Gästebuch

Hinweis: Dieses Gästebuch steht Ihnen für Ihre Chats, Diskussionen und Mitteilungen gerne zur Verfügung. Es wird von uns nur verwaltet, aber nicht befeuert. Immer wiederkehrende Fragen werden von uns einmal beantwortet und in einer besonderen Rubrik im Internet gespeichert. Bitte geben Sie in der Vollwortsuche dafür an: “Öfter gestellte Fragen“. Sollten Sie mit diesen Auskünften nicht zufrieden sein, werden wir selbstverständlich eine entsprechende Anregung von Ihnen aufnehmen.

Wenn Sie eine schnelle, direkte Bearbeitung Ihrer Frage haben wollen, nutzen Sie den „Kontakt“ im Internet, damit mir Ihre Fragen und Anregungen sofort vorgelegt werden können. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich derartig mit Terminen eingedeckt bin und in der Spendenverwaltung ein riesiges Arbeitspensum erledigen muss, dass ich selbst nur auf diese Weise mit Ihnen kommunizieren kann.

Wilhelm von Boddien


 Name *
 E-Mail
 Webseite
 Text *
* Eingabe erforderlich

Antispam Massnahme
Vor dem Absenden des Gästebucheintrags bitte die Buchstaben- und Zahlenkombination in das Textfeld eintragen.
4 + 5=

(2746)
(446) Flender, freier Architekt
Mon, 2 August 2004 15:06:34 +0000

Eine letzte applizierende Anmerkung sei mir zu meiner Verteidigung noch gestattet:
Mir wird hier von Herrn Lindemann pyroplexe Intangibilität meiner Mitmenschen gegenüber vorgeworfen! Dies muß ich auf das Schärfste zurückweisen! Ich möchte, dass dies wirklich klargestellt wird! Es steht keinesfalls in meinem reputierlichen Interesse in meinen Beiträgen irgendwelche rezenten Individuen, seien sie auch noch so peripher veranlagt (im Architekturverständnis), beleidigen, oder verletzen zu wollen, im Gegensatz zu manch andere Beiträgen, welche nach meinem folgten. Niemals würde ich derartiges tun! Ganz im Gegenteil bin ich stets bemüht, auch in meinen Vorlesungen, mit unendlicher Empathie und Geduld die höhere Syntax der Wahrnehmungen und deren Wechselwirkungen zwischen Mensch und Materie, in diesem Fall das Spannungsfeld Mensch – Architektur, zu vermitteln. Jedoch und das sage ich auch meinen Studenten, lache ich auch, wenn mir jemand einen Witz erzählt! Die Frauenkirche und alle anderen parasitären Rekonstruktionen sind für mich ein solcher Wirtz.

Ich versuche es mal mit ganz einfachen Worten zu erklären, damit mich auch endlich der letzte versteht:

Der Entwurf dieser pyrophylen Kathedrale mit den beiden übereinanderliegenden steinernen, miteinander quasi synäresierenden Kuppeln ist ein Synzytium der Architektur, eine Meisterleistung aller ersten Ranges. An Genialität und ursprünglicher Ausführung unübertroffen - von Weltrang! Allerdings bezieht sich das nur auf die zerstörte Kirche.
Dieser polyphone und qualsterartige Nachbau ist einfach nur eine metaphaxe Semiredundanz an Peinlichkeit! Katastrophal für das Stadtgefüge und ebenso leblos, abscheulich und unnütz wie alle albernen Redundanzen, vom Zwinger, über das Schloß, bis zum Taschenberg- und Coselpalais.
Ich frage Sie, wo bleibt denn die exzipierende Rekonvaleszenz in der Architektur? Die Suggestibilität dieser lachhaften Nachbauten ist keinesfalls prädestiniert sukzessive die Empathie dieser verlorenen Orten auch nur annähernd wieder herzustellen, ganz im Gegenteil! Ich kann Ihnen nur ans Herz legen, einmal diese toten, abweisenden und kalten Steinkörper zu besuchen. Sie spiegeln in keiner Weise die Demokratie der rezenten Bevölkerung wider.

Als ich den Zwinger, der mit Recht als Gipfel der Geschmacklosigkeit bezeichnet wird, besuchte, konnte ich diese sinnlose Verschwendung an Grund und Boden mitten im Stadtzentrum kaum ertragen, Der Zwinger ist ein menschenleeres Ungetüm, in sich verharrend, als würde er vor lauter Scham am liebsten im Boden versinken, sich selbst überdrüssig und vollkommen ungenutzt, verschlingt er nur Geld. Direkt neben dem Zwinger wieder so eine sekretente Disneyrekonstruktion: Die Semperoper – die dekadenteste Kitschorgie Europas, vom Schloß ganz zu schweigen! ....Was hätte man nach dem Krieg aus dieser Stadt alles machen können. Dresden wäre eine moderne, weltoffene Stadt geworden, doch durch prädisponierende Engstirnigkeit wurde ein Alptraum zur Realität.
Ich habe einfach keine Lust mehr Offensichtliches hier noch erklären zu müssen, deshalb verabschiede ich mich jetzt endgültig!
Trotzdem wünsche ich ihnen viel Erfolg bei Ihrem Vorhaben.......


(445) Wiesner, Cornelius, 19
Mon, 2 August 2004 10:48:35 +0000

Ich weigere mich immer noch zu glauben dass Flender KEIN Pseudonym eines Schlossbefürworters ist, der absichtlich polemische, pseudowissenschaftliche und selbstherrliche "Analysen" verbreitet, die jeder Leser nur für zynische Parodien halten kann!!! Ich weigere mich zu glauben, dass dieser Mensch wirklich existiert und dass ich in einem Land mit ihm leben muss!!! Ich weigere mich zu glauben, dass ein Mensch es wagt, sich über die Prinzipien von 10.000 Jahren Architekturgeschichte zu stellen und sie zu negieren. Und ich weigere mich zu glauben, dass dieser Mensch nicht in wehmütige Verzückung gerät, wenn er Bilder vom alten Dresden sieht!!!

(444) Christian Lindemann
Sun, 1 August 2004 17:14:42 +0000

Ach, Herr Flender. Auch ich kann mich noch gut an Sie erinnern. Dass sie gegen das Berliner Schloss und gegen die Dresdener Frauenkirche sind, ist ihr gutes Recht. Auch wenn sie über europäisches Kulturerbe auf einem erbärmlichen Niveau sprechen. Jeder hat ein Recht auf seine Meinung und ihre Äußerung. Doch der Stil und der Ton macht’s. Sie schreiben verletzend, ätzend und polemisch. Ist Ihnen vielleicht mal in den Sinn gekommen, dass sie die Millionen Menschen, die sich für die Frauenkirche eingesetzt und gespendet haben verletzten könnten? Und ist Ihnen vielleicht auch schon mal der Gedanke gekommen, dass Sie nicht der Maßstab aller Dinge sind, zumal Sie die Meinung einer Minderheit vertreten? Vielleicht ist allerdings bei soviel Selbstgerechtigkeit die Einsicht nicht möglich, dass man sich selber nicht verabsolutieren sollte.

(443) Baroque Pearl
Sun, 1 August 2004 15:44:00 +0000

Irgendwie sind diese verzweifelten Versuche, durch Quatsch reden Aufmerksamkeit zu erregen doch ganz süß...;)!

Stimmt, ich errinere mich, dass der schon Mal geschrieben hat...

(442) Rainer Rupsch, 32
Sun, 1 August 2004 13:19:10 +0000

Hört, hört: Herr Flender hat jetzt auch bei Neumarkt-Dreden.de zugeschlagen: Ich zitiere ihn:
"Womit die ewig Gestrigen wohl nicht gerechnet haben ist die aposteriorische Tatsache, dass die fertige Frauenkirche, wie übrigens die gesamte Silhouette Dresdens, von allen Menschen (ob Tourist oder Bürger) verlacht wird. Dresden wird architektonisch nicht mehr ernst genommen, was geradezu eine metaphaxe rädisponierung der, auf die Stadt projizierten Architektur darstellt!"
Eigentlich ganz lustig. Aber leider ist das ganze keine witzige Realsatire, sondern das Geschwätz eines selbstgerechten Fantatikers. Der Vorschreiber hat Recht: Den Mann ignorieren.


(441) Rolf
Sun, 1 August 2004 09:39:28 +0000

Hallo Leute, lasst euch nicht von diesem Herrn Flender provozieren. Der Mann hat schon vor einigen Monaten lauter dummes Zeug in diesem Gästebuch hinterlassen, jetzt versucht er es erneut. Am besten seinen Quatsch garnicht ernst nehmen, ignoriernen.

(440) Ben
Sat, 31 July 2004 22:32:45 +0000

Das ist doch wieder nur eine frustrierter "freier Architekt", der, um sein Ego aufzupolieren, wahre Architektur schlecht macht und dazu noch mit Fremdwörter um sich wirft...Einfach ignorieren oder am besten gleich löschen...

(439) Daniel, 24
Sat, 31 July 2004 18:20:21 +0000

Sehr geehrter Herr Flender, von was träumen Sie den nachts?


(438) peter
Sat, 31 July 2004 14:23:29 +0000

was??
herr flender, sie haben wohl noch nicht diese wunderschönen bilder der frauenkirche gesehen:

http://www.sachsen-wandern.de/liste_sonst.html

dresden hat eine der schönsten silhouetten europas!

(437) Flender, freier Architekt
Sat, 31 July 2004 13:43:10 +0000

Ohne hier polysemantisieren zu wollen, möchte ich gerade jetzt, wo die Frauenkirche, welche man in der Architektenzunft schon gerne als Paradigma der synklinalen, ja – fast schon szintillierenden Redundanz bezeichnet, äußerlich fertiggestellt ist, fast schon schadenfroh einige Anmerkungen machen:
Einige werden sich vielleicht noch an meine fast intangiblen Beiträge erinnern, in denen ich auf das schärfste davor gewarnt habe, die Frauenkirche zu rekonstruieren. Doch meine Beiträge wurden mit qualsterartigen Bemerkungen ins Lächerliche gezogen. Doch nun hat sich die Situation quasi umgedreht. Womit die ewig Gestrigen wohl nicht gerechnet haben ist die aposteriorische Tatsache, dass die fertige Frauenkirche, wie übrigens die gesamte Silhouette Dresdens, von allen Menschen (ob Tourist oder Bürger) verlacht wird. Dresden wird architektonisch nicht mehr ernst genommen, was geradezu eine metaphaxe Prädisponierung der, auf die Stadt projizierten Architektur darstellt! Eine Bemerkung eines Kollegen von mir freute mich ganz besonders, er sagte: Jetzt fehlt nur noch eins, um das Stadtbild zu komplettieren, Ein riesiges Schild auf dem steht
WILLKOMMEN IN DISNEYLAND.
Schade um das Geld, was dieses überflüssige und peinliche Sujet verschlungen hat und noch verschlingen wird! Doch jetzt ist es leider zu spät! Ich habe schon vor fast 10 Jahren vor dieser Katastrophe gewarnt.

