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Wilhelm von Boddien


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(2746)
(2246) Kreuzberger
Sat, 5 June 2010 23:36:43 +0000

Dieser Spinner scheint hier die Erfüllung seiner armseligen Existenz gefunden zu haben. Was würde er nur ohne uns machen? :-)

(2245) Maus
Sat, 5 June 2010 21:48:52 +0000

Es ist doch sehr bezeichnend was hier zum Vorschein kommt.

Wenn man die These, dass ein Verein die Summe seiner Mitglieder sei auch hier gelten lassen möchte, dann fragt man sich schon, wie man überhaupt soweit kommen konnte.

Mit allen erdenklichen Mitteln windet man sich. Man höre und staune, der billigste, und man möge verzeihen, der dümmlichste Populismus wird aufgefahren siehe ua. (2242).

Ironie: Oh ja, "wir Deutschen" müssen ihnen zustimmen, Griechenland ist wirklich ein schreckliches Beispiel. Und natürlich muss all jenen (nämlich allen Deutschen) der Zusammenhang mit dem Berliner Reko-Vorhaben auffallen. Wir armes "deutsches Volk von Arbeitssklaven"

Was kann man von ihnen noch vernehmen? - "Bundesrepublikanischer Lakaienstaat"? - "ist allerwelts Freund und des Bürgers Feind"?

"mit 60 in Rente"

____

Sie möchten eigentlich nur an die Emotionen der Leser appellieren.
____

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat dazu einiges an Informationsmaterial: http://www.bpb.de/themen/85B6F3,0,0,Populismus.html

____

Wurden die hier wesentlichen Entscheidungen aus sachlich-objektiven Beweggründen getroffen?
Oder war es ein Politikum? Letzteres ist ja eigentlich keine Frage mehr.

____

Die Fassaden gehören nicht "den Deutschen". Diese sollen von einem privaten Verein finanziert werden. Warum gibt es denn zudem eine neu initiierte Stiftung, die sich um das Spendensammeln kümmern soll?

Der öffentliche Auftrag beschränkt sich auf ein Humboldt-Forum, zu dumm dass dieses mit einer sehr windigen Spendenfinanzierung für dessen Aussenhaut verquickt wurde.

(2244) BergischerBembel
Sat, 5 June 2010 14:51:31 +0000

@ Olli: 1000%ige Zustimmung!!! Es ist einfach nur zum heulen!!!

(2243) Ernst Ludwig
Sat, 5 June 2010 06:26:38 +0000

Immer dieses Gelaber von den berlinern, die dagegen seien laut Meinungsumfragen. Berlin gehört nicht den
Berlinern allein, sondern es ist die deutsche Hauptstadt. Das schloß gehört nicht den Berlinern sondern allen Deutschen.

(2242) Schluss mit Schloss?
Fri, 4 June 2010 22:30:46 +0000

Und noch immer kein einziges Wort vom Förderverein. Was passiert nun eigentlich mit den Skulpturen, die bereits fertig sind? Kann man die demnächst bei eBay kaufen? Aber im Ernst,... ist das mit dem Aufschub des Schlossbaus jetzt nur eine ärgerliche Idee, oder bereits beschlossene Sache? Wäre nett mal ein Wort des Seitenbetreibers zu lesen.

(2241) Oli
Fri, 4 June 2010 21:11:31 +0000

Ja - es ist traurig, was hier passiert, oder eher eben nicht!
Dieses Regime - ich sage dies bewußt - denn diese Politik vertritt nicht mehr demokratisch deutsche Interessen, hat sich dem Euro (oder dessen Rettung) und einem zentralistischen Europa mit dem deutschen Volk als Arbeitssklaven verschrieben. "Schaden von dem Volke abwenden und das Glück mehren" ist schon lange out. Auch das Stadtschloss wird hier wohl auf der Strecke bleiben. Aber Hauptsache die Griechen können noch erhobenen Hauptes mit 60 in die Rente. Es kotzt mich an. So schafft man nicht nur Politverdrossenheit, so macht man Demokratieverdruß! Dann baut eben eine Dönerbude auf dem Platz, die zukünftigen Hausherren wird es freuen! Noch ein paar Minarette zum Dom, und es paßt!
Dieser bundesrepublikanische Lakaienstaat ist allerwelts Freund und des Bürgers Feind. Vom Volke der Dichter und Denker ist wirklich nichts mehr geblieben. Fressen Fi.... Fernsehen = heute schwarz rot gold. Armes Deutschland!

(2240) MitteinsHerz
Fri, 4 June 2010 08:28:52 +0000

...und wenn man dann HIER: http://www.neumarkt-dresden.de/ unter "aktuelle Fotos" den raschen Fortgang beim Wiedererrichten von sage und schreibe 8 Häuserblocks im historischen Nachbau (oder zumindest historisierend) am Dresdener Neumarkt bestaunt, dann weiß man wirklich nicht mehr, ob man weinen oder lachen soll über die Farce, die sich in Berlin abzuzeichnen droht. Wäre es nicht so unsagbar traurig, wie hier mit dem Engagement und den Spendengeldern vieler Freunde der historischen Baukunst scheinbar "jongliert" wird, so müsste man sich lauthals lachend von diesem Schildbürgerstreich abwenden. Mir persönlich bereitet die ganze Sache zunehmend keine Freude mehr, AUCH wie bereits u. erwähnt vor dem Hintergrund, daß man von offizieller Schlossvereinsseite augenscheinlich NICHTS, aber auch GARNICHTS vernehmen kann, was einem in dieser Angelegenheit einen Hoffnungsschimmer vermitteln könnte.
Traurig...

(2239) Wendel
Thu, 3 June 2010 22:17:52 +0000

Ganz richtig. So langsam vergeht mir auch die Lust an diesem Projekt. Ein ständiges Auf und Ab. Wenn man sich dazu entscheidet den Bau zu verschieben, wird er wohl eher niemals realisiert. Schon viel zu lange dauert diese ganze Schlossgeschichte. Besser man sucht doch einen privaten Geldgeber und pfeift auf den Staat. Für jeden Müll scheint die Kohle locker zu sein. Nur für das eigene Land und die Hauptstadt nicht. Bin mal gespannt wann die Autobahnmaut für Pkw kommt. Daß sie irgendwann kommt, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

(2238) Uwe Uecker
Thu, 3 June 2010 15:23:03 +0000

Anlass meines Schreibens ist die Umfrage der BerlinerZeitung in der angeblich 80 Prozent der Berliner gegen den Schlossbau sind. Bei näherem betrachten stellt sich heraus, dass auschliesslich Leser der Berl.Zeitung befragt wurden (grössten Teils doch wohl Ost-Berliner). Es gab doch bereits repräsentative Umfragen, die ein ganz anderes Bild zeigten.
Es wird Zeit, dass die Fördervereine etc. diesen Manipulationen und Verunsicherungen entgegen getreten wird. Man fühlt sich als Spender ja verascht.
Kein Wunder, dass die Spendenbereitschaft bei diesem hinundher nicht ihren Höhepunkt erreicht.
Vielleicht könnten Sie bei solchen Gelegenheiten - auch im Interesse der Spender - vor die Presse gehen, um die Dinge gerade zu rücken.
MfG Uwe Uecker

(2237) BergischerBembel
Thu, 3 June 2010 13:02:12 +0000

Diese Stadt (Berlin) bzw. dieses Land (Deutschland) hat es nicht anders verdient, leider... Würde nur gerne wissen, was mit meiner Spende passiert! Ich würde vorschlagen auf dem Schlossareal einen Aldi und Lidl für Maus und Co zu bauen. Hochmoderne zeitgenössische Architektur (ACHTUNG IRONIE) Wäre bestimmt ein Tourismusmagnet!

(2236) Maus
Thu, 3 June 2010 11:34:41 +0000

Nur zur Information:

Bei der Friedrichwerderschen Kirche (2232) wurden die obzwar starken Kriegsschäden, lediglich behoben. http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrichswerdersche_Kirche

@MitteinsHerz
Auf der einen Seite ist es Ihnen scheinbar nicht möglich, sich nur in irgendeiner Weise mit dem Gegenstand der Architektur an sich auseinanderzusetzen, was Sie aber keineswegs hemmt als Mitglied eines Vereins, der ursprünglich für eine Bebauung in der Mitte unserer Hauptsstadt mit einer Fläche von mehr als 2ha die maßgebliche Gestalt festlegen wollte (und nur diese), nun auch noch "Weisheiten" zum Besten gibt, deren Sinnhaftigkeit Sie selbst nicht einmal erläutern werden können.

Was Ihr Beitrag hier unten vermitteln soll, hieße ja nichts anderes, als sei eine Alternative für die Reko-Fassaden nicht möglich, als sei Architektur unserer Tage nur auf Sichtbeton und Kuben zu reduzieren.

Im Übrigen vermitteln Sie den Eindruck, dass es mit einer Ablehnung der angedachten Dekorationen nur um eine Distanzierung gegenüber Militanz in der Gesellschaft ginge. Dem ist nicht so. Der Akt des Neubaus einer Architektur, die im wesentlichen keine demokratischen Traditionen verkörpert (dass tut sie auch trotz eines A.v.Humboldt nicht), kann allgemein nicht als eine gute Antwort angesehen werden, mit der man künstlerisch, aber auch pragmatisch den Fragen/Umständen unserer Zeit und der zukünftigen begegnen könnte. Auch kann sie nicht als nationales Identitätsbild herhalten.

Ich möchte hier nur mein Veto einer gewissen Verlogenheit auferlegen. Wenn es um Bewußtsein gegenüber der Geschichte ginge, wäre ich der letzte, der etwas dagegen einzuwenden hätte, dass wissen jene, die hier länger schreiben, und besonders auch Sie!

Wie Sie wissen, und wie ich weiter unten schon längst einmal gezeigt habe, gäbe es genug Möglichkeiten sich für unsere Kultur einzusetzen, ein Neubau ist keineswegs kulturelles Erbe.

http://www.denkmalschutz.de/die_stiftung.html
http://www.blfd.bayern.de/bau-und_kunstdenkmalpflege/index.php
http://www.bldam-brandenburg.de/baudenkmale/baudenkmale/baudenkmale.html
http://www.dnk.de/Appelle_Empfehlungen/n2358

Ich verwehre mich nur dagegen, dass hier einer gewissen Unbildung Vorschub geleistet werden soll.

Der Aufschub der Baumaßnahmen gäbe auch einmal etwas Zeit, über das Vorhaben nachzudenken.

(2235) MitteinsHerz
Thu, 3 June 2010 11:07:52 +0000

Es riecht ganz übel nach Aufschub, und soetwas stinkt dann immer nacht "Im Sande verlaufen lassen..." :-(

Hier ein Link: http://www.tagesspiegel.de/berlin/bund-moechte-sich-den-schlossbau-sparen/1850074.html

(2234) Ralf Wendel
Thu, 3 June 2010 09:22:28 +0000

Hallo,

vielleicht wurde diese Frage hier schon gestellt. Aber da ich nicht meine kostbare Zeit damit verschwenden will, den Unsinn einiger Schlossgegner zu lesen, frage ich einfach selber. Es geht darum, daß ich gestern aus dem Radio erfahren habe, daß die Rekonstruktion des Schlosses wegen krampfhafter Sparpläne der Bundesregierung möglicherweise auf unbestimmte Zeit verschoben werden soll. Ist an dieser Meldung etwas dran, oder ist das nur wieder eine Idee eines unbedeutenden Abgeordneten?

(2233) barockkater
Thu, 3 June 2010 09:22:20 +0000

Meine Güte, ist das erbärmlich, was man jetzt so zum Thema vielfach liest. Da gibt es immer noch ewig-gestrige Leute , die den preussischen Militarismus in dieses Bauwerk hineinprojizieren (Geschichte ist aber nicht entsorgbar !!!) und es deshalb nicht haben wollen und andere wiederum rechnen es in Autobahnkilometer um. Kleinstaaterei,Engstirnigkeit und die Naziherrschaft mit ihrem desaströsen Ergebnis haben hier offenbar das Verhältnis zum Kulturerbe schwerstens beeinträchtigt - in Polen z.B. war der Wiederaufbau des Warschauer Schlosses eine Herzensangelegenheit der grossen Mehrheit des Volkes.
Etwas anderes liegt mir allerdings auch schwer im Magen. Ein so bedeutendes Baudenkmal wie das Schloss kann nicht nach dem Motto "hier ein bisschen Schlüter, dort ein bisschen Stella" wiederaufgebaut werden - das Aufeinanderprallen von Schlüterbarock und Stellas Hochgarage in den Simulationen ist grässlich ! Habt ihr denn so wenig Achtung vor einem Kunstwerk, welches von der Grossartigkeit her für heutige Architektur sowieso unerreichbar ist und wo nur der 1:1 Nachbau bleibt ?
Ich verweise dazu nocheinmal auf Guido Hinterkreusers Broschüre "Das Berliner Schloss - mehr als nur Fassade", welche sich nicht nur für alle Aussenfassaden, sondern auch für die wichtigsten Treppenhäuser und Innenräume einsetzt. Auch das Vorwort des polnischen Kunsthistorikers Prof. Tomaszewski ist sehr lesenswert !
Mein Vorschlag: Das Schloss sollte in einem längeren Zeitraum (einige Jahrzehnte z.B.) so originalgetreu wie möglich wieder aufgebaut werden und Architektenwettbewerbe sollten sich nur auf kulturhistorisch unbedeutende Innenräume beschränken (von denen es im Schloss eine Menge gab !).
Lieber langsam und gediegen als pfuscherig und schnell..
Achja, die Finanzen...In diesem Lande sind die Reichen über Gebühr immer mehr entlastet worden und dann natürlich die üble Rolle der Zockerbanken - da müssten natürlich Veränderungen eintreten (hoffentlich !) - dann sollte ja wohl genügend Geld in einer der produktivsten Volkswirtschaften der Welt auch dafür da sein !
Ich persönlich wundere mich immer wieder, was die Leute am "Palast der Republik" finden - für mich (auch als ehem.DDR-Bürger) war es immer eine makabre Geschichte, dass er sich teilweise auf dem Schlossgelände befand - ich hätte mir so einen künstlerisch unbedeutenden Mehrzweckbau aber durchaus an anderer Stelle vorstellen können, vielleicht in einm modernen Stadtteil.
Fürs Erste bleibt nur, einen wehmutsvollen Blick in die zahlreich vorhandene Schlossliteratur zu werfen, die von vergangener Schönheit zeugt, aber vielleicht vollzieht sich ja doch noch einiges zum Besseren, die Hoffnung stirbt zuletzt...

