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Wilhelm von Boddien


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(2749)
(949) Hensel,Danny 31 J.
Fri, 2 June 2006 09:06:57 +0000

Weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen für das Projekt Humboldt-Forum!

(948) Kralle
Thu, 1 June 2006 07:03:28 +0000

Das Schloss Inbegriff des Krieges?? Nun gut, wenn wir schon so seltsame Thesen aufstellen, dann spiegelt der Palast die heile Scheinwelt des Sozialismus wieder, umgeben von der Trostlosigkeit des real existierenden Sozialismus, Mauer und Stacheldraht. Wie Sie zurecht schrieben, ist der Palast das Zeugnis einer weiteren Diktatur. Für so etwas steht das Schloss gewiss nicht. Nicht einmal für die Unglücksgestalt Wilhelm 2.. Überhaupt scheint es doch geistig reichlich primitiv zu sein, Bauten für Dinge verantwortlich zu machen, die in ihnen geschehen sind. Oder wollen Sie Burgen sprengen, weil im Mittelalter in ihnen Menschen grausam gefoltert wurden??

Beim Schlossplatz geht es um ganz andere Dinge: Wie kann man den riesigen leeren Platz wieder füllen und revitalisieren und welche Architektur ist dafür sinnvoll.

Dementsprechend haben wir keine rückständigen Politiker, sondern vielmehr einige Zeitgenossen, die durch ihr engstirniges ideologisches Schubladendenken einen höchst unadäquaten Umgang mit Geschichte pflegen.

Übrigens: Geschichte wiederholt sich... meistens nicht.


(947) palastlounge
Wed, 31 May 2006 08:58:05 +0000

Hallo alle zusammen.

Das Schloß ist ein ein Inbegriff des Krieges. 1914 wurde hier die Mobilmachung der Soldaten im Rittersaal unterzeichnet und somit der Startschuß für den ersten Weltkrieg gezündet. Ich meine, wenn unsere Politiker so rückwärts denken, könnten Sie auch die Krolloper (da gibt es zur Zeit nur eine Wiese) und die neue Reichskanzlei wieder aufbauen. Da, wo jetzt das Bundeskanzleramt steht, sollte ja auch mal Hitlers Führepalast stehen. Also, das Motto dieser demokratischen Entscheidung des Bundestages heißt "Zurück in die Zukunft" und das ganz schnell. Geschichte wiederholt sich. Der Palast der Republik muß stehen bleiben, er ist ein Kind des zweiten Weltkrieges und Zeugnis einer weiteren Diktaktur.
Ich glaube nicht das hier ein Humboldt-Forum entstehen wird. Es wird vielmehr ein Hotel, eine Shoppingmeile entstehen, natürlich mit einer riesigen Tiefgarage darunter.
Ulbricht ließ 1950 das Schloß sprengen und Honecker ließ 1976 den Palast eröffnen. Das sind 26 Jahre. Dann bin ich 68 und bin hoffentlich in Rente.

(946) Paul Winter, 55
Thu, 25 May 2006 18:34:09 +0000

viel Glück weiterhin für das Projekt!
www.bobo-christian.de

(945) Adolf , 42
Mon, 8 May 2006 08:04:40 +0000

Das Schloss muss zurückkommen! Danke.

(944) möchtegern
Thu, 4 May 2006 15:40:35 +0000

die mail adresse von prinz georg von preussen

danke

(943) Webmaster
Thu, 4 May 2006 13:45:36 +0000

Kleine Regie-Anmerkung: Ich habe die letzten Einträge im Gästebuch in das Forum übertragen und hier gelöscht.

Es handelt sich um reine Diskussionsbeiträge und gehören deswegen nicht in das Gästebuch.

Bitte merken: Diskussion nur im Forum, hier im Gästebuch nur Statements, die nicht unbedingt eine Diskussion erwarten lassen.

Vorteil für Sie: Im Gästebuch kann man nur nacheinander schreiben, d.h. keine Themenblöcke bilden. Im Forum baut sich von selbst über "antworten" ein Themenblock auf, der auch später mit neuen Beiträgen versehen werden kann. So kann im Gegensatz zum Gästebuch eine Diskussion themenorientiert auch über längere Zeit geführt werden.

(942) S. Wiedemann, 48
Tue, 2 May 2006 23:35:30 +0000

Was soll das denn heißen??? "Ich freue mich, dass Berlin seine preussische Identität wieder errichtet." Sehr rückwärtsgewandt der "Unterstützer"!!! Es wird NIE ein Schloss geben. Lassen Sie uns in 20 Jahren weiterreden wenn die Wiese zum Parkplatz verkommen ist...

(941) Ein Unterstützer
Mon, 1 May 2006 20:20:49 +0000

Ich freue mich sehr, daß die Schande im Form des Palastes der Republik endlich abgerissen wird. Ich freue mich, dass Berlin seine preussische Identität wieder errichtet. Das Schloss wird wieder da stehen, wo es hingehört: In die Mitte der deutschen Hauptstadt!

Die Frauenkirche in Dresden ist mit Hilfe von privaten Geldern wieder erstanden, das Brandenburger Tor wurde mit Hilfe der Telekom richtig renoviert und genauso wird das Berliner Schloss wieder da sein.
Mit Hilfe aller Deutschen!

Ich wünsche mir in dem Schloss eine grosse Preussen-Dokumenation von 1701 bis heute, damit der Allgemeinheit endlich die Wahrheit über Preussen Glanz und Gloria gezeigt wird. Die ganzen Lügen über Preussen müssen ins Licht der Wahrheit gerückt werden. Ich verbinde mit Preussen nur Gutes. All die herrlichen Bauten sind wunderbar und die preussischen Tugenden sind ein Maßstab für ganz Deutschland - nach wie vor. In Preussen funktionierte das Staatswesen, jetzt ist es, mehr oder weniger, ein Chaos.

(940) dem deutschen michel seine frau
Mon, 1 May 2006 13:17:44 +0000

Werte Herren und Damen

Ich freue mich sehr auf den Wiederaufbau, mit seinem stahlbetonskelettbau und vermutlich gipskartonverkleidung und klimaanlage verspricht das den charme der deutschen Michelkultur. Alles Fassade. und wohl die "beste architektonische Endlösung"

Diejenigen Fürsprecher werden sich sicher auch in Las Vegas begegnen, um sich den Markusplatz von Venedig anzuschauen ( Hotel Venitian ).

Es ist nebenbei für Sie uninteressant nach Griechenland zu reisen, da die alten Tempel in Aegina und auf der Akropolis nur originale Ruinen sind und nicht wiederhergestellt werden.

Aber vielleicht werden wir in 30 Jahren auch darüber sprechen, den Palast der Republik oder die Mauer wiederherzustellen, die dann ja auch bestandteil deutscher geschichte darstellen könnten.

Platz wäre hierfür auf der anderen seite der spree, am marx- engels- forum, oder wie es auch immer bald heissen möge.

Grüsse

dem deutschen michel seine frau

(939) der deutsche michel
Sun, 30 April 2006 20:28:56 +0000

hallo horst ahlen, der Bundestag hat sich für den Wiederaufbau des Stadtschosses ausgesprochen, in der Form von drei Fassadenkopie an einem 08/15-Stahlbetonskelettbau und einer Neugestalltung zur Spreeseite. Darüber soll noch ein Architekturwettberwerb entscheiden. Wie jede Entscheidung des Bundestages ist auch diese nicht unfehlbar. Man kann also noch für Berlin hoffen. MfG, Michel

(938) Horst Ahlen 65 Jahre
Sat, 29 April 2006 19:33:18 +0000

Sie schreiben,das Stadtschloß wird wieder aufgebaut.Auf der
Internetseite der Stadt Berlin ist
hiervon nichts zu lesen.Wird nun das Schloß wieder aufgebaut oder ist noch nichts entschieden?

(937) Erich-Delattre, Markus, 38
Tue, 25 April 2006 13:47:15 +0000

Warum ich den Bau eines "Humboldt-Forums im Berliner Stadtschloss" befürworte. Meines Erachtens braucht Berlin als europäische Metropole eine Neuerfindung von Architektur. Langfristig betrachten kann das "Humboldt-Forum im Berliner Stadtschloss" und ein europäischer Dialog zwischen den vielen an einer Stadtentwicklung Beteiligten (auch Kitas und Schulen sind in einem Stadtplanungsprozess Akteure), zu einer Neuerfindung von Architektur führen und ermöglichen, dass mit den heutigen Mitteln etwas hergestelllt wird, was an die alten öffentlichen Plätze mit ihren kleinteiligen Spielorten für Kinder wieder anknüpft. Die Jahrhunderte alten europäischen Erfahrungen könnten wieder ins Gedächtnis gerufen werden und auch schon Kindern - wie es in Dänemark, Holland, Polen, Frankreich etc. üblich ist - vermittelt werden. Nach so vielen baulichen Irrtümern in Deutschland könnte ein buntes, europäisches Deutschland der Vielfalt eine empathische Baukultur entwickeln, die es auch Kindern und Familien ermöglicht im Stadtzentrum zu leben. Eine kindgerechte (Um-) Gestaltung innerstädtischer, öffentlicher Plätze, die selbsttätige Spielerfahrungen von Kindern ermöglicht, kann auch einen günstigen Einfluss auf die Gesundheit von Kindern haben und ein Quartier sozialer, bunter und differenzierter machen.

