrangige Mischung aus kultureller und gesellschaftlicher, \u00f6ffentlicher und privater Nutzung, die dem Standort uns seiner Umgebung angemessen ist, soll die Mitte wieder mit urbanem Leben erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Kernelemente des vom Gemeinsamen Ausschuss Bund \/ Berlin verabschiedeten Nutzungskonzeptes, das auch Bestandteil des Interessenbekundungsverfahrens war, sind ein Konferenzzentrum ( mit Hotel), das f\u00fcr bestimmte gr\u00f6\u00dfere Veranstaltungen wie etwa internationale Konferenzen von Regierung, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft geeignet ist, eine gro\u00dfe Bibliothek, Fl\u00e4chen f\u00fcr Wechselausstellungen sowie Gesch\u00e4fte und Restaurants. Als Orientierung f\u00fcr die Investoren hatte die \u00f6ffentliche Hand 24.000m\u00b2 (maximal 40.000m\u00b2) Hauptnutzfl\u00e4che (HNF) f\u00fcr \u00f6ffentliche Nutzungen (kulturell und teilkommerziell) vorgesehen, die verbleibenden Fl\u00e4chen (rd. 33.000m\u00b2 HNF) sollten kommerziell genutzt werden.<\/p>\n<p>Um sich der L\u00f6sung des \u201cSchlossproblems\u201d sowohl in baulicher als auch in nutzungsstruktureller Hinsicht anzun\u00e4hern, sollte die Kommission folgende Fragestellungen aufgreifen und hierzu Vorschl\u00e4ge unterbreiten:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Welche Bedeutung hat der Ort \u201cSchlossplatz\u201d im vereinigten Deutschland?<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Welche (zentrale) Funktion soll das Areal zwischen Staatsratsgeb\u00e4ude und Lustgarten k\u00fcnftig \u00fcbernehmen?<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Welche Nutzungen sind der Bedeutung des Ortes angemessen und wie sollen diese strukturiert sein? Soll das Nutzungsangebot eher vielf\u00e4ltig oder von einzelnen gro\u00dfen Institutionen gepr\u00e4gt sein? An wen richtet es sich?<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Sollen vorwiegend \/ ausschlie\u00dflich staatliche (\u00f6ffentlich -kulturelle) Nutzungen oder ein Kombination aus \u00f6ffentlichen und privaten Einrichtungen realisiert werden? Im Hinblick auf die angestrebte \u201cpublic-private-partnership\u201d w\u00e4re zu kl\u00e4ren, ob trotz der Erfahrungen des Interessenbekundungsverfahrens an den bisherigen Nutzungsvorstellungen festgehalten werden soll.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0In welchem Umfang soll \u2013 im Falle einer Rekonstruktionsl\u00f6sung \u2013 das Berliner Stadtschloss wiederhergestellt werden ( nur die wichtigsten Fassaden \u2013 Lustgarten, Schlossfreiheit, Schlossplatz \u2013 die beiden Innenh\u00f6fe \u2013 insbesondere der sog. \u201cSchl\u00fcterhof\u201d-; die Kuppel \u00fcber dem Eosanderportal; eine teilweise Rekonstruktion auch der Innenr\u00e4ume)?<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Welcher Grad der Interpretation des historischen Originals w\u00e4re bei einem Wiederaufbau zul\u00e4ssig und mit welchen gestalterischen Mitteln? Welche Zugest\u00e4ndnisse aufgrund der modernen Bautechnik sind erforderlich?<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Sollte das Projekt als Bauvorhaben \u201cin einem St\u00fcck\u201d oder in Teilabschnitten \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum realisiert werden?<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Wie wird eine Teilkonstruktion in Kombination mit zeitgen\u00f6ssischer Architektur beurteilt, die jedoch das Gesamterscheinungsbild des Schlosses erkennbar werden l\u00e4sst?<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Ob und wie k\u00f6nnen die denkmalwerten Teile des Palastes der Republik ( der zwei Geschosse einnehmende Volkskammersaal und das Foyer als Querriegel) bei einer Rekonstruktion des Schlosses einbezogen werden?<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Sollte die Verkehrsf\u00fchrung in Ost \/ West-Richtung wieder vorrangig \u00fcber den Schlossplatz und die Rathausbr\u00fccke geleitet werden, um die gegenw\u00e4rtige Trennung des Lustgartens vom Schlossplatzareal zu vermindern?