(2232) andmen
Thu, 3 June 2010 08:58:04 +0000

Hallo,

ich frage mich, was an einem Gebäude, welche von Grund auf nachgebaut wird, mit einem historischen Gebäude zu tun hat.
Betritt man ein Gebäude, das mehrere Jahrhunderte überstnden hat, spürt man dieses Flair. Das kann ich mir bei einem Neubau nicht vorstellen.

Außerdem ist doch jedem klar, dass es bei Prestigebauten nie beim veranschlagten Preis bleibt.

Ich denke, dass Berlin jetzt schon jede Menge für Tourismus zu bieten hat. Vielleicht sollte man jetzt etwas für die Berliner tun.

Mit besten Grüßen,
Andmen

P.S. Ich bin nicht politisch motiviert sondern das ist meine Meinung

(2231) MitteinsHerz
Thu, 3 June 2010 08:45:25 +0000

...Genau, den "Palast" der Republik wieder aufbauen. Aber dann sollten wir auch endlich diese unsäglich nationalistische und militaristische, weil revisionistische Schwärmerei vom Wiederaufbau der Bauakademie über Bord werfen und den ästhetisch einmaligen DDR-Aussenministeriumsblock wieder an Ort und Stelle plazieren. Dann aber auch gleich doppelt so breit, damit man in einem Atemzuge dieses unsägliche Dokument monarchistischer Zeit, diese furchtbar hässliche Friedrichswerdersche Kirche, gleich mit wegreißen kann. Und wenn wir schon mal dabei sind, warum schieben wir eigentlich nicht den gesamten Gendarmenmarkt platt, und setzen dem Brutalismus und der gesamten Moderne a la Le Corbusier endlich ihr wohlverdientes und längst überfälliges Denkmal, in Form eines 50 X 100 X 50m großen Kubus aus groben Sichtbeton. Damit würden wir endlich und vor aller Welt das, vor allem von UNSERER eigenen Gesellschaft, schon so sehnsüchtig erwartete Zeichen setzen, daß wir zu Grabe kriechend ein für alle Male mit unserer militanten Vergangenheit gebrochen haben und jeglichem Revisionismus die längst überfällige Absage erteilen. NUR SO können wir uns endlich vor dem Rest der Menschheit von diesem Makel unserer Geschichte lossagen... Haleluja!

...ach ja: ;-)

(2230) Udo
Thu, 3 June 2010 05:26:48 +0000

Vielleicht wäre es nun an der Zeit mal zu überlegen, ob nicht besser der Palast der Republik wieder aufgebaut wird: er was sicher ebenso ein Touristenmagnet, ist multifunktional nutzbar und war das letzte Gebäude an dem Ort dass der Verdrängung anheimgefallen ist. =))

(2229) MitteinsHerz
Wed, 2 June 2010 11:16:29 +0000

Achtung!
DON`T FEED THE TROLLS!!!

(2228) Maus Maus
Wed, 2 June 2010 10:44:27 +0000

Es war doch nur allzu leicht vorhersehbar, dass ein Projekt, dass auf so wackligen Füßen steht bei jeder "Krise" unweigerlich kippen muss. Damit meine ich noch nicht einmal das Geld. Es ist doch ganz einfach so, ja geradezu absurd, Motive für Touristen zu erstellen. Überlegen Sie sich doch einmal diesen Irrsinn! Es ist eben genau so, wie im angeführten Interview dargelegt wurde:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitreisen/1038821/

Es handelt sich um Oberfläche, und diese ist eng verwandt mit den virtuellen Welten. Diese virtuellen Welten, ob als Fassaden aufgestellt, oder in Animationsprogrammen erzeugt, dienen für verschiedene Menschen hier wie da für eine Art Gegenwartsflucht, mit der Problembewältigung vermieden wird. Man möchte doch bereits Glauben machen, dass eine imaginäre "heilsame" Wirkung hinsichtlich des Selbstverständnisses davon ausginge.

Für diese Fassaden wurde krampfhaft ein Inhalt gesucht, und da so eine Arbeitsweise, in dem man "das Pferd von hinten aufzäumt" überaus unfachmännisch war, ja sogar eine Politik dahinter steckt, muss man sich nicht wundern, dass das nun zusammenbricht.

Es ist doch nur allzuverständlich, dass man sich eine halbe Millarde, jedenfalls an dieser Stelle, sparen möchte. Ein "Humboldt-Forum" ließe sich auch an einem anderen Ort, zu einem anderen Zeitpunkt errichten. Das Argument, dass mit so einem Projekt etwas für die Bildung getan werde, wurde doch auch nur im Nachhinein konstruiert um den Bau zu rechtfertigen.

______

Wenn sich mit veränderten politischen Konstellationen, die Einstellung der Volksvertreter hinsichtlich des Vorhabens ändert, dann ist das auch ein Beweis für die Unzulänglichkeit der Idee, die dahinter steckt, denn sie hat keinen Bestand.

Dem Leser wird doch eine Farce vorgeführt. Mitglieder einer konservativen Gruppe, in der Regel wohl aus dem Mittelstand stammend, dürfte es nicht schwer fallen Pressekampagnen zu initiieren, das ist eine Feststellung. ("Kampagnenjournalismus" ist doch das, was man immer öfter wahrnehmen kann.) Wie war denn das quantitative Verhältnis zwischen der befürwortenden und kritischen Berichterstattungen in der Presse? Jedenfalls wirken Medien meinungsbildend.

Sehr leicht lassen sich auch, wie man hier unten wieder sieht, "Feindbilder" aktivieren, um seine Ziele zu erreichen.

Entscheidungsfindungen wie zu diesem Projekt, sollten der Vergangenheit angehören. Unehrliche Politik wird mit der Zeit auch entsprechend honoriert werden, wie man bemerken kann, und auch hoffentlich bemerken wird.

(2227) Schlossfreund Zehlendorf
Wed, 2 June 2010 09:13:07 +0000

Aktuelle Diskussion zum Wiederaufbau
02.06.2010
Wer hat denn da wieder einen Versuch unternommen, die Wiederherstellung der historischen Mitte
zu torpedieren ?
Die Forsaumfrage, wonach 80% der Berliner auf das Stadtschloss verzichten wollen, ist manipuliert und anzuzweifeln.
Es melden sich auch gleich die Leute zu Wort, die von Anfang an dagegen waren. Z.B. Herr Firl von ganz links aussen, der am liebsten wieder einen neuen Palast der Republik hinstellen will. Wer initiiert so etwas?
Hamburg baut sich ein Vogelnest als Philharmonie für etliche Millionen, völlig überflüssig. Stuttgart wird für Milliarden total untertunnelt. Nur wenige regen sich darüber auf. Nur Berlin gönnt man schon wieder mal nichts. Es geht immernoch um die Beseitigung von Kriegsschäden. Baubeginn, sofort !!


(2226) Stephan Moritz
Wed, 2 June 2010 09:07:16 +0000

Bin selber echter Berliner, und kein Zugezogner:
Die Stadt entwickelt sich von Jahr zu Jahr zu einem Mekka für Touristen aus aller Welt. Das erlebe ich täglich, wenn ich durch die Stadt fahre (meist U2). Da hört man allerlei Sprachen in der Bahn.

Wollen wir denen nichts besonderes bieten? Was wären die Städte des Südens ohne Altstädte?

Berlin lebt vom Kulturtourismus, was haben denn sonst?. Das Wetter kann es nicht sein, da fahre ich doch lieber nach Malta oder sonstwo in den Süden. Vielleicht interessant zu wissen: Maltas Hauptstadt Valletta wurde im 2. Weltkrieg durch Bomben zu 95% zerstört – ist dank Wiederaufbau (außer Oper) jetzt wieder eine Augenweide!

Zudem was wollen die Reisenden sehen: bestimmt keine Riesen-Rasenflächen/Einöde – das "Alte" lockt doch immer – nicht umsonst ist der Berliner Dom mit Lustgarten ein Anziehungspunkt. Die Museen zeigen es: Das Pergamon-Museum ist selbst an den periodisch auftreten Gratis-Eintritt nicht dabei. Der Andrang ist trotzdem groß. Bröckelnde Fassaden aus Friedrichshain scheinen auch gutes Foto-Motiv zu sein, nicht diese Glas-/Beton-/Kubus-Architektur.

Berlin braucht die Tourismus, das ist unsere einzige Zukunft. Wir sind keine Industriestadt, das weiß doch jeder hier. Das Schloss war und soll wieder das Zentrum des öffentlichen Lebens in Berlin sein.

Stephan Moritz





(2225) Ernst Ludwig
Wed, 2 June 2010 07:18:33 +0000

Die Kommunisten im Berliner Senat haben schon wieder das Schloß in Frage gestellt. Von Moratorium wird gefaselt. Ist das ein Problem?
Komisch, daß bei dem 600 Mio. teuren Neubau des Bundesnachrichtendienstes kein Mensch auch nur ein Sterbenswörtchen sagt.

(2224) SPREEgucker
Mon, 31 May 2010 15:21:40 +0000

Maus = Philipp Oswalt ?

(2223) Maus
Mon, 31 May 2010 12:28:28 +0000

Der durchaus verfehlten Sprengung der Schlossruine ging die Zerstörung durch Bomben voraus. Noch schmachvoller kann man allerdings empfinden, dass eine Gesellschaft, bzw. wesentliche Teile, einem Postkartenmaler mit Psychosen erlaubte das Ruder an sich zu reißen. Das ging natürlich nicht so einfach, wenn nicht die Gesellschaft mit einem Gutteil seines Programmes konform ging. Zwischen den Kriegen half vieles, auch Denkmale, den Menschen die Verbindung zur "alt hergebrachten Kultur" mit Missionscharakter herzustellen.

Um den Strang etwas zu vereinfachen, hier noch einmal der Link zu dem interessanten Interview vom Deutschlandradio Kultur: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitreisen/1038821/

Angesichts der dort angesprochenen Zusammenhänge, wirken die letzten Reaktionen hier etwas hilflos. Um Werbung für Spenden machen zu können, müßte man sich von dem populistischem Einerlei verabschieden, das man schon seit 20 Jahren erfolgreich widerlegen konnte.

(2222) Der Schlossfreund
Mon, 31 May 2010 07:40:24 +0000

Wenn ich in der aktuellen Presse verfolge, dass die Fassaden vorerst (oder garnicht?) widerhergestellt werden soll, dann frage ich mich ernsthaft, ob hier der Rotstift an der richtigen Stelle angesetzt werden soll. Als erstes Schlage ich vor, dass wir Hr. Schäubles Gehalt einsparen und seinen Arbeitsplatz, er von nicht mal 1000,-€ Netto im Monat leben soll und dann reden wir weiter. Es ist ein Graus, dass unsere Städte, die ihre Identität TEILS zurückerhalten sollen, trist und leer sein sollen dafür aber das Marode Gebilde EU vollgepumpt mit Geldern, die am Ende eh in die Taschen zwielichter Gestalten fliessen. Ich hoffe, dass die Entscheidung diese Woche pro historische Fassade ausfällt, denn alles andere ist sinnfrei. Wir brauchen keinen modernen Plattenbau unter den Linden, diese Bauverbrechen versauen schon seit so vielen Jahren den Spittelmarkt und die Leipziger Straße. Moderne ja, aber doch nicht im Herzen der Stadt, da wo sie nichts zu suchen hat. Ich bin kein Verfechter von Preussentum und Krieg, aber die Schmach der Kommunisten an 500! Jahre alten historischem Bauwerk muss getilgt werden. Danke fürs Lesen! :-)

(2221) MitteinsHerz
Mon, 31 May 2010 07:25:51 +0000

Man stelle sich mal allen Ernstes vor, die Freunde der brachialen Moderne hätten sich am Schlossplatz durchgesetzt. Dann würden wir von "Unter den Linden" einen "hübschen, abrundenden" Blick nach Osten haben:
http://go2.wordpress.com/?id=725X1342&site=exportabel.wordpress.com&url=http%3A%2F%2Fexportabel.files.wordpress.com%2F2010%2F03%2Fslide_start.jpg&sref=http%3A%2F%2Fexportabel.wordpress.com%2Fcategory%2Fberlin%2F

Solch ein Anblick dürfte doch auch wohl beim letzten Zweifler "Augenkrebs"-artige Krämpfe hervorrufen. ;-)

(2220) S.Hartmann
Fri, 28 May 2010 14:52:30 +0000

@ Webmaster

Ich warte immer noch auf den versprochenen Link zu einem "Extrablatt"-PDF.