(936) Schramm, Frank 48 Jahre
Sat, 22 April 2006 18:49:23 +0000

Als Lehrling des damaligen VEB Isolierungen Berlin habe ich mitgeholfen den Palast der Republik auszubauen. Es war für jeden eine Ehre mitzuhelfen. Nach der Wende wurde der PdR
jahrelang ganz bewußt vernachlässigt. Ich bin gegen den (Wieder) Aufbau eines "Stadtschlosses".


(935) Britta, 26
Thu, 20 April 2006 21:45:22 +0000

Prominente FÜR das Schloss?
"Den Kunstwert beider verdanken wir Schlüter. [...] Zugleich wird von dieser Seite die Pflicht umso dringender, die geerbten Schätze in ihrer ganzen Herrlichkeit zu erhalten." Zitat Schinkel

ERHALTEN nicht rekonstruieren!

(934) Wagner,Roman 31
Wed, 19 April 2006 17:06:47 +0000

Auf Potsdamer Platz braucht viel Platz für jeder Bevölkerung und Touristen.Darum zweifele ich wegen Aussehen rund um Potsdamer Platz,wenn sie das Wiederaufbau Berliner Schlosses befürworten.Berlin soll nicht wie in Spargelstadt Shanghai entstehen! Mit freundl.Grüßen von Architekt Wagner

(933) möchtegern
Mon, 17 April 2006 19:03:40 +0000

eine kampagne starten, so dass prinz georg v. preussen wieder im schloss einzieht.
mit krone und zepter
schafft versöhnung mit england

(932) Schmidt, Jürgen, 21
Sun, 16 April 2006 23:44:16 +0000

Berlin braucht nichts nötiger als den Wiederaufbau des Schlosses, in einer Stadt, in der es kein funktionierendes Bürgertum gibt ist diese identitätsstiftende Masname von herausragender Bedeutung. Es wäre fahrlässig die historische Gelegenheit zum Wiederaufbau, die sich nach dem endgültigen Abriss des PdR bietet nicht zu nutzen.
Das Schloss war seit der Gründung Berlins der Mittelpunkt der Stadt bis diese Mitte 1950 verloren ging. Kein moderner Bau könnte diese Funktion so wie das Schloss erfüllen. Man stelle sich nur vor man würde versuchen in europäischen Städten wie Paris oder Rom ein riesiges postmodernes Gebäude mit Glasfassade in die tiefste historisch gewachsene Mitte der Stadt setzen, wobei diese Städte dies noch verkraften könnten, da sie mehr als reich mit Architektonisch wertvollen Bauwerken gesegnet sind. Berlin kann das nun mal nicht von sich behaupten, Städte wie Neuruppin oder Stendal
haben wohl mehr kulturhistorisch bedeutende Architektur zu bieten als die Bundeshauptstadt und in dieser Situation will man die Gelegenheit das Schloss wiederaufzubauen nicht nutzen? Eine solche Haltung übersteigt bei mir jedes Maß von Verständnis. Die Gegner des Schlosses sind größtenteils wegen politischen Gründen zu solchen geworden. Zu dem krankhaften Umgang einiger Deutscher mit ihrer eigenen Geschichte kommt die ideologische Ablehnung der Monarchie und des Schlosses ,das diese angeblich auf besondere Weise repräsentiert samt dem preußischen Militarismus, Großmachtplänen, Kriegstreiberei und sonstigen Eigenschaften die die vollkommen ahnungslosen und ignoranten Menschen ,welche versuchen mit letzten Argumenten den Schlossbau zu verhindern als Gründe angeben den Wiederaufbau nicht stattfinden zu lassen. Sogar ohne gesellschaftspolitische oder ideologische Argumente zu verwenden wird man schlichtweg feststellen können dass das Schloss in seiner alten Form die beste vorstellbare architektonische Lösung für die Mitte Berlins darstellt. Es strahlt im Gegensatz zu einem modernen Gebäude die Faszination aus, welche entsteht wenn man sich vorstellt das es Jahrhunderte zeitlos schön überdauern könnte ohne von den Menschen als nicht zeitgemäß empfunden zu werden. Aus diesen Gründen unterstütze ich den Wiederaufbau des Stadtschlosses
und wünsche den aktiven Mitgliedern des Vereins viel Glück und Erfolg bei dieser Aufgabe.

(931) Matthes, Frierich 67
Sun, 16 April 2006 15:05:22 +0000

Liebe Berliner, liebe Stadtplaner,

als alter Potsdamer bin ich zu der Ansicht gelangt, das Berliner Stadtschloß sollte auf den verwendbaren Fundamenten ... rekonstruiert werden.

Das Stadtschloß war wohl immer ein sehr zentraler Punkt in Berlin, der vielfach genutzt wurde. Es könnte bei großen Teilen der Bevölkerung wieder zu einem heimeligen Gefühl in ihrem Stadtzentrum führen (auch wenn nur die Fassade und ein Teil der Räume rekonstruiert werden würden).

Der Potsdamer Platz ist da wohl ehrer nicht gelungen: er schaut teuer, etwas großspurig und als zentraler Platz verkehrstechnisch unzulänglich aus, - schade-.

Beim Berliner Stadtschloß geht es auch darum Teile der Bauten der Altstadt in einem schönen Umfeld zu retten.

(930) Ernst Ludwig, 58
Thu, 13 April 2006 14:32:59 +0000

Seine Vorfahren haben dort fast 500 Jahre residiert. Nur wird er künftig dort nicht wohnen, weil das Schloß ein Museum und Veranstaltungsort für das ganze Volk - insoweit auch für ihn - werden wird.

(929) mhh
Wed, 12 April 2006 17:38:25 +0000

kann mir jemand sagen, ob SKKH. Prinz Geoerg von Preussen irgend etwas mit dem Schloss zu tun hat?

Dan

(928) Feihl, Marc 22
Tue, 11 April 2006 15:06:27 +0000

@ Hr. Oliver Banse:

Ich kann Ihnen nur zustimmen, das Berlin den Wiederaufbau des Stadtschlosses nur zu gut gebrauchen kann!!

Leider muss ich Ihnen aber bzgl. dem Postdamer Platz deutlich wiedersprechen.
Berlin als Hauptstadt Deutschlands und vielmehr als weltoffene Metropole benötigt ein Wechselspiel zwischen moderner und klassicher Architektur!
Meiner Ansicht nach ist der Postdamer Platz ein extrem gelungenes Projekt was Berlin noch mehr zu einer internationalen Metropole gemacht hat und zudem wurde dort architektonisch sehr viel Feingefühl bewiesen!

Trotz der Moderne, sollte vorallem der historische Teil Berlins mit den schönen Stadtschloss seine Abrundung finden und kompletiert werden!

(927) Banse, Oliver, 37
Thu, 6 April 2006 22:19:31 +0000

Baut das Schloß wieder auf. Schaut mal nach Dresden, was sich da am Neumarkt tut. Berlin ist eine von "Moderne" - ich meine Beton, Glas, Protz und moderner Geschmacklosigkeit - derart entstellte Stadt daß das Schoß vielleicht eine kleine Oase der Ästhetik und Schönheit werden könnte. Ich war in Berlin, sah den Potsdamer Platz: Ohne Worte, wer das verbrochen hat gehört eingesperrt - Kälte, Beton, eine Vergewaltigung von Auge und Gemüt! Berlin ist häßlich, da ändert auch ein neues Schloß nichts daran. Aber ein Lichtblick täte dieser arg geschundenen Stadt verdammt gut! Baut es wieder auf!

(926) Neosander70
Thu, 6 April 2006 10:40:45 +0000

Ein Spendergedicht

Horst N aus Spandau am Havelstrand,
sein 70. Geburtstag ins Haus ihm stand.
Da sagten der Wanderfreunde vier:
wir kommen und gratulieren dir!

Ja gerne sprach erster,doch macht keine Gaben,
mit 70 da will man nichts großes mehr haben.
Gebt jeder 10 Euro, zehn leg ich noch drauf,
dann bau ich mit 50,- das Schloß gern mit auf!

Und als der große Geburtstag kam,
statt 40,- 200,- er dem Umschlag entnahm.
50,- tat er dazu noch selber
Nun kam der Stifterbrief, ein Gelber.


(925) Wanderer, 25
Sun, 2 April 2006 18:22:13 +0000

Ich finde man sollte auch Meinungen gegen das Schloss respektieren.
DOch möchte ich doch sagen, dass es hier nicht nur um architektonische Orginalität geht, sondern auch um die Menschen die mit der Architektur leben müssen.
"Ich muss ja nicht damit leben". Das ist das Problem, andere Leute müssen es.
Und es ist nun einmal eine Tatsache, das viele Deutsche Städte wie Paris, Rom oder London um ihre historische Bausubstanz beneiden, und sich nach solcher Bauart (egal ob originell oder nicht) zurücksehnen.
Tatsache ist nun einmal das Berlin viele neue und moderne Bauten hat, ist die Stadt ja nicht umsonst nun Stadt des Designs. Doch wirkt diese Architektur abweisender auf manche Leute als ein Steinbau.
Auch ist es Tatsache, das die meisten Vorkriegsbauten immernoch was hermachen, während viele Städte (im In- und Ausland!) die Bausünden der Nachkriegsjahre, die ja in der damaligen Zeit als modern und so weiter galten, bereuen...

