So kommt Ihre Spende zum Wiederaufbau des Berliner Schlosses!

Bericht über unsere Arbeit von 1992 bis 2010, Übergang unserer Leistungen und der Spenden an den Bauherrn

 Der Weg Ihrer SpendeDer Förderverein Berliner Schloss e.V. hat sich seit seiner Gründung 1992 für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses mit seinen historischen Fassaden eingesetzt. Nicht zuletzt durch unsere beharrliche Arbeit, die mit dem Bau der Schloss Simulation 1993/94 begann und die darauf folgende, kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit ist es uns gelungen, eine politische Mehrheit zu gewinnen. Nach den Beschlüssen des Deutschen Bundestags und der Bundesregierung wird das Schloss nun gebaut, der Baubeginn ist für das Frühjahr 2011 vorgesehen, die Fertigstellung etwa 2016 / 2017.
Dieser Erfolg wurde uns nur möglich, weil zahlreiche Spender uns mit den nötigen Finanzmitteln ausstatteten, ohne die unsere Arbeit und die damit verbundenen ersten Rekonstruktionsmaßnahmen nicht möglich gewesen wären. Hierfür möchten wir uns auch an dieser Stelle bei all denen bedanken, die uns auch in schwieriger Zeit die Treue gehalten haben und mit uns an den Erfolg unserer Arbeit geglaubt haben.

Diese großartige Unterstützung wurde uns gewährt, weil wir die Qualität der Ergebnisse unserer Arbeit zum obersten, nachprüfbaren Gebot gemacht hatten. Dabei war der Wunsch der Spender und Mitglieder unseres Vereins nach einer möglichst originalgetreuen Rekonstruktion der Schlossfassaden oberste Richtschnur unserer Arbeit.

Hauptziel der Arbeit des Fördervereins ist weiterhin die äußere, originalgetreue Wiedererrichtung des Äußeren des Berliner Schlosses. Der Grundsatzbeschluss des Deutschen Bundestags  vom 4. Juli 2002, der eine moderne Westwand des Schlüterhofs und eine neue Ostfassade vorsieht, wird von uns akzeptiert. Ohne diese Konzession wäre der Wiederauf
bau des Schlosses politisch nicht mehrheitsfähig geworden. Für die Verwirklichung dieses Ziels sammeln wir seit 2004 steuerbegünstigt Spenden in ganz Deutschland und auch im Ausland.

Von Anfang an galt für unsere Spendensammlung für die Rekonstruktion der historischen Schlossfassaden die folgende Maxime:

Die Planung der Schlossfassaden, die Herstellung der Modelle und Prototypen sowie der endgültigen Ausführung der verschiedenen Fassadenelemente in Sandstein müssen in ihrer Qualität so weit wie irgend möglich dem Original entsprechen.
Dies fordert die Qualität der historischen Bauten im Umfeld des Schlosses, die entwertet würden, wenn wir nur einen simplen Abklatsch des historischen Schlosses befürworteten.Niemand würde sein Geld für eine schlecht gemachte Kopie geben.

 Der Weg Ihrer Spende
Andreas Schlüter: Kartusche aus dem Portal I des Berliner Schlosses
Rekonstruktion des Bildhauers Eckart Böhm, Potsdam
 

Die hohen Erwartungen nach möglichst großer Originalgetreue der äußeren Fassaden und des Schlüterhofs, setzen eine akribische, detaillierte Recherche in den historischen Archiven voraus. Deren Ergebnisse müssen von einem Architekten in die Planung umgesetzt werden, der die nötigen historischen Kenntnisse hat und vor allem auch eine große Sensibilität bei der Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Planung entwickelt.Mit dem Büro Stuhlemmer haben wir einen solchen partner gefunden. Seine Planungsarbeiten erfreuen sich inzwischen großer Anerkennung in allen mit dem Schloss befassten Fachkreisen.

Nur wenige Steinbildhauer haben die nötige Bildung und das erforderliche Einfühlungsvermögen die große Kunst der Schlüterschen Bildhauerwerkstatt und ihres großen Meisters nachzuempfinden. Solche begnadeten Künstler  haben wir gefunden und unter Vertrag genommen und konnten so die bildhauerische Qualität der von uns entwickelten Fassadenmodelle gewährleisten. Der Planungs- und Wiederaufbauprozess und die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden schon seit 2004 von uns umgesetzt. Unsere Forschungsarbeiten zum Berliner Schloss reichen noch viel weiter zurück.

Sie bezogen sich vorrangig auf die Auswertung, Digitalisierung und fotogrammetrische, CAD-gestützte, maßhaltige Vermessung des von über 3000 Schlossfotos als Grundlage für die Rekonstruktion der schon im 18. Jh. verschollenen Baupläne des Schlosses.
Darüber hinaus wurden fast 4000 Bauakten aus allen Bauperioden am Schloss gesichtet und ausgewertet. Diese jahrelange, akribische, investigative Arbeit hat den von uns beauftragten Architekten und Künstlern einen erheblichen Wissensvorsprung gegeben, der nun bei der Realisierung des Bauvorhabens auf den Bauherrn übertragen wird. Die in unserem Auftrage geschaffenen Aufmaßpläne der drei Barockfassaden und des Schlüterhofs des Schlosses, mit einer Abweichung von unter 1 % zum Original, waren die Grundlage für den  Architekturwettbewerb “Wiedererrichtung des Berliner Schlosses – Bau des Humboldt-Forums”, der Ende 2008 entschieden wurde. Inzwischen sind unsere Baupläne Grundlage für die Entwurfs- und Ausführungsplanung des Archtektenteams um Prof. Franco Stella, dem Sieger des Wettbewerbs, der nun endgültig mit dem Bau des Berliner Schlosses und Humboldtforums beauftragt wurde.