(2219) MitteinsHerz
Fri, 28 May 2010 14:21:48 +0000

EBEN!!!

DON´T FEED THE TROLLS!!!!

(2218) Ernst Ludwig
Fri, 28 May 2010 13:50:13 +0000

Haben die Schloßfreunde denn nichts besseres zu tun als auf das anödende Mausgeschwafel zu antworten? So langsam habe ich den Eindruck, daß alle die darauf antworten, insgeheim mit dem Mäuslein verbündet sind.

(2217) Maus
Fri, 28 May 2010 10:36:39 +0000

Nun, man müsste eigentlich bemerkt haben, dass gegen Schlösser prinzipiell nichts einzuwenden ist, wie ich schon mehrfach angedeutet habe. Eine Antwort auf ihre Frage steckt schon in ihrer Reaktion selbst, und bestätigt was ua. unten in den verlinkten Seiten thematisiert wird.

Weil mir Kunst, Geschichte, aber auch unsere Republik am Herzen liegen, betrachte ich es von allgemeinem Interesse, auf verbreiteten "Stuss" zu reagieren wie:


Zitate, - bspw. 2213:

"In Sackgassen angelangt kann man entweder mit dem Kopf gegen die Wand rennen..."

oder 2217:

"Die Moderne hat ausgedient"

"Die Menschen sehnen sich nach Tradition, nach Ästetik (die die Moderne niemals bieten konnte oder wird bieten können) und nach Ihren Wurzeln"

____

Sie können ja einmal erklären, wo diese Wurzeln stecken, was Ästhetik ist, usw.

"Lautstark" nenne ich ihre demagogischen Wendungen, die sie persönlich gegen meine Person richten, wähend es ihnen nicht möglich ist, auf die vielfach angezeigten Inhalte einzugehen.



Grüße

(2216) Oli
Thu, 27 May 2010 20:55:12 +0000

Werte Maus:
Lassen Sie es doch einfach. Auf diesen Seiten können Sie niemenden bekehren, schon gar nicht mit Ihren "Argumenten".
Die Moderne hat ausgedient. Das heißt nicht, daß wir in die von Ihnen beschworenen Nazizeiten zurückfallen. Die Menschen sehnen sich nach Tradition, nach Ästetik (die die Moderne niemals bieten konnte oder wird bieten können) und nach Ihren Wurzeln.
Was haben Sie gegen das Schloß? Gut, der von Ihnen insgeheim geliebte Palast der Kommunisten wurde abgerissen - na und? Ganz Berlin ist voll von sozialistischer "Moderne". Gönnen Sie den vielen "Ewiggestrigen" doch einen Hort der Sehnsucht.
Irgendwann werden Sie vor dem wiedererstandenen Schloß stehen - und dann? Verunzieren Sie es dann mit der Spraydose a la "Nie wieder Deutschland", "Deutschland verrecke" oder "Ich schäme mich.." ?
Was treibt Sie eigentlich an? Die Mehrheit will das Schloß. Einige lautstarke Protagonisten nicht.
Eserfallen in Berlin zahlreiche sozialistische Errungenschaften - kümmern Sie sich lieber darum!

(2215) Maus
Thu, 27 May 2010 15:14:47 +0000

Auf den verlinktem Seiten unten kann der Leser einmal Vergleichsmaterial sichten.

In dem Artikel des "Monopol" - Magazin für Kunst und Leben, Titel: "Die Konjunktur des Ruinösen" (Link in 2212), geht es einerseits darum, dass auch die Moderne nicht in einem nostalgischen Formalismus stecken bleiben sollte, zwar erkennt man in ihr ein "visuelles Gegengift gegen opulente Figuration und alle Arten neobarocker Exzesse", wie es heißt, aber müsse sie eben auch eine Reaktion auf die Umstände unserer Zeit sein. Welche Formen dadurch ausgebildet werden würden ist aber noch nicht klar, und es soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass man nicht bei den schon hinter sich gelassenen Auseinandersetzungen stehen bleiben solle.

Es würde nämlich das gleiche gelten wie für Barock-Reko-Fassaden, nämlich, dass sinnentleerter Kitsch übrig bliebe. Noch einige wichtige Gedanken sind in den letzten 3 Absätzen zusammengefasst.

____

Den Leser möchte ich nur darauf aufmerksam machen, dass es eigentlich wichtig ist, auf verschiedene Phrasen und Platitüden welche unhinterfragt und wiederholt hier als eine Art Werbung "unter´s Volk" gebracht werden zu reagieren. Diese Reaktionen sind eng mit den Hintergründen, und Begleiterscheinungen des Projektes verbunden. In der Regel gelingt es nicht die Widersprüche, die in den angeführten Materialien angesprochen werden zu entkräften.

____

So auch im Beitrag unten (2214), der Bericht "Spur der Steine", gesendet vom Deutschlandradio Kultur, mit vielen Grundinformationen, welche vielen Mitgliedern aber auch anderen Personen, die das Projekt in Berlin wahrnehmen, unbekannt sein dürften, weil sie nicht, oder falsch kommuniziert werden.

____

Enge Bezüge lassen sich zudem erkennen, wenn der Leser die Rezensionen der TAZ, als auch bspw. in dem verlinkten Blog, zu aktuellen "TV-History"-Produktionen studiert (2214). Es geht um eine mediale Welt, man könnte auch erweitern, um ein mediales Weltbild.



(2214) MitteinsHerz
Thu, 27 May 2010 09:22:37 +0000

Liebe Schlossbefürworter, werter Kreuzberger:
In Bezugnahme auf den weiteren Umgang mit hiesigen "Protagonisten" a la Mäuschen, kann ich mich nur immer und immer wieder wiederholen: DON´T FEED THE TROLLS!!!
Als kleinen wikipedischen Diskurs empfehle ich dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)

Mit unaufgeregtem Gruß an alle Mitstreiter!

(2213) Maus
Thu, 27 May 2010 08:41:34 +0000

Hier ist ein thematisch überaus aktueller Beitrag ausgestrahlt vom Sender Deutschlandradio Kultur,

- "Spur der Steine", von Marietta Schwarz:

daraus einige Zitate:

"... Während das, was wir nachahmen, eben nur ein momentanes Interesse widerspiegelt ..."

"... aus dem Medienbild erschaffen [...] für ein mediales Bild ..."

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitreisen/1038821/

____

Um zu erkennen worum es geht, müsste der Besucher des Gästebuches versuchen verschiedene Standpunkte nachzuvollziehen. Man erkennt an verschiedenen Kommentaren, dass das nicht immer leicht gelingt. Oft hilft es auch sich Zeit zu nehmen, und bestimmte Inhalte noch einmal zu lesen.

____

Die letzten Sätze des hier oben verlinkten Beitrages sprechen von "Medialer Architektur", von Oberfläche. Inhalte sind nicht mehr wichtig. Was noch anzumerken wäre, dass sich diese Oberfläche auch im Inneren fortgesetzt hätte, hätte man erst versucht, auch dieses Innenleben nachzubilden ...

____

Eine überaus wichtige Beobachtung, zum Begriff "medial" gibt es interessante Parallelen auf einem weiteren Gebiet, von weit maßgeblicherer Brisanz!

Eine mediale Inszenierung der "ganz besonderen Art" läßt die "Geschichtswerkstatt" des ZDF vom Stapel. Im Vorspann ein Schwenk über Preußenadler mit Eisernem Kreuz der Quadriga, und natürlich ein rekonstruiertes Berlin zu Kaisers Zeiten. Titel der Serie: "Das Weltreich der Deutschen", dazu Fanfaren aus dem Off, und Reichskriegsflagge, sehr medienwirksam und emotional erinnert es an so manche animierte Kriegsspiele im Internet, oder Militaria-Foren, die scheinbar gerade für junge Leute sehr atraktiv sind. Doch darum soll es primär noch nicht einmal gehen, sondern darum was für ein Geschichtsbild erzeugt wird, und zwar durch Emotionen und Manipulation.

zu sehen hier: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/994036#/kanaluebersicht/994036

____

Thematisiert wird das aber nicht nur hier. Vgl:

http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/spurensuche-in-afrika/

auch in diesem Blog wird darauf eingegangen:

http://boliviensplitter.blogspot.com/2010/04/kopfjagd-in-ostafrikaund-der-gute-stamm.html

____

Eigentlich ist es hochbrisant, wenn man noch bedenkt, dass diese Beiträge des öffentlich-rechtlichen Fernsehens auf dessen Webseite als Unterrichtsmaterial (!) angeboten werden. (siehe Webseite des ZDF - oben)


Man kann sich eigentlich nur wünschen, dass sich das Interesse der Öffentlichkeit stärker auf diese Probleme richtet.

Grüße

(2212) Kreuzberger
Wed, 26 May 2010 23:07:04 +0000

Zum hundertausendsten Mal: Ein Kompositionsauftrag ist etwas anderes als das Hörbarmachen einer alten Partitur! Hier geht es um die Wiederaufführung eines alten Meisterwerkes mit gewissen Zugeständnissen an diverse Sachzwänge, auch wenn Sie das noch so oft starrsinnig verneinen! Das ist ja nicht auszuhalten mit Ihnen ...

(2211) Maus
Wed, 26 May 2010 08:57:48 +0000

"Ein Plädoyer für eine Rückkehr in die Gegenwart"

http://www.monopol-magazin.com/magazine/2009/09/essay-archaeologie-der-moderne

Zitate:

„...Ist die Moderne unsere Antike?...“

"...Aber bei reinen Stilfragen bleibt die Renaissance der Moderne natürlich nicht stehen. Es gehe auch, so betonen viele Protagonisten, um eine Revision der Theorien und sozialen und politischen Konzepte, die dahinterstehen..."

____

(zum Thema: "...In Sackgassen angelangt...")

Ein Wettbewerb für ein Humboldt-Forum, der Alternativen nicht zuließ, ist ein sogenanntes "Rennen mit dem Kopf gegen die Wand" ("Altertativlosigkeit")

Grüße

(2210) Kreuzberger
Tue, 25 May 2010 23:22:40 +0000

Eine Renaissance der Architektur ist mehr als überfällig. In Sackgassen angelangt kann man entweder mit dem Kopf gegen die Wand rennen und die Alternativlosigkeit dieses Verhaltens beschwören oder umkehren und sich neu besinnen.

(2209) Frank Christoph Schnitzler
Tue, 25 May 2010 00:52:20 +0000

Auch ich bin für den Wiederaufbau des Schlosses. Dieser imposante Bau der Renaissance faziniert Generationen und Jahrhunderte.

Frank Christoph Schnitzler

(2208) Hannes Klarmann
Mon, 24 May 2010 18:30:02 +0000

Ich bin so dankbar, dass nach den furchtbaren zerstörungen, wieder soetwas wie Indität in verschiende städte einzieht. Nicht allein nur Funktionalität, wie es oft genug praktiziert wurde.

In Dresden, Potsdam, Leipzig und Berlin sind und wurden wieder grossartige Pracht zum Leben erweckt.



(2207) Langenberg
Mon, 24 May 2010 15:28:05 +0000

Hab´s in den Radio-Nachrichten (glaube hr) gehört, allerdings -trotz Suchens - bislang noch keine schriftliche Bestätigung in der Presse. Die beiden Dinge, Stuttgarter Hbf und Berliner Schloss wurden aber ausdrücklich genannt. Letzteres ist aber zweimal vom Bundestag beschlossen worden, was wohl auch gewichtet.

(2206) Leser
Mon, 24 May 2010 08:05:40 +0000

@Langenberg, können Sie eine Quelle angeben, oder einen Link zur Streichliste? Ich halte das für bloße Spekulation, da das Gebäude als Investition durchgeht und nicht als Subvention.

(2205) Langenberg
Fri, 21 May 2010 20:25:40 +0000

Schäuble stellt die Streichungsliste auf. Neben dem Stuttgarter Hauptbahnhof ist das Schloß ausdrücklich mit genannt. Noch Fragen?

(2204) M. Benning
Fri, 21 May 2010 17:10:36 +0000

Wenn man die vielen Einträge liest, wird einem die (leider nicht immer ganz respektvolle) difiziele Meinungsfindung bewusst. Ich selbst glaube, dass es wichtig ist das Schloss wieder aufzubauen. Es gab da einmal eine Äußerung, die Franziska v. Almsik ausgesprochen hat, die sich (aus dem Kopf zitiert) zunächst etwas eigentümlich anhörte: "Ich finde es gut, das Schloss aufzubauen, weil es eine schöne Idee ist." Was das Sprachgebilde vielleicht nicht so ganz wiedergibt ist letztlich aber der Gedanke, den ich hinter ihrer Äußerung vermute: "Das da etwas Schönes (wieder) entsteht. Über den Begriff "Schön" im Zusammenhang mit den Barockfassaden wird man sich trefflich streiten. Geschmäcker mögen verschieden sein. Und da jede ernst gemeinte Meinung auch Respekt verdient sollte man diverse Äußerungen auch nicht abfällig kommentieren. Ich selbst finde den Entwurf für dieses Gebäude "schön" und eine Bereicherung für eine aus vielen Schichten gebaute und zerstörte und wieder aufgebaute Stadt. Vielleicht als Kontrast zu manch anderer neuer und für mich auch faszinierender Architektur. Ich denke, auch das wird ein Stück Berlin, das die Menschen anziehen wird. Ich würde es mir wünschen.

