„Großer Preis des Mittelstandes – schon die Nominierung ist eine Anerkennung“

01.06.2018 Sächsische Zeitung

 

Von Ralf Grunert

Der „Große Preis des Mittelstandes“ der Oskar-Patzelt-Stiftung ist der wichtigste Wirtschaftspreis in Deutschland. Im 24. Jahr des Wettbewerbs waren bundesweit knapp 5 000 Unternehmen und Institutionen nominiert – in Sachsen 422, darunter fünf aus Hoyerswerda und Lauta. Nach einem Kurzcheck wurde die sogenannte „Juryliste“ erstellt. In Sachsen finden sich darauf 67 Nominierte. Aus ihnen wählen die Juroren nun bis Juli die Preisträger und Finalisten aus. Die Preisverleihung für Sachsen findet im September statt. Bis dahin bleibt die Entscheidung der Jury geheim.

Neben der AVi Gesellschaft für Automatisierung in Verwaltung und Industrie mbH aus Hoyerswerda hat in diesen Tagen auch die Vitrinen- und Glasbau Reier GmbH in Lauta die offizielle Information erreicht, dass sie den Sprung in die Vorschlussrunde des Wettbewerbs geschafft hat. In Lauta ist man zuversichtlich, ließ Prokuristin Christiane Düffort in dieser Woche in einer kleinen Presserunde am Sitz des vor 30 Jahren gegründeten Unternehmens wissen. Diese Zuversicht resultiert auch daraus, dass die Firma Reier von drei Stellen zur Nominierung für den „Großen Preis des Mittelstandes“ vorgeschlagen wurde. Das waren der Landkreis Bautzen, die Agentur für Arbeit und der Lautaer Bürgermeister. „Schon das ist eine Anerkennung und zeigt uns, dass andere sehen, was wir hier leisten.“

Und das ist nicht immer ganz leicht zu erkennen, denn das Lautaer Unternehmen, in dem rund 100 Mitarbeiter beschäftigt sind und zwölf Sprachen gesprochen werden, agiert weltweit. Reier-Vitrinen stehen in den bekanntesten Museen auf dem Erdball. Aktuell wird das Nationalmuseum des Emirats Katar ausgestattet. Für das Humboldt-Forum im Berliner Schloss fertigen die Lautaer Spezialisten 97 Vitrinen und zwei aus mehreren Vitrinen bestehende Schaudepots an. In Hongkong erhält eine Tempelanlage Vitrinen aus Lauta. Bei alledem wird Wert auf Innovation gelegt. Vitrinenbau Reier ist eines von weltweit nur zwei Unternehmen, die ein spezielles Zertifikat für emissionsarme Vitrinen besitzen, erklärt Christiane Düffort nicht ohne Stolz.

Die Auswahlkriterien bei der Entscheidung um den „Großen Preis des Mittelstandes“ sind aber breit gefächert. Soziales Engagement gehört dazu. So unterstützt Vitrinenbau Reier unter anderem Kindergärten sowie Sportvereine in Lauta und Umgebung. „Besonders wichtig ist es uns auch, etwas für unsere Mitarbeiter zu tun, um die Motivation hoch zu halten und sie ans Unternehmen zu binden“, weiß die Prokuristin. Das alle zwei Monate stattfindende gemeinsame Frühstück der gesamten Belegschaft komme gut an. In Planung ist auch ein Gesundheitsprogramm. Ob das Gesamtpaket am Ende für den Unternehmerpreis reicht, bleibt abzuwarten. Aber selbst wenn es nicht damit klappen sollte, dürfte die Teilnahme am Wettbewerb nicht umsonst gewesen sein, glaubt Christiane Düffort. „Wir versprechen uns davon, dass unser Name noch bekannter wird und dass das Interesse der Bevölkerung an unserer Tätigkeit weiter wächst.“

 

Quelle: Sächsische Zeitung, 01.06.2018

 

 

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