(924) bin dagegen, 27
Sun, 2 April 2006 15:42:53 +0000

nach den komentaren, die zurück kamen, habe ich den eindruck, dass hier alle etwas der architektur verschlossen sind. aber von mir aus kann man ja ruhig in bauliche stadards von vor 100 jahren zurück fallen. muss es mir ja nicht anschauen. kann allerdings in meiner meinung genau so stur sein und bin immer noch der meinung, dass diese kopie (egal wie gut sie sein mag) keine grosse architektonische leistung ist. sogar im denkmalschutz wird häufig die meinung vertreten, dass es nicht sinnvoll ist verlorenes nachzuempfinden. vielmehr soll verhandenes geschützt und erhalten werden; fehlende teile aber in zeitgemässer form ersetzt werden. aber mit dem problem, dass sich auftraggeber nicht zu inovationen trauen habe ich es ja täglich zu tun und bin von daher nicht soderlich über die reaktionen überrascht. schade, dass man hier anscheinend gegen eine wand läuft. zu dem kommentar von "bin dafür": dass das schloss kommt ist mir klar, aber ich muss mich doch deshalb nicht freuen und darf wohl schon noch meine eigene meinung haben... bitte. wenn sich hier sonst jemand angegriffen fühlt, weil ich vom schlossbau nicht begeistert bin, dann tut mir das leid, aber ich dachte hier darf jeder seine meinung äussern... ihr dürft auch eure haben.

(923) möchtegern
Sun, 2 April 2006 12:29:02 +0000

baut das schloss, ihr werdet es nicht bereuen

(922) bin dafür
Sat, 1 April 2006 20:27:47 +0000

@ bin dagegen (bin laden????)

ist ja mal ne ganz neue Theorie die Sie da sagen. haben wir hier noch nie was von gehört. Ha, Ha, Ha.

Wir haben jetzt genug von den Argumenten, das Schloß kommt. Ende!

(921) Uwe
Sat, 1 April 2006 19:36:20 +0000

Richtig, von der sozialistischen Modernität hat Berlin die Nase voll.

(920) Wanderer, 25
Sat, 1 April 2006 17:26:31 +0000

Deutschland soll Probleme zur modernität haben?! Also als ich in Berlin war, war mir eigentlich eher das Gegenteil in den Sinn gekommen...
Hier geht es doch anscheinend eher (unter anderem) darum, dass man von der vielen Modernität die Nase voll hat.

(919) bin dagegen, 27
Sat, 1 April 2006 12:54:16 +0000

wollte mich hier eigentlich nicht äussern, aber jetzt kann ich meine meinung zum wiederaufbau des schlossen nicht mehr zurück halten. im moment arbeite ich gerade an einem referat über das schloss und sitze hier mit stapeln von veröffentlichungen unter anderem einem buch mit dem der wiederaufbau unterstütz wird und dessen anschaffung deshalb inzwischen bereue. dabei stosse ich mich nicht daran, dass das stadtschloss nicht schön gewesen wäre, aber es war eben. alles was man jetzt von dem schloss wieder aufbaut ist eine reine kopie, nur kulisse und das kann es meiner meinung nach nicht sein. mit den selben argumenten, dass das schloss zur geschichte berlins und deutschland gehört kann man auch den pdr stehen lassen... hätte ihn stehen lassen können. somit würde nur noch das recht des älteren baues zählen. was auch zu hinterfragen wäre, da vom originalschloss ja sehr wenig übrig ist. es gäbe aber noch eine dritte möglichkeit: kein schloss, kein pdr, dafür ein neues modernes gebäude, das ausser der sentimentalität dem schloss gegenüber alle aufgaben genauso gut erfüllenkann. aber man weiss ja, dass sich deutschland mit modernität etwas schwer tut. soviel mal zu meiner meinung, dass ich einen neuen altbau, oder alten neubau ohne originellen bestand einfach nicht unterstützen will.

(918) Ernst Ludwig, 58
Sat, 1 April 2006 08:57:45 +0000

Lieber "Ich",
die preußischen Monarchen waren gegenüber ihren fürstlichen Kollegen in Europa in der Tat sehr oft voraus, sei es die Entwicklung zum Rechtsstaat bei Friedrich d. Gr. oder die Sozialgesetzgebung bei Bismarck oder die Förderung der technischen Entwicklung, doch mit Demokratie hatten sie allesamt gewiß nichts "am Hut".

(917) Ich
Fri, 31 March 2006 21:07:56 +0000

Ich kome aus dem tiefsten Westen und war auch noch nicht in Berlin. Vielleicht ist dies auch mal ganz gut, denn so kann ich mich nicht einmischen in die Diskusion was nun schöner ist PdR oder das Schloß.
Ich bin jedoch der Meinung, daß das Schloß eine viel Bedeutendere Rolle in der Geschichte Berlins und Deutschlands gespielt hat und wieder spielen könnte als es der PdR jemals vermocht hat.
Der PdR ist im Grund ja auch nur das Schloß in sozialistisch-komunistisch-diktatorischer Form. Die brandenburgischen Kurfürsten und ihre Nachfolger bid zu den deutschen Kaisern, waren mitunter, immer ihrer Zeit entsprechend, äußerst modern, demokratisch und Wohltäter der Menschheit.
Das große Problem für uns Deutsche ist ja nach wie vor der Umgang mit der Vergangenheit. Sei es 1939 bis 1945 für die gesamte Nation oder bis 1989 in den östlichen Bundesländern.
Mit dem Schloß, oder seinem Replikt, würde ein repräsentatives Bauwerk im Zentrum der Hauptstadt stehen was in der Historie der oben genannten Zeit nicht belastet ist .
Beide Regime der Zeit distanzierten sich von den Hohenzollern und ihrem Schloß.

Dahin gehend befürworte ich das die Bundesdeutsche Republick(-en) von heute sich durchaus in die Tradition der Bundesdeutschen Monarchie(-en) und deren Bauwerke stellen kann.
Warum sollten nicht zum Beispiel die noch in Bonn verbliebenen Bundesministerien in das Berliner Schloß umziehen. Der Ist-Zustand wird, allein schon wegen der Kosten, nicht von ewiger Dauer sein.
So schließe ich mit der klaren Aussage: Das Schloß soll aufgebaut werden, in Andenken an die Geschichte, eine gewachsene Tradition der Demokratie, welche tolerant genug ist positives aus der Vergangenheit zu übernehmen, der Kultur und zur Ehre der Nation. Wir haben beide Extreme der politischen Richtung überwunden - "Wir sind wieder wer!"

(916) Dreikant
Sun, 26 March 2006 20:47:16 +0000

Danke Herr Niveau, daß Sie den Mut gefunden haben, uns hier schonungslos ehrlich Ihr Niveau zu demonstrieren. Falls Sie zu einem typischen Exemplar der Gattung "Schloßgegner" zählen, wäre dies ein weiteres Argument für den Abriß des PdR.

Mit Ihren Tritten unter die Gürtellinie demonstrieren Sie eigentlich nur, daß Ihnen das letzte sachliche Argument gegen das Schloß verloren gegangen ist (wir erinnern uns an das Märchen, daß das Grundwasser die Weiße Wanne hochdrücken KÖNNTE, und dieses dann zu Fundamentsetzungen am Berliner Dom führen KÖNNTE).

Übrigens: Ihre Aufforderung an "Pankow etc." - Zitat: "Weiter so!" -, könnte man aus juristischer Sicht auch als Anstiftung zu einer strafbaren Handlung (in diesem Fall Beleidigung und Verunglimpfung) auffassen. Zählen Sie auch zu den Menschen, die an die scheinbare Anonymität des Internets glauben und deshalb denken, daß man die zivilisatorischen Regeln und gesellschaftlichen Gesetze nicht unbedingt einhalten muß?

Andererseits könnten Sie durch Zahlung einer Geldstrafe Ihren persönlichen Beitrag zum Wiederaufbau des Schlosses leisten und dadurch später zu recht behaupten, Ihren Beitrag zum Schloß beigetragen zu haben.

Ich wünsche Ihnen, daß Sie eine kreative Möglichkeit zum Abbau Ihrer Wut finden. Wie wär's mit einem alternativen Kunstprojekt?

(915) Niveau
Sun, 26 March 2006 14:03:23 +0000

Es ist doch immer wieder erstaunlich, daß Boddien von Niveau spricht, der hat nun wirklich keins!!!!!!!!!!!!!!!!! Da wird man lange suchen müssen, bis man so einen Menschen findet. Aber es wird ihn sicherlich einen "Sch...dreck" interessieren (und dies ist Boddiens Niveau!!!) Also, Pankow, lassen Sie sich nicht in die Irre führen, immer weiter so!!!

(914) Dreikant
Fri, 24 March 2006 02:08:16 +0000

Lieber Möchtegern,

das alte Preußentum und die entsprechende adige Linie sind Vergangenheit. Und ich sehe auch keinerlei Grund, den Hohernzollern neue Macht zu verleihen. Das neue Schloß Berlin wird ein Schloß des Volkes sein, so wie das Schloß Sanssousi heute öffentlich zugängig ist und allen gehört.

Hau doch die Feindbilder endlich über Bord, dann können wir uns in der WIRKLICHKEIT begegnen.

Dreikant

(913) Dreikant
Fri, 24 March 2006 01:10:49 +0000

Lieber Ersnt Ludwig,
da sprechen Sie ganz aus mienem Herzen. Die zentrale europäische Katastrophe ist der Ausbruch des Krieges zwischen den rivalisierenden europäischen Nationen 1914, und ab dann fiel ein Dominostein auf den anderen, und spätere Generationen werden das 20. Jahrhunderte als das Jahrhundert der Kriege und der Massenmorde bezeichnen (so wie wir heute das 17. Jahthundert unter 30jähriger Krieg abbuchen).

in der Hoffnung auf bessere Zeiten, Dreikant

.