(2203) Maus
Fri, 21 May 2010 16:51:28 +0000

Wer sind denn "DIE" Deutschen die sie bemühen möchten?

Es kann doch jeder nachlesen, auf welche Einwände ich reagiert habe.

Nur nebenbei, "Risalite" und "Pilaster" machen ein umfassendes Wissen gerade eben nicht aus, ich denke das leuchtet ein.

Zitat "FreiburgerJurist":

"...die Frau von David Chipperfield..." /
"...Hurra, wie sind wir toll, wie haben eine Ruine als Ruine belassen..." /
"...Selbstverblendung der modernen Architekten..."

Das ist doch alles nur Unsinn den sie schreiben, ich glaube sie erweisen den Mitgliedern und der Spendenaktion einen Bärendienst...


Grüße

(2202) FreiburgerJurist
Fri, 21 May 2010 08:22:41 +0000

Wer behauptet denn, dass das Schloss eine Angelegenheit des Denkmalschutzes ist? Weder die Schlossbefürworter noch der Denkmalschutz selbst behaupten so einen Unsinn. Ihre Argumentation verläuft wieder mal ins Leere.
Beim Schloss handelt es sich um einen Neubau. Das bestreitet niemand. Aber die Ausführung und Gestaltung ist zum größten Teil wie vor 300 Jahren. Ob Sie das gut oder schlecht finden, wissen inzwischen alle.

Diese Verdummung ist wohl wieder eine Ihrer "Erfahrungen". Ich hingegen kenne nur wenige Vereine, in denen man eine derartige Konzentration von Personen hat, die wissen was Risalite, Kapitelle, Pilaster, Genien, Attikaskulpturen usw. sind. Keine Vereinigung von Laien und Experten hat sich jemals so sehr mit dem Aufbau und der Geschichte eines Gebäudes auseinandergesetzt wie der Förderverein. Rufen Sie z.B. mal bitte bei David Chipperfield an und fragen Sie ihn über das Neue Museum aus. Seine Frau meinte ja sogar, dass die Deutschen nichts anderes verdient hätten, als in Ruinen zu leben. Das ist Verdummung und wird als Geniestreich gefeiert! Hurra, wie sind wir toll, wie haben eine Ruine als Ruine belassen. Was für eine Leistung! Wahrscheinlich wäre Chipperfield sehr enttäuscht, wenn man ihm die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zeigt. Das ist nicht nur Verdummung, sondern Selbstverblendung der modernen Architekten.

@Katze
Vielen Dank für die Ausführungen. Bodenhaltung im wilhelminischem Berlin ist nicht schlecht. Vielleicht sogar Freilandhaltung.^^

(2201) Maus
Thu, 20 May 2010 14:55:08 +0000

@Kim, und andere, es steht Ihnen doch frei, einmal zu erläutern, worin die "Geschichtslosigkeit", und die "Unbildung" besteht, wenn man dieses Projekt in dieser Form ablehnt.

Es gibt genug Möglichkeiten unserer vergangenen Kultur zu gedenken, das mache ich selbst auch.

Man muss sehen lernen. Es gibt bspw. viele Seiten, wie folgende:
https://www.spendbox.de/spendbox/barometer.php?project_id=40

Zitat von dieser Seite: "...Erhaltung[!] und sachgerechte Behandlung gehören zu den wichtigsten Zielen des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes ..." http://www.blfd.bayern.de/bau-und_kunstdenkmalpflege/index.php
Zitat einer weiteren Seite:
"... 90.000 Bau- und Kunstdenkmalen und über 60.000 bekannten archäologischen Denkmalen eine überaus reiche Kulturlandschaft. Diese für kommende Generationen zu erhalten, ist Aufgabe der Denkmalpflege..."

Das Land steckt voller Geschichte, hier kann man sich zu echten[!] Denkmalpflegeprojekten informieren:
http://www.bldam-brandenburg.de/baudenkmale/baudenkmale/baudenkmale.html

So viele interessante Orte mit Geschichte!
___

Was irgendein "Journalist" in einer FAZ schreibt, beeindruckt nur jene, die sich mit der Thematik nicht auseinandergesetzt haben, man kann sich doch ein Urteil bilden für was man hier genau spendet.

Ein Forum/Gästebuch im Netz ist ein Ort wo publiziert wird. Mit einem mittelmäßigem Wissen, und ständiger Wiederholung konfiguriert man eben die Öffentlichkeit durch wenige Personen. So kann man Kultur leicht auf den Kopf stellen. Weiterhin braucht man Leute von Einfluss, und ergebene Medien ...
Um aber einen umfassenden Blick zu gewinnen, muss man weiter schauen können.

Ich kritisiere eigentlich nur die "Verdummung", die mit der Spendenwerbung einhergeht.

(2200) Katze
Thu, 20 May 2010 13:49:19 +0000

Frage: Wieso brauchen eigentlich Hühner Freiland- oder Bodenhaltung, Eier legen sie doch auch im Käfig? Wären die Hühner Berliner, würden also nicht wenige gegen die Türschützer agieren und auf kostensparende Käfighaltung zugunsten der Hühnerfarmbetreiber bestehen! Im Klartext: Für die 22,4 Milliarden EUR, von den Deutschen fleißig weggespart, alleine für den EU-Betrüger Griechenland, ohne dass jemand für die Bilanzfälschungen zur Verantwortung gezogen worden wäre, ja sogar diejenigen, die den Betrug gedeckt haben, weiterhin die fürstlichen EU-Gehälter und Pensionen erhalten, ja für diese Gelder hätte man nicht nur das Stadtschloss bis ins kleinste Detail rekonstruieren können, sondern auch die gesamte Umgebung einschließlich der Börse! Lustwandelt man virtuell durch das wilhelminische Berlin und ekelt sich vergleichsweise real durch den jetzigen Horror für das Auge, ist das eine ganz klare Aussage über die Qualität beider Systeme: Bodenhaltung oder Käfighaltung eben!

(2199) Nochmal ohne Fehler ;
Thu, 20 May 2010 13:20:35 +0000

Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob ihr manchen Dingen vielleich zu viel abgewinnen wollt. So überlegt doch mal das der Besuch des Schloss in Versaille, des Towers von London oder des Kolosseums in Rom vielfach schlicht dem Wunsch entspricht Geschichte erleben zu wollen.

Der Argumentation einiger anderer Einträge nach zu Folge müssten all jene Besucher jeweiliger Stätten folgerichtig eine Neigung zu Herrschaftssucht oder Grausamkeit haben.

Der Wiederaufbau der Berliner Schlosses ist für mich "Deutsche Geschichte" erleben und ich freue mich sehr über den Wiederaufbau. Nicht mehr und nicht weniger!

Beste Grüße
Florian

(2198) Florian
Thu, 20 May 2010 13:19:11 +0000

Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob ihr manchen Dingen vielleich zu viel abgewinnen wollt. So überlegt doch mal das der Besuch des Schloss in Versaille, des Towers von London oder das Kolosseum in Rom vielfach schlicht dem Wunsch entspricht Geschichte erleben zu wollen.

Der Argumentation einiger anderer Einträge nach zu Folge müssten all jene Besucher jeweiliger Stätten folgerichtig eine Neigung zu Herrschaftssucht oder Grausamkeit haben.

Der Wiederaufbau der Berliner Schlosses ist für "Deutsche Geschichte" erleben und ich freue mich sehr über den Wiederaufbau. Nicht mehr und nicht weniger!

Beste Grüße
Florian

(2197) MitteinsHerz
Thu, 20 May 2010 12:46:08 +0000

Liebe Schlosssympathisanten.
Eine inständige Bitte sei gewährt: Bitte ignoriert HIER gänzlich diese verbalen "Feuerlegen" a la Maus und Meyer. Wenn wir immer und immer wieder auf deren ärmliche Versuche der Konterkarierung-per-Provokation-zur-Grundsatzdiskussion eingehen, werden wir uns immer und immer wieder furchtbar unproduktiv in Brummkreiselqualität einzig um eine Sache drehen, in der es augenscheinlich keinerlei Konsens geben wird, ja KANN, weil von jener Seite auch grundsätzlich nicht gewollt! Schmunzelt doch einfach über diese fruchtlosen Versuche des "Sand-ins-Getriebe-streuen" und gut ist...

(2196) bergischerbembel
Thu, 20 May 2010 10:48:28 +0000

@Maus: Gründen Sie doch einfach einen Anti Stadtschloss Verein und versuchen Sie Ihr Glück bei den Instanzen. Dann können Sie sich auch gleich eine eigene Homepage anlegen samt Gästebuch und dort die Leser von morgens bis abends zutexten. Akzeptieren Sie doch einfach mal, dass es Menschen gibt denen dieses Projekt am Herzen liegt!

(2195) Kim
Thu, 20 May 2010 10:16:37 +0000

"Das Fiasko der "großen Politik" zeichnet sich hier im Kleinen genauso ab. Und ich wiederhole noch einmal, dass wir Anzeichen von zunehmender Dekadenz vor uns sehen, weil es Menschen in Positionen, und mit Verantwortung gab, und gibt, die das unterstützten, aber auch, weil Desinteresse, Gleichgültigkeit, und ein BILDUNGSDEFIZIT ihnen das ermöglichen."
(Maus)

"Die Zweifel an der Formierung der Barockfassade, die Diskussion um die Schlosskuppel sind Zeichen einer Geschichtslosigkeit, die eine prinzipielle UNBILDUNG und eine historische Renitenz darstellen."
(FAZ)

Was denn nun??

(2194) Maus
Thu, 20 May 2010 07:15:21 +0000

Irgendwie finde ich das ziemlich krank, was hier so zum Vorschein kommt. Es gibt hier wohl nicht wenige, die wissen sehr genau, dass es nicht darum geht "Marxismus-Leninismus" zu etablieren.

Es geht auch nicht darum Stimmung gegen preußische Geschichte und ihre Denkmale zu machen, und es wird nichts auf die Zeit zw. 1914 und 1945 reduziert, im Gegenteil, man müsste dann eben hier mal einige Seiten zurückblättern. (Übrigens, nimmt man sich einer Geschichte nicht an, indem man ein Schloß bzw. Fassaden rekonstruiert)

Hier wird Werbung für diese Fassaden gemacht, was mir eigentlich egal ist. Diese "Werbung" erfolgt aber auf einem ganz miesen Niveau. Der Grund dafür ist, dass es eigentlich keine sachlichen Argumente für das Vorhaben gibt. Es hat Versprechungen gegeben, an Spender, die so nicht einzuhalten waren, weil der Sinn dieses Projektes überaus platt angelegt war. Für mich sind das extreme Anzeichen, für eine zunehmende Dekadenz in unserer Gesellschaft, um es etwas polemisch zu sagen, und hat meiner Meinung nach etwas mit Zukunftsängsten zu tun ...

____

Es ist doch offensichtlich, was hier vor sich geht. Eine Gruppe, die über einen so langen Zeitraum so ein Projekt anstrebt, und es sich offenbart, dass sie weder Kenntnisse zu unserer (demokrat.) Kultur besitzt, noch ihre Hausaufgaben gemacht hat, und von Architektur nur so viel zu sagen weiß wie etwa solche Vokabeln: "Modernisten", "alte Architektur" (2193), "Betonklotz", "parasitäre Moderne", usw., ...

... muß ja zwangsläufig unter die Gürtellinie treten, um dem Leser ihre "Wahrheiten" zu verkaufen, die nun aber äußerst fragwürdig bleiben müssen.

____

Was man hier wahrnehmen kann sind Spielchen, in die Kreise der Politik und der Gesellschaft verstrickt sind. Das wurde hier schon mehrfach ausgeführt.

Wenn der Leser, oder die Schreiber hier wirklich einen Überblick haben möchten, müssen sie sich einfach ein umfassendes(!) Bild machen, und zwar durch Lektüre(!).

Natürlich ist es bequemer in so einem Faden zu lesen. Sie werden sich aber nur über einen "Querschnitt" hier(!) eine Meinung bilden können. Es wird gelogen, Unsinn erzählt, und dieser immer wieder wiederholt (siehe Begriffe oben), nichts wird überprüft. Wie in so vielen anderen Foren auch, wird dann nur nachgeplappert, ohne nachzudenken.

Das Fiasko der "großen Politik" zeichnet sich hier im Kleinen genauso ab. Und ich wiederhole noch einmal, dass wir Anzeichen von zunehmender Dekadenz vor uns sehen, weil es Menschen in Positionen, und mit Verantwortung gab, und gibt, die das unterstützten, aber auch, weil Desinteresse, Gleichgültigkeit, und ein Bildungsdefizit ihnen das ermöglichen.

(2193) H. Meyer
Wed, 19 May 2010 18:42:33 +0000

Man sollte diesen Murks stoppen, bevor es zu spaet ist, bevor Steuergelder ohne Ende fliessen. Das Schloss Vergangenheit! Man haette besser den Palast der Republik als Mahnmal gegen den Kommunismus, inkl. einer entsprechenden Ausstellung, dort belassen sollen. Das Schloss steht dahingegen nur fuer deutsche Grossmannssucht.
PS: Bin uebrigens ein Wessi!

(2192) FreiburgerJurist
Wed, 19 May 2010 18:18:13 +0000

@Nils
Dann möchte ich auch Volksentscheide zur Rathausbrücke/Kurfürstenbrücke, Neuem Museum, Staatsoper etc. wo sich die Modernisten auf Kosten der alten Archietektur austoben, ohne dass irgendjemand gefragt wurde. Das Schloss ist sogar vom Bundestag bewilligt.