<\/p>\n<p><strong><em>2.2. N\u00e4heres Umfeld<\/em><\/strong>[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8221;1\/4&#8243;][vc_single_image image=&#8221;549350&#8243; alignment=&#8221;center&#8221; border_color=&#8221;grey&#8221; img_link_large=&#8221;yes&#8221; img_link_target=&#8221;_self&#8221; img_size=&#8221;full&#8221;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8221;3\/4&#8243;][vc_column_text]Bei der Betrachtung des bestehenden r\u00e4umlichen Umfeldes des Schlossplatzes f\u00e4llt ein \u00dcberangebot an Verkehrs- und repr\u00e4sentativen Flachen auf; das Gebiet ist dadurch sozial \u201ctot\u201d und wirkt entsprechend leer. Nur noch ein kleiner Teil der Br\u00fcderstra\u00dfe dient Wohnzwecken.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8221;1\/1&#8243;][vc_column_text]<strong>2.2.1. Schlossfreiheit \/ Ehemaliges Nationaldenkmal<\/strong><\/p>\n<p>Die Schlossfreiheit entlang des Spreekanals zwischen Schloss und Schleusenbr\u00fccke, die heute durch den Sockel des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Denkmals gepr\u00e4gt ist, bedarf einer neuen Definition. Der erste Entwurf des \u201cPlanwerks Innenstadt\u201d ging von der Wiedererrichtung einer \u00fcberwiegenden Wohnbebauung entlang der Schlossfreiheit aus. Daneben gibt es \u00dcberlegungen, den Unterbau des Denkmals (Gew\u00f6lbe und Plattform) zu erhalten und einer den Erhalt sichernden Nutzung zuzuf\u00fchren. F\u00fcr das Gew\u00f6lbe liegt ein Konzept einer gastronomischen Nutzung vor. Ein weiterer Vorschlag sieht die Errichtung eines \u201cDenkmals Deutsche Einheit\u201d auf dem vorhandenen Sockel vor. Teile der Schlossfreiheit sollen durch einen U-Bahnzugang genutzt werden (U5).<\/p>\n<p>Kl\u00e4rungsbedarf:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Soll die Schlossfreiheit wieder bebaut werden; mit welcher Nutzung?<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0W\u00e4re ein Integrationskonzept ( Erhalt der Gew\u00f6lbe und der Plattform in Kombination mit einer Bebauung) die angemessene L\u00f6sung f\u00fcr diesen Ort?<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Wie wird die Idee eines \u201cDenkmals Deutsche Einheit\u201d, die von einer Initiative gleichen Namens f\u00fcr diesen Ort vorgeschlagen wurde, bewertet?<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Wie wird die U-Bahn in das Konzept eingebunden?<\/p>\n<p><strong><em>2.2.2. Der historische Schlossplatz ( Stechbahn)<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Was heute allgemein als Schlossplatz bezeichnet wird, entspricht nicht dem historischen Schlossplatz. Zur Zeit befindet sich zwischen Staatsratsgeb\u00e4ude und Palast der Republik ein sich in westlicher Richtung stark verbreiternder, schwach definierter Raum. Der Schlossplatz existiert in seiner ehemaligen Dimension und Auspr\u00e4gung heute nicht mehr. Um den Ort wiederzugewinnen, w\u00e4re der ehemalige Schlossplatz als \u00f6ffentlicher Raum wieder anzulegen. Der Neptunbrunnen vor dem Berliner Rathaus k\u00f6nnte an seinen historischen Standort (Platzmitte) zur\u00fcckkehren. Der neue Platz h\u00e4tte, den ver\u00e4nderten Gegebenheiten folgend, gr\u00f6\u00dferen Umfang aber gleiche Funktion. Mit einem in sich ruhenden Stadtplatz erhielte der Bereich einen urbanen Mittelpunkt.<\/p>\n<p>Um dem Schlossplatz einen s\u00fcdlichen Abschluss zu geben, bedarf es einer Neuinterpretation der historischen Stechbahnbebauung. Das neue Geb\u00e4ude w\u00e4re eine architektonische Herausforderung gegen\u00fcber der wiederzuerrichtenden Bauakademie, dem Erweiterungsbau des Ausw\u00e4rtigen Amtes und dem wiederzuerrichtenden Schlosskubus. Mit einem solchen Geb\u00e4ude w\u00fcrde die st\u00e4dtebaulich notwendige Trennschicht gegen\u00fcber dem Friedrichswerder und der Friedrichstadt wieder entstehen.<\/p>\n<p>Kl\u00e4rungsbedarf:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Wie beurteilt die Kommission den Vorschlag, den Schlossplatz in einer historischen Dimension wiederentstehen zu lassen und ihn im S\u00fcden durch einen Neubau r\u00e4umlich abzuschlie\u00dfen?<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Neben der genauen Gr\u00f6\u00dfe des Neubaus ist die angestrebte Nutzung zu definieren.