Meine geniale empathische und stadtbildprägende Vision für diesen prometheischen Ort hätte weniger als ein viertel gekostet und wäre sogar noch etwas höher geworden:
zwei übereinander liegende transparente Glaswürfel von denen der obere leicht gedreht und vollkommen verspiegelt werden sollte - dies hätte eine in alle Richtungen frei ausschwebende und dennoch transzendente Tiefendynamik freigesetzt! Der Innenraum wäre so für die, das Kunstwerk betretenden Menschen zu einer Art vertikale Brücke mutiert, welche aus der tiefe des Raumes heraus die moderne Lebensanschauung und Freiheit kanalisiert und schließlich synoptisch versetzt (durch die Reflexion im oberen Klaswürfel) synklinal auf die das Innere betrachtenden Menschen reflektiert hätte. Derartig transzendentes ist in diesem steinernen Monster, das jetzt für lange Zeit den Platz versperrt, nicht möglich.

Mit einer Kantenlänge von 50 Metern pro Würfel, hätte meine Kreation eine Höhe von genau 100 Metern bekommen und wäre der einzig moderne Lichtblick in der Silhouette Dresdens gewesen. Von der Elbe hätte man schon von weitem gesehen, dass Dresden eine Stadt mit Zukunft ist, die in die Zukunft schaut, statt gelähmt und in tiefer Scham versunken, zwischen kitschigen Redundanzen zu ersticken!
Ich habe davor gewarnt, denkt immer daran!


(436) Peter Thelen
Wed, 14 July 2004 13:50:15 +0000

Liebe Biene Maja: Wieso ist ein Schloss "Alt"? Es geht nicht darum, ob etwas "alt" oder "neu" ist, sondern ob es gut ist. Wieso sind denn so viele junge Leute in Amsterdam? Die Architektur dort ist viel älter als das Schloss, und dennoch hat sich in Amsterdam bereits seit den 60ern eine Jugenszene gebildet, die ihresgleichen sucht. Das "alte" Amsterdam, genau wie das "alte" Paris oder London sind hochmoderne und junge Städte. Was ist denn mit der ultra-modernen Architektur am Alexanderplatz und in Berlin-Marzahn? Ist das etwa "was für die Jugend"? Als ich 22 Jahre alt war (= "jung") bin ich aus diesen BEtonvierteln geflüchtet, weil ich es nicht mehr ertrug, in einer toten Betonwüste zu leben.

Du sagst, es wäre "absurd", irgendeinen "alten Geist" herstellen zu wollen. Aber,
ist es nicht viel absurder, Berlin durch "moderne" Architektur zu zerstören, so wie du das forderst? Und das ganze dann der Bevölkerung als "jung" und "avantgardistisch" verkaufen zu wollen? Die ganzen Modernisten, die immer mehr Betonklötze und Glaskästen für unsere zerstören Städte fordern, jegliches Ornament, jegliche Schönheit verbieten wollen, sind alles Rentner. Das Gegenteil von dem, was du sagst, ist wahr: Es sind gerade die jungen Leute, die sich für Altstädte und schöne Architektur interessieren, anstatt für hässliche "moderne" Kästen. Die Modernisten behaupten, die Menschen lebten gerne in diesen Betonsiedlungen. Aber wo ist denn in Wahrheit die Jugend? In Berlin im Prenzlauer Berg + in Kreuzberg (Altbautviertel), Amsterdam hatten wir bereits (Uraltbauviertel, mit Rennaissance-Giebeldächern), und Dresden, wo schöne "alte" Architektur und hässliche Betonkastenmoderne am Stärksten aufeinanderprallen,ist wohl der Beste Gegenbeweis für deine seltsame Theorie: Dort hat sich in der Neustadt,ein vollständig erhaltenes Gründerzeitviertel, seit der Wende eine Jugendszene gebildet, die sich mit Amsterdam, London und Paris messen kann, und die es nicht einmal in Westdeutschland gibt, mit Ausnahme von Hamburg und Köln. Ich komme aus dem "modernen" Frankfurt am Main, und dort ist: tote Hose. Aber, ist es nicht merkwürdig, dass in den ganzen "Modernen" Betonvierteln Dresdens nur Rentner wohnen? Wie erklärst du dir das? Ich vermute, diese leblosen ubnd anonymen, angeblich "modernen" Todeslandschaften sprechen eben eine Sprache, die nicht die Sprache der Jugend ist. Vielleicht verbringst du deinen nächsten Urlaub in Marzahn oder Kassel, wo sich nach deiner Theorie die Jugend trifft. Dort wirst du aber in Wahrheit wenig Jugend finden, denn die geht lieber - so wie ich und alle, die ich kenne - nach Prag, Venedig, Amsterdam, London und Paris, Rom und Florenz. Obwohl dies alles "alter" Geist ist. Verlass einmal dein Theoriegebäude und versuche, die Realität zu sehen, anstatt nachzubeten, was irgendwelche "modernen" Uni-Profs dir erzählen. Die Jugend interessiert sich mehr für schöne Architektur, als für primitive und brutalistische Bauklotzmoderne; mehr für Rom, Paris und Florenz, als für Kassel, Dortmund und Coventry - mehr für klassische und schöne Architektur, als für primitive und leblose Glaskastenmoderne der Spaßgesellschaft. Viele Grüße, Peter

(435) Kranz, Daniel, 32
Thu, 8 July 2004 14:20:21 +0000

...Und zudem noch die Spreefassade,
denn für was modernes ist das Schloss zu schade!


(434) Hirschfeld,Wolfgang, 55
Thu, 8 July 2004 07:11:30 +0000

Der Schlossplatz - er darf nicht so enden
Eine Botschaft will ich Euch senden:
Nur nicht so ratlos -
Errichtet das Stadtschloss!
Und seid kulant mit dem Spenden!

(433) Fuchte, Andreas, 22
Tue, 22 June 2004 22:54:55 +0000

Die Dresdner hatten es auch wirklich wesentlich leichter!
Die Ruine stand noch/ das Gelände war nicht mit einem politischen Symbol überbaut.
Zudem steht Dresden für den vernichtenden, sinnlosen Bombenkrieg gegen die Bevölkerung.
Ich denke eine Kirche ist auch eher durchzusetzen, als ein als poltisch angesehenes Schloss, obwohl es beim Berliner Schloss weniger um politische Signale als um Stadtbildreparatur geht.
Nachdem aber der politische Entschluss nach dem Willen der Gesellschaft für das Schloss durch ist (auch wenn eine gewisse Partei in Berlin dies nicht wahrhaben will), sollte es mit dem Schloss schneller voran gehen.
Zumal da das Berliner Schloss in Fragen der Reko direkt nach der praktisch fertigen Frauenkirche in der Aufmerksamkeit der Bevölkerung liegt.
Man kann also optimistisch in die Zukunft blicken.
Das Schloss kommt!

(432) Meinhardt, Daniel, 32
Tue, 22 June 2004 18:34:31 +0000

Bis beim Stadtschloss das Kuppelkreuz aufgesetzt wird, dürfte es - wenn die Kuppel überhaupt kommt - wohl leider noch ein Weilchen dauern...

Dennoch klasse Site und noch großartigeres Projekt! Ich hoffe, dass irgendwelche Alt-Solzialisten und sonst. Proteste nicht noch mehr Verzögerungen beim Abriss oder auch beim Baubeginn verusachen werden, und wir sobald wie möglich wider ein schlagendes Herz in unserer Hauptstadt haben!

(431) Linden
Tue, 22 June 2004 10:17:44 +0000

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag liebe G.(Frauenkirche) und ein langes gesundes Leben!
Heute am 22.6.2004 wird der Außenbau der Frauenkirche fertiggestellt. Nun erstrahlt wieder, wie vor 59 Jahren das Kuppelkreuz über der Stadt! Der Frauenkirchen-Tourismus ist in diesem Jahr schon deutlich gestiegen, wovon die Hotels, Pensionen und Restaurants profitieren!

Bleibt zu hoffen, daß es mit dem Stadtschloß auch bald losgeht!


(430) Rainer
Mon, 21 June 2004 16:52:05 +0000

Warum gibt es eigentlich noch keinen Architektenwettbewerb für das Schloss? Ich habe den Eindruck, es geschieht garnichts, oder liege ich da falsch? Was unternimmt die Bundesregierung für das Schloss?

(429) Baroque Pearl
Sat, 19 June 2004 20:18:34 +0000

Die Möglichkeit, 1500 Leute in zentraler Lage unterzubringen!

(428) Kraft, Erich, 56
Sat, 19 June 2004 20:01:13 +0000

Was hat denn den Industriellenverband veranlaßt, in der Ruine des ehem. Honnecker-Palastes eine Veranstaltung abzuhalten mit neuem Estrich und Teppichboden?

(427) Andreas,22
Mon, 14 June 2004 23:43:42 +0000

Welche News denn? Irgendwas Wichtiges?
Die nächsten wichtigen Termine sind doch klar:
1. Infobox (Sommer/Herbst)
2. Abriss des PdR ab Februar 2005

Andreas

(426) Ralf
Mon, 14 June 2004 23:07:39 +0000

Auf eurer Seite tut sich nix mehr!
Ist euer Fachmann verreist?
Gibt doch wohl reichlich news mittlerweile.

(425) Jörn, Henn 22 Köln
Sun, 6 June 2004 23:04:21 +0000

Ich möchte hier etwas zu einem bzw mehrere Einträge von einem gewissen Flender, Architekt sagen!

Ich bin so zusagen selber Architekt, bzw mehr oder weniger! Sprich ich studiere es und beschäftige mich seit meiner frühen Kindheit mit Architektur.

Nicht nur mit contemporärer sondern auch mit klassischer Architektur!

Meiner Meinung nach kann man mit so einer voreingenommen Meinung kein guter Architekt werden oder sein. Indem man sich so vehemnt gegen seine grossen Vorgänger wehrt oder gegen sie ankämpft!

Ebenso und das würde ich gerne unterstreichen, halte ich auch nicht von einer Architekturauffassung die nur die Klassik als wahre Kunst und Architektur hervorhebt!

Ich denke das Schlüter sicherlich einer der fähigsten Köpfe seiner Zeit war und der Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses sollte für jeden Architekt eine Hommage an Schlüter und an die barocken Vorgäger meiner Zunft sein!


Weiter so Herr Boddien!