(2191) Nils
Wed, 19 May 2010 16:34:12 +0000

wann gibt es eigentlich mal einen Bürgerenscheid, ob wir Berliner das Stadtschloss eigentlich wollen?
irgendwie ist es doch unsere Stadt, oder..?

(2190) Katze
Wed, 19 May 2010 16:28:29 +0000

Wer da meint, Stadtschloss und Marxismus-Leninismus widersprächen sich, der möge mal beantworten, warum ab 1976 der große Bruder mit erheblichem Aufwand eine Kopie des Bernsteinzimmers in den Katharinenpalast einbauen ließ (Fertigstellung 2003), obgleich bis heute nicht klar ist, ob das Original nicht eines Tages wieder auftaucht?

Das Bernsteinzimmer wurde bekanntlich von Preußenkönig Friedrich I. für das Berliner Stadtschloss in Auftrag gegeben! Friedrich der I., die Inkarnation des preußischen Militarismus also, Grundstein einer Epoche in direkt aufsteigender Linie zum Nationalsozialismus, gell?

Unsereiner meint: Diese armen Ideologen sind leider einer geradezu traumatischen Verblödung anheimgefallen, diese armen Opfer wieder geistig normal hinzubekommen erinnert an das Schicksal von Oberst Villa in Teil 7 der Raumpatrouille! Deutscher Größenwahn, gepaart mit deutschem Kriechertum, wollte hier doch glatt die Sowjetunion linksideologisch überholen, in den Augen von Gorbatschow waren das sicher komplette Idioten?

Unsereiner meint: Sollte das originale Bernsteinzimmer wieder zum Vorschein kommen, könnte man es in das Berliner Stadtschloß wieder einbauen, für alle Originalfanatiker!

(2189) Björn
Tue, 18 May 2010 12:55:08 +0000

Hallo. Habe mit Begeisterung das Berliner Extrablatt gelesen und bin teilweise etwas verwirrt. In ihrer Zeitung werden drei unterschiedliche Modelle bzw. Simulationen publiziert. Welches Modell ist denn nun das Richtige? Auf dem Titelblatt wird ein Modell gezeigt mit historischer Kuppel, aber ohne das Schlütersche Eckrondell, ohne die Innenportale II und IV und ohne die Türmchen neben der Schlosskuppel. Auf den nächsten Seiten folgen dann Abbildungen mal mit und mal ohne Türmchen, Kuppel oder Eckrondell. Schliesslich zeigen sie am Ende ein Papier-Modell, dass keine Wünsche übrig läßt und sämtliche von mir aufgezählten bzw. erwünschten Elemente aufweist. Aber welche Variante wird denn nun gebaut? Was strebt man denn nun an und was ist realistisch? Wie soll man denn ihr Extrablatt weiterreichen und bei spendenwilligen Freunden und Bekannten für ihr Projekt werben, wenn anscheinend gar nicht klar ist was überhaupt gebaut wird. Wieviel Schloss kommt denn nun? Und kann man diese zusätzlichen Elemnte, die Stellas Entwurf ermöglicht, nicht nachträglich einfügen? Muss denn unbedingt schon alles fertig sein, wenn das Humboltforum eröffnet? Andere Schlösser wurden auch in einem jahrzehntelangen Prozess schrittweise rekonstruiert. Wichtig ist doch nur, dass man sich weitere Rekonstruktionsoptionen nicht verbaut. Oder sehe ich das falsch? Sie schreiben in ihrem Extrablatt, dass 10 Mio Euro für die Innenseite des Portals III zusätzlich benötigt werden. Aber dieses Portal III wird in ihrer Zeitung gar nicht originalgetreu abgebildet. Es fehlen die Genien über dem Portalbogen. Sollen die nicht wiederkommen? Soll nur eine vereinfachte Variante rekonstruiert werden? Der ursprüngliche Entwurf Stellas sah die vollständige Rekonstrution des großen Schlosshofes vor. Wieso hat man das gestrichen. Aus dem Katalog der Fassaden- und Schmuckelemente kann man entnehmen, dass eine Fensterachse ca. 380.000 Euro kostet. Der Große Schlosshof hatte ca. 25 Fensterachsen, wenn man das neu zu schaffende Schlossforum abzieht. Dann käme man auf ca. 10 Mio Euro, die man zusätzlich benötigt hätte. Berücksichtigt man auch noch die Rekonstruktion der beiden Portale, die sich in diesem Bereich befanden, dann kommt man auf eine Summe von 15 Mio Euro. Warum hat man nicht versucht auch diese Summe durch Spenden aufzutreiben, wie man es jetzt bei den Innenseiten der Portale III, II, IV und den historischen Treppenhäusern versucht? Stattdessen hat man einfach alles gestrichen und die Ausstellungskuben vergrößert, so dass man es späteren Generationen unmöglich macht, die Rekonstruktion dieser Bereiche nachzuholen. Leider wartet man als interessierter Leser und Spender immer noch auf eine Erklärung. Hat man dies aus Platzgründen getan? Fehlten dem Humbolt Forum in diesem Bereich ein paar Quadratmeter Ausstellungsfläche? Oder waren es politische bzw. ideoligische Gründe, die dazu führten? Ich empfinde diese Entwicklung als äußerst bedauerlich, zumal gestern in der Berliner Abendschau berichtet wurde, dass wohl Spender bereit stehen, die die zusätzlichen Kosten einer historischen Kuppeln tragen wollen. Es ist also möglich, wenn man denn will. Aber diese Chance bzw. Möglichkeit hat man beim "Großen Schlosshof" leichtfertig vertan. Jedenfalls kommt das so rüber.



(2188) jenny001
Tue, 18 May 2010 12:31:14 +0000

Hallo*,

ich verstehe immer noch nicht, warum viele Deutsche Bürger deutsche Geschichte immer nur zwischen 1914 und 1945 sehen!!??

@ "Maus" (und auch andere)
Wenn die deutsche und europäische Geschichte nicht so mit Vor- und Nachteilen passiert wäre, wie es niedergeschrieben wurde, dann wäre Europa sicherlich nicht so friedlich, wie es derzeitg der Fall ist.

Geschichte, u.a ausgedrückt durch die verschiedenen Bauwerke verschiedener Epochen, führt einen immer in die "lebendige" Geschichte. So können auch Menschen erreicht werden, die KEINE Bücher lesen oder sich mal ne`Geschichtsdoku im Fernsehen ansehen "wollen".

Viele Grüße


(2187) Uwe
Sat, 8 May 2010 13:06:15 +0000

Hallo!

Ich stimme meinem Vorredner zu!
Es wäre sehr zweckmäßig - auch im Sinne einer positiven Publikationswirkung für das Schloss respektive Humboldt-Forum -, die Informationszeitschrift als Datei zur Verfügung zu stellen.

So kann sich jedermann bei Interesse binnen weniger Mausklicks über die aktuellsten Informationen informieren.

Zumal es für den Verein kostengünstiger ist, als diese Zeitschrift per Post zu versenden.


In Hoffnung auf positive Neuigkeiten auch in weiter Zukunft: Toi, toi, toi für die weitere Arbeit.

MfG
U.



(2186) S.Hartmann
Fri, 7 May 2010 07:06:41 +0000

An den Seitenbetreiber: Findet man das "Extrablatt" auch irgendwo als PDF zum herunterladen?



(2185) BergischerBembel27
Wed, 5 May 2010 14:53:12 +0000

Ich glaube das Rondell wird aus Kostengründen nicht mehr berücksichtigt,...leider!!!

(2184) FreiburgerJurist
Wed, 5 May 2010 14:48:41 +0000

@Maus
sehr niedlich. Aber schön, dass Sie die TV-Geschichtsdokumentationen auch nicht mögen.

An Alle:

Ist jemandem bekannt, ob das Schlütersche Rondell an der Schlossplatzfassade in den Planungen berücksichtigt wird? In der neuesten Ausgabe des Berliner Extrablattes gibt es hierzu widersprüchliche Abbildungen. Weiß hier jemand mehr?

(2183) MitteinsHerz
Wed, 5 May 2010 12:10:28 +0000

...*rabrabrab*...die Gebetsmühle dreht und dreht und dreht und dreht und dreht sich immer weiter und weiter...:

Q.E.D.

Jedes weitere Bemühen in besagter Richtung ist und bleibt sinnlos...

(2182) Maus
Wed, 5 May 2010 11:45:53 +0000

Eine Gesellschaft muss sich über Werte deffinieren, schreiben sie, und ihnen fallen nur Sprache, Sitte und Wertevorstellung ein. Was sind denn das für Werte, und von wem sprechen sie?
"Deutsche Leitkultur"? Mit diesem Unsinn ist man ja bekanntlich auf die Nase gefallen.
Zu wem "aufblicken"? Erzählen sie doch einmal ...

Verteidigen tut auch niemand eine intollerante Gesellschaft, sondern sie verbreiten Klischees, die nur auf eine Minderheit der Minderheit zutrifft. Dadurch wird das Beheben von Problemen erschwert, die tatsächlich existieren mögen.

Ich kritisiere Rekonstruktionen nicht im Allgemeinen, der Wiederaufbau der Garnisionskirche hat aber doch den gleichen, wenn nicht noch fragwürdigeren Hintergrund wie der des Schloss-Denkmals.

Es ist doch lächerlich zu behaupten, dass mit der 1:1 Rekonstruktion ein Zeichen etwa gegen Krieg gesetzt würde. "Kein deutlicheres Zeichen gegen Krieg", sagen sie, - so ein Unsinn.
Wenn sich erst Patina angesetzt hat, wird der Laie nicht mehr fragen, insbesondere wenn die Generationen nicht mehr sind, die von der Geschichte erzählen könnten.
Ob dann die Touristen, die sie hier unten (2170) noch als Maßstab brauchen, die Geschichte richtig einschätzen wollen?

Fragen hingegen, täten sich eher bei einem Entwurf wie für eine "Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche" auf. Hier wird ganz anders mit dem Thema umgegangen.

Es ist ganz einfach, mit Reko-Symbolen sollen rechtskonservative Inhalte in der Mitte der Gesellschaft etabliert werden. Jedenfalls erhalten sie aus diesem Grund politischen Rückhalt.

____

Nun, einen Krieg wollte wohl nach 1918 nur wenige, aber Untertanengeist, Nationalismus, und das Einreden, die einen stünden über den anderen, war der Nährboden für den nächsten. Für das "letzte Reich" brauchte man Gründungsmythen, die hatten ja schon Tradition, und mit dem "Tag von Potsdam" (1933) wurde die Garnisionskirche zu einem Ort einer verhängnisvollen Beziehung, und für uns heute, eigentlich ein Beispiel, wie Geschichtspolitik funktionerte.

Fragen stellen wird man dazu nach einer Rekonstruktion nicht mehr, zumal man dieser ja nichts ansieht. Und ein separates Info-Zentrum kann man leicht umgehen, denn der Kirchenbau wird auch ohne dieses funktionieren!

___

Im Übrigen werden die Zusammenhänge zu den Katatrophen des 20.Jh. in den Medien häufig nur angedeutet, aber nie ausgesprochen. Das Publikum soll scheinbar nicht "verschreckt" werden ... Der Zusammenhang zwischen den Menschen selbst, und der ewigen Frage: "Wie war das möglich?" Wurde, und wird so nie hergestellt, dass zeigen deutlich die Reaktionen, auch hier.

Demzufolge gibt es keine wirkliche Konsequenz, die viele heute für ihr Leben ziehen würden, verstärkt wird das auch durch die einseitige Gewichtung des damaligen Widerstandes um eine Offiziersfigur, deren Ziele letztendlich fraglich blieben. Was kann man heute davon mitnehmen? Dass man Bomben legen muß? Was ist denn mit der Haltung, die die Bevölkerung eingenommen hatte, bevor es zu spät war?

Aus der Redaktion "Zeitgeschichte" des Fernsehens kommen "Lamento-Produktionen" wie "Dresden", oder "Flucht und Vertreibung" mit dem die Gesellschaft einseitig als Opfer dargestellt wird, dass passt gut zusammen mit dem "Vergessenwollen", denn nichts anderes werden diese Nachbauten Glauben machen.

Vergleichen sie doch einmal Rezensionen hier in der "ZEIT":
http://www.zeit.de/2006/48/Alle_waren_Opfer

Die Aufarbeitung hat noch nicht einmal vollständig stattgefunden. Das Thema wurde und wird, auch schulisch, nicht umfassend behandelt. Ich kenne so viele Menschen, die sagten, davon habe ich in der Schule nichts gehört.

Dass ein Vernichtungskrieg gegen die Zivilbevökerung im Osten stattgefunden hat, dass wird noch nicht einmal medial thematisiert, stattdessen wird in einem unproportionalen Verhältnis nur die "Opferrolle" der eigenen Kriegsteilnehmer oder der Zivilbevölkerung sichtbar gemacht. Geht es um Wählerstimmen gewisser Verbände?

Man möchte meinen, dass hat Methode.
Inhalte, die eigentlich vom Kern der Gesellschaft aufgearbeitet werden müssten, werden, wie in diesem Fall, der Linken überlassen, ja, sie werden damit identifiziert.

Mit dem "Geschichts-Entertainment" des Fernsehens, aber auch Symbolen wie die Rekonstruktionen sie hervorbringen werden, wird "Aufarbeitung" aber verfälscht; und es ist zu befürchten, dass man sich aus banalen machtpolitischen Gründen damit von den "Ultraroten" abheben möchte ...

