„Für das Berliner Stadtschloss fehlen noch 18 Mio. Euro Spenden!“

25.12.2018  B.Z. Berlin

Der Förderverein hat 105 Millionen Euro an Spenden zugesagt, um die historischen Fassaden der einstigen Hohenzollernresidenz rekonstruieren zu können. Ein Jahr vor der Eröffnung fehlen noch 18 Millionen Euro.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Wilhelm von Boddien, zeigte sich in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur zuversichtlich, den Rest der insgesamt 105 Millionen Euro noch aufzubringen. „Ich bin ziemlich sicher, dass wir das schaffen“, sagte er.

Der Förderverein will deshalb auch nach dem Abbau des Infocenters an der Baustelle weiter vor Ort um Geldgeber werben. Die sogenannte Humboldt-Box, die seit 2011 über das Mammutprojekt informierte, wird Anfang 2019 abgerissen. An der Stelle sollen 100 Meter tiefe Bohrungen beginnen, um Erdwärme für das im Schloss geplante Humboldt Forum zu gewinnen.

Hauptattraktion in der Humboldt-Box, einer futuristisch anmutenden Betonschachtel, war das historische Stadtmodell, das auf mehr als 30 Quadratmetern Fläche das frühere Berlin in der Zeit um 1900 zeigte. „Diesen Publikumsmagneten wollen wir nicht verlieren. Wir werden ihn verkleinert spätestens von Ende Januar an in einem nahe gelegenen Ladenlokal zeigen“, kündigte Boddien an.

105 Mio. Euro vom Förderverein

Die neuen Ausstellungsräume liegen an der Straße Werderscher Markt direkt links neben der Friedrichswerderschen Kirche. Zudem soll es im Bauzaun am Lustgarten einen Baucontainer geben, in dem Besucher erste Informationen bekommen. „Wir werden ein halbes oder dreiviertel Jahr mit dieser Lösung arbeiten. Aber wir sind optimistisch, dass es auch danach bis Ende 2020 weitergeht“, so Boddien.

Der Förderverein hat 105 Millionen Euro an Spenden zugesagt, um die historischen Fassaden der einstigen Hohenzollernresidenz rekonstruieren zu können. Den Löwenanteil der Baukosten von fast 600 Millionen Euro zahlt der Bund. Unter dem Namen Humboldt Forum soll im Schloss von Ende 2019 an ein Kultur- und Museumszentrum öffnen.

 

Quelle: B.Z. Berlin, 25.12.2018

 

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