(424) Rupsch, Reinhard, 54
Fri, 28 May 2004 08:54:09 +0000

Verblüffend ist nach 12 Jahren Schloss-Diskussion das Unwissen vieler über längst abgehandelte Problemstellungen.
Letztendlich ist der Schlossaufbau nicht mehr eine Frage des "warum" sondern des "wann".
Ja: wann endlich?
Mit freundlichem Gruß
Reinhard Rupsch

(423) Charly
Tue, 25 May 2004 22:01:33 +0000

Hallo Biene Maja, es gibt genug Jugendliche die das Schloss gerne wieder hätten. Was würdest du den gerne auf dem Schlossplatz sehen, etwa eine jugendliche Disco oder sowas? Cool bleiben!

(422) Linden
Mon, 24 May 2004 10:34:41 +0000

Die Säle, Galerien und Zimmerfluchten des Schlosses waren ja umwerfend - das muß ich schon sagen! Ich habe ja viele Schlösser besichtigt, doch das Berliner Schloss übertraf sie alle!

Was mich wirklich wundert und was ich nicht verstehe ist folgendes:
Als man ca. 1943 oder 1944 wußte, das dieses einmalige Baudenkmal wohl mit großer Wahrscheinlichkeit bei den immer stärker werdenden Luftangriffen von mehreren Brandbomben getroffen werden könnte, hat man nichts aber auch garnichts getan, um das Schloß etwas Feuersicher zu machen, dabei wäre es so einfach gewesen!

In anderen Städten wurden weitaus unbedeutendere Bauwerke nur dadurch vor dem totalen Ausbrennen geschützt, indem man Die Fensteröffnungen zugemauert hat und (noch viel wichtiger) einige der Innenwände zu Brandwänden gemacht hat! Es wurden also nur die Öffnungen dieser Wände feuerfest geschlossen und zwar vom Erdgeschoß bis hinauf zum Dachgeschoß. Alle Holztüren wurden ausgehängt und die Öffnungen dann mit Stahltüren, Blechplatten, oder Steinen geschlossen!

Mit diesem einfachen Trick wurde ein Ausbreiten der Flammen verhindert! Es brannte zwar der getroffene Abschnitt aus, jedoch alle anderen Abschnitte blieben so verschont!

Das Berliner Schloß wurde 1945 am westlichen Ende der Schloßplatzfassade von 3 Brandbomben getroffen, vier ganze Tage dauerte es, bis sich die Flammen durch die gesamte Schloßplatzfassade bis zum Elisabethsaal und schlißlich in die Renaissanceteile des Schlosses hindurchgefressen hatten. Hätte man nur einige Holztüren durch feuerfeste Türen ersetzt, so wären über 80% des Schloßplatzflügels verschont geblieben.

So auch an der Nordseite:
Von der Bildergalerie aus fraßen sich die Flammen durch alle Paradekammern bis zum Spreeflügel.
Eine Brandwand hätte hier bis auf die Bildergalerie und den Kapitelsaal alle bedeutenden Paradezimmer Schlüters gerettet! Auch das Hauptwerk Schlüters, der Rittersaal (einer der bedeutendsten Barockräume Europas) wäre verschont geblieben!

Stattdessen überließ man das bedeutendste und größte Barockschloß Deutschlands kampflos den Flammen - Nicht zu verstehen!



(421) Biene Maja,15 Jahre
Sun, 23 May 2004 16:46:28 +0000

Sollte man diese vielen Millionen nicht lieber sparen und in etwas sinnvolleres investieren, z.B. in die Jugend,??? Ist es nicht absurd den alten Geist Berlins wieder herstellen zu wollen?

(420) Merkow, Dietmar, 27
Sun, 16 May 2004 11:40:46 +0000

Kauft bloß diese "Münze" nicht! Die ist total überteuert, MDM verdient sich 'ne goldene Nase dran... Das ist nämlich keine Münze, sondern eine Medaille, und die hat leider nur Materialwert. Wenn's 'ne echte Gedenk-Münze wär, wär das was ganz anderes, aber so ist sie nichts wert... spendet euer geld lieber direkt in den schlossbau!

dietmar

(419) ded,efef, 20
Sun, 16 May 2004 10:37:49 +0000

Hat schon jemand die Münze? Sieht se live auch so gut aus? Wie groß ist die eigentlich?

(418) Hartmut Wettmann
Tue, 4 May 2004 06:28:02 +0000

Der Kalender 2005 'Das alte Berlin in 3D' mit 13 Fotografien des Berliner Fotografen J.F. Stiehm (1826-1902) ist da! Er enthält auch etliche Fotografien von Innenräumen des Schlosses.
Näheres unter:
http://www.hartmutwettmann.gmxhome.de/kalender/

(417) I.S.-P., 58
Thu, 29 April 2004 15:38:24 +0000

Die neue Schloss-Münze:
Wie wäre es denn, die Deutsche Bank - als Kooperationspartner! - in den Vertrieb der Schloss-Münze (übrigens eine Super-Idee!!!) einzubinden und zum Verkauf in ihren Zweigstellen zu animieren. Das wäre doch auch eine gute Image-Werbung, was die Deutsche Bank wiederum mit einer kleinen (oder größeren) Dreingabe aufpeppen könnte...
Wie sind da die Aussichten? Ich möchte gerne eine oder mehrere Münzen erwerben (eignet sich ja auch hervorragend als Geschenk) - und habe eigentlich einen entsprechenden Hinweis auf dieser (hervorragenden) Website vermißt. Einstweilen vielen Dank für die guten Aktivitäten und toi-toi-toi.

(416) df
Wed, 28 April 2004 09:40:05 +0000

Ich finde generell sollte hier schneller und öfter über news berichtet werden.
Der Verein sollte mehr solcher Ideen verwirklichen, z.B. eine Schloss-Briefmarke etc. Das Schloss muss einfach mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit geraten.
Desweiteren würd ich mich auch über neue Fotos/Bilder freuen. Nicht dass man mich falsch versteht, finde diese site überaus gut gemacht und aufgebaut, aber ab und zu mal ein Veränderungen, bzw. Neuerungen wären schon net schlecht.

mit freundlichen Grüßen D.F.

P.S.: Bestell mir so schnell wie möglich die Münze, eine super Idee für Leute mit mehr Motten als Geldscheinen im Portmonee

(415) M. L.
Wed, 28 April 2004 00:12:28 +0000

Ich habe heute in den Berlin-Nachrichten über die neue Gedenkmünze gehört und vermisse nun das Angebot auf dieser Website.
Weiterhin vermisse ich Ihre e-mail-Adresse; der Menü-Pkt. "direkte e-mail an uns" funktioniert nicht.


(414) O. Murray
Sun, 18 April 2004 18:43:51 +0000

Klasse Site und ebnso klasse Vorhaben!
Diese Brache mit dem quadratisch-prkatischem Palast der Republik (ob nun als Ruine oder intakt) ist dem Mittelpunkt der Hauptstadt nicht würdig!

P.S. Vielleicht solltes sie nicht sagen, dass 200.000 Leute "nur" 400€ spenden müssten, sondern lieber, dass jeder Bundesbürger (und sonst. Interessenten), was ja schon mehr als 80 Mio. sind, einmalig 1€ spenden müsste. Das klingt glaube ich animierender. 400€ hat schließlich nicht jeder mal zu spenden.

(413) Reinhard RUPSCH, 54
Thu, 15 April 2004 09:03:28 +0000

Leserbrief aus der BERLINER MORGENPOST vom 14.04.04:

Wenn es möglich war, eine völlig zerstörte Kirche in einer weitgehend säkularisierten Stadt wie Dresden wieder aufzubauen, dann sollte es zu schaffen sein, das Hohenzollernschloss neu erstehen zu lassen, obwohl Berlin kein Großbürgertum mehr besitzt. Das Berliner Stadtschloss war Dreh- und Angelpunkt des Stadtbildes, es war die Keimzelle der Stadt. Es war stets mehr als nur die Summe seiner Steine. Es war ein Symbol nicht nur der preußischen sondern auch der deutschen Baukultur.

Mit dem Schlosswiederaufbau könnte sofort begonnen werden.

Schenkt Berolina diesen Schmuck!

R.R.

(412) Hoehne, Jonathan 21
Wed, 7 April 2004 23:20:43 +0000

Ich bin Amerikaner, und Ich studiere an der Brigham Young Universitaet in Provo Utah. Ich studiere Deutsche Kulturgeschichte und Ich musste einen Bericht uber das Schloss. Ich finde es sehr gut die Geschichte Deutchlands zu behalten und die Wiederaufbau dieses Schlosses ist genau richtig. Viel gluck dabei.

(411) H.K., 19
Wed, 7 April 2004 09:44:35 +0000

Berliner Schloss
Obwohl ich aus dem Südwesten der Republik komme, liegt mir der Wiederaufbau des Schlosses in Berlin sehr am Herzen. Ich war bereits viermal in der Hauptstadt zu Gast und wer mal genauer hinsieht, sich interessiert und informiert, der versteht, dass der Wiederaufbau des Schlosses für das Stadtbild und die gesamte Historie sehr wichtig ist. Berlin ist Hauptstadt im Herzen Europas - und besitzt kein Stadtschloss. Ich war bereits zweimal in Paris, und es ist beeindruckend, welch enorme städtebauliche Stellung der Louvre hier einnimmt. Er ist natürlich erheblich größer als das Stadtschloss, doch sind sowohl in Berlin als auch in Paris die umliegenden Gebäude und Verkehrsachsen auf diese Gebäude ausgerichtet. In den letzten 50 Jahren wurde Berlin seiner historischen Identität mehr als einmal beraubt. In der heutigen Zeit interessiert sich kaum noch jemand für die preußische, königliche und kaiserliche Vergangenheit Deutschlands. Kaum jemand kann mir den letzten dt. Kaiser nennen, geschweige denn etwas über die preussischen Könige sagen. Die Leute scheinen sich nicht für die Vergangenheit Deutschlands in Bezug auf Kaiser oder Könige zu interessieren, gleichzeitig sind die Boulevardblätter vollgestopft mit den interessanten News zu dem europäischen Hochadel. Ich wünsche mir hier keinen König oder Kaiser zurück, es geht nur darum, den Leuten das Bewusstsein zurückzugeben: da war doch auch bei uns mal was. Das geht mit historischen Bauten. Wenn man mich fragt, warum ich dafür bin, das Schloss wieder aufzubauen antworte ich: weil da schon seit 500 Jahren ein Schloss stand. Und weil es uns die Geschichte in aller Größe und Pracht näher bringt. Es geht doch auch um die nationale Identität. Würden überall so tolle Glaskästen stehen, könnte man London nicht mehr von Rom und Paris nicht mehr von Berlin unterscheiden.