Mit Ironie: In Dresden hat man eine Frauenkirche, in einem "Grau in Grau" werden die Spuren der wahren Geschichte bald verschwinden.

Das Resultat der Zerstörung aber, dass auch das Ergebnis einer Haltung der Menschen war, wird bald nicht mehr erkennbar sein, und kann somit auch nur schwer an etwas mahnen.

Es ist wahrhaft wie eine "Wiedergeburt", quasi ein "Phönix aus der Asche". Rekonstruktionen sagen aber auch, indem wir "alles wieder aufbauen wie es war", und somit alles reparabel erscheint (nicht geschehen), dass eine Auseinandersetzung damit, wie es zur Zerstörung kam, nicht mehr notwendig ist. Dazu passt, dass man medial hauptsächlich das "Teuflische" der Führerfiguren thematisiert, anstatt zu zeigen, dass jenen durch die Gesellschaft erst der Weg geebnet wurde.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,677740,00.html

(2181) MitteinsHerz
Wed, 5 May 2010 09:41:23 +0000

Werter "FJ"
In gewisser Weise muss ich den Hut vor Ihnen ziehen, mit welcher Ausdauer und unermüdlich, handreichenden Wohlwollen Sie dem verbohrten Mäuslein immer wieder eine Brücke bauen, damit sie ihr einsames Eiland maxistisch, leninistischer Prägung mal für einen klitzekleinen neutralen und undokmatisierten Blick herüber in die reale Welt verließe. Allein, wie sie gebetsmühlenartig provokant immer wieder unter Beweis zu stellen pflegt: Es sind die berühmten Perlen vor die Säue...
Verschwenden Sie doch bitte nicht weiter Ihre hier anerkannt verbalen Fähigkeiten und fachlich wohlstatuierten Wissenspfründe an dieser, wohl nur dem einzig vordinglich Ziel, hier kontraproduktiv Sand ins Getriebe zu streuen, hin ausgerichtet agierenden Protagonistin. Für solche Bemühungen um ihrer selbst, hat sie sich eigens schon hinlänglich wieder und wieder disqualifiziert. Es lohnt sich einfach nicht, da sie Sie, und auch andere hier, einfach nicht verstehen WILL. Vertane Energie, die GERADE SIE weitaus besser FÜR die Sache verwenden sollten, wie ich finde.
In diesem Sinne aber: Danke, für Ihre interessanten Statements!

(2180) FreiburgerJurist
Wed, 5 May 2010 07:11:19 +0000

Das ist schon ziemlich starker Tobak, den Sie mir da an den Kopf werfen, zumal Sie doch wieder diese elende Diskussion aufgenommen haben, dass das Schloss an sich gefährlich ist und für die schlechten Seiten der deutschen Geschichte steht. Nebenbei werfen Sie immer mal wieder Nebelbomben, wenn Sie die Umsetzung und Rekonstruktionen im Allgemeinen kritisieren.

Die Leser mögen sich selbst ihr Urteil bilden. Ich lasse mich aber nicht auf ein derartiges Niveau herab, auf dem wir uns gegenseitig unhaltbare Anschuldigungen zukommen lassen.

Zu ihrer Kritik an Preußen:

Sie werfen hier zwei Begrifflichkeiten ziemlich wild durcheinander. Man muss zwischen Preußen und dem Nationalstaat klar unterscheiden. Preußen war immer eine Idee und eine Staatsräson. Nicht umsonst sagte ein Pole "Preußen konnten wir werden, nur Deutsche nicht.". Die Nation ist eine liberale Idee, die mit den Forderungen der Demokratie Hand in Hand ging. Sie mögen den Nationalismus ja sehen wie Sie wollen, aber mit dem Preußen des Großen Kurfürsten oder Friedrichs des Großen hat das nichts zu tun, mit einem Barockschloss schon gar nicht.

Auch wenn Sie das Schloss als Symbol vehement ablehnen, so möchte ich Ihnen doch eines sagen. Die Leute, die das Schloss, die Berliner Bauakademie, die Garnisonkirche in Potsdam oder die Frauenkirche in Dresden aufbauen wollen bzw. schon aufgebaut haben, zeigen doch eines: Wir wollen nie wieder Krieg! Jede militärische Auseinandersetzung würde diese Gebäude massiv bedrohen und sie mit hoher Wahrscheinlichkeit abermals zerstören. Es kann eigentlich kein deutlicheres Zeichen gegen Krieg geben, als das Bestreben solche Kunstwerke zu rekonstruieren. Jeder der einen Stein für das Schloss spendet und die jahrelangen Diffamierungen der Rekonstruktionsgegner auf sich genommen hat, wird dieses Werk um jeden Preis vor abermaliger Zerstörung bewahren. Dazu braucht es kein "Vereinnahmung durch braunen Schmutz" oder "Unterwandern der Demokratie".

"Ich bin für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses, weil ich die Stadt liebe und weil es das schönste und würdigste Gebäude ist, das ich mir an diesem Platz vorstellen kann. Faschistische Feldherren haben die Zerstörung des Schlosses in Kauf genommen, Banausen haben die Ruine vollends pulverisiert. Gerade deshalb: Berlin braucht dieses Schmuckstück, und die Anstrengung, es neu entstehen zu lassen, zeigt der Welt, dass wir nie wieder Krieg wollen."
Manfred Krug, Schauspieler

(2179) BergischerBembel27
Tue, 4 May 2010 11:18:15 +0000

@Maus: laaaangweilig!!!! Es ist schon ein wenig kleingeistig, Preußen immer wieder auf die braune schiene zu hiefen! Aber immer schön mit der Masse der Gutmenschen schwimmen, vielleicht kommen Sie ja irgendwann im sozialistischen Paradies an! Ich jedenfalls bin Preuße und das mit Herz und Seele und wenn Sie meinen, dass ich meine Kreuzchen am rechten Rand mache, irren Sie gewaltig! Es soll es tatsachlich geben: Preußen + Demokratie! Und hier noch ein Zitat eines bekannten deutschen Wiederstandkämpfers: "Es lebe das heilige Deutschland!" In diesem Sinne: "Es lebe Preußen!"

(2178) Maus
Tue, 4 May 2010 10:36:09 +0000

Sehr interessant, und auf dieser Basis werben sie für die Rekonstruktion des Schloss-Denkmals? (Als langjähriges Mitglied?!!)

Die Methoden der Ultrarechten beruhen darauf, solche Inhalte, wie man sie hier unten wahrnehmen kann, in der Mitte der Gesellschaft zu verankern.

Wieso findet ihre „Preußen-Manie“ gerade bei jungen Menschen Anklang?
Um Aussagen dazu machen zu können, ob richtig oder falsch, müssen sie das ja schon öfter thematisiert haben?!

Haben sie eigentlich das angeführte Buch unten einmal gelesen?
Leute wie sie möchten polarisieren. Leute wie sie sind sogar dafür verantwortlich, dass eine objektive Auseinandersetzung mit Problemen in unserem Land erschwert wird.

Die Gesellschaft muss nur aufpassen, nicht von nationalistischem braunen Schmutz vereinnahmt zu werden.
Ist ein Verein nicht die Summe seiner Mitglieder?

Zu wem, bitteschön, soll man denn aufblicken? Es ist wichtig, dass die Menschen kritisch sind, dass ist ein Wesen der Demokratie.

Auf jeden Fall sollte man jenen auf den Mund schauen, die sich so artikulieren wie bspw. hier unten (2178).
Gegen meine Person hat 40 Jahre niemand gekämpft. Und Mauern braucht man nicht. Erst recht nicht um damit („Grenzen festzulegen“), um ihre Worte zu gebrauchen.

„De Gaulle – Zitate“ bemerkt man von den Ultrarechten häufig. Sie sind meist sehr flach angelegt. Mit dem Zitat eines „Ausländers“, einem naturgemäßen Gegner Nazi-Deutschlands, einem Vertreter der Alliierten, möchte man den eigenen Nationalismus bemänteln. So nach dem Motto, „Na, - wenn das die Alliierten schon sagen …“

Nein, ihre Deutschen sind keine „armen Schweine“, und von solchen Figuren wie sie soll man sich nicht täuschen lassen, Figuren, die suggerieren möchten, dass Toleranz, aber auch ein kühler Kopf , Eigenschaften seien, die auf angeblich „linke“ Denkweisen zurückzuführen seien, die angeblich Schwäche darstellten.

Wie verlogen sind sie eigentlich? Leute wie sie möchten die Demokratie unterwandern, indem sie ganz einfache Wahrheiten abtun, indem sie sie einer stigmatisierten Gruppe unterschieben, um sie damit der Mitte zu entfremden.

Wohin der Nationalismus geführt hatte, thematisieren sie bewusst nicht.

____

„Identitäten“, von denen es viele gibt, verlaufen auf einer ganz anderen Ebene als auf der der nationalen Zugehörigkeit.

____

Auf die Literatur (2171), und damit die Architektur, werde ich später einmal eingehen können.

Grüße

(2177) FreiburgerJurist
Mon, 3 May 2010 19:40:11 +0000

Komisch, dass diese "Preußenmanie" gerade unter jungen Deutschen neuen Anklang findet. Mag sein, dass Sie das als unheimlich empfinden, aber ich sehe das eher nüchtern.

Ihre Äußerungen verteidigen eine Art von Gesellschaft, die selbst die Intoleranten toleriert. Eine Gesellschaft muss sich definieren, um existieren zu können. Diese Definition kann über Sprache, Sitten, Wertevorstellungen usw. laufen. Andernfalls ist es ein Mischmasch, dass Ihnen als perfekt vorkommen mag, aber einen Staat mehr als überfordert. Es kann doch nicht sein, dass ein Staat gleichzeitig Bürger toleriert, die ihre Frauen schlagen oder Kinder misshandeln. Es müssen klare Grenzen geschaffen werden, auch wenn Ihnen das zu streng klingen mag. Aber der Staat ist ein Geschöpf seiner Bürger, der sich durchaus wandeln kann, aber nicht unterwandert werden darf. Zumal sich Bürger am besten in Staaten integrieren, zu denen sie aufblicken und auf die sie stolz sind. Stolz aber ist den Deutschen verhasst und wurde ihnen systematisch ausgetrieben. Ich verstehe irgendwo unsere Einwohner, die lieber Türken und Araber bleiben, als Deutsche zu sein. Die "Preußenmanie" ist da eher positiv zu bewerten, als ein Zeichen von neuer Bewertung unserer Geschichte, gegen Sie und ihresgleichen seit nun über 40 Jahren ankämpfen.

“Die Deutschen sind arme Schweine, denn man hat ihnen das Rückgrat gebrochen”

Charles de Gaulle

P.S.: Ich hoffe, dass Sie einen schönen 1. Mai hatten.

(2176) Maus
Mon, 3 May 2010 10:12:28 +0000

Ich möchte hier einmal ein Buch anbringen:

„Die Identitätsfalle: Warum es keinen Krieg der Kulturen gibt“, von Amartya Sen.
Lesen Sie einmal aufmerksam die Rezensionen:

http://www.amazon.de/Die-Identit%C3%A4tsfalle-Warum-keinen-Kulturen/dp/3406558127

Zitate:

„…Resultat dieser undifferenzierten und eindimensionalen Konstruktion von Identität…“

„…Menschen, die eine Fülle von Identitätsmerkmalen haben, werden auf ein einziges reduziert und verschwinden in kleinen übersichtlichen Schubladen…“

___

Nationalismus (eigentlich auch Nationalität), ist so eine eindimensionale Konstruktion, erfunden, oder sagen wir etabliert, nach der frz. Revolution, diente er einer gewissen „Zielbildung“. (z.B. Befreiungskriege)

Die Unterschiede waren eben wichtig. Das sollte später eine wichtige Rolle spielen. (z.B. „Einigungskriege“ unter Bismarck)
Und was hat der Nationalismus mit den Menschen gemacht? (die Großväter, die Väter, die Söhne, …)

Oder besser, was hat er im Denken verhindert?
___

Ich fühle mich ziemlich betroffen, wenn mittels eines neu erbauten „Schloss-Denkmals“ den Menschen in unserem Land eine eindimensionale „Identität“ übergestülpt wird, wenn sie in eine Schublade gesteckt werden. Es hilft nicht, den „aufgeklärten Absolutismus“ hervorzukramen, (der übrigens nicht das Gleiche wie die Aufklärung selbst war), und der in einen „Staatsabsolutismus“ mündete.

Meiner Meinung nach, führt man uns wieder in eine Klemme, Schlossfassaden sind dabei aber nur Mittel zum Zweck, oder aber einfach nur „willkommen“, der Verein ist zu einer Randfigur geworden.

(Eine Stichwortkette wäre: „Kampf dem Terrorismus“, „Afghanistan“, „Bundeswehreinsatz“, „Rückhalt in der Bevölkerung“ usw.)

Für den Leser: http://garnisonkirche-potsdam.org/

Da man sich keine Mühe gibt zu differenzieren, und es weiten Teilen gar nicht möglich ist, wird es wohl in einer allgemeinen „Preußen-Manie“ münden, wie sich auch an verschiedenen Stellen dieses Gästebuches zeigt. (Es werden Mythen gebraucht)

___

Es sind Spielchen, die wir vor uns sehen!

___

Außer Sinnhaftigkeitsdiskussionen gibt es noch die Architektur an sich. Hat sich denn der Leser einmal mit der Literatur die im Beitrag (2171) angegeben wurde auseinandergesetzt?

