„Stadtschloss steht bald auf vier Säulen“

16.12.2017  Der Tagesspiegel

 

Mit einem neuen Leitungsmodell wollen Berlin und Bund „ein Haus aus einem Guss“ schaffen. Berlin soll seinen Einfluss auf die Ausstellungsflächen im Stadtschloss behalten.

Von Ulrich Zawatka-Gerlach

Der Bund und Berlin haben sich jetzt auf eine gemeinsame Leitungsstruktur für das Humboldt Forum geeinigt. Am Freitag habe auch Kultursenator Klaus Lederer (Linke) seine Zustimmung gegeben, sagte die Kulturstaatsministerin im Bund, Monika Grütters (CDU) dem Tagesspiegel. „Ich will mich bei Herrn Lederer ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit in dieser Frage bedanken.“

Auf seiner nächsten Sitzung Anfang des Jahres solle der Stiftungsrat der Stiftung Humboldt Forum das neue Leitungsmodell beschließen, kündigte Grütters an. Man wolle „ein Haus aus einem Guss“, ein Gesamterlebnis Humboldt Forum, verbunden mit einer Richtlinienkompetenz für den Intendanten.

Gleichzeitig werde sichergestellt, dass Berlin seinen Einfluss auf die eigenen Ausstellungsflächen im Stadtschloss behalte. „Nach monatelangen Verhandlungen haben wir nun den Durchbruch erzielt.“

„Nun den Durchbruch erzielt“

Unterhalb der Intendanz des Humboldt Forums wird es eine Leitungskonferenz geben, zu der vier Abteilungen gehören, die jeweils von einer Direktorin oder einem Direktor geleitet werden. Erste Säule ist die Verwaltung des Gebäudes, einschließlich Technik und Sicherheit; zweite Säule sind die Sammlungen der SPK und das Museum des Ortes, die im Stadtschloss zu sehen sein werden.

Hier steht die Personalentscheidung für die künftige Leitung kurz bevor. Dritte Säule ist die Humboldt-Akademie, auf neudeutsch „Education-Abteilung“ in enger Zusammenarbeit mit der Humboldt-Universität. Vierte Säule ist die Programmarbeit, die von der Intendanz verantwortet wird, in Kooperation mit dem Land Berlin.

 

Quelle: Der Tagesspiegel, 16.12.2017