(912) Ernst Ludwig, 58
Fri, 24 March 2006 00:01:09 +0000

Hier wird gesprochen von trauriger Vergangenheit, aus der das Schloß stammt.
Ja, was kam denn nach 1918? Bürgerkrieg, Wirtschaftschaos, Braune Diktatur, Weltkrieg, Rote Diktatur, Teilung, Mauer und Stacheldraht.
War das besser als die preußische Vergangenheit?

(911) Dreikant
Thu, 23 March 2006 23:34:01 +0000

Hallo Henryk,

>aber Schloss und/oder Schlossfassaden werden die Gesellschaft in Berlin mehr spalten als zusammenführen.

Die Berliner Gesellschaft ist bereits gespalten und es geht darum, sich über die Mißverständnisse, Gerüchte etc. hinweg wieder zu finden.

>Das ist das eigentlich Uncharmante an der Idee des Wiederaufbaus eines Symbols einer überlebten Epoche.

Gemäß dieser Logik müßten wir alles abreißen, was älter als 10 Jahre ist.

>Wir Berliner haben nun die historische Chance, das traditionell piefige wie großspurige Berlin der preußischen Engstirnigkeit zu überwinden und der Versuchung zu widerstehen, dem inzwischen neu gewonnenen Ruhm der Stadt ein Gesicht der traurigen Vergangenheit zu geben.

Großspurigkeit und Engstirnigkeit stehen für mich eher für die Diktaturen des Dritten Reiches und des "real existierenden Sozialismus". Insofern werde ich den PdR genausowenig vermissen wie Speers Neue Reichskanzlei. Beides sind Unorte, und ihre Abwesentheit wird ermöglichen, daß eine geschundene Stadt Heilung finden kann.

ein hoffnungsvoller Dreikant

(910) Henschel
Thu, 23 March 2006 18:41:09 +0000

Tja, daraus wird wohl nichts. Ich bezweifle, daß sich ein Monarch im Humboldtforum zwischen all den Besuchern, die es täglich besuchen, wohlfühlen wird;-)

Im Louvre residiert ja auch kein Monarch mehr. Die Schlösser gehören heute dem Volk obwohl es noch zahlreiche Europäische Länder gibt, in denen noch Monarchen in den Schlössern residieren.

(909) möchtegern
Thu, 23 March 2006 18:07:18 +0000

Ich würde gerne wieder ein neues schloss in berlins mitte sehen, am liebsten mit "echten" Königen, etwa SKH. Prinz Greorg von Preussen

eine Monarchie für Deutschland!

(908) Wanderer, 25
Thu, 23 March 2006 16:45:55 +0000

Geschichte ist was schönes!
Es ist doch nun wirklich einmal so, dass Berlin nie ein Stadt-Staat war und das Schloss zu seiner Geschichte gehört.

Wenn man akzeptiere dass das Schloss für eine rigiede und überflüssige Zeit steht, dann muss aber auch jeder DDR-Bau auf das Schnellste abgetragen werden, diesen Staat gibt es doch (trotz einiger NOstalgiker) nun seit 16 Jahren nicht mehr!
Und dann erst das 100jährige Reich - das ist ja auch nicht mal auf 20 gekommen...

Man kann natürlich
philosophisch argumentieren, dann aber doch bitte richtig. Wenn schlechte Erinnerungen weg müssen (wobei Erinnerungen und Denkmale eine Stadt doch erst ausmachen - wobei Berlin ja genug, sagen wir Monumente des 20 Jahrhunderts, hat), warum dann die ganzen Nazibauten und die DDR-Bauten noch hier?!

Da muss ich dann aber sofort Linden zustimmen und sagen, dass doch bitte die ganze Stadt dem Erdboden gleichgemacht werden sollte.
Für die Ausführung könnte man ja das gleiche internationale Konsortium beauftragen, das schon in den 40er-Jaher den 20. Jh so erfolgreich bei der Neugestaltung Berlins mitgewirkt hat.

Derweil muss ich das ja dann zum GLück nicht miterleben. Ich bin ja Gott sei Dank in Karlsruhe geboren. Wir haben ja unser Schloss schon wieder (und es ist bis heute unser Wahrzeichen und Herz des zentralistischen Fächergrundrisses!)

(907) Kränhender Hahn
Thu, 23 March 2006 15:39:02 +0000

@ Henrik

Berlin ist ja kein historischer Stadtstaat wie Hamburg und Bremen (früher noch Lübeck). Berlin war immer eine Hauptstadt und früher immer eine Königstadt.

Hamburg und Bremen waren stets freie Republiken, deren Schlösser sind übrigens die Rathäuser, die an Pracht in Deutschland kaum überboten werden. Wenn in Hamburg also anstatt des prachtvollen Neu-Renaissance-Rathaus plötzlich ein etwas besserer Plattenbau steht, und es darum ginge ihn wieder zu entfernen und das Rathaus wiederaufzubauen, würden die stolzen Hanseaten aber kräftig spenden.

Übrigens kommt von Boddien nicht aus Hamburg, sondern aus Pommern.

(906) Waldmann
Thu, 23 March 2006 14:49:49 +0000

Man kann nur hoffen, dass bei dem geplanten Billigabriß nicht vergessen wird die Wanne so zu schützen, dass zum Baubeginn für das Schloss der Schlamm auch wieder herausgepult werden kann.
Unnötige Mehrkosten!

Als geborener Bremer kann ich nur sagen, dass wir in Bremen das Schloss niemals gesprengt hätten ;-)
und es selbstverständlich wieder aufbauen würden.

(905) Linden
Thu, 23 March 2006 12:46:24 +0000

....Bremen und Hamburg sind heute die Schwestern von Berlin und erfreuen sich der stolzesten Bürger überhaupt. Eine Schloss-Debatte wäre dort gar nicht denkbar. Niemand würde sich dort ein Schloss unterjubeln lassen......

Der untere Beitrag beweist, daß es tatsächlich Menschen gibt, die glauben, Berlin hätte wie Hamburg und Bremen nie ein Schloß gehabt. Das dieses Schloß nur Phantasie ist und alle Fotos auf denen es zu sehen ist, Fälschungen sind!

Ich glaube Pisa läßt grüßen! So geringe Geschichtskenntnisse hat nicht mal ein Dreijähriger...


Dann kann man genauso weiter argumentieren, daß Hamburg und Bremen in der Mitte keinen Fernsehturm haben, der Berliner Fernsehturm also abgerissen werden muß, oder daß Hamburg und Bremen keine Museumsinsel haben und deshalb die Berliner Museumsinsel abgerissen werden muß. Das Zeughaus und der Marstall müssen natürlich dann auch weg, auch die Siegessäule und das Brandenburger Tor haben dann keine Daseinsberechtigung mehr....

Vergleicht man jedoch Berlin mit Warschau oder Karlsruhe (beide Städte haben ein zu 100% rekonstruiertes Stadtschloß), sieht man, daß ein wiederhergestelltes historisches Ensemble für die Qualität einer Stadtmitte sehr wichtig ist.

(904) Henrik, 27
Wed, 22 March 2006 23:36:00 +0000

Da hier so häufig die Rede von der Historie ist, gebe ich zu bedenken, dass "Stadtbürger sein" immer schon bedeutete, sich von der Herrschaft zu emanzipieren. Dem Bürger die Macht! Aber ein Schloss? Das passt gerade auch historisch betrachtet überhaupt nicht ins Bild. Dabei steht natürlich die Frage im Raum, von wem aus man die Sache betrachtet. Welche freie Stadt hat ein Schloss in seiner Mitte? Bremen und Hamburg sind heute die Schwestern von Berlin und erfreuen sich der stolzesten Bürger überhaupt. Eine Schloss-Debatte wäre dort gar nicht denkbar. Niemand würde sich dort ein Schloss unterjubeln lassen. Aber neben den "organisierten Mehrheiten" des Hamburgers Wilhelm von Boddien gibt es ja auch in Berlin noch die eigentliche Mehrheit, der man ein Schloss vielleicht mit Ach und Krach unterjubeln kann, aber Schloss und/oder Schlossfassaden werden die Gesellschaft in Berlin mehr spalten als zusammenführen. Das ist das eigentlich Uncharmante an der Idee des Wiederaufbaus eines Symbols einer überlebten Epoche. Wir Berliner haben nun die historische Chance, das traditionell piefige wie großspurige Berlin der preußischen Engstirnigkeit zu überwinden und der Versuchung zu widerstehen, dem inzwischen neu gewonnenen Ruhm der Stadt ein Gesicht der traurigen Vergangenheit zu geben. Sollte unser Gesicht wie ein altes Schloss aussehen oder ist die Zeit der geschlossenen Entwürfe vorbei und wir verdienen ein Schloss, dass uns alle inhaltlich wie äußerlich repräsentiert?

(903) webmaster
Tue, 21 March 2006 18:20:30 +0000

Melde mich bis zum 2. April ab.

(902) Wanderer,25
Mon, 20 March 2006 15:30:19 +0000

Hallo Dreikant,

vielen Danke für die hilfreiche kunsthirtorische Aufklärung.
Ich habe ja nie bestritten das der Palast der Republik in meinen Augen fehl am Platze ist und auch nicht das ich persönlich einen Wiederaufbau des Stadtschlosses bevorzuge (das wird in den zwei Dritteln meines Beitrages, in dem ich nicht mehr über den PdR rede, deutlich).

Mein Anliegen ist viel mehr, auch Argumente vorzubringen, die sich nicht nur mit schwarz-weiß Malerei beschäftigen (frei nach dem Motto: Palast böse - Schloss gut). Ich habe diese Seite und auch zahlreiche Artikel in Zeitungen sehrwohl gelesen und weis um die Experteneinungen und die städtebaulichen Aspekte.