___

Ich finde, dass man Überheblichkeiten, wie im Beitrag (2173) nicht beachten sollte.
Man kann einmal darüber nachdenken, warum nicht noch mehr Leser Lust hatten, darauf zu reagieren …

Grüße

(2175) S.Hartmann
Thu, 29 April 2010 15:00:18 +0000

@ Kreuzberger

Also ich kenne viele die gerade zur Mauerzeit nach Ost wie West-Berlin kamen, da hier jeweils gewisse Freiheiten herrschten die im Rest der Ost- und Westrepublik nicht herrschten. Und dabei handelt es sich gerad um Bildungsbürger.

(2174) Kreuzberger
Thu, 29 April 2010 00:53:04 +0000

Herr Hartmann, wenn Sie die Berliner Friedhöfe meinen, haben Sie natürlich vollkommen recht. Ansonsten haben die Nazizeit und vor allem der Mauerbau doch ihre Spuren hinterlassen.
Wer konnte, setzte sich nach Westdeutschland ab und wer blieb, für den war im Westen der alljährliche Fleischerball der Höhepunkt des kulturellen Lebens und im Osten die von langer Hand vorbereitete Platzierung am Tresen des Palastes der Republik :-)

(2173) S.Hartmann
Wed, 28 April 2010 12:19:03 +0000

Also Herr Ludwig da liegen Sie aber voll daneben. Es ist in ganz Berlin ein ausgeprägtes Bildungsbürgertum vorhanden.

Berlin war in den 50iger bis 70iger Jahren bestrebt eine moderne Stadt zu werden. Dabei wurden einige Fehler begangen. Doch haben sie Berlin auch zu Deutschlands abwechslungsreichster Architekturstadt gemacht. München kann man übertrieben als hübsch aber langweilig bezeichnen.(da fehlt einfach der Grosssstadtcharme)

Und was nützen uns Städte, die schön anzuschauen sind, wie Paris(wo ich lebe) die aber für viele Menschen wenig lebenswert sind?

(2172) Ernst Ludwig
Fri, 23 April 2010 14:06:50 +0000

Der Vorschreiber hat leider zu recht. Wenn im Nachkriegsmünchen die gleichen geistigen Kaliber am Werke gewesen wären wie in Berlin - armes München. Weder Residenzschloß noch Nationaltheater, alles wäre nicht wieder aufgebaut worden.
Aber bei aller Liebe zu München -, Berlin ist unser aller Hauptstadt und die dürfen wir nicht den Berlinern allein überlassen. Besonders im Osten hat die Kleinbürgermentalität gesiegt, das Bildungsbürgertum ist dort weitgehend verschwunden.

(2171) griechenstattkriecher
Fri, 23 April 2010 13:36:43 +0000

Ein Tag Berlin hat genügt, um all die architektonischen Scheußlichkeiten Münchens wieder vergleichsweise schön zu finden! Langjährige Architektenausbildungen, womöglich noch zum Stadtplaner, machte es möglich! Die Griechen haben sich tolle Olympische Spiele geleistet, ein Calatrava-Stadiondach vom Feinsten, die haben halt noch Schönheit im Blut - und Mutti begleicht jetzt freudig erregt die Rechnung mit deutschen Steuergeldern! Da gehen plötzlich zig Milliarden EUR adhoc! Problemlos, ohne Protest und langer Rede! Dann spart mal weiter dafür an euerem Schmalspurwiederaufbauschloß für Arme, man findet sowieso, dass für die Zombies, die da in Berlin rumlaufen, alles, was über Funktionen wie erst mal Dach über den Kopf bis hin zu Kanalisation hinausgeht, rausgeschmissenes Geld ist! Geistig Kastrierte wie die Berliner und Umgebung brauchen kein anregend kulturelles Enviroment, die brauchen nur sichergestellte funktionale Möglichkeiten vom fressen bis hin zum scheißen als vollendetes Lebensglück, für Ausgaben über alles andere kann der Berliner sich aufregen, sicherstellend, dass die so gesparte Kohle beispielsweise sinnvoll alternativ in Afghanistan verballert wird!



(2170) Delattre
Thu, 22 April 2010 16:07:16 +0000

Betr. Nachgefragt. Anknüpfend an meinen Beitrag, erlaube ich mir kurz - auch um mögliche Missverständnisse in der Sache zu vermeiden - nochmals u.a. auf folgende Beiträge/ bzw. Autoren aufmerksam zu machen: Peter Bürger "Die Echtheit der alten Steine", Burcu Dogramaci "Gustav Oelsner, Stadtplaner und Architekt der Moderne", Tilman Harlander "Stadtwohnen", Christoph Mäckler, Gert Kähler, Jörn Düwel und Werner Durth. Beste Grüße

(2169) FreiburgerJurist
Wed, 21 April 2010 09:56:37 +0000

Ich würde zu gerne einmal ein Experiment machen:
Jede der hier widerstreitenden Parteien bekommt sämtliche Rechte und Pflichten des Bauressorts einer Stadt zugeschrieben.
Maus und Liebknecht bekommen z.B. Hannover und wir bekommen Bremen. Es dürfen dabei keinerlei übermäßige Ausgaben getätigt werden. Es läuft alles über Gestaltungssatzungen, Bauordnungen, Architektenwettbewerbe und Investoren. Nach ca. 60 Jahren würde ich die beiden Städte gerne vergleichen, indem man Tourismuszahlen vergleicht, nach der Zufriedenheit der Einwohner fragt und die Entwicklung der Einwohnerzahlen betrachtet.
Leider ist das nur ein Denkspiel, würde die Städte aber nichts kosten und zudem hätten sie echte Experten in ihren Ausschüssen sitzen, die sich mit Kunstgeschichte, Architektur, Stadtplanung, Sichtachsen etc. auskennen.
Mir persönlich würde dabei nur Hannover etwas Leid tun, aber wahrscheinlich würde ohne die Maus genauso gebaut werden.

(2168) MitteinsHerz
Wed, 21 April 2010 08:40:26 +0000

Vielen Dank FJ.
Das klingt doch schon wieder hoffnungsvoller als die verg. Meldungen, die, so sie denn überhaupt kamen, eher negativen Ursprungs waren und im Allgemeinen eher ein Gefühl von Stagnation vermittelten, was einer allgemeinen Spendenbereitschaft doch eher entgegenwirkt. Mir fehlt ein wenig die frühere "Aufbruchstimmung". Mir ist derzeit zu viel "Verwaltungsmahlen" und "Tanz der persönlichen Eitelkeiten" im Spiel und zu wenig erkennbarer Kampf um die elementare Sache ansich. Ich kann da immer wieder nur das Beispiel Dresden mit Frauenkirche und der acht neu-historisch entstehenden Quartiere um den Neumarkt benennen, wo alles in meinen Augen verglichen unerklärlich forscher, weniger kompliziert und absolut dem barocken Erscheinungsbild dienlicher abgelaufen ist und abzulaufen scheint als in unser aller Hauptstadt bei "nur einem" Gebäude. Kann ich ehrlichgesagt nicht so recht nachvollziehen, was die Sache in Berlin derart verschleppen läßt und im Endeffekt dann auch noch dem Schinkel-Freund ein "Zähneknirschen" in die Mimik treibt, was das Endprodukt betrifft. Hier sei auch beispielhaft die "Rekonstruktion" des benachbarten Neuen Museums herangeführt. Warum hier nicht "einfach" der Stülersche Ursprung zur Basis einer echten Rekonstruktion genommen worden ist, und dafür das ungleich aufwändigere Konzept der Stararchitekten Chipperfield in Auftrag ging, will sich mir nicht erschließen. Hier kann es wiederum nur um ein Schmierentheater auf höchster Bühne mit all seinen Animositäten und Beziehungsgeflechten der politisch-kulturellen Verantwortlichkeit gegangen sein. Für mein Gefühl wäre die möglichst originale Wiederherstellung des historischen Gesamtensembles die einzig naheliegende, weil dem Auge schmeichelnde, Wiederaufbauform gewesen. Wenn ich da jetzt an den klotzigen Entwurf für die zu erstellenden Kollonaden vor dem Museum denke, graust es mich nun schon. In diesem Zusammenhang plädiere ich natürlich auch für die möglichst vorbildnahe Neuerstellung des Stadtschlosses, um den Bogen wieder zur eigentlichen Sache hier zu spannen... ;-)

(2167) FreiburgerJurist
Wed, 21 April 2010 07:22:07 +0000

@MitteinsHerz
Wenn ich richtig informiert bin, werden Ende des Monats die neuen Pläne veröffentlicht. Außerdem ist dem Pressespiegel zu entnehmen, dass die meisten Politiker (erfreulicherweise auch Herr Wowereit) sich für die Barockfassade und sogar die Kuppel aussprechen. Eine zeitliche Versetzung, sprich erst Humboldtforum, dann Fassaden, wird es wohl nicht geben.

(2166) MitteinsHerz
Tue, 20 April 2010 14:42:14 +0000

...das mäuslein ist in jeglicher Sequenz ihrer Aussagen einfach nur noch unerträglich und der Sache natürlich völlig undienlich, ja tendenziell unterminierend. Werte Schloßfreunde, nur ein kleiner Tip am Rande: Ignorieren ist einzig der Trolle Tod! Was mich an dieser Stelle seit Wochen viel mehr umtreibt, ist der mangelnde Austausch über den definitiven Fortgang der Dinge mit der informierten Verantwortlichkeit dieser Seite.



(2165) maus
Tue, 20 April 2010 09:58:54 +0000

Nun, es ist auch amüsant, wie ein Verein der Öffentlichkeit auf der Nase herumtanzt.

Um eine sachliche Diskussion zu führen braucht man sicher alles andere als einen „starken Bizeps“, aus der Anonymität herausgelöst, wäre es eben einfacher die demagogisch anmutenden Wendungen auszuschließen, die versch. Mitglieder hier einbringen.

_____

@Delattre, in diesem Gästebuch geht es um „ideologische Schubladen“, Mitglieder haben diese von Anfang an bemüht, um vereinsinterne Ziele auf eine politische Ebene zu heben, was ja auch gelungen ist.

_____

Architektonisch gesehen geht es am Ende nicht nur um Fassaden, sondern, dass dadurch der Entwurf für ein „Humboldt-Forum“ maßgeblich beeinflusst wurde, und wird.
(Im Übrigen resultiert der Beschluss an sich, dass es ein „Humboldt-Forum“ sein soll, aus einer Not heraus ...)

Für ein Schloss gab es noch nie eine Mehrheit. Lediglich die Fassaden sind es, die anerkannt wurden, wobei die öffentliche Hand damit leben muss, die Nutzung, die nun den eigentlichen Gegenstand des allgemeinen (offiziellen) Interesses ausmacht, dieser Hülle unterzuordnen.

Immerhin hielt man es richtigerweise für unverantwortlich diese Hülle finanziell in das übrige Projekt mit einzubeziehen, sodass sie über private Spenden finanziert wird.

Aber - 4. Absatz hier:
http://www.tagesspiegel.de/politik/immer-neue-vorwuerfe-gegen-tiefensee/1363528.html

_____


@Delattre, zu ihren Argumentationen (2162)

„Moderne Aufbaupläne“ stießen damals sicher auch auf das Verständnis vieler Menschen. Konzepte zu damals (!) modernem Städtebau wurden allerdings schon in den 20er Jahren entwickelt.
Ihrem Beispiel vermag man aber nicht zu folgen, - wenn ein Minister Speer in der NS-Zeit moderne Aufbaupläne guthieß, so ist ihrer Meinung nach, Architektur/Städtebau der Moderne ein Ausdruck dieser Diktatur?

Das Schloss wäre sicher kein Ausdruck dieser Zeit, und gegen einen Abriss hätte man sich sicher verwahren sollen. Allerdings steht das Schloss auch nicht für demokratische Traditionen in unserer Bundesrepublik, das kann man nicht leugnen.
Geschichtliche Aspekte museal aufzuarbeiten, bietet sich hingegen an authentischen Objekten an.

Auch geben sie hier ein Missverständnis weiter, indem sie Städtebau auf die Architektur reduzieren. Im Falle des Humboldt-Forums geht es um Fassaden, also streng genommen um eine formale Sprache. Städtebauliches Volumen und Nutzungen würden auch hinter anderen Hüllen platz haben.

_____

Hier wirbt man für Geld, wogegen nichts einzuwenden ist.
Aber scheinbar ist verschiedenen Mitgliedern dazu jedes Mittel recht.
Verblendung und Verdummung lässt sich aber eben leicht aushebeln. Das gelingt mühelos.

Viele Grüße

(2164) Langenberg
Mon, 19 April 2010 22:53:04 +0000

Es ist schon amüsant, wie ein "trolliges" Mäuslein seit Wochen anderen Leuten auf der Nase herumtanzt.

(2163) Kreuzberger
Mon, 19 April 2010 20:51:10 +0000

@Maus

"Das wagen sie aber nur hier. Säßen sie Diskussionspartnern gegenüber, käme folglich nichts mehr zum Vorschein."

