Abriss der Humboldt-Box. Neue Interims-Schloss-Ausstellung vom Februar bis in den Sommer 2019

Die Ausstellung zum Wiederaufbau des Berliner Schlosses in der Humboldt-Box am Schlossplatz schließt planmäßig am 16. Dezember um 18.00 Uhr. Wir sind ein wenig wehmütig, aber:

Ab Februar geht es weiter!

Nach der Schließung der Schloss-Ausstellung in der Humboldt-Box, die unter anderem Anfang 2019 für notwendige Geothermie-Arbeiten und die Heerstellung des Schlossumfeldes planmäßig abgerissen wird, eröffnet der Förderverein Berliner Schloss e.V. spätestens im Februar 2019 seine neue Schloss-Ausstellung als Informationsquelle und für die direkte Spendensammlung an nun zwei Orten im Schlossumfeld.

Ort 1: Ein Bau-Container, direkt im Bauzaun der Schloss-Baustelle am Lustgarten (Höhe Fußgängerüberweg Berliner Dom) wird als „Schlossinformationspunkt“ für das Spontanpublikum im Bereich des Lustgartens eingerichtet. Hier werden wie bislang in der Humboldt-Box alle Fragen der Besucher von unseren freundlichen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern beantwortet und wichtigste, erste Informationen bereitgehalten. Das Baugeschehen kann man auch wie bisher auf Bildschirmen sehen. Das „Berliner Extrablatt“, die Zeitung des Fördervereins, ist dort weiterhin kostenlos erhältlich. Ebenso kann man spontan spenden. Ein kleiner Schloss-Shop mit den nachgefragtesten Artikeln deckt den eiligen Bedarf nach Erinnerungsstücken und Souvenirs ab.

Ort 2: In einer fußläufigen Entfernung (4 Minuten von der Schlossbrücke) werden vorübergehend zusätzlich neue Ausstellungsräume in einem Ladengeschäft an der Straße Werderscher Markt direkt links neben der Friedrichswerderschen Kirche bezogen.

Hier wird unser Publikumsmagnet, das berühmte Innenstadtmodell „Berlin um 1900“ seinen Platz finden, ebenso wie zahlreiche weitere Ausstellungsstücke aus der Humboldt-Box. Auch das Kino mit seinen vielfältigen Schloss-Filmen, der umfangreiche Schloss-Shop und das Spendenbüro ziehen dort ein.

Die Einrichtung dieser Flächen wird eher Werkstattcharakter haben, da für die kurze Zeit dort natürlich teure Langzeitinstallationen unverhältnismäßig sind.

An beiden Orten – im Bau-Container und im Ladengeschäft –stehen den Besuchern unsere freundlichen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter wie gewohnt mit ihrem ganzen Fachwissen und den Spendeninformationen zur Verfügung.

Aus heutiger Sicht zieht die Ausstellung im Sommer dann wieder zurück an die Lustgartenfassade des Schlosses auf den dann befestigten Vorplatz, wo sie dann voraussichtlich bis Ende 2020 bleiben wird. Dann ist auch das Humboldt Forum vollständig eröffnet und wird natürlich selbst zum Publikumsmagneten.

Bis dahin sind wir zuversichtlich, die Spendensammlung abgeschlossen zu haben.

Rückblick in Dankbarkeit

>> Hier nun noch ein Blick zurück auf die Ausstellung in der Humboldt-Box, die es uns ermöglichte, seit 2011 außerordentlich erfolgreich für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses zu werben.

 

Die Ausstellung zum Wiederaufbau des Berliner Schlosses in der Humboldt-Box am Schlossplatz

Der Förderverein Berliner Schloss e.V. unterhielt seit 2011 ein repräsentatives Informationszentrum für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses in der Humboldt-Box am Lustgarten, direkt am Bauplatz des Schlosses, von dem aus man wunderbar die 2012 begonnenen Bauarbeiten beobachten konnte.

Im 1. Stockwerk der Humboldt-Box brachten wir die wichtigsten Informationen zum Wiederaufbau des Berliner Schlosses. Die ehrenamtlichen, freundlichen Helfer unseres Berliner Freundeskreises standen Ihnen jeden Tag mit fachkundigen Informationen zur Verfügung.

Sie sahen dort unser großes Stadtmodell von Berlin um 1900, konnten in einem kleinen Kino schöne und wichtige Filme zum Schloss sehen, fanden exemplarische Beispiele für das Können der heutigen Bildhauer bei der Rekonstruktion der Schlossfassaden – und waren uns natürlich auch als Spender willkommen, wofür wir eine eigene Infrastruktur geschaffen hatten, vom Spendenautomaten, der Ihnen gleich die gedruckte Zuwendungsbestätigung mitgab, bis zu fachkundiger Beratung durch unsere haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter vor Ort.

Täglich fanden auch Führungen statt: Sonderführungen gab es nach Vereinbarung mit Herrn Gunther Kämmerer, Tel.: 0171/70 12 567 oder direkt in der Box unter 030/2067 3093.

Kernpunkte unserer Ausstellung waren:

Das hinreißende Stadtmodell des historischen Berlin aus der Zeit der Jahrhundertwende, erweitert vom Brandenburger Tor bis zum Schloss, von der Museumsinsel bis zum Gendarmenmarkt.

Auf über 30 m² Fläche sahen Sie die ganze Schönheit des alten Berlin, perfekt und detailgetreu von dem leider verstorbenen Horst Dühring und seinen Modellbauern gebaut, dessen Lebenshöhepunkt dieses Werk ist. Ein Anblick, der sofort sichtbar machte, dass das Schloss zwar nicht alles ist, aber ohne das Schloss alles nichts. Sein altes Team vervollständigt nach und nach das große Werk!

Die Gipsmodelle von Teilen der Schlüterschen Fensterachsen des Berliner Schlosses im Maßstab 1:1 als Vorlage für deren Umsetzung in Sandstein zeigen Ihnen, dass es heute doch möglich ist, barocke Kunst nachzuschöpfen.

Ein Internet-Terminal ermöglichte Ihnen, Ihren Baustein oder ein Schmuckelement der Schlossfassaden zu stiften.

Dazu gab es eine ganze Wand mit der Geschichte des Schlosses, reich bebildert und natürlich die Vorstellung des neuen Schlosses als Humboldt Forum nach den Plänen von Franco Stella, mit Bildern, Grundrissen, einem detailgetreuen Modell und einem “Schubladenmodell”, bei dem Sie die einzelnen Stockwerke des Schlosses wie eine Schublade herausziehen konnten, um deren Nutzungskonzept zu studieren.

Ein Touchscreen beantwortete Ihnen auf Fingerdruck wichtige offene Fragen.

In den Stockwerken darüber wurde das Humboldt Forum vorgestellt und ganz oben in der Humboldt-Box fanden Sie ein Restaurant mit einem der wohl schönsten Ausblicke auf Berlin und den Bauplatz des Schlosses!