Leider bin ich nur Studentin. Wäre ich Bill Gates, würde ich den Schlossaufbau bestimmt komplett übernehmen. Ich finde diese Haltung nicht altmodisch und konservativ und werde mir bestimmt ein oder mehrere Bausteine kaufen. Berlin ist eine Stadt mit einem sehr schweren Los, was die Geschichte betrifft. Hier ist kaum noch etwas echt und original. Dann noch die jahrzehntelange Teilung, die ebenfalls für die Zerstörung vieler Gebäude und den Bau hässlicher Plattenbauten verantwortlich ist.
Ich finde dass das Volk eine historische Verantortung hat. Die Hauptstadt hat eine wechselvolle und spannende Geschichte, die sich in den Gebäuden wiederfinden muss. Sowas muss der Nachwelt erhalten bleiben.

Ich hoffe sehr, dass die 80 Mio. E schnell zusammen kommen.


Name: SK, 19
Email: cmks.kreuzer@t-online.de
Datum: 05.04.2004 20:36




(410) Hartmut Wettmann
Thu, 18 March 2004 16:29:19 +0000

suche Kooperationspartner für einen Kalender 2005: ' Das alte Berlin in 3D' mit 3D Fotos des Berliner Fotografen J.F. Stiehm aus dem 19. Jh. (darunter welche von und aus dem Schloss). Näheres unter:
http://www.hartmutwettmann.gmxhome.de/kalender/

(409) Rupsch,Reinhard, 54
Fri, 5 March 2004 10:45:26 +0000

Mit der Lyrik von Herrn von Weilandt kann ich nicht konkurrieren, aber in Versform soll´s schon sein:

- Den PdR-Freunden ins Stammbuch geschrieben -

Zwergengeist in Zwergenleibern
Hält am Rastermaß gern fest
Allen Retro-PdR-Betreibern
Biete ich gern an den Test:

Dort in Spanien, in Toledo
Sprengte man den Alcasar
Aufgebaut ist er das Credo:
Spanien, neu und wunderbar!

Moskaus Kreml wurde zweifach
Nach Feuersbrünsten aufgebaut
Wär´ die Stadt denn noch das Gleiche
Würd´ auf Glas und Stahl geschaut?

Selbst Venedig sah mich Schrecken
Seinen Campanie stürzen
Wär´ der Marcusplatz der selbe
Würd´ ihn Stahlbeton nur würzen?

Wenn Berlin statt all´ der Blöcke
Rastermaß und Spiegelgas
Neubarocke Pracht vorzöge
Böt´ die Mitte wieder Spaß!

Laßt uns Neues schön gestalten
Mit heerem Werk, verspieltem Stuck
Laßt uns der Hauptstadt Charme erhalten
Schenkt Berolina DIESEN Schmuck!

Zusammenfassung:
Wachtelbrust statt Currywurst!

R.R.

(408) dirk
Wed, 3 March 2004 15:34:19 +0000

man merkt doch gleich, dass deutschland noch heute ein land der dichter und denken ist ;-)
gut das sie (weiland) im vorspann geschrieben haben, daß es hier um das schloss geht, ich wäre sonst unter umständen nicht gleich drauf gekommen;-))

(407) Richard W. G. von Weilandt
Wed, 3 March 2004 14:58:43 +0000

Zugegeben, Herr Rupsch, nicht schlecht!

Hier nun mein zweites und letztes, schon legendäres Gedicht über das Berliner Stadtschloß, welches, im Gegensatz zu meinem ersten Schloßgedicht, daß von dem Untergang des Schlosses handelt, sich jetzt mit dem Wiederaufbau des Schlosses auseinandersetzt.
Ein anspruchsvolles Prophyl der Lyrik!

----Das Berliner Schloß----
-----der Wiederaufbau-----

Klabaut, klabaut, oh nein - doch schaut:
Des gruft'gen Schreines Deckel bebt, blickt auf des hohlen Knochens Fingerzeig,
der totgesagte Stein, er lebt, nun wächst des Lebensbaumes letzter Zweig,
er grünt, oh Wunder, wächst gen Himmel, oh Menschgewürm ihr habt's gewollt!
Im modrig Schrein, welch madig Schimmel, liegt Urban noch ganz eingerollt.

Klabaut, klabaut, oh nein - doch schaut:
Des schwarzen Schreines Leichgehülle, es steigt empor, das Grab zerfällt,
strabuh, ach schrecklich Wurmgebrülle, ein Totenlicht die Nacht erhellt.
Tradunn, oh Graus, vom Höllengrund, schallt des Totenuhres Steingeläut,
quill, dicker Nebel, aus des Schädel Schlund, hüll ein, das modrig' Gruftgebäud'.

Klabaut, klabaut, oh nein - doch schaut:
Im gold'nen Licht - oh Zirpgefieder, spielen Raben zwischen Ästen.
Der stolze Golz singt Morgenlieder und gibt sein Repertoire zum Besten!
Strauff, strauff - oh Gräuel, oh Schreck, nun bebt des Ungeheuers blanke Fratze,
frisst sich keifend in den Dreck, nun seht, dort liegt des Gauzes schwarze Katze.

Klabaut, klabaut, oh nein - doch schaut:
Das Monster ist aus Stahl und Blech, frisst Erde gierig ohne Halt,
doch eines Tages stampft es weg, gibt wundersamen Wandel bald!
Durch Sandgeriesel kann ich's sehen, weg ist der Spuk von Ullibricht,
aus Felsgestein wird nun hier stehen, das stolze Schloß im Sonnenlicht.

von Weilandt (Lyriker)


(406) Rupsch, Ottomar Karl Reinhard, 54
Mon, 1 March 2004 12:58:47 +0000

Den Alex prägt das Rastermaß
Den Sony-Platz das Spiegelglas
Friedrichstraßens Blockbouletten
Lieber bess´re Mieter hätten.
U-Bahn 5 in weiter Ferne...

Doch das SCHLOSS -
DAS hätt´ ich gerne!

(405) Baroque Pearl
Sat, 21 February 2004 13:06:59 +0000

Und dann immer dieses Argument, man solle das Geld doch lieber für andere Dinge. Wer glaubt, das Geld würde ohne Schloss für Soziales Jugend etc. genutzt werden, ist einfach nur naiv!
Der Wiederaufbau des Stephan-Doms in Wien wurde auch durch alle öster. Bundesländr finanziert. Oder Schloss Christinanborg in Kopenhagen (Sitz des dän. Parlaments) wurde Anfang des 20 Jh.'s auch durch Brand zerstört und durch Spenden von xxx dän. Gemeinden wiederaufgebaut. Wenn der Reichtstag abbrennen würde, wäre er höchstwahrscheinlich ruck-zuck durch eine Glaskiste ersätzt...Zum Kotzen ist das hier!

(404) Ben
Fri, 20 February 2004 19:00:57 +0000

Ich kann dieses Desinteresse auch nicht nachvollziehen! Die Leute haben anscheinend Angst, dass mit dem Schloss, der Kaiser aus seiner Gruft wiederaufersteht! Na wenn schon...

(403) Tim, 23
Thu, 19 February 2004 18:52:56 +0000

Ich denke das rekonstruierte Nationaldenkmal würde sich gegenüber vom Schloß am besten machen, jedenfalls wäre das schlimmste eine moderne Bebauung. Wenn schon Häuser, dann wenigstens welche, die mit dem Schloß harmonieren. Oder das Nationaldenkmal und an den Seiten zwei Flügelbauten;Platz ist doch genug vorhanden?

Zum Schloß: Ich wundere mich immer wieder, wie selten das Schloß ein Thema in Medien und Zeitungen ist und wie wenig die Bevölkerung sich für den Wiederaufbau eines so bedeutenden Gebäudes in der Hauptstadt interessiert. Woran liegt das bloß? So ein Gebäude müßte doch eigentlich in einem nationalen Kraftakt innerhalb weniger Jahre aufzubauen sein, stattdessen hört man immer nur von endlosen Diskussionen und von Kritik von allen Seiten. Das sich ein paar Prominente wie hier auf der Seite positiv zum Schloßaufbau äußern ist zwar nett, wirkt aber so halbherzig und kann doch nicht alles sein? Wo ist der Wille Deutschlands, ein Teil seiner verlorenen Geschichte zurückzubekommen? Wo ist die Begeisterung? Oder kommt das alles mit dem ersten Spatenstich?

(402) Baroque Pearl
Tue, 17 February 2004 13:09:26 +0000

Ja, das wäre natürlich der Idealfall - aber SO optimistisch bin ich, was die zurückgewinnung alter Stadt-/Straßenstrukturen angeht nicht mehr...

(401) Andreas, 22
Mon, 16 February 2004 22:27:29 +0000

Umso besser, wenn der Platz leer wäre, dann würde die Notwendigkeit einer historischen Wiederbebauung sichtbar werden.
So wird es auch nach dem Palastabbruch sein, dann werden die Spendengelder erst richtig fließen.

(400) Baroque Pearl
Mon, 16 February 2004 20:21:07 +0000

Die Frage meines Vorredeners lautete nicht, wo der Neptunbrunnen steht, sondern, ob er wieder auf den Schlossplatz zurückkehren wird, wo er eigentlich hingehört!? Wie sieht's nun damit aus?
Im Grunde wäre es natürlich die richtige Lösung. Andererseits ist der "Platz" vor dem Rathaus, dann ganz leer...

(399) Rolf
Sun, 15 February 2004 22:58:10 +0000

Hallo, ist mein Eindruck falsch, oder tut sich in Sachen Schloss jetzt überhaupt nichts mehr? Hat der Bundestag die Regierung nicht im November „beauftragt“, die Planung zu beginnen und einen Architektenwettbewerb ins Leben zu rufen damit man in zwei oder drei Jahren mit dem Wiederaufbau beginnen kann? Oder wird dazu wieder eine Kommission benötigt?
Weiß eigentlich jemand, ob die Kuppel auch wieder aufgebaut wird? Ohne Kuppel sähe das Schloss doch reichlich kastenförmig aus, wie vor 1850. Und wird der Neptunsbrunnen vor das Schloss zurückkehren? Was ist aus dem Denkmal von FW III. im Lustgarten eigentlich geworden?


(398) mn
Sat, 14 February 2004 15:38:07 +0000

frage zur vorproduktion der fassadenteile:
sie weisen ja immer wieder darauf hin, dass die fassadenteile fertig sein müssen, bevor es losgeht.
wenn ich allerdings davon ausgehe, dass die sandstein-fassadenteile nur appliziert werden und selbst (meist!) keine statische funktion haben, wieso sollte jenes dann so sein?






(397) Baroque Pearl
Fri, 6 February 2004 18:18:27 +0000

So sehe ich das eben auch, Ben!

(396) Ben
Fri, 6 February 2004 15:39:28 +0000

@Marko Ferst
Nichts ist schlecht an einem Park! Aber für die Atmosphäre um das STADTschloss wäre es bestimm positiv, wenn es von urbaner Bebauung und nicht von einem Landschaftsgarten umgeben ist. Der "Schlosspark" des Schlosses ist der Lustgarten und nicht das Marx-Engels-Forum! Außerdem brauch das DomAquarée ein Gegengewicht!