Auf YouTube gibt es User, die ihren Kontrahenten den Umfang ihres Bizeps mitteilen, sobald sie argumentativ am Ende sind.
Solches Prollverhalten wollen wir hier doch bitte nicht einführen :-)

(2162) Oli
Mon, 19 April 2010 19:03:18 +0000

Das Berliner Schloß wird kommen, vielleicht erst in Teilen, aber es kommt. Sinnvoll für einen zügigen Spendenfluss wäre aber ein klares Bekenntnis der Politik auch zur Kuppel und den Innenportalen. Das Mißtrauen der Bevölkerung ist groß, da Übergangslösungen gerne im Nachhinein Bestand haben und kaum mehr geändert werden.
Hätte man das Schloß als Schloß und als Ganzes realisiert (auch bei enormen Mehrkosten), wäre die Spendenbereitschaft sicher enorm - siehe Dresdner Frauenkirche.
Dennoch bietet das Grundgerüst mit Sandsteintapete mutigeren Generationen eine gute Ausgangssituation, den Ausbau zu vollenden. Unsere Generation ist leider die der halbherzigen, gutmenschlichen und innerlich zerfressenen Zauderer. Menschen wie Maus demonstrieren das hier eindrücklich und kaschieren dies mit pseudo-intelektuellem Halbwissen.
Berlin ist eine große und häßliche Stadt, arm aber sexy wie ein bekannter Lokalpolitiker über die Brache hinwegtäuscht. Das Schloß tut der Keimzelle Berlins gut. Vielleicht hat dies Signalwirkung auf umliegende Viertel. In ganz Deutschland haben die Menschen die "Schnauze voll" von der billigen, klotzigen und häßlichen Wegwerfarchitektur mit Baumarktcharakter: Siehe Dreden, Frankfurt, Erfurt, Halle, Braunschweig und und und...
Und jetzt wird erstmal was gespendet für Berlins Mitte...:-)

(2161) Delattre
Mon, 19 April 2010 18:32:33 +0000

Nein, so geht es einfach nicht. Pardon, ich habe jetzt sicher nicht die Zeit auf jeden in diesem Gästebuch veröffentlichten Unsinn eingehen zu können. Die Komplexität der Architekturgeschichte lässt sich nicht in einfache - ideologische - Schubladen pressen. Manche der notorischen Erneuerer sind schlicht blind geworden gegenüber der Baugeschichte. Mit ihrer - pardon - Verblendung verhindern sie ein intelligentes Gespräch über das Bauen; über die Wiederherstellung einer vernünftigen Balance zwischen Geschichte (vor 1933!!!) und Erneuerung.
Das in den 30er Jahren von Ernst Neufert geschriebene Buch "Bauentwurfslehre" sollte nach Auffassung von Albert Speer die Grundlage für den Wiederaufbau nach dem Krieg sein. Nach Speer ermöglichte der neue serielle und industrialisierte Wohnungsbau einen zügigen Wiederaufbau der im Krieg zerbombten Städte. In seinem Vorwort lobte Albert Speer diese Architektur der neuen Wohnmaschine -"Der Mensch, das Maß aller Dinge"-.
Die in der NS-Zeit entwickelten Pläne hatten einen nicht unbedeutsamen Einfluss auf die Wiederaufbauplanung der Städte in Ost- und Westdeutschland nach 1945.
Abschließend erlaube ich mir hier u.a. auf die Bücher von Durth, Werner ("Deutsche Architekten 1900...1970) Jörn Düwel, Gert Kähler und Burcu Dogramaci (Gustav Oelsner Stadtplaner und Architekt der Moderne) zu verweisen. Vielleicht können einige Kritiker dann eher nachvollziehen, warum meiner Auffassung nach die Rekonstruktion einzelner (historisch und kulturell bedeutsamer) Bauten durchaus vertretbar; mehr noch schlicht notwendig ist.



(2160) FreiburgerJurist
Mon, 19 April 2010 17:11:24 +0000

@maus
Komisch, dass Sie immer nur unsere Ausdrucksweise kritisieren, anstatt echte Argumente zu liefern. So geht das schon seit Monaten und der Bau des Schlosses rückt immer näher. Strengen Sie sich bitte mehr an, vielleicht wird das Schloss dann ja in 30 Jahren abgerissen und der Palast der Republik wiedererichtet. Bis dahin sollten Sie sich mit Kritik an der Umsetzung zurückhalten.

Wir hätten auch gerne ein originalgetreues Schloss: auf den Zentimeter genau, mit allen Originalteilen, aus Backstein gebaut, ohne Beton. Aber Leute wie Sie, die das Projekt seit Jahren torpedieren, haben uns zu diesem "halben Kram" genötigt, indem sie dieses Schloss als etwas "Böses" stilisieren. Als wenn hinter dem Berliner Dom Georg Friedrich Prinz von Preußen hockt und nur wartet sich als Alleinherrscher die Krone aufzusetzen. Deshalb wurde das Schloss regelrecht ausgeweidet, und das sogenannte Humboldtforum hineingestopft. Sie kritisieren die Diskrepanz von innen und außen und die Künstlichkeit des Projektes, dabei sind Sie und die Ihrigen es, die dieses Gebäude nicht als Gesamtkunstwerk und einfach nur als Schloss ertragen können.

Der "Propagandaminister" hat gesprochen.^^

(2159) maus
Mon, 19 April 2010 08:48:54 +0000

@Kreuzberger
Nun, sie sind eine der Propagandafiguren dieser Webseite. Von mir aus können sie diese Waschtrommel hier wieder etwas ankurbeln, dazu sind sie ja abgestellt, schon seit geraumer Zeit.

Ihre „Maschen“ gleichen jenen, die schon unten beschrieben wurden. Da es ja an überzeugenden Argumenten mangelt, müssen sie eben auch in die „Demagogie-Kiste“ greifen, und dem Leser irgend etwas vorlügen, das machen sie, indem sie die Argumente der Gegenseite aufschnappen, und diese dann umdrehen.

Das wagen sie aber nur hier. Säßen sie Diskussionspartnern gegenüber, käme folglich nichts mehr zum Vorschein.

Viele Grüße


PS: Hatte ich unten schon einmal geschrieben:

„Die Widersprüche, die das Projekt beinhaltet sind nun einmal manifestiert, ich glaube, statt sie zu leugnen, sollte man ihnen einfach ins Auge sehen.“

***


Gruß

Aber mit Ironie: Da die Spendensumme nicht eingebracht werden wird, hat Berlin eben eine Werksteinfassade/Sichtbetonfassade.
Oder aber, Charaktere, wie sie hier erkennbar werden, versuchen wieder durch die Hintertür „Politik“, am Rest vorbei, etwas herauszuholen.

Eine Rohbaufassade wäre aber eigentlich eine wahrhaftigere Aussage, oder Architektursprache, da der tatsächliche „Wille“, oder „Unwille“ zum Ausdruck käme.

Insofern war der sonderprämierte Entwurf, der diesen einfachen Sachverhalt zum Thema machte, wohl der bessere (Kuehn Malvezzi)…

(2158) Kreuzberger
Fri, 16 April 2010 22:54:32 +0000

Maus, Sie scheinen tatsächlich nicht in der Lage zu sein, den Unterschied zwischen einer Rekonstruktion und einer freien und phantasievollen Nachempfindung korrekt definieren zu können.
Das verbindet Sie immerhin mit denjenigen, die hier ebenso abschätzig wie abwegig von Zuckerbäckerstil und Disneylandarchitektur schwafeln, sich aber vehement für inhaltsleere modernistische Zugaben einsetzen!

(2157) Liebknecht
Thu, 15 April 2010 13:52:16 +0000

Interessant. Wer nicht das Boddiensche Billigschloss will, soll nach Nordkorea. Nochmal: ne Fassade allein macht kein Schloss. Ist das so schwer zu verstehen? Es kommt immer noch mehr auf den Inhalt an als auf die Verpackung. Bis auf die Katastrophe Braunschweig ließen sich die meisten Wiederaufbauten auch von diesem Gedanken leiten ...


(2156) DieterMuc
Thu, 15 April 2010 06:39:27 +0000

Bin kein Berliner aber nicht weit davon aus Dessau geb.,leider kann der Rest vom Dessauer Schloss nicht mehr aufgebaut werden,schade. leb in München.Als ich jetzt im März in Berlin war da entdeckte ich einiges im Tierpark im Affengehäge,dort liegen verstreut einige Teile vom Schloss die man unbedingt verwenden muß!!!!!!!!!!!!!!

(2155) FreiburgerJurist
Thu, 15 April 2010 04:38:21 +0000

Dann war "Willi 2" Ihnen schon hundert Jahre voraus. Denn mehr als eine Scheu ist es wirklich nicht.

(2154) maus
Wed, 14 April 2010 21:36:00 +0000

Ein amüsanter Bericht, es reicht den ersten Abschnitt zu lesen.

Vor „Totalrekonstruktionen“ scheute sich schon Willi 2 vor ca. 100 Jahren nicht. Zwar ist die Pangermanenzeit schon vorbei, aber Parallelen lässt der Absatz doch erkennen …

„ … Man habe auf alt gemacht … „ :-)

Bitte auch Abbildung 13 anklicken:

http://www.deuframat.de/parser/parser.php?file=/deuframat/deutsch/3/3_1/schneider/kap_22.htm

Viele Grüße

(2153) Kreuzberger
Wed, 14 April 2010 18:53:26 +0000

@Freiburger Jurist, das mit Nordkorea war gut! Genau in ein solches Ambiente gehört er hin, hehe!

(2152) Kreuzberger
Wed, 14 April 2010 18:49:43 +0000

Es findet sich auf solchen Foren immer einer für die Rolle des Pausenclowns.
Als solcher ist er bestend geeignet, da beißt die Maus keinen Faden ab :-)

(2151) FreiburgerJurist
Wed, 14 April 2010 15:48:39 +0000

Merken Sie eigentlich, dass Sie sich im Kreis drehen und immer die gleichen Zitate und Argumente bringen?

(2150) maus
Wed, 14 April 2010 13:39:38 +0000

Für den Leser „lehrreiche“, Zitate:

(2112) „…Ich nenne das "architektonisches Parasitentum", was die "Moderne" heute verbricht….“

(2114) „…Das Bauhaus ist eine Katastrophe für die Architekturwelt gewesen…“


Das beist sich dann mit der Äußerung, Zitat:

(2147) „… Alleine schon seine fachliche Qualifikation [des Fördervereins] als auch die schon hergestellten Fassadenteile machen ihn zu einem unentbehrlichen Partner.“


Ein Glanzbeispiel der „Kompetenz“ kann der Leser dann hier wahrnehmen:

Zitat:

(2115)

1. Barock, Klassizismus, Wilhelminisch, Jugendstil, Stuckatur, Sandstein, Blattgold, Putten, Säulen, Schwünge, Resalite, Symetrie usw. = SCHÖÖÖN!!!

2. Moderne, Bauhaus, Purismus, Betonklötze, Stahlbeton, riesige Glasfronten, Klotzformen schlechthin usw. = ABGRUNDHÄSSLICH!!!!

...Bumms, Aus - Nikolaus!!!!“


***
Was sind denn Ihre „Ergüsse“ hier? Auf welcher Ebene spielen denn Sie die Trolle?

@ Ernst Ludwig,
wenn die ganz spezielle „Erfahrung“ der Vereinsmitglieder nicht weiterhilft, dann lüge man dem Leser vor, die Gegenargumente entsprängen „Linker Rhetorik“.

(2149) Ernst Ludwig
Wed, 14 April 2010 12:59:24 +0000

Bis vor kurzem wußte ich auch nicht, was ein Troll im Internet ist; bislang dachte ich da lediglich an das schöne Land Norwegen und seine Sagengestalten.
Paradebeispiel eines Internet-Trolls ist die Maus. Ich verweise auf meinen Kommentar 2126.
Er verwickelt die Leute in immer die gleichen fruchtlosen Diskussionen, die nicht einen einzigen neuen Gesichtspunkt bringen sondern nur Kreisverkehr. Da helfen keine Argumente, er sucht nur "Opfer". Laßt die Maus doch gegen die Wand argumentieren. Wir Schloßfreunde - jawohl SCHLOSS !- haben besseres zu tun und haben auf unserem Wege gegen ungeheuere Widerstände schon viel erreicht. So ein Mäuslein kann außer Herumstänkern nichts bewirken. Weiter so Förderverein!

(2148) FreiburgerJurist
Wed, 14 April 2010 12:31:39 +0000

@mausi
xD mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Und aus Protest spende ich jetzt einen Baustein :P

(2147) mausi
Wed, 14 April 2010 11:07:50 +0000

@Freiburger Jurist,

der Faden steht hier, und was so manche Mitglieder (?), so von sich geben, ist wahrlich zum Lachen. Sie suggerierten doch unten mit Äußerungen – Zitat von Ihnen:

(2134) „…Ein Paradebeispiel für linke Rhetorik…“
(2137) „…kommt Morgen auch noch Rosa Luxemburg…“ usw.

***
Scheinbar sind Ihnen Begriffe wie „Nazi-Keule“ geläufig (?), müssen Sie diese öfter benutzen? Warum?

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Nein, ich sage nur noch einmal, dass Sie manipulativ auftreten, z.B. indem Sie nun auch andere Mitglieder in ihre Verwirrnisse mit hineinziehen wollen, so als ob diese konform mit ihnen gingen.

Wer den Faden liest, erkennt, dass Sie dem Leser etwas glauben machen wollen. (siehe Ihre Zitate)

Wie nennt man das? – In meinen Augen ist es Verlogenheit.



Ein Verein sollte sich schon deshalb von solchen Personen trennen, da er ja dadurch immer mehr in die Unseriosität schlittert.

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Das der „Braune Rand“ genauso argumentiert, wie man es unten bemerken kann, ist nun einmal eine Tatsache. (gleiche Phrasen, gleiche Worte, gleiches manipulatives Auftreten, usw.)

Dem Leser ist es doch überlassen was er über Sie denkt.