Generell gesprochen ist Geschichte ein wichtiger Aspekt einer jeden Stadt un eines jeden Landes, ob diese nun positiv oder negativ ist. Daher sollten auch Zeugnisse aller Epochen erhalten bleiben.
Da es aber doch nun schon beschlossene Sache ist, dass der Lampenladen wegkommt, muss ich keine Argumente mehr gegen ihn finden. Meine Überlegungen gingen aber vielmehr in die Richtung Barrockfassaden oder moderner Bau.
Mein Argument war eher das Berlin schon zu viel moderne Architektur hat und so keinen neuen Ausdruck der postmodernen Extravaganz im Stadtzentrum braucht. Natürlich, und da stimme ich vollkommen zu, spielt da auch die weitgehend erhaltenen historische Umgebung eine Rolle.

Es ist doch einfach interessant, dass die meisten Menschen die Architektur vor dem Zweiten Weltkrieg bis heute schön findet, was danach kam aber meist nicht mehr dem heutigen Geschmack entpricht...

(901) Dreikant
Sun, 19 March 2006 23:00:49 +0000

Hallo Wanderer,

>Ob das alte Stadtschloss ein einzigartiges Zeugnis europäischer Baukunst war, sei dahingestellt (ich habe einfach nicht genug Fachwissen um dies beurteilen zu können).

Das Stadtschloß ist gut gemachter Barock, wäre allerdings bei Nichtzerstörung heute nicht Weltkulturerbe, sondern eher guter Durchschnitt, der sich mit anderen berühmten Barock-Baumeistern messen kann.

Allerdings erfüllte das Stadtschloß eine städtebauliche Rolle, die der gegenwärtige Palast nicht erfüllen kann, da er verkehrt steht.

Die Expertenkommision um Swoboda empfahl den Wiederaufbau der Schlüterschen Fassaden aus städtebaulichen Gründen.

>Auch habe ich selbst den Palast nur als ausgeschlachtete Ruine gesehen und kann daher auch hier nicht reinen Gewissens behaupten das das Gebäude stehts ein Grauen war.

Ich habe den Bau als Kind gesehen und fand ihn protzig, übertrieben und geschmacklos.

>Doch fest steht, wenn man vor dem Palast der Republik, oder das was von ihm übrig ist, steht, fühlt man einfach eine gewisse Leere.

Genau diese Leere habe ich in Erinnerung. Und dann diese Erinnerungen an matialische Militärparaden am 1. Mai vor dem Platz der Republik: Rollende Panzer und Soldaten im preußischen Stechschritt (kein Witz!). Und die hohen Herren standen auf dem Balkon des PdR und hoben die Hand zum Gruß *schauder*. Das ist nun glücklicherweise Vergangenheit. Und wenn der PdR weg ist, wird auch dieser Spuk ein Ende finden.

(900) Wanderer,25
Sat, 18 March 2006 19:20:12 +0000

Es ist interessant diese ganzen Einträge zu verfolgen. Was habe ich Tränen lachen müssen als ich manch Beitrag las. Es ist einfach nicht zu leugnen, Deutschland ist undd bleibt das Land der Dichter und Denker...
Nun ist es ja wirklich so, dass manch Einer eine Art emotionale Bindung zu einem Ort oder Gebäude aufbauen kann und es so zu einer Art Symbol wird. Aber Fakt ist doch schließlich, dass die politisierte Diskussion um Abriss, Wiederaufbau, Disneyland und Ähnlichem an Pudels Kern letztendlich völlig vorbeigeht.
Ob das alte Stadtschloss ein einzigartiges Zeugnis europäischer Baukunst war, sei dahingestellt (ich habe einfach nicht genug Fachwissen um dies beurteilen zu können). Auch habe ich selbst den Palast nur als ausgeschlachtete Ruine gesehen und kann daher auch hier nicht reinen Gewissens behaupten das das Gebäude stehts ein Grauen war.
Doch fest steht, wenn man vor dem Palast der Republik, oder das was von ihm übrig ist, steht, fühlt man einfach eine gewisse Leere.
Und nun wird am Abriss des Palastes gearbeitet. Gegenseitiges Beschimpfen und heruntermachen ist nun überflüssig. Der Palast geht, die Frage was kommt ist dadurch umso wichtiger.
Seht Berlin doch einmal an: Ich selbst war vor zwei Jahren das erste und einzige Mal dort. Ich liebe die Stadt, mag auch seine moderne Architektur. Doch irgendwann reicht es auch. Es ist doch so, dass nach dem X-ten Glas-Beton Kunstwerk der Reiz verloren geht. Berlin hat einen besonderen Charm, doch fehlt im manchmal (und das wage ich nun als einmal Tourist ganz unverblümt zu sagen, so als Außenstehender sozusagen) die Seele. Es ist Unsinn Berlin mit Städten wie Paris oder Rom zu vergleichen. Diese Städte wurden nie zerbombt. Doch auch Berlin, obwohl oder vielleicht auch gerade weil sie Bundeshauptstadt ist, hat ein Recht auf eine Seele.
Meines Erachtens hat ein Forum, Milchbar, oder auch Edelpuff, bessere Chancen Berlins Seele zu werden wenn es im Kleide des Stadtschlosses daherkommt, als wenn es sich als weiterer moderner Kubus unter vielen präsentiert. Natürlich lässt sich über Geschmack streiten, doch kann man nicht leugnen, dass Fans moderner Architektur in Berlin schon vollends auf ihre Kosten kommen.
Warum soll Berlin nicht dürfen was Dreseden schon so erfolgreich demonstriert hat?
Warum soll Deutschland seine (man bemerke das bitte) 60jährigen (nicht als politisches Statement zu betrachten, Danke) Wunden nicht lecken dürfen?!
Und man bemerke dass dies moderne Architektur in Form wunderbarer Hochhäuser trotzdem weiterhin zum Zuge kommt. Man denke da nur an die Umgestaltunge der City-West (Ich liebe Denglisch!) oder die des Alexanderplatzes) - verträgt die Stadt da noch mehr Moderne?!

(899) neuer Gast, 38
Fri, 17 March 2006 09:03:12 +0000

Lieber Dreikant,
genauso sehe ich es auch. Darum hätte ich auch nichts dagegen, wenn die PdR-Befürworter diesen an anderer Stelle, wo er nicht so stört*, aus Ruinen wieder auferstehen lassen. Aber bitteschön - wie beim Schloss - die Fassade nur aus Spendenmitteln. Ich wünsche jetzt schon viel Erfolg beim Sammeln ;-)
*Idee: der PdR würde sich sicher als Hangar am neuen Großflughafen gut machen. Da würde ja sogar die A380 reinpassen.

(898) Dreikant
Thu, 16 March 2006 21:10:41 +0000

Hallo, Neuer Gast,

das Hauptproblem des PdR ist (von seiner Ästhetik mal abgesehen), daß er städtebaulich um 90 Grad verkehrt herum gebaut worden ist: Dann hätte man lediglich Schlüters Fassade davorblenden können und ihn im Inneren an eine neue, sinnvolle Nutzung anpassen können. Aber so wie er dasteht, lenkt er die Sichtachse Unter den Linden nicht um (wie Schlüters Fassade), sondern bricht sie und führt sie auf den viel zu großen ehemaligen Militärparadenplatz der verflossenen DDR. Und Schinkels Altes Museum hat keinen Bezug zu einem Gegenüber, um in einen Dialog zu treten (damals zwischen Bildung und Politik), sondern führt stattdessen Selbstgespräche.
Die Berliner werden nach der Vollendung des Schlosses die seltene Erfahrung machen, daß die Errichtung eines einzigen Gebäudes eine gesamte Stadt tiefgreifend ändern kann.

(897) neuer Gast, 38
Thu, 16 March 2006 13:30:36 +0000

An Dreikant: Gute Idee. Ich hab persönlich ja auch nichts gegen den PdR. Problem ist nur, daß er bedauerlicherweise an der Stelle steht, an die nunmal das Schloß gehört. Also liebe PdR-Freunde: Die Glasfassade des PdR wird ja sorgfältig demontiert. Vielleicht sammelt Ihr ja ein wenig Geld, um diese am ICC anzubringen, und dieses damit zu "verschönern....

(896) Hennig Joachim 55
Mon, 13 March 2006 17:22:34 +0000

Habe jetzt einige Tage nicht mehr ins Gästebuch geschaut.
Es ist doch interessant, wie
sehr dieses Forum auch zum
Loswerden von Aggressionen
"genutzt" wird.
Ich selbst werde aber immer schön artig sein und mich weiter
wundern.
Einen schönen Tag noch für alle
guten und "bösen" Schreiber !


(895) Dreikant
Sat, 11 March 2006 19:30:48 +0000

Hallo Uwe, wirklich gute Idee: Die PdR-Fans reißen das ICC ab und bauen dort ihren PdR wieder auf. In liebevoller Kleinarbeit. Und als Disneyl..äh Rekonstruktion. So sind dann alle zufrieden und glücklich.

(894) Uwe, 39
Sat, 11 March 2006 18:29:36 +0000

Wenn es den PdR Befürwortern hilft, können Sie gerne das ICC abreißen. Ich als ehemaliger Wessi hänge nicht daran und finde es fast genauso hässlich wie den PdR.

