Spendenstand
| Jahr | Spendenbetrag |
|---|---|
| 2004 | 1.226.000 € |
| 2005 | 2.555.000 € |
| 2006 | 1.850.000 € |
| 2007 | 2.352.486 € |
| 2008 | 2.346.406 € |
| 2009 | 2.083.386 € |
| 2010 | 2.535.548 € |
| 12/2011 | 4.067.000 € |
| Summe | 19.015.826 € |
Wichtige Hinweise zu den Spendensummen der Uhr
Spendenuhr & Spiegel des Spendenstands
Unsere Spendensammlung für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses gem. den Beschlüssen des Deutschen Bundestags vom 4. Juli 2002 und vom 13. November2003 wurde im Jahr 2004 offiziell begonnen.
Bislang haben wir in der Spendenuhr auch die uns verbindlich zugesagten Spenden in Millionenhöhe aufgeführt. Da wir über diese Gelder nicht sofort verfügen können, haben wir diesen Sektor jetzt auf “0″ gesetzt, nachdem wir eine erste Schallmauer mit über 10 Millionen Euro an direkten Spenden durchbrochen haben. Diese Summe ist deutlich höher als diejenige, die der Dresdner Frauenkirche bei ihrem Baubeginn 2008 zur Verfügung stand. Angesichts des erheblichen politischen Widerstands gegen das Vorhaben, bei dem alle Register bis hin zur Diskriminierung unserer Arbeit gezogen wurden, sind wir stolz darauf, dieses Ergebnis bereits erzielt zu haben.
Entsprechend zeigt die Spendenuhr ab sofort nur noch den tatsächlich in Geld aufgelaufenen Spendenstand seit 2004 an.
Kassenstand ist nicht gleich Spendenstand
Natürlich spiegelt die Spendenuhr nicht den Kassenbestand des Fördervereins wieder, da ja bereits mit Planungs- und Rekonstruktionsmaßnahmen begonnen wurde und laufend Rechnungen aus diesem Bereich anfallen und beglichen werden. Außerdem fallen natürlich Kosten für Verwaltung und Werbung an.
Der Kassen- und Bankontenstand (Liquidität des Vereins) ist deswegen niedriger als das angegebene Spendenaufkommen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den unter “Förderverein Berliner Schloss” veröffentlichten Jahresabschluss 2007, dem Sie dazu Näheres entnehmen können.
Unsere Finanzierungszusage für den Mehrpreis der Schlossfassaden gegenüber einer modernen Fassade gilt unverändert.
Der Förderverein hat dem Deutschen Bundestag zugesagt, den Mehrpreis der drei Barockfassaden des Schlosses sowie der drei Barockfassaden des Schlüterhofs über eine breit angelegte Spendensammlung zu finanzieren. Ein seitdem von uns öffentlich genannter Spendenbetrag von 80 Millionen Euro, basierte zunächst auf großzügig nach oben abgerundeten Preisschätzungen hierfür, die erhebliche Sicherheitsreserven beinhalteten. In dieser Zusage ist die Planung und die künstlerische Herstellung der Schmuck- und Fassadenelemente in der handwerklichen Tradition von vor 300 Jahren einbaufertig enthalten, also das, was das Berliner Schloss in seinem Aussehen teurer als eine moderne Fassade macht.
Logischerweise sind deswegen in unseren Preisen keinerlei Kosten für die eigentlichen Außenwände, Einrichtung der Baustelle, Befestigungskosten der Schloss-Fassadenelemente usw. enthalten, da diese auch bei einer modernen Fassade anfallen. Da der Wandaufbau des Schlosses erst jetzt im Jahr 2009 über die Ausführungsplanung definiert wird, konnten zudem bislang die Befestigungskosten nicht seriös kalkuliert werden.
Das bisherige Spendenziel von insgesamt 80 Millionen Euro an Gesamtkosten die inzwischen zu großen Teilen auf genauen Kalkulationen aufgrund von Ausschreibungsergebnissen beruhen, wird bis 2010 zu halten sein.
Die Summe beinhaltet Reserven für Preissteigerungen der ausführenden Firmen, Steuererhöhungen und natürlich für die laufenden Kosten des Vereins wie Werbung und Verwaltung sowie damit verbundene Ausstellungen und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit. Wir behalten uns angesichts z.Zt. unsicherer Zukunftsaussichten Anpassungen vor. Durch das Wettbewerbsergebnis vom November 2008, bei dem auch die Wiedererrichtung der historischen Kuppel beschlossen wurde, kann es sein, dass auch hierfür bei einem eventuellen Mehrpreis dieser aus zusätzlichen Spenden finanziert werden soll. Auch dies kann zu Veränderungen unseres Spendenziels führen.