Es gibt jew. nur einen Katzensprung entfernt den Monbijoupark, (noch) den Friedrichswerder, den Lustgarten und Unter den Linden - und etwas weiter weg den Friedrichshain und den Tiergarten.

Allerdings hat die Beton-Steppe zw. Marienkirche und Rathaus eine städt. Bebauung sehr viel nötiger!

(395) Hübner
Fri, 6 February 2004 08:57:30 +0000

ich habe mir mal alte fotos angeschaut und bin zum schluß gekommen, daß diese säulenhalle einen gewissen charme besitzt, den kein moderner häuserblock auch nur annähernd erreichen könnte! eine rekonstruktion dieser kolonnade wäre auch nicht übermäßig teuer und das einzig richtige für den noch erhaltenen sockel!
bevor hier vorschnell der sockel abgerissen wird, um dort moderne häuserblöcke hinzuknallen, sollte man erst einmal nachdenken.

(394) T.
Thu, 5 February 2004 19:18:42 +0000

Also ich wär schon dafür Das Nationaldenkmal mit den Arkaden wiederherzustellen, weil es einfach in die Schlossumgebung passt oder wenigstens die Löwen die ja erhalten sind und von der Bilderstürmerei verschont worden sind

(393) Marko Ferst 34
Wed, 4 February 2004 19:31:00 +0000

Ich weiß nicht, was an dem Park so schlecht ist? Wenn ich mir ansehe, was in Berlin alles für neue schreckliche Architektur verzapft wird, da ziehe ich Parks vor. Zu DDR-Zeiten dachte man immer, die können nur sehr partiell brauchbare Architektur entwickeln. Wenn man sich die neuen Baumoden ansieht, wünscht man sich manche Lichtblicke der späten DDR zurück, architektonisch wohlgemerkt. Nichts anderes!

(392) Baroque Pearl
Wed, 4 February 2004 15:42:55 +0000

Kann man denn nicht - wenn einem Kaiser Wilhelm I. schon egal ist - wenigstens die Arkandengänge des Nationaldenkmals wiederhertsellen?

Hinter dem Schloss? Meinen Sie das Marx&Engels-Forum? Damt das wegkommt, muss schon eine Bombe dort hochgehen - oder man umbaut es, d.h. all die Bäume in den Tiergarten umpflanzen und die Rasenflächen drumherum mit TRADITIONELLER Architektur bebauen! Naja, und dem Rest steht leider der "Telespargel" im Weg...
Ach, man könnt so viel drumherum machen - tut es aber nicht...

(391) F. Bartholdy
Wed, 4 February 2004 11:09:04 +0000

Daß das Schloß wiederaufgebaut werden wird ist ja nun entschieden, deshalb wird es aus meiner Sicht Zeit, daß nun über das Umfeld diskutiert wird! Dort ist schließlich noch nichts entschieden!

Was z.B. soll direkt vor dem Schloß bzw. vor dem Eosanderportal entstehen?

Wenn ich entscheiden könnte, würden dort die sehr malerischen Kolonnaden, die direkt am Wasser standen, wiederaufgebaut werden - ja, ich weis:
Malerische Gebäude wären ein Skandal in unserer modernen und schnelllebigen Zeit. Was heute gefragt ist, daß sind Glaskuben, wie sie in ganz Deutschland seit einigen Jahren aus dem Boden gestampft werden!
Deshalb wünschen sich Andere (hauptsächlich Architekten) vor dem Schloß einen hypermodernen Beton/Glasriegel, damit der berühmte Dialog zwischen alter und moderner Architektur (der nur in Deutschland in keinem historischen Ensemble fehlen darf) entstehen kann.

Ich muß sagen, daß ich dann lieber die Schloßfreiheit unbebaut lassen würde.

Weiterhin steht zur Diskussion, was direkt hinter dem Schloß entstehen soll?

Ein Park?
Dichte Bebauung, wie vor dem Krieg?
Hochhäuser?

(390) Ben
Tue, 3 February 2004 12:03:57 +0000

Ach, brutto, netto - das verwechsel ich immer...Dann hat der Louvre eben 60.000m² Ausstellungsfläche...Trotzdem!

(389) Ben
Mon, 2 February 2004 18:50:14 +0000

Ich will auch noch mal was dazu sagen:

80.000m² BGF reichen nicht aus, um die Exponate, eine kleine Bibliothek und eine "Begegnugsstätte" unterzubringen, sodass sie verdoppelt werden muss?

Den Wiederaufbau allein mit diesem Konzept zu untermauern und somit die Authentizität zu zerstören ist Mist!

So wie der überdachte Schlüterhof DER Festsaal Berlins werden soll, könnte der Eosanderhof zu DER Ausstellungsfläche Berlins werden! Statt dessen wird er durch eine Kiste überbaut, die grad mal Platz für die Rückseite des Eosanderportals lässt - wie gütig!

Der Louvre hat eine BGF von "nur" ca. 60.000m² - und gilt als DAS Museum schlechthin, das man mind. zwei Mal besuchen muss, um alles gesehen zu haben! Das wirkt fast wie ein Wettkampf "Wer hat das größte Museums-Schloss!?"

(388) Baroque Pearl
Mon, 2 February 2004 17:22:57 +0000

@Sitebetreiber
So viel?! Naja, dann eben nicht!
Ich mache mir auch mehr Sorgen um die Ostfassade und was dort fabriziert wird...Wie schon einige Male hier im Gästebuch erwähnt: Wäre die Ostfassade bzw. die Festung, zu der sie gehörte, nicht an diesem Ort oder/und auf diese Weise entstanden, hätte sich das restl. Schloss auch nicht so entwickelt, dass es zum Mittelpunkt der Stadt wurde!
In einer der Kategorien an der Seite stand, dass noch nichts genaues entschieden ist. Also, entscheien sie sich bitte richtig...

(387) Claus B.
Mon, 2 February 2004 14:03:45 +0000

An den Sitebetreiber:
Danke für den Hinweis,aber die Verwirklichung des Nutzungskonzepts sagt noch nichts über die Gestaltung der Ostfasssade aus.Hier besteht weiterhin die Gefahr,dass diese modern interpretiert werden könnte.

(386) Claus B.
Mon, 2 February 2004 12:17:08 +0000

Ich finde es nach wie vor sehr unbefriedigend,dass der Bundestagsbeschluss nur die Rekonstruktion von drei Seiten des Schlosses vorsieht.Ich verstehe die Logik dahinter auch nicht.
Ich bin absolut für den Wiederaufbau des Stadtschlosses,aber warum wurde nicht konsequenterweise der Wiederaufbau des ganzen Bauwerks beschlossen? Warum spart man die Ostfassade aus und lässt die Bürger über die Kuppel im Ungewissen?
Im schlimmsten Fall würde das nämlich bedeuten:
Ein Schloss mit drei barocken Fassaden und einer modern interpretierten Glas/Beton-Ostfassade,ohne Kuppel,dafür mit zusätzlichem Glasdach im Eosanderhof!
Wer sich so einen Albtraum nicht vorstellen kann,sollte vor Baubeginn mal nach Saarbrücken fahren und sich dort das gläserne Mittelstück des dortigen Schlosses ansehen. Bevor sowas in Berlins Mitte kommt,bin ich eher für einen Park,denn das wäre an Peinlichleit gegenüber dem rest der Welt nicht zu überbieten.

(385) Baroque Pearl
Mon, 2 February 2004 11:00:53 +0000

Über den Schloss-Schaufenstern, die sich Unter den Linden befinden , die stehen 4 Zitate.
Eines davon lauet: "Wer ein Kulturdenkmal wiederherstellt und sich dabei der ursprünglichen Pläne bedient, baut das Original!" Meine Frage bzw. Kritik lautet nun: Wieso befolgt man es nicht auch, wenn man schon damit wirbt, indem man es zumindest äußerlich so wiederherstellt, wie es einst war?!
Damit würde man den Disneyland-Kritikern bestimmt auch etwas den Wind aus den Segeln nehmen...
Für das Humboldt-Forum ließe sich auch ohne zugebauten Eosanderhof ein Platz finden!

(384) Ein Ästhet
Sun, 1 February 2004 16:15:50 +0000

Mit dem Unterschied, dass das ICC nicht an der Stelle des größten Barockbaus Norddeutschalnds steht...
Und was, wenn das ICC weg ist? Dann hat man eine leere Fläche direkt an der Autobahn und Xm² weniger für all die Messen.

Ich verstehe ja, dass man vielleicht Kindheitserinnerungen mit dem Palast verbindet. Aber das tut nichts zur Sache! Der PdR ist jetzt nun mal hin (im Gegensatz zum ICC), sodass der AUfwand ihn zu retten eine Verschwendung wäre - für ein Paar Ostalgiker...

Kann man den denn nicht irgendwo in Marzahn, wo er sich nicht mit der Umgebung beißt, wieder aufbauen, damit die endlich Ruhe geben...?

(383) Marko Ferst, 34
Sat, 31 January 2004 23:32:18 +0000

Ich hatte kürzlich die Gelegeheit im ICC in Westberlin mir die Sache mal von innen anzusehen. Funktional ist das ähnlich aufgebaut wie der frühere Palast, der wohl aber in der Bühnenfunktionalistät wesentlich besser gewesen sein soll. Der Palast war nun einfach mal eines der modernsten Gebäude in der DDR. Mein Eindruck war, daß der Palast architektonisch weitaus gelungener ist, vor allen Dingen bei der inneren Ausstattung. Wie gesagt ich halte es für westliche Arroganz, den Palast erst verkommen zu lassen und dann abzureißen. Übrigens habe ich Zweifel daran, daß viele Bürger aus dem Osten Schloßfassaden wollen. Vor allen Dingen, wenn man ihnen sagt, was das für ein Vermögen kosten wird. Da sollte man vielleicht doch besser damit beginnen wie man die 30 Prozent Arbeitslosigkeit etwas abbauen kann. Dahin dürfen die wirklichen Zahlen gedriftet sein, wenn man die Schönzählungen mal ausklammert. Ganz nebenbei müßte das ICC ja auch abgrissen werden. Dort soll ja die Asbestbelastung noch schlimmer sein als im Palast. Wurde ja füher überall nach der Methode gebaut. Schöne Grüße an die Verfechter für eine scheußliches Schloß!

(382) Ben
Sat, 31 January 2004 21:25:27 +0000

Von einem Abriss des Staatsratsgebäudes ist soweit ich weiß keine Rede!
Allerdings ist es auch das einzige der "Soz. 3", dem man/ich zu mindest ETWAS in Sachen Ästhetik abgewinnen könnt. Ich rede dabei nicht mal vom Portal 4, sondern einfach davon, dass es eine steinerne Fassade in angenehmen Farben hat und nicht aus Blechplatten besteht! Leider steht es so, dass dem Schlossplatz eine abgrenzende Wand fehlen wird...