(893) Sonntag, Fred
Sat, 11 March 2006 14:11:33 +0000

Sehr geehrter von Boddien, ich würde nach meinem Dafürhalten beleidigende Gästebucheinträge ohne vorherige Ankündigungen löschen. Das ist viel eleganter, als hier einen derartigen "Krieg" öffentlich auszutragen, und wird letztendlich die Beleidiger viel mehr ärgern!!! So habe ich es jedenfalls bei meinen Gästebüchern und Foren gehalten, und damit sehr gut gefahren.

Nun ja, für manche mag es ja ganz interessant sein, dieses ständige Katz- und Maus-Spiel nachzulesen. Jedoch muß man wohl mal daran denken, wie weit man sich immer mehr vom eigentlichen Thema entfernt!

Nichtsdestotrotz, schön dass es mit dem Schloss so gut vorangeht und viel Erfolg weiterhin!

(892) Dreikant
Fri, 10 March 2006 19:53:13 +0000

Richtig, Herr von Boddien, lassen Sie sich diese persönlichen Beleidigungen nicht gefallen, mit denen eine bestimmte Person unter immer wieder neuen Pseudonymen dieses Forum zumüllt. Die Grenzen eines zivilisierten Gedankenaustausches hat jene Person klar überschritten, nachdem er die Grenzen guten Geschmacks schon lange überschritten hatte. Auch finde ich es gut, daß Sie dieser Person eine Bedenkzeit einräumen: Manchmal bedarf es eines Schusses vor den Bug und plötzlich sind sachliche Diskussionen wieder möglich. Ich bin gespannt und danke für Ihre besonnene und sachliche Verhaltensweise.

Das Schloß kommt.

(891) Linden
Fri, 10 March 2006 18:39:50 +0000

Es würde mich nicht wundern, wenn hinter "Pankow" unser "C. Höfer" steckt, der damals mit seinen Haßtiraden das Forum und Gästebuch mißbraucht hat. Ich unterstütze jedenfalls entschieden das Vorgehen Herrn von Boddiens. Persönliche Beleidigungen sind absolut nicht tolerabel und wiederholte Beleidigungen unerträglich.

(890) Pankow-H.
Fri, 10 March 2006 17:47:06 +0000

Das nennen Sie "jammern"? Ich finde es einfach bodenlos von Ihnen, mir eine Anzeige anzudrohen.

Mit diesen IP kenne ich mich keinesfalls aus, warum auch? Ich habe mir noch nie was zuschulden kommen lassen, (habe nicht mal Punkte in Flensburg). Und gegen eine mögliche Anzeige von Ihnen werde ich mich trotzdem zu wehren wissen.

Wenn ich es nicht so lächerlich fände, bekämen Sie von mir eine Verleumdungsklage.

In einem Punkt muss ich meine Meinung bzw. mein Schreiben allerdings wirklich korrigieren, es sind nicht Sie persönlich, die hier Befürworter des PdR zu Befürwortern der DDR machen.



(889) Pankow-H.
Fri, 10 March 2006 16:47:00 +0000

Ich lass mir vieles nachsagen - SCHIZOPHREN bin ich gewiss nicht.

Warum drohen Sie mir also mit einer Anzeige? Dagegen verwahre ich mich in aller Form!



(888) Hohojetzhabichaberangst
Fri, 10 March 2006 15:36:16 +0000

Ja, es ärgert mich jedes Mal, wenn Sie Ihre Lügen verbreiten.

(887) Pankow-H., 43
Fri, 10 March 2006 15:21:34 +0000

Vorab möchte ich Sie fragen, warum Sie überhaupt dieses Gästebuch eingerichtet haben? Scheinbar können Sie mit Gegenmeinungen nicht umgehen...

Außerdem finde ich es äußerst oberflächlich, jeden Befürworter für den PdR gleich als Befürworter des DDR-Regimes abzustempeln.

1.) Hätte ich mich gefreut, wenn der PdR als Zeitzeugnis erhalten geblieben wäre. Das macht doch gerade den Reiz dieser ehemals geteilten Stadt aus, warum muss ALLES ausgemerzt werden?
Das Olympiastadion z.B.(von einem Diktator, der ja wirklich große Not und großes Elend in der Welt angerichtet hat) und diverse andere Zeugnisse aus dem "Tausendjährigen Reich" existieren in Berlin doch auch noch - und werden friedlich genutzt.
Und wer, der Berlin nicht vor dem Fall der Mauer kannte, kann sich jetzt noch vorstellen, wie unfassbar sich diese Mauer doch durch die ganze Stadt zog?
Nein, alles muss weg... Koste es was es wolle.

2.) Wer unbedingt sein Stadtschloss haben möchte, möge doch das ICC abreissen (war da nicht auch mal was mit Asbest...?). Damit würden Sie der Stadt einen wirklichen Gefallen tun - der hässliche Klotz ICC verschwindet, mögliche Besserwessis können gleich im eigenen Westen bleiben und ein Stadtschloss gibts dann auch wieder...


Altes Unrecht tilgt man nicht durch neues Unrecht.






(886) Netsurfer, 51
Fri, 10 March 2006 12:51:20 +0000

In der Sendung : -Meine Stadt, mein Bezirk- kommt auch das Thema Stadtschloss Berlin zur Sprache. Sendetermin 13.03.2006 um 14 Uhr 20 auf 91,4. Berliner Rundfunk

(885) Frosch
Fri, 10 March 2006 08:17:21 +0000

Die Engländer können ja ihr Parlament abreissen und an seiner statt den Palast errichten, wenn der so toll ist. Und statt des Big Ben bekommen sie auch noch den Bln Fernsehturm.

(884) Boddienzertreter
Fri, 10 March 2006 07:52:05 +0000

Boddien, du bist so ein verlogenes Stück Scheiße!!!!
Jedes Wort aus deinem Mund ist gelogen. Schade, dass ich heut morgen nicht am Palastplatz war. Ich werde deine saudummen Aktionen weiterhin sabotieren.



(883) Anthony Ellison, 31
Thu, 9 March 2006 23:08:50 +0000

I think it is a great pity that the Palace of the Republic is not being kept and restored. Surely that would be a better use of public money?

(882) Kösters
Thu, 9 March 2006 21:50:01 +0000

Lieber Herr Dreikant, bevor der Bundestag endlich beschloss, den PdR abzureißen und das alte Berliner Stadtschloss, unter Erhalt der drei Schlüterschen Außenfassaden und der Innenfassaden des nach dem großen Architekten geannten Innenhofes, als "Humboldt-Forum" wieder aufzubauen, waren auch auch noch viele "moderne" Varianten im Spiel. In Bezug auf den schrecklichen PdR, wie auch jene grauenhaften Varianten, möchte ich gern das folgende Zitat auch Chesterton (Ernst Bloch: "Einer der gescheitesten Männer, die je gelebt haben!") zur Argumentation an die Hand geben: "E s g i b t z w e i S o r t e n v o n V a n d a l e n - negative und positive; die a l t e n Vandalen, die Bauwerke z e r s t ö r t e n, und die m od e r ne n Vandalen, die solche e r r i c h t e n" (1932), in: Gilbert Keith Chesterton, Der gewöhnliche Sterbliche. Dt. München (Kösel) 1962, S. 2oo; vgl. zu Chesterton neuestens: Gisbert Kranz, Gilbert Keith Chesterton. Prophet mit spitzer Feder. Augsburg 2oo5.

(881) Dreikant
Thu, 9 March 2006 20:27:16 +0000

Also ich freue mich schon auf das neue Berliner Schloß mit dem Humboldt-Forum (für mich ein gutes und tragfähiges Konzept). Lieber Herr von Boddien und Ihr Mitglieder des Fördervereins Berliner Schloß e.V., laßt Euch von den Palastfans und Schloßhassern nicht irre machen. Es geht darum, daß die in der Nachkriegszeit zerissene Stadt Berlin ihr HERZ zurückerhält, nicht mehr und nicht weniger.
Und daß die Schloßhasser unter die Gürtellinie zielen, zeigt ganz gut, daß ihnen die Argumente ausgegangen sind.
Das Verwunderliche über den gegenwärtigen Abriß des Palastes der Republik ist ja eigentlich, daß er erst jetzt passiert: Man stelle sich vor, in der Innenstadt von Paris oder New York stehe ein seit 15 Jahren funktionsloser, aus denkmalpflegerischer Sicht wertloser Bau herum, der das Stadtbild verschandelt? Undenkbar. Berlin kehrt zur Normalität zurück.
Ich habe den Palast der Republik als Kind erlebt und fand ihn schlicht und einfach großkotzig (offensichtlich war ich da nicht allein, daher der populäre Spitzname "Palazzo Protzi") und das Innendesign völlig übertrieben (diese Materialschlacht an Beleuchtungskörpern, daher der Spitzname "Erichs Lampenladen").
Und auf dem viel zu großen Platz vor dem Palast der Republik gab es am 1.Mai martialische Militärparaden mit Panzern und preußischem Stechschritt (und wer sind da wohl die ewig gestrigen...)
Der Palast muß weg, der Aufmarschplatz muß weg, damit Berlin wieder eine Zukunft hat als weltoffene Metropole. Der alte Mief muß weg. Berlin, mach die Fenster auf! Ich drück Euch die Daumen!

Dreikant
(Rekonstruktionsbefürworter und Architekturstudent, ja das gibt es!)