<\/p>\n<p><strong><em>2.2.3. Staatsratsgeb\u00e4ude<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das Staatsratsgeb\u00e4ude soll erhalten werden; es wird derzeit vom Bundeskanzleramt genutzt. Mit Bezugsfertigkeit des Neubaus des Bundeskanzleramtes im Spreebogen steht das Geb\u00e4ude jedoch wieder zur Disposition. \u00dcber ein anschlie\u00dfende Nutzung des Geb\u00e4udes ist noch nicht entscheiden.<\/p>\n<p>Die Perspektive f\u00fcr das Staatsratsgeb\u00e4ude ist in Abh\u00e4ngigkeit von der zuk\u00fcnftigen Schlossnutzung zu bestimmen. Sollte die Kommission zu dem Ergebnis kommen, staatliche Nutzungen auf dem Schlossareal zu konzentrieren, k\u00f6nnte f\u00fcr das Staatratsgeb\u00e4ude eine privatkommerzielle Nutzung f\u00fcr repr\u00e4sentative Anl\u00e4sse vorgesehen werden. Sie kann den in der Umgebung angesiedelten diversen \u00f6ffentlichen Institutionen dienen. Die vorhandenen Raumgr\u00f6\u00dfen von bis zu 520m\u00b2 und die Mischung des Staatsratsgartens bieten hierf\u00fcr gute Vorraussetzungen.<\/p>\n<p>Kl\u00e4rungsbedarf: \u0161 Welche Funktion soll das Staatsratsgeb\u00e4ude zuk\u00fcnftig \u00fcbernehmen?<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Wenn eine private Nutzung favorisiert wird, wie sollte diese im Einzelnen aussehen?<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Welche Rolle soll dabei die Stechbahnbebauung spielen?<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Soll das Schlossportal \u2013 im Falle einer Rekonstruktion des ehem. Stadtschlosses \u2013 wieder ausgebaut werden?<\/p>\n<p><strong><em>2.2.4 Breite Stra\u00dfe \/ Scharrenstrasse<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das sich an den Komplex des Staatsratsgeb\u00e4udes anschlie\u00dfende Areal \u201cBreite Stra\u00dfe \/ Scharrenstrasse\u201d steht nach dem Ende der Zwischennutzung durch das Bundesministerium f\u00fcr Verkehr, Bau- und Wohnungswesen sowie der Nutzung durch die Bundesbaugesellschaft Berlin mbH einer Entwicklung durch private Investoren offen. Die Planungen des Senats sehen f\u00fcr die Breite Stra\u00dfe die Wiederaufnahme der historischen Baufluchten vor.<\/p>\n<p><strong><em>2.3. Finanzierung<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Der gemeinsame Ausschuss Bund \/ Berlin hat am 31. Mai 1996 beschlossen, die Bebauung des Berliner Schlossplatzes in \u00f6ffentlich-privater Partnerschaft zu finanzieren ( Teil 5). Der Bund und das Land Berlin sind, je nach der konkret geplanten Nutzung bereit, ihre Grundst\u00fccke ( ehemaliger Palast der Republik, Schlossplatz) in das Projekt einzubringen. Dies reicht von der M\u00f6glichkeit der Einbringung der Grundst\u00fccke in Form einer Beteiligung bis \u2013 je nach Art der Nutzung \u2013 zu der \u00dcberlassung in Form des Erbbaurechts.<\/p>\n<p>Ausgehend von einem Grundst\u00fcckswert von 8.000 DM pro m\u00b2 und einem Erbbauzinssatz von 6,5 % erg\u00e4be sich ein kalkulatorischer Erbbauzins von 19,7 Mio. DM pro Jahr, der als Gegenwert f\u00fcr die \u00f6ffentlich zu nutzenden Fl\u00e4chen anzusetzen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Das Interessebekundungsverfahren (Teil 3) hat gezeigt, dass eine \u00fcberwiegende \u00f6ffentliche Nutzung allein durch die Einbringung der Grundst\u00fccke des Bundes und des Landes mit kostenlosem Heimfall nicht gesichert werden kann.<\/p>\n<p>Kl\u00e4rungsbedarf:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Wie ist das Modell einer public-private-partnership zu gestalten und wie k\u00f6nnte eine weitgehend staatliche Nutzung \u00fcber ein derartiges Modell finanziert werden?<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Ist die Bereitschaft der \u00f6ffentlichen Hand zwingend, sich an dem Projekt \u00fcber die kostenlose Einbringung der Grundst\u00fccke hinaus zu beteiligen?<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Wie wird der Vorschlag beurteilt, die Mehrkosten einer handwerklichen Schlossrekonstruktion \u00fcber eine Stiftung \u201cBerliner Stadtschloss\u201d mittels Spenden etc. aufzubringen?