(381) Van Dyck,Jack 48
Sat, 31 January 2004 18:50:57 +0000

Ich wusste nicht dass es noch soviele gute Errinerungen gibt an Erichs Lampenladen. Ist es doch fuer viele ein Denkmal des Sozialismus ( Stalinismus!!!!) an Denkmal an die gute (??) alte Zeit mit Mauer und ueberall Mitarbeiter des Ministirium fuer MFS???Oder ist es nun ein Mahnmal fuer die Opfer des Sozialismus und der Grossen Wahn von Erich H. und seine Kameraden??
Uberigens wie geht es jetzt in Deutschland weiter: bleibt man bis zur Ende der Menschheit jammern???? oder""packen wir es an"" und reissen den Mahn - bezw. Denkmal schnellstens ab und bauen dann schnellstens das Schloss der Hohenzollern wieder auf damit jedenfalls doch wieder etwas schoenes in der Mitte der Mitte (!!) entsteht. wir koennen dann vom Staatsratsgebaeude Portal 4 demontieren lassen uns einbauen im neuen (alten)Schloss : gibt es letztendlich doch auch etwas aus der guten , alten Zeit des Sozialismus am Schloss??und man koennte dann eine Art von Liebknecht Gedenkstaette im Schloss einbauen, oder???

(380) The Reconstructor
Tue, 27 January 2004 15:55:28 +0000

Ich wusste nicht, dass ein Land eine Monrachie sein muss, damit prachtvolle Bauten "erlaubt" sind, wie man es aus Herr Wendtholts Eintrag herauslesen kann!
Falls das wirklich der Fall ist, dann sollte man mal in einem der deutschen Adelshäuser anfragen, ob vielleicht interesse an dem Job besteht...

Ich kann dem vorherigen Beitrag nur zustimmen! Und in , Paris, St.Petersburg (in den theoreth. größten Anti-Monarchisten-Staaten), Wien, Prag, Budapest und München stehen schließlich auch noch/wieder die ehem. Residenz-schlösser und auch (Reiter-)Standbilder der Könige/Zaren - ohne Monarchie! Das kann man in Berlin nicht behaupten bzw. würde es ihm ganz und gar nicht schaden!

(379) Krenz
Tue, 27 January 2004 07:26:00 +0000

Warum sollten nur andere Länder das Recht haben die Städte zu verschönern? In Belgien, Holland, Frankreich und vor allem in Polen und Rußland wurden viele Schandflecken aus der sozialistischen Zeit in den Stadtzentren beseitigt und das rekonstruiert, was sich früher dort befand und das ist auch gut so! Ich erinnere nur an Warschau, Danzig und Breslau, wo viele sozialistische Gebäude abgerissen wurden. Aber auch in Moskau wurden zahlreiche historische Bauwerke, die Stalin sprengen ließ, wiederaufgebaut.
Warum sollte ausgerechnet Berlin als Stadtmittelpunkt und Anfangspunkt der weltberühmten Allee unter den Linden einen sozialistischen Betonriegel behalten der zudem innen nur noch aus rostigen Stahlträgern besteht?

In keinem anderen Land Europas wurden so viele architektonische Kunstwerke zerstört, wie in Deutschland! Schließlich hat England und die USA sogar zugegeben, daß sie die historischen Bauwerke in den Deutschen Städten ein für allemal auslöschen wollten und aus diesem Grund bevorzugt die historischen Altstädte mit ihren Bürgerhäusern, Palais, Schlössern, Museen und Kirchen in Schutt und Asche bombten!Deshalb stehe ich voll hinter der Entscheidung des Bundestages!
Die Schlüterschen Fassaden werden, wie in Dresden die Frauenkirche, hoffentlich erst der Anfang sein!


(378) Ralf
Mon, 26 January 2004 21:49:59 +0000

Stimmt nicht! Auch in Ostdeutschland ist man weitgehend für einen Wiederaufbau des Schlosses, das belegen zahlreiche Umfragen.

(377) Marko Ferst, 36
Mon, 26 January 2004 16:27:55 +0000

Das die Berliner Mitte leider so verkommen aussieht, ist doch Problem der letzten 13 Jahre nach der Vereinigung. Die Politik war unfähig mit dem DDR-Erbe angemessen umzugehen. Ich kenne den Palast der Republik noch in voller Funktionstätigkeit. Und es war damals im Osten Berlins eines der attraktivsten Gebäude der Stadt. Mit Sicherheit sah es damals auch schöner aus als das funktionsgleiche ICC aus. Wer mal drin war, hat dazu einfach eine andere Meinung als diejenigen, die das Problem nur aus der Ferne kennen. Außerdem hat der DDR-Bürger für den Bau richtig teuer blechen müssen. Aus dem Osten Deutschlands wird man für einen neuen Monarchenbau wenig Unterstützung bekommen. Stimmts?

(376) Wendholt,Ulrich 42 Jahre
Mon, 26 January 2004 16:19:09 +0000

So selbstverständlich wir keine
neue Monarchie brauchen, so selbstverständlich brauchen wir auch kein neues (altes) Schloss. Die Entscheidung für die Wiederauferstehung des Stadtschlosses durch den Deutschen Bundestag war aus meiner Sicht das Ergebnis gelungener Lobbyarbeit (Hut)von "Stadtrestauratoren".
Das eine Gute kann man der heutigen
"Zeit knapper Kassen" abgewinnen. Für einen Schloss-(alt)neubau reicht das Geld nicht.
Mein Vorschlag zur Lückenfüllung
Ein Volkspalast im Besten Sinne des Wortes- und zwar so organisiert, dass nach einem Planungswettbewerb für ein kostengünstiges und multifunktionelles Gebäude jeder Bürger multikulti spenden oder !!! mitbauen kann. Die Nutzung könnte ein für alle offenes und nutzbares Gebäude sein, dass frei ist von Repräsententationsaufgaben.
Also Rockpalast statt Schlossgeistern.
Mit der Brille eines Architekten grüßt Sie
Uli Wendholt

(375) Sven G. 24
Sun, 25 January 2004 10:15:40 +0000

Als Berliner kann ich nur voller Bewunderung auf Dresden oder Potsdam schauen! In der gleichen Zeitspanne, in der hier über den Wiederaufbau des architektonisch bedeutendsten Gebäudes von Berlin diskutiert wurde, haben die Dresdner ihre Frauenkirche und ihr Schloß rekonstruiert.
In Potsdam wird schon in einem Jahr der Grundstein für den Wiederaufbau der Garnisionskirche gelegt und das Potsdamer Schloß wird auch wiederaufgebaut.

Bloß hier in Berlin tut sich nichts, obwohl die Entscheidung für das Humboldtforum gefallen ist!
Die schönste und bedeutendste Allee Berlins endet nach wie vor an einem klobigen, gammeligen 70er Jahre Ungetüm, das mit seiner brutalen Häßlichkeit das ganze historische Umfeld und das Weltkulturerbe Museumsinsel zerstört.
Man braucht sich bloß an einem schönen Tag mal auf die Schloßbrücke zu stellen um die Reaktionen der Berlinbesucher zu beobachten:

"oh Gott, schau dir das mal an" , "schrecklich" , "grauenvoll" , " dass man diesen Kasten noch nicht abgerissen hat" , "hier sieht man, daß Berlin noch lange nicht geheilt ist!"....und so weiter.

Als Berliner sieht man fast garnicht mehr die Häßlichkeit rechts vom Dom und hinter dem Dom! Wir haben uns schon fast an die Leere in unserem Stadtzentrum gewöhnt.


(374) Lamberz
Fri, 23 January 2004 10:48:29 +0000

....auch wenn ich nicht so wortgewaltige Gedichte schreiben kann, freue ich mich schon auf das Humboldtforum in Schlüters Fassadenkunst!
Auch wenn es noch viele Jahre dauern wird, bei der eingeschlafenen Politik momentan.

Wenn das Schloß steht, wird die Museumsinsel den Louvre in Paris übertreffen!

Es werden wesentlich mehr Touristen nach Berlin kommen und ihr Geld da lassen, was die Einnahmen der Hotels, Restaurants und Museen, usw. erhöhen wird!
Es sollte auch darüber nachgedacht werden, ob nicht der Verkehr zwischen Schloß und Lustgarten umgelegt werden sollte! Der Lustgarten könnte ein Ort der Ruhe und "Besinnlichkeit" werden, eingerahmt von einzigartigen Bauwerken.

(373) R. von Weilandt (Lyriker)
Wed, 21 January 2004 14:06:07 +0000

In diesem Gästebuch darf mein, inzwischen schon zur Legende gewordenes Schloßgedicht natürlich nicht fehlen!
Mein Gedicht befasst sich mit dem Untergang des Berliner Schlosses in der Zeit zwischen 1940 bis 1950.
--------Das Berliner Schloß-------
-----------der Untergang----------

Ahyp, ahyp, oh seht, oh schaut - ach:
Im goldnen Lichterglanz des Nymphenreigens spielt Gawutz, des Steingestühls metaphorischer Sommerzauber des Herrn.
Welch gold'ner Schein, welch Lichtes fein, am fernen Straßenschluß.
Oh, all ihr Menschen, blickt auf des Künstlers Abendstern!

Ahyp, ahyp, oh seht, oh schaut - ach:
Welch faserreiches Blickgehülls, gespinnst'ger Schwall,
der Golz, des schwarzen Nebels Untertan, im gruftgen Moderlicht,
bleibt wie Felsgestein, dem Sturme trotz, dem Beb, dem Knall.
Des Wolkensteines Zier im Geriebel hellen Goldgeflechts zerbricht.

Ahyp, ahyp, oh seht, oh schaut - ach:
Ihr Geister der Nacht, im letzten Tanz nach des Teufels Sturmgeheul.
Feuerfratze schreie! Straduns, straduns, hört des Höllentieres Schlundgebrüll!
Es sprüht, es keift - welch graus'ges Höllenbild! Straduns - ach Gräuel!
Morgenglut, verbrenne des schwarzen Nebels blut'ges Nachtgehüll!

Ahyp, ahyp, oh seht, oh schaut - ach:
Stolzes Schloß im Sonnenlicht, welch Ruh, welch Pracht.
Im Felsgewühl, der Stein, er steht, er lebt - oh glückliches Gefüg!
Dein goldnes Haar wächst, Gawutz, bis in die finstre Nacht.
Oh, ihr Menschgewürm, ihr folgt des Gauzes so gast'ge Lüg?