(880) Erich-Delattre, Markus, 38
Tue, 7 March 2006 23:17:17 +0000

Den Beitrag von Herrn Kulish habe ich - als Tagesspiegel-Leser - aufmerksam gelesen und erlaube mir folgende Anmerkung:
Die Verbrechen der deutschen Nationalsozialisten führten auch zur Zerstörung der kulturellen Vielfalt in der historischen Mitte von Berlin. Nach 1945 hat die SED-Regierung aus ideologischen Gründen die Geschichte der Orte - auch die Geschichte der von den Nationalsozialisten ermordeten Bürgerinnen und Bürgern Berlins - beim Wiederaufbau bewusst - und wie im Falle des Berliner Stadtschlosses gewaltsam - ignoriert (diese Geschichtslosigkeit beim Wiederaufbau war auch im Westen zu beobachten). Die Gebäude der so genannten DDR-Moderne sind von "herausragender Hässlichkeit" (Kulish in der New York Times). Warum möchte ich Herrn Kulish fragen soll Berlin in seinem historischen Zentrum die Zeit der baulichen Extreme konservieren und eine Art DDR-Diktatur-Park einrichten ? Bedeutsame Gebäude werden als Geschichtszeugnisse der sozialistischen Diktatur erhalten bleiben, aber die Innenstadt der europäischen Stadt Berlin braucht eine Neuerfindung von Architektur. Meines Erachtens ermöglicht die Rekonstruktion einzelner Gebäude eine differenziertere Geschichtsbetrachtung und Erinnerung an die durch die Nationalsozialisten ermordeten Bürger. Wo bitte wird für einen Erinnerungsort Romanisches Café gestritten im Teilwieder aufgebauten Anhalter Bahnhof gestritten. Ein Ort der Erinnerung an die verbrannten Schriftstellerinnen und Künstler. Warum höre ich da nichts von den Palast-Anhängern ? Das Humboldt-Forum im Berliner Stadtschloss kann durchaus der Aufklärung und der Förderung einer pluralen, demokratischen Zivilgesellschaft der Vielfalt dienen. Die Stadt New York hat keine totalitäre Diktatur und verrückte Gewaltverbrecher als Regierende erleben müssen. Dennoch hat der 11.09.01 die Stadt verändert. Aber auch New York hat sich für eine Rekonstruktion von von Ground Zero entschieden.

(879) Dr. Erich Kraft
Tue, 7 March 2006 18:29:22 +0000

Für Kurt: Bin am 18.1.1948 geboren und stehe noch für Jahre voll im Berufsleben. Mit Preußens und Deutschlands Geschichte Vertraute wissen, daß der 18.1. ein bedeutender Tag ist. Es wäre besonders schön, wenn an Preußens, Deutschlands und meinem Geburtstag das Schloß alsbald eingeweiht würde.

(878) Krähender Hahn
Tue, 7 March 2006 13:12:51 +0000

Tja Kurt, das mag ja sein, aber Sie werden den PdR auch nicht mehr lange erleben, denn dieser verschwindet täglich mehr und mehr und mehr und mehr..........

Die ganzen jungen Schloßfreunde jedoch, werden ihre helle Freude am Schloß haben.

Grüße in die Platte!

(877) Kurt
Tue, 7 March 2006 07:05:30 +0000

Geblendete Märchenopas, die das LuftSchloss nicht mehr selbst miterleben werden: Boddien, krähender Hahn, Erich Kraft, Kösters

(876) Dr. Erich Kraft
Mon, 6 March 2006 15:51:53 +0000

Es ist ja herzzerreißend, mit welchen abstrusen Vorschlägen sich die Schloßverhinderer immer wieder hervortun. Eine Riesenhalle, ein Schwimmbecken und was noch alles soll dort hin.
Nein!!! Für so etwas ist überall in Berlin Platz, nur nicht hier. Hier ist einzig und allein Platz für das Schloß, seit 500 Jahren. Der PdR war eine kurzzeitige, vorübergehende städtebauliche Verirrung, die künftig nicht einmal für eine Fußnote der Geschichte reichen wird.

(875) Kurt
Mon, 6 March 2006 12:12:31 +0000

boddien du dummes Vieh!!!!
Lösch den krähenden Hahn und nicht mich

(874) neuer Gast, 38
Mon, 6 March 2006 11:36:11 +0000

Lieber Os(t)walt (oder Freunde),

es ist doch peinlich, daß Sie dieses Gästebuch nutzen, Ihre Ideen zu publizieren, da sich ja scheinbar niemand Ihre eigenen Sites ansieht. Dazu nutzt man bitteschön das Forum. Und wenn schon, ist es im Internet guter Brauch, daß man nicht ganze Aufsätze (ohne Quellennachweis!) in fremde Gästebücher kopiert, sondern einfach einen Link schaltet, wenn man nichts neues zu schreiben hat.
Daß der Artikel dennoch stehenbleibt, spricht wirklich für den Sitebetreiber.


(873) Kösters
Mon, 6 March 2006 07:22:59 +0000

Leider kann ich nicht als Ingenieur zu dem jüngsten Vorschlag der Gruppe um den Architekten Oswalt Ph. Stellung nehmen. Immerhin wundert es mich doch, dass, wenn dieser Vorschlag ingenieursmäßig sich so sehr nahelegt, wie hier unterstellwird , nicht auch schon einer der vielen anderen Architekten und Ingenieure, die sich mit dem Wiederaufbau des Schlosses befasst haben, darauf gekommen ist?! - Außerdem fragt sich doch schon der Laie, ob die äußerst wichtige Bezugsebene zu den wichtigsten Gebäuden rund um das Schloss noch eingehalten werden kann, wenn auf jeden Fall eine Erhöhung der eigentlichen Bauebene um 1, 5o Meter notwendig sein sollte. - Mir legt sich jedenfalls der Verdacht nahe, dass es sich doch nur um ein weiteres Aufschubsmanöver handelt.

(872) wenigstens Keller des Palastes erhalten
Sun, 5 March 2006 23:44:13 +0000

Eine unterirdische Betonwanne, in der der Bau ruht, soll, wie bereits berichtet, mit Sand gefüllt werden. Damit soll verhindert werden, daß die Wanne nach oben treibt, gleichzeitig der Grundwasserspiegel steigt und andere Bauten beschädigt werden. "Für die Sandeinspülung wird mit speziellen Schuten über die Spree Sand angeliefert, dieser wird in einem Becken mit Spreewasser vermischt und dann mit Hilfe von großen Pumpen ins Gebäude befördert. Der Sand setzt sich ab, das Wasser gelangt über ein Brunnensystem wieder in die Spree." Gegen die vorgesehene Füllung mit Sand spricht sich eine Gruppe von Ingenieuren aus, die am Bau des Palastes beteiligt waren und sich als "Ruinenkollegium" bezeichnen. Sie schlagen vor, eine 60 Zentimeter dicke Betonschicht in der Wanne aufzubringen, die den Auftrieb verhindern soll, wenn die Palastgeschosse abgerissen sind. Somit könnten die Sohlplatte und die Kellerwände des Palastes erhalten bleiben, die die Wanne bilden, und später in den Bau des geplanten Schlosses einbezogen werden. Die Stahlbetonkonstruktion ist mit Bitumenbahnen und Betonschichten geschützt und hat aus Sicht der Ingenieure eine Haltbarkeit von 300 Jahren. Der aufwendige Abriß der Wanne würde vermieden, die teure Füllung mit Sand ebenfalls.


In diesem Zusammenhang schlägt der Forschungsverbund Urban Catalyst vor, die Untergeschosse des Palastes für kulturelle Zwecke zu erschließen, bis das Gelände neu bebaut wird. "Die Nutzer des Humboldt-Forums könnten zusätzliche Räume gut gebrauchen, ob für Ausstellungen, Veranstaltungen oder für Bibliotheksnutzung", sagt Architekt Philipp Oswalt. Eine Halle von rund 10 000 Quadratmeter Größe und sieben Meter Höhe könne im Untergeschoß eingerichtet werden, außerdem ein Innenhof für Freiluftveranstaltungen und ein etwa 700 Quadratmeter großer Raum unter der Zufahrtsrampe. Das unterirdische Gebäude würde nur mit der 1,5 Meter hohen Bodenplatte herausragen, die begrünt und mit einem Ring aus Neonleuchten umgeben werden soll. Oswalt und seine Mitstreiter hoffen auf baldige Gespräche mit dem Senat und dem Bundesbauministerium über ihre Ideen.


Artikel erschienen am Sa, 25. Februar 2006


(871) Krähender Hahn
Sun, 5 March 2006 10:40:23 +0000

Ich komme eigentlich nicht mehr nach Berlin um mich nach der Mauer umzusehen oder nach dem Checkpoint Charlie. Das dies vielleicht noch Amis anzieht kann ich mir zwar vorstellen. Wahrscheinlich wußten sie gar nichts von den Schlössern.

(870) Hensel
Sun, 5 March 2006 02:48:08 +0000

gr

(869) Palast der Republik,30 Jahre
Sat, 4 March 2006 21:59:11 +0000

Am vergangenen Sonntag trauerte ein Kolumnist der „New York Times“, Nicholas Kulish, um den Palast der Republik – und um Berlin:

Der Palast der Republik wird abgerissen. Im nächsten Jahr wird nichts mehr von ihm übrig sein. Das ist eine Schande und ein überdeutlicher Beweis dafür, wie groß der Minderwertigkeitskomplex der Stadt ist. (...)

Berlin fehlt jenes Zutrauen zu sich, das es einer selbstbewussten Frau erlaubt, mit Leichtigkeit einen Schönheitsfleck zu tragen. Ständig guckt die Stadt über ihre Schulter nach Rom, London oder New York, anstatt ihre erstaunliche Einzigartigkeit zu feiern.