Es ändert aber nichts an unserer grundsätzlich gegeben Zusage, die vorgenannten Mehrpreise zu finanzieren. Diese Zusage war nie an eine feste Summe gebunden.
Wichtiger Hinweis
Das bisher mit der Schlossplanung beauftragte Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Berlin, das dem Bundesbauministerium untersteht, kommt in seiner Kostenschätzung für die Schlossfassaden auf einen Betrag von rund 81 Millionen Euro. Diese Kosten wurden im Auftrag des BBR für die Ausschreibungen des Architektenwettbewerbs auf Sachverständigenbasis ermittelt. Hierbei wurden reiche, verschiedene Erfahrungswerte von Restaurierungen historischer Gebäude wie dem Berliner Zeughaus berücksichtigt und eingearbeitet. 
Niemand war bislang jedoch in der Lage, die Kosten der Schlossfassaden realistisch-exakt zu schätzen. Die Fassaden sind einzigartig in ihrer großen Kunst und Vielfalt, hierfür gibt es keine genauen Erfahrungswerte. Die echten Kosten sind also nur über genaue Ausschreibungen im Markt zu ermitteln. Dies haben wir getan.
Unsere oben genannten Zahlen liegen deswegen unter den Ansätzen des BBR, weil wir inzwischen auf Basis zahlreicher, repräsentativ übertragbarer  Ausschreibungen die Kosten nach den Angeboten exakt für die einzelnen Fassadenabschnitte ansetzen konnten.
Die noch nicht mit Angeboten abgedeckten Kosten weiterer  Fassadenteile konnten dadurch ebenfalls mit in einer Interpolationsrechnung realistisch in Ansatz gebracht werden. Sie werden durch weiter eingehende Angebote verifziert. Bislang gab es noch keine wesentlichen Abweichungen zu diesen Interpolationen.
 
Unser Spendenziel wird an die Erfordernisse angepasst
Unsere Zahlen entsprachen schon früher und entsprechen auch heute dem jeweils aktuellen Erkenntnisstand aus unseren Planungen und Kalkulationen, die natürlich mit zunehmender Erfahrung immer wieder aktualisiert werden müssen, schließlich gibt es keinerlei Erfahrungen mit der künstlerischen Wiederherstellung eines so komplizierten Riesenbaus. Auch die Erfahrungen der Dresdner Frauenkirche können dafür kaum herangezogen werden, da dieser Bau erheblich schlichter in seinem architektonischen Schmuck ist.
Kalkulationsgrundlage
Zurzeit besteht für die Schlossfassaden folgende Kalkulationsgrundlage:
Nach einer Hochrechnung des beauftragten Architektenbüros Stuhlemmer, Berlin, basierend auf eingeholten Angeboten für viele Teilbereiche, wird für die Herstellung sämtlicher Fassadenelemente in Sandstein z.Zt. ein Betrag von 67 Millionen Euro benötigt. Damit verbleiben für Bezahlung der oben genannten weiteren Kosten 13 Millionen Euro.
Verwendung der Spendengelder
Der Förderverein wird die ihm zugeflossenen Spenden zunächst für die Fertigstellung der gesamten Fassadenpläne verwenden. Diese sind schon jetzt Bestandteil der Auslobung des internationalen Architekten-Wettbewerbs der Bundesregierung unter dem Titel “Die Wiedererrichtung des Berliner Schlosses – Bau des Humboldt-Forums”, der im November 2008 abgeschlossen wurde. Darüber hinaus werden von uns 1:1 Fassadenmodelle als Vorlage für die Ausführung in Sandstein entwickelt sowie Prototypen in Sandstein dafür. Damit sichern wir die künstlerische Qualität der Arbeiten. Alle diese Vorleistungen werden eigentumsrechtlich der in Gründung befindlichen öffentlich-rechtlichen und gemeinnützigen, neuen Schlossstiftung übergeben, für die der Deutsche Bundestag kürzlich erste Mittel bewilligte und die die Bauherrnfunktion übernehmen soll.
Die Serienanfertigung der Fassadenelemente nach diesen Qualitätskriterien ist dann Sache des von ihr beauftragten Generalunternehmers, schon aus Gewährleistungsgründen für den Gesamtbau.
Damit wird der größte Teil der Spenden dem künftigen, gemeinnützigen Bauherrn in Geld zur Verfügung gestellt.
Jahresspendenaufkommen
Die Jahressummen gem. der unten stehenden Tabelle setzen sich aus Spenden, Einnahmen aus dem Verkauf von Schlossartikeln und auch aus Einnahmen aus Testamenten und Schenkungen sowie Bußgeldern zusammen.
23. Dezember 2008
Wilhelm von Boddien, Geschäftsführer Förderverein Berliner Schloss e.V.


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