Endlich wurde von der Bundesregierung und dem Bundestag der Bauherr benannt:

Die staatliche “Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum” wird der Bauherr des Schlosses und unser Partner bei der Spendensammlung

Der endgültige Bauherr des Schlosses und Humboldt-Forums steht jetzt fest. Bauherr wird die 2009 gegründete, gemeinnützige und öffentlich-rechtliche Stiftung  “Berliner Schloss-Humboldtforum” sein. Sie als Bauherr sorgt bei der Auftragsvergabe für die beim Schlossbau vom Staat erwartete eindeutige, integrierte Gewährleistung und Produkthaftung für den gesamten Bau. Sie wird dies wahrscheinlich an den beauftragten Architekten als Gesamtplaner und den über die Ausschreibungen ermittelte Generalunternehmer delegieren. 

 Der Weg Ihrer SpendeDeswegen müssen diese die technische und künstlerische Beschaffenheit der Fassadenelemente in Zukunft verantworten, die dem Förderverein bislang oblag. Denn eine mögliche Lieferung der  Fassadenelemente durch von uns beauftragte Dritte ist aus Gründen der Gewährleistung höchst risikobehaftet: Die damit verbundene Herausnahme der Fassadenelemente aus der Gewährleistung der beiden vorgenannten Institutionen zu Lasten der vielen, kleinen Handwerksbetriebe würde Unklarheiten entstehen lassen, die bei Bauschäden erwartungsgemäß zu immensen Komplikationen führen würde. Gegenseitige Schuldzuweisungen würden zur Norm. Dies kann der Staat als Hauptfinanzier nicht zulassen. Er muss von allen Baurisiken freigestellt werden.

Hierüber besteht inzwischen Einigkeit zwischen der Stiftung und uns.

Die Wiedererrichtung des Berliner Schlosses ist ohne Beispiel. Ob die Stiftung später auch Betreiber des Baus wird oder dies an die künftigen Hauptnutzer delegiert ist deswegen noch offen. Die Stiftung vereint zunächst die Interessen aller Beteiligten. Die Bundesregierung und das Land Berlin statten die Stiftung mit den Investitionsmitteln für den Bau aus. Die Nutzer stellen ihr später die Mittel für die Einrichtung der Museen und den Betrieb zur Verfügung.

Die Stiftung ist ebenfalls Partner für die Spendensammelvereine und richtet hierfür ein zentrales Konto ein, auf das die Ergebnisse der Sammlungen eingezahlt werden. Der Förderverein Berliner Schloss wird alle bereits gesammelten, noch nicht verfügten oder für seine künftige Arbeit nicht benötigten Gelder ebenfalls an die Stiftung übergeben. Hierzu soll in 2010 ein Vertrag geschlossen werden, der die steuerlich unbedenkliche Übergabe aller dieser Leistungen regelt. Ein Betrag von € 1 Million wurde im Dezember bereits übergeben, in 2010 folgen die juristische Übergabe der Schlossbaupläne für die Fassaden und der bereits angefertigten Fassadenmodelle im Maßstab 1:1.

Die Stiftung will im Sommer 2010 in Berlin Spandau eine Bildhauerwerkstatt einrichten, die dann anstelle des Fördervereins die bisherigen Arbeiten weiterführen wird, voraussichtlich mit denselben Fachleuten, die auch schon bei uns unter Vertrag standen. Der Förderverein wünscht wegen seines Knowhows und der Verantwortung gegenüber den Ansprüchen der Spender in der Abnahmekommission, die die Qualität der einzelelnen Werkstücke beurteilen soll, mitzuwirken.

Alle Möglichkeiten des Fundraising sollten ausgenutzt werden

 Der Weg Ihrer Spende
Der Münzgewinn bei einer möglicherweise zu prägenden Euro-Schloss-Sondermünze würde zusätzliche Quellen erschließen.
 
Eine Lotterie würde spielerisch weiteres Geld zur Verfügung stellen und über die Lust zu gewinnen auch Gelder bei Bürgern akquirieren, denen das Schlos weniger bedeutet.

Großspender, die aus Gründen Ihres Ansehens lieber die Stiftung als Partner anstelle eines Spendenvereins bevorzugen würden, können ihre Spende ebenfalls direkt an die Stiftung leisten.

Der Förderverein Berliner Schloss ist bereit, sich flexibel allen Herausforderungen zu stellen. Es ging uns immer nur um den Gesamterfolg des Wiederaufbaus des Berliner Schlosses. Diesem Ziel haben sich alle Anstrengungen unterzuordnen.