Ahyp, ahyp, oh seht, oh schaut - ach:
Welch Trug, welch Lug - oh Schreck. So zerbricht nun des Weisen Stein!
Es bebt die Luft, oh Felsgebrüll - zum letzten Kampf, die Fratze lacht.
Straduns, ach Graus, oh nein: Die plusternd Fingur in ihrem Höllenschrein!
Der Stein, er bebt - oh Schreck, nun seht: des Künstlers Stein ward umgebracht!

(372) Rupsch, Reinhard, 54
Tue, 20 January 2004 08:07:26 +0000

Wenn ich unter Linden gehe
Kreu´ die Friedrichstraße dann
Alten Fritzens Denkmal sehe
An der Spree einhalten kann.

Links, da seh´ ich Schinkels Säulen
Raschdorfs protz´gen Kirchenbau
Geradeaus - fast möcht´ ich heulen -
Erichs schnöde Lampenschau
Rechts von mir ist öde Leere
Wo einst Schlüter hat gebaut
Wo barocke Pracht noch wäre
Hätt´ sich Ulbricht nicht getraut
Tausend Tonnen wegzusprengen
Raum zu schaffen Jubelklängen
Aufmarschlatz für Menschenmengen
Plattgewalzt mit Asphalthaut.

Den Alex prägt das Rastermaß
Den Sony-Platz das Spiegelglas
Friedrichstraßens Block-Bouletten
Lieber bess´re Mieter hätten
U-Bahn 5 in weiter Ferne...
DOCH DAS SCLOSS,
DAS HÄTT´ ICH GERNE !

(371) Ferst, Marko, 34
Fri, 16 January 2004 23:28:54 +0000

Das Volk kann gehen. Palastgedanken



In weißes Bauwerk
gerahmte braune Glasfassaden
Blick über die Spree
Springbrunnen
grüner Park mit Fernsehturm
- die meisten neuen
Berliner Regierungsbauten dagegen:
betonkalt, glassteif
und potthäßlich noch dazu

„Erichs Lampenladen“
Ort für Kultur, Vergnügen, Theater
und nur am Rande
einst für starrköpfige Politik
ein Haus für’s Volk
dem auch das neue Deutschland
Antlitz geben hätte können

Unsere Kolonialherren
sehen Monarchenfassaden aber lieber
nichts für’s Volk
das bleibt ihnen gestohlen
aber die Kosten tragen darf es
so wie einst für den
„Palazzo Prozzo“

Kaputtsaniert
war der „Palast der Republik“ ganz schnell
ein Gleichnis dafür
wie mit den Menschen umgegangen wurde
die östlich des Limes wohnten
die gute Tat nur vorgetäuscht
mit dem Rest zusehen
wie man zu Rande kommt

Das Schloßmodell gehört
bestaunt ins Museum für Geschichte
der Bombenkrieg
hatte Ruinen nur hinterlassen
Ulbricht die Reste weggeräumt
alles keine Ruhmesblätter
jedoch Vergangenheit
schon lange

Aber passen würde es schon
die frühere Ordnung
in moderner Form zu errichten
schloßgemacht
mit Demokratie dekoriert
im Blutkreislauf der Geldherrschaft
durchflochten von krimineller Energie
dem Rückschritt verpflichtet

11/2003
Marko Ferst
(wird in meinem Gedichtband "Ohne gezüchtete Dornen" vertreten sein)

www.umweltdebatte.de

(370) Rupsch, Reinhard, 54
Sat, 3 January 2004 09:29:49 +0000

W u n s c h tr a u m

Scharoun, Ortner, Libeskind
Große Architekten sind
Bei Persius und Stüler
Ich mich wohler fühler
Gondhardt, erst recht Schlüter
Sind noch ed´lere Gemüter.

Wenn ich auf der Brücke steh´
Schinkels alte Säulen seh´
Raschdorfs protz´gen Krichenbau
Erichs trübe Lampen schau
Wünsch ich mir dann nichts so sehr
Wie des Schlüters Schloß hierher.

Würd so schön die Lücke füllen...
Doch:
Zahlt wer für den Willen?

Reinhard Rupsch

(369) Wunderlich, Tim, 23
Thu, 1 January 2004 19:24:46 +0000

Liebe Leute!

Ich bin für den Wiederaufbau des Stadtschlosses und habe soeben meinen Mitgliedsantrag abgeschickt, kann mich also als Neujahrsmitglied bezeichnen. Allen Befürwortern des Schlosses ein schönes und erfolgreiches Jahr 2004!

(368) Peter Braunleder
Wed, 31 December 2003 16:41:46 +0000

na, find ich ja toll, daß das gedicht einem mut machen soll!!!
mir ist beim lesen ein eiskalter (gruft'ger) schauer über den rücken gelaufen!

(367) von Weilandt (Lyriker)
Wed, 31 December 2003 16:02:40 +0000

Pünktlich zum Silvesterabend möchte ich auch in dieses "irdische" Forum mein inzwischen schon zur Legende gewordenes Silvestergedicht schreiben. Es soll ein wenig zum Nachdenken über den Sinn des Lebens animieren. Vorallem aber soll mein Gedicht den Menschen Mut spenden, das neue Jahr glücklich zu verleben!

----Silvester----

Strateck, strateck, ach nein, oh Schreck - was?
Es naht die Nacht, oh dunkel Stund, deckt zu die Gruft mit Mensch und Hund.
Es schallt, oh Graus, des Kauzes Krall, hinaus, aus des Friedhofs Knochenhall.
Doch, oh ihr Menschen, holt noch Luft, bald ihr erstickt im Nebel der Totengruft.
Kurz vor 12 ist’s, habt's gerochen? Oh Gräuel: Aus der Erde wachsen Knochen!

Strateck, strateck, ach nein, oh Schreck - was?
Es schweigt die Nacht, welch Totenstille, ein gleißend Blitz, wie Nachtgegrille,
zerreißt mit donnerndem Getue des schwarzen Himmel Sternenruhe.
Jetzt greift das fletschende Gezähn' nach des Höllentieres brennend Mähn',
Es röhrt, es keift das Schlundgebrülle, des Totengräbers Schädelhülle.

Strateck, strateck, ach nein, oh Schreck - was?
Es bebt, oh Graus die Knochen platzen, dort fliehen des Teufels schwarze Katzen.
Die Hölle dröhnt, ich kann nicht mehr, der Teufel setzt sich nun zur Wehr.
Oh tanzend' Feuerschlund, so brülle. Strauf, strauf, ach Gräuel, das ist die reinste Hölle!
Noch ist das Feuerwerk nicht aus, oh seht: Ein brennend' Fachwerkhaus.

Strateck, strateck, ach nein, oh Schreck - was?
Die Nacht vergeht, oh welch ein Werk, erhellt wird nun der rauchend' Berg
von des Feuerwerkes letzten Resten, die wie zermalmte Schädel ächzen.
Seht: auf den Feldern dicht und schwer, liegt noch der Nebel wie ein Meer.
Vorbei ist nun der schrecklich' Fluch, das Licht durchdringt des Nebels Tuch.


(366) Ben
Wed, 31 December 2003 12:53:57 +0000

@Bartholdy
Wo du Recht hast....Am Alex ist wirklich nichts mehr zu retten...

(365) F. Bartholdy
Wed, 31 December 2003 09:30:58 +0000

@Rolf: Diesen Vorschlag hatte ich schon vor 2 Jahren gemacht! Man könnte den PdR, oder treffender ausgedrückt: den rostigen Haufen Stahlträger, am Alexanderplatz aufstellen!
Der Vorteil:
Der Alexanderplatz ist halb so groß wie der Flughafen von München aber doppelt so tot (architektonisch gesehen)! Es kann also nicht verschandelt werden!

(364) Rolf
Tue, 30 December 2003 21:57:23 +0000

Hey, ist schon mal jemand auf die Idee gekommen, den Palast d.Rep. an anderer Stelle (Z.B. auf der anderen Spreeseite) wiederaufzubauen? Dann könnten die Palastfans sich vielleicht auch mit dem Schlossneubau abfinden.

(363) Hofmann Lukas 17
Sun, 28 December 2003 17:56:31 +0000

Es ist schön, dass auch die Berliner wissen was schön ist.
Leider haben die Kommunisten viel kaputt gemacht. Auch die Monarchie wurde Deutschland (wie auch Österreich) besser tun als die fade, farblose Republik.


(362) Richard von Weilandt
Sat, 27 December 2003 17:14:05 +0000

Nun ja, Herr Rupsch, was soll ich sagen? Ein netter Versuch von Ihnen, in der hohen Kunst der Lyrik!

Hier nun ein lyrisches Werk meinerseits:

----Das Berliner Schloß----

Klabaut, klabaut, oh nein - doch schaut:
Des gruft’gen Schreines fauler Deckel bebt, blickt auf des hohlen Knochens Fingerzeig,
Der totgesagte Stein, er lebt, seht des Lebensbaumes letzten Zweig,
Im Donnergroll vom Höllengrund, schallt des Totenuhres Steingeläut,
quill, dicker Nebel, aus des Toten Schlund, hüll ein, modrig’ Gruftgebäud’.

Klabaut, klabaut, oh nein - doch schaut:
Im hellen Licht, oh Zirpgefieder, spielen Urmel zwischen Ästen,
Der stolze Golz singt Morgenlieder, und gibt sein Repertoire zum Besten!
Strauff, strauff – oh Gräuel, oh Schreck, des Ungeheuers blanke Fratze,
frisst sich keifend in den Dreck, seht, dort liegt des Gauzes schwarze Katze.

Klabaut, klabaut, oh nein - doch schaut:
Das Monster ist aus Stahl und Blech, frisst Erde gierig ohne Halt,
nach ein paar Jahren sind sie wech, welch wundersamen Wandel gibt es bald!
Durch Sandgeriesel kann ich’s sehen, weg ist der Platz von Ullibricht,
aus Felsgestein wird nun hier stehen, das stolze Schloß im Sonnenlicht.

von Weilandt


(361) Rupsch, Reinhard, 54
Fri, 26 December 2003 06:55:13 +0000

Schloßgedicht:
Das Schloß - gesprengt /
Die Kunst - versengt /
Der platz - planiert /
Das Volk - marschiert. //

Der Wind - gedreht /
Alptraum - verweht... //

Zum Schluß jetzt das Glück: /
Das Schloß kommt zurück!

(360) mohr, matthias 40
Wed, 24 December 2003 18:14:30 +0000

erholsame feiertage wünschen auch die echen palastfans!
es gibt auch dinge die uns verbinden.