<\/p>\n<p><strong><em>Teil 4 Nutzungsvorschl\u00e4ge<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Neben dem vom Gemeinsamen Ausschuss Bund \/ Berlin im Mai 1996 verabschiedeten Nutzungskonzept ( s. Teil 5) sind in der \u00d6ffentlichkeit zahlreiche Nutzungsvorstellungen f\u00fcr das Schlossplatzareal diskutiert worden. Ungeachtet der jeweiligen Realisierungschancen waren dies im Wesentlichen:<\/p>\n<p><strong><em>4.1. \u00dcberwiegend \u00f6ffentliche Nutzung<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Ansiedlung einer internationalen oder europ\u00e4ischen Organisation;<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0G\u00e4stehaus der Bundesregierung;<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Zentral- und Landesbibliothek (ehemalige Amerika-Gedenkbibliothek);<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Universit\u00e4re Nutzung ( Humboldt-Universit\u00e4t);<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Museumsnutzung im Zusammenhang mit der Neuordnung der Museumsinsel, (z.B. Ansiedlung der Neuen Gem\u00e4ldegalerie, Sonderausstellungsfl\u00e4che von ca. 5.000m\u00b2 einschlie\u00dflich Infrastruktur, Gastronomie und Verkehrsfl\u00e4chen);<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Verlagerung der Dahlemer Sammlungen der au\u00dfereurop\u00e4ischen Kulturen auf den Schlossplatz;<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Wechselausstellungsgeb\u00e4ude;<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Einrichtung eines Museums f\u00fcr klassische Kunst \u2013 vergleichbar dem Louvre in Paris;<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0B\u00fcrgerforum mit vielf\u00e4ltigen, \u00fcber Berlin hinausstrahlenden \u00f6ffentlichen Nutzungen (z.B. Verlagerung des Hauses der Kulturen der Welt, Unterbringung demokratischer Nichtregierungsorganisationen, Bibliotheken, kulturelle und gastronomische Einrichtungen).<\/p>\n<p><strong><em>4.2. Mischung aus \u00f6ffentlicher und kommerzieller Nutzung<\/em><\/strong><\/p>\n<div>&#8211; Gesellschaftlicher Ort der Kommunikation, der allen B\u00fcrgern des Landes offen steht, m\u00f6glichst vielf\u00e4ltig nutzbar ist und R\u00e4ume bietet f\u00fcr alle Arten von Veranstaltungen (gro\u00dfe Feste, Regierungsempf\u00e4nge, kulturelle Veranstaltungen, wissenschaftliche Tagungen) sowie f\u00fcr Ausstellungen, eine Bibliothek, Restaurants etc.;<\/div>\n<p>&#8211;\u00a0Nutzung durch den benachbarten Museumskomplex, Unterbringung wissenschaftlicher Organisationen, Empfangsr\u00e4ume f\u00fcr die Bundesregierung und die Stadt Berlin, eine repr\u00e4sentative R\u00e4umlichkeit f\u00fcr festliche Anl\u00e4sse, B\u00e4lle und Geselligkeiten ( Tradition des wei\u00dfen Saals), Caf\u00e9s und Restaurants;<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Zentrales Kulturhaus mit Museum der Moderne, Zusammenf\u00fchrung von Amerika- Gedenkbibliothek und Stadtbibliothek, verschiedene Veranstaltungs- und Tagungsr\u00e4ume mit dazugeh\u00f6riger Gastronomie;<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Konferenz- und Veranstaltungszentrum der \u201cLuxusklasse\u201d;<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Bibliothek, internationale Institution, eine Universit\u00e4t, Neue Medien, Hotel und G\u00e4stehaus sowie zahlreiche Ausstellungsfl\u00e4chen[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgaben der Kommission Historische Mitte Berlin<br \/>\nT<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":30,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"class_list":["post-546917","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/berliner-schloss.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/546917","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/berliner-schloss.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/berliner-schloss.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/berliner-schloss.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/berliner-schloss.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=546917"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/berliner-schloss.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/546917\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":550918,"href":"https:\/\/berliner-schloss.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/546917\/revisions\/550918"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/berliner-schloss.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=546917"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}