(359) von Weilandt
Wed, 24 December 2003 10:55:27 +0000

Da heute Heiligabend ist, möchte ich dies zum Anlass nehmen, um diese, auf sich bezogene Weihnachtszeit, bzw. dessen inhaltlichen Ursprung, der es ja nun mal, gerade zu dieser, oft sehr chaotischen, ja fast unchristlichen, Zeit, zu sein scheint, in einem kleinen Gedichtlein zum Ausdruck zu bringen:

----Weihnachten----

Oh, ach schaut - nein seht doch bloß,
Im Sturmgeheul ein Lichtlein klein
spelunkt ganz fein über des urgehölzes Felsgestein,
oh, gähnend' Tal im knackend' Gefröst,
ein Rehlein zart, springt, stratupp, über ein wirres Geäst.

Oh, ach schaut - nein seht doch bloß,
Der Berg, er grunzt und schüttelt sich unter seinem schweren Schneegemütz,
schratuff, am Hang ganz nett und klein, rutscht hinab ein Schneebrettlein einem Wölklein gleich in's tiefe Tal, für den Förster und seiner Frau war dies die letzte Qual.

Oh, ach schaut - nein seht doch bloß,
Im Tal lag tiefverschneit, des Försters Häuslein klein,
eingepackt ligt nun das Tal, ganz friedlich schlafend, allemal, unter einem saubren Gedeck, gleich einem Bettlein fein.

(358) Mathias Moßmann
Tue, 23 December 2003 21:06:40 +0000

Frohe Weihnachten, alles Gute im neuen Jahr und weiterhin - wie bisher - viel Erfolg für dieses großartige Projekt!

(357) Tobias
Tue, 16 December 2003 16:50:00 +0000

Ich schließe mich meinen zwei vorrednern an auch ich bin der meinung man sollte keine halben sachen machen der alte Ostflügel mit der erasmus kapelle und der grüne hut gehört einfach zum Schloss: auch die wichtigsten Historischen Innenräume müssen wieder entstehen sonst wär das schloss nur eine leere Hülle denn hier haben die berühmtesten baumeister mitgewirkt.Mit den gläsern Dach Über den Schlüterhof bin ich nicht ganz zufrieden, auch würde ich es begrüssen das alte Quegebäude mit einzubeziehen ,und was die Nutzung betrifft als Schlossmuseum oder das Kunstgewerbemuseum wie es schon vor der Zerstörung war.Ein besonderes Juwel ist ja der Rittersaal wie ich finde.

(356) Schirrmeister, Simon 29
Sun, 7 December 2003 17:49:02 +0000

Großartig, daß das Schloß endlich wieder aufgebaut wird. Aber bitte vollständig, auch mit dem mittelalterlichen Ostteil! Auch die Innenräume sollten wieder hergestellt werden, sind sie es doch, die diese prächtige Fassade erst zum Gesamtkunstwerk werden ließen. Da viele Zweifler meinen, es sei zu schwierig, die Innenräume zu rekonstruieren, möchte ich , als Gegenbeispiel, die Würzburger Residenz oder das Warschauer Schloß erwähnen. Auch diese Schlößer waren total Zerstört. Auch diese Schlößer wurden wieder aufgebaut. Ich denke, was man relativ kurz nach dem Krieg konnte, ist doch jetzt erst recht zu bewerkstelligen!
Auch das Nutzungskonzept überzeugt mich nicht wirklich.
Mein Vorschlag: Das Gebäude als Bundespräsidilamt und Gästehaus der Bundesrepublik zu nutzen. Wäre meiner Meinung nach besser und angemessener als noch ein Museum. Als noch ein Kongeßzentrum , oder ähnliches.

(355) Baumer, Nico
Mon, 1 December 2003 20:38:45 +0000

Das Schloss? Na klar!!! Aber wieso denn nur so eine halbe Sache? Dass das Innere (Räume, Eosander Hof) nicht wiederentstehen, damit kann ich (halbwegs) leben. Aber muss man denn die Spree-Fassade unbedingt "modern" gestalten?!
Ein Argument für den Wiederaufbau war doch die Tatsache, dass das Schloss einst das Zentrum der Residenzstadt und somit auch Ausgangspunkt für den weiteren Ausbau der Stadt bildete (Patte d'Oi etc.). Genau so war der Renaissance-Flügel der Ausgangspunkt für den Ausbau des barocken Schlosses. Ohne d(ies)en Renaissance-Flügel hätte sich das restl. Schloss somit wohl auch der Rest der Stadt anders entwickelt!
Kann man DAS Gebäudeelement, dem Berlin wahrscheinlich sein heutiges Aussehen verdankt, einfach so durch ein Paar Glaswände (oder vielleicht sogar eine Palast-Fassade) ersetzen?

(354) Kai Can., 15
Fri, 28 November 2003 21:06:41 +0000

Der Aufbau des Schlosses steht für mich außer Frage. Das Schloss sollte wieder nach Berlin gehören, wie der Zwinger (übrigens auch eine Rekonstruktion) nach Dresden. Das Schloss ist in vielerlei Hinsichten bedeutend, sei es nun kunsthistorisch, politisch oder städteplanerisch. Es ist der Zentralepunkt Berlins, Berlin ist auf diesen Punkt, diesen Bau, ausgerichtet worden. Es muss einfach aufgebaut werden!
Nur das Schloss kann Berlin wieder einen wichtigen visuellen Punkt zurückgeben. Berlin wurde als Residenzstadt gebaut. Die Stadt wurde danach ausgerichtet. Jetzt fehlt nur noch die Residenz.
Kai C.

(353) Ben
Wed, 26 November 2003 17:05:54 +0000

Ich war mir mit dem Namen nicht sicher, deswegen hab ich sie weggelassen ; )! Zwar fehlt bei der jeglicher Schmuck, aber zumindest macht sie einen halbwegs gepflegten Eindruck....
Die Friedrichsbrücke ist aber hingegen noch total verrußt.
Egal welche Brücke: REKO, REKO, REKO!!!

(352) Hagen
Tue, 25 November 2003 13:24:08 +0000

...und was ist mit der einst so malerischen Kaiser-Wilhelm-Brücke mit ihren vier großen obeliskenartigen Eckpfeilern? Vor dem Krieg war sie ein beliebtes Fotomotiv und heute? Eine Betonplatte!! Häßlicher und einfallsloser geht es nicht mehr, obwohl die Brücke direkt am Dom ist! Ich bin für eine Rekonstruktion der Friedrichbrücke, Wilhelmbrücke und Kurfürstenbrücke! Sie befinden sich schließlich direkt am Weltkulturerbe "Museumsinsel"!

(351) Ben
Fri, 21 November 2003 17:40:45 +0000

Stimmt, manche - bes. die ehem. sehr schönen - sind ziemlich vergammelt: Die Monbijou-Brücke vor dem Bode-Museum steht nur noch zur Hälfte, die ehem. Kurfürstenbrücke ist, wie die 2te Hälfte der Monbi. nur eine Cement-Stahlträger-Konstruktion, der Friedrichsbrücke(?) vor der Alten Nat. Gal. fehlen fast alle Stuckelemente, die alte Gertraudenbrücke wird von Unkraut überwuchert und wird immer schwärzer, weil sie für den Autoverkehr schließlich unwichtig ist etc....Aber es gibt ja noch die Schloss-, die Jungfern-, die Weidendamm-, die Schleusenbrücke und noch einge.....

(350) Hagen, 19
Fri, 21 November 2003 09:20:56 +0000

In Sarajevo wurde vor kurzem allein mit Deutschem Geld eine große historische Brücke komplett rekonstruiert!
Dies war kein Einzelfall! Sobald im Ausland etwas rekonstruiert werden soll, ist sofort Geld aus Deutschland da.
Sobald jedoch in Deutschland etwas wiederaufgebaut werden soll, wird kein Cent bereitgestellt! Ist doch eigenartig!!! Irgendwas stimmt doch mit dieser Regierung nicht.

In der Berliner Mitte wurde seit der Wende keine einzige Brücke rekonstruiert! Die Berliner Brücken sind zu 99% dreckige vergammelte Betonplatten! Das und vieles mehr macht bestimmt einen guten Eindruck auf Berlinbesucher!

(349) Triton
Thu, 20 November 2003 12:22:20 +0000

Gratulation zu dieser gelungenen, wichtigen Netzseite! Eine Gesellschaft, die nur noch minderwertige Gegenwartsarchitektur hervorbringt, muß - solange noch ein Funken Selbstwertgefühl übrig ist - die großartige Architektur der Vergangenheit wiederaufbauen, um wieder zu wahren Werten zu finden.
Das Schloß MUSS wiedererstehen, unbefleckt von jeglichem Versuch, es mit 'zeitgenössichem' Architekturmüll zu verunstalten!
Das durch die Allierten begonnene und durch linksindoktrinierte Bauhaus-Terroristen weitergeführte Zerstörungswerk an deutschen Architekturschätzen muß ein Ende haben! Hoffen wir, daß Berlin bald eine neue Stadtregierung erlebt, die sich andere Schwerpunkte setzt als grünsozialistische Randgruppenpolitik. Drum auch Obacht, was die geplante Grünfläche als Zwischenlösung angeht: je schöner sie gestaltet wird, desto eher wird sie endgültigen Charakter bekommen statt eine Zwischenlösung zu sein. Niemand glaubt auch der aktuellen Bundesregierung (in Liquidation), daß sie ernsthaft den Wiederaufbau des Schlosses befördert. Äußerste Vorsicht ist geboten! Mehr als der Abriß des PdR ist von Sozialdemokraten nicht zu erwarten. Unter einem Eichel wird es niemals einen Cent für das Schloß geben. Deshalb alles Gute für den Kampf um das Berliner Stadtschloß!

(348) Ben
Wed, 19 November 2003 22:03:00 +0000

Ich weiß, dass all diese Standbilder, außer eben der Kurfürst und Fr. d. Gr., nicht mehr existieren, aber die kann man ja schließlich neu gießen, wie es auch bei Ziethen der Fall war. Naja, 2 Kurfürsten? Das klingt doch ziemlich nach Notlösung.
Ich versteh nicht, wieso z.B. in St. Petersburg, einer Stadt, die auch mal Lenin- bzw. Stalingrad hieß, noch allerllei Standbilder stehen. Oder in Paris, wo man so stolz auf die Republik ohne Monarchen ist! Das kann in Berlin doch nicht SO sein, Rot hin oder her!
Echt ätzend!

(347) H. C. Stössinger
Wed, 19 November 2003 01:36:28 +0000

Na, Ben, solange Berlin sooo rot ist wie heute, haben reitende Könige und Kaiser - auch wenn sie lange tot sind - keine Chance! Wilhelm? Da frag mal in 100 Jahren mal wieder nach. Der Reiter vom Lustgarten, Friedrich Wilhelm III. existiert auch nicht mehr. Aber unter der Kuppel des Bodemuseums gibt es eine Replik von Schlüters Kurfürsten - in Originalgröße. Mir würde die Rückkehr der Bronzen auch gefallen - aber - Berlin ist dazu viel zu rot.