Es geht bei dem Thema nicht darum, die dunklen Epochen der jüngsten Vergangenheit zu verstecken. In den letzten Jahren wurden ein Jüdisches Museum eingeweiht und ein prominentes neues Holocaust-Mahnmal. Das Endspiel der Fußball-WM wird in einem von den Nazis erbauten Stadion stattfinden, in dem Hitler die Olympischen Spiele feiern ließ. (...)

Als ein gelegentlicher Bewohner Berlins war ich Gastgeber für viele Touristen. Nicht einer wollte die Schlösser sehen, von denen es viele Originale gibt. Werden sie bald die Besichtigung einer Rekonstruktion verlangen? Meine Besucher wollten die Berliner Mauer sehen – und den Checkpoint Charlie. Die Geschichte, für die sich die Touristen in Berlin interessieren, ist die des 20. Jahrhunderts.

Ich habe nie einen Deutschen kennen gelernt, der nach Berlin zog, weil es die Reichshauptstadt ist. Berlins Lebendigkeit und Fremdheit zieht sie an. Für viele Westdeutschen bestand der Reiz auch in der alten DDR, in all ihrer herausragenden Hässlichkeit. Geschichte geschieht. Sie lässt sich nicht konstruieren.

(868) Heiner
Sat, 4 March 2006 20:34:25 +0000

Lieber Erik,

komisch, als der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) als Vertreter vieler dieser Firmen seine Jahresveranstaltung 2004 im Palast der Republik abhielt und kurz darauf Mc Kinsey als Betreuer derselben, habt Ihr Palastanhänger doch alle gejubelt, weil Ihr hofftet, so den Palast zu retten.

War "böses Geld" nach Eurer Auffassung da plötzlich "gutes Geld?" Logisch ist das doch nicht, gelle?

(867) Kösters
Sat, 4 March 2006 08:07:29 +0000

Jedem Zweifler am Sinn der Rekonstruktion des Berliner Schlosses rate ich einen Besuch in Dresden. Der alt-neue (und so im Ganzen meines Erachtens gelungene) rasant voranschreitende Wiederaufbau des "Neumarkts" belegt ganz offenbar auch die ökonomischen Hoffnungen, die sich an den Wiederaufbau der Frauenkirche, der Residenz und der anderen Bauten dieses Viertels knüpfen. In der Tat: "Dresden glänzt"! Im Übrigen zeigt der wachsende Zustrom der Besucher Dresdens, dass der Wiederaufbau der alten Prachtgebäude nicht nur von ein paar nostalgischen Spinnern, sondern von der breiten Mehrheit der Bevölkerung angenommen wird. Genau das Gleiche lässt sich voraussehen für den überfälligen Wiederaufbau des Berliner Schlosses. - Im übrigen: Besonders gelungen finde ich das Nebeneinander von "Altem" und "Neuem" Grünen Gewölbe im Schloss. Ein Hinweis auch auf den Wiederaufbau des Schlosses! Ich hätte nichts dagegen, wenn die offene vierte Fassade modern gestaltet würde - wenn sich nur ein Architekt von der Qualität eines "Pei" finden würde! Noch einmal zurück zur (überaus kostspieligen) Rekonstruktion des "Alten" Grünen Gewölbes - sie wird ausstrahlen auf die Anziehungskraft des Schlosses - und damit Dresdens: mit den schon angedeuteten ökonomischen Folgen. Dies ist ein (!) Grund meines Plädoyers auch für die möglichst baldige Rekonstruktion der Prachtsräume im Schloss. - Ein Letztes: Wenn ich hier vor allem ökonomisch argumentiere, möge das nicht missverstanden werden: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein ... !

(866) Ernst Ludwig, 58
Sat, 4 March 2006 04:08:11 +0000

Na, der Erik kann ja doch ordentlich und verständlich schreiben. Was soll der Leser, der in dieses Gästebuch mal hineinschaut, auch wissen, wen und was er mit dieser Firmensammlung gemeint hat.
Nun, die alten Römer wußten schon "pecunia non olet", also ist jede Unterstützung willkommen, egal von wem. Ich würde sogar Geld von der PDS, Stalinisten und sonst wem nehmen, auch wenn angesichts von 40 Jahren DDR-Diktatur, Mauer und Stacheldraht, die PDS gewiß nicht zur ehrenwerten Gesellschaft gehört. Hauptsache, der Schloßbau kommt voran.

(865) Erik, 27
Fri, 3 March 2006 23:02:09 +0000

Rausch? Zusammenhanglose Aneinanderreihung? Schwätzen? Namen ohne Sinn?
Kaum 2 Klicks entfernt (=> Schlosspartner) stehen die genannten Unternehmen und Vereinigungen in einer Liste.
Meine polemische Aufbereitung kann ich damit rechtfertigen, dass sich die genannten Unternehmen in besonderer Weise als unsozial, veruntreuend und bürgerfern, als nationalistisch, als Rüstungsschmieden und/oder kriminell hervortun.
Neben der Frage, warum gerade solche Unternehmen das Vorhaben des Schlossvereins unterstützen, wäre auch die Frage aufzuwerfen, warum Wilhelm von Boddien diese Partner schätzt.
Im Weiteren fände ich es angebracht, wenn alle Diskutierenden grundsätzlich anerkennen würden, dass es sehr unterschiedliche Auffassungen über die Ästhetik von Baukörpern gibt, man also nicht allgemein alles in Kategorien von "hässlich" bis "schön" unterteilen kann und Geschmäcker somit schlecht als Argument taugen.
Erstaunlich finde ich es auch, dass ich als Aktivist des "Bündnis für den Palast" hier als Alt-Stalinist und Hasser und und und bezeichnet werde. Warum ist es so schwer zu akzeptieren, dass man manchen Menschen nichts Übles anheften kann?
Wir sind doch ganz lieb. Vielleicht haben wir deshalb verloren. :-)

(864) Andreas,24
Fri, 3 March 2006 10:39:33 +0000

Den Beitrag sollten Sie wirklich nicht löschen. Sonst glaubt uns in ein paar Jahren, wenn das Schloss steht, keiner mehr, mit welchen Methoden und auf welchem Niveau versucht wurde, das Schloss zu verhindern.

Grüße, Andreas

(863) Honza
Fri, 3 March 2006 07:28:14 +0000

Danke Erik, diese B O D D I E N A R S C H K R I E C H E R sind doch sowas von bekloppt.

@Boddien: nicht löschen du Spast

(862) K., Konstantin, 21
Tue, 28 February 2006 00:34:12 +0000

Mein Beitrag soll sich an alle wenden, die irgendetwas zum Aufbau des "Neuen Schlosses" geleistet haben: Aus tiefstem Herzen Danke!!! Ich komme zwar nicht aus Berlin (sondern aus Frankfurt a. M.) aber ich fand es immer schrecklich; man flaniert die "Linden" hinunter, an der prachtvollen Uni, Schinkels Neuer Wache usw vorbei, betritt dann den Schlossplatz wo links der Dom steht und noch weiter die Gebäude der Museumsinsel, und dann... dieser bronzenfarbene Kasten in der Mitte! Man muss nicht Architektur studiert haben um zu sehen, dass der "Palast" ein widerlicher Fremdkörper auf diesem sonst so schönen Platz ist!!! Vielen Dank dass sie der Hauptstadt unseres Landes eine würdige Mitte geben! ... Sicher muss man den Palastanhängern zugestehen, dass mit dem Palast ein historisches Gebäude durch die Kopie eines alten ersetzt wird. Ein Argument das sicher richtig ist. Doch die Menschen sollen in dieser Stadt leben und sich wohl fühlen, Berlin soll schlichtweg auch eine schöne Stadt sein. Und gerade Deutschland, dass im Krieg so viele schöne Plätze verloren hat, ein solches Ensemble zu verschenken. - Noch eins: Ich gebe ihnen mein Wort: Wenn dass Schloss erst mal steht wird sich ganz Deutschland und die Welt darüber freuen!!!

(861) jorge do marco, randolf
Mon, 27 February 2006 08:28:18 +0000

gestern stand ich, daß besoffene und gar nicht wirkliche berliner "karnevalstreiben" schwer erduldend, am schlossplatze und mein blick wechselte sinnend zwischen erichs lampenladen und dieser seit jahrzehnten ekligen zahnlücke, wo einst das berliner stadtschloss stand. voraussichtlich 15 monate lang können nun diejnigen, welche die "ddr" als ihre "mutter" sahen (...) nochmals täglich abschied nehmen und diese epoche begraben. zukunft wird gemacht! und wenn ich mir die projektionen eines "neuen schlosses" und die nutzungsentwürfe so ansehe, und dies mit vorhandenen neubauten an anderen stellen oder auch in anderen städten vergleiche, so wünsche ich mir von ganzem herzen wenn auch keinen könig, so doch diesen königsweg: ich wäre ein noch stolzerer berliner wenn auf dem schlossplatze wieder eine art schloss stehen würde. der wiederaufbau der dresdner frauenkirche und deren einweihung ging doch auch allen unter die haut. man stelle es sich vor, man könnte vor freude tanzen: der blöde, hässliche klotz von palast (als fatze einer weiteren, unrühmlichen deutschen epoche) endlich weg, das schöne schloss in berlins mitte als zeichen, daß wirkliche kultur die mitte unseres denkens und handelns sei.

(860) Ernst Ludwig, 58
Mon, 27 February 2006 00:24:35 +0000

Was der Erik da von sich gegeben hat, ist wohl im Rausch geschrieben worden. Diese zusammenhanglose Aneinanderreihung von Namen ohne Sinn kann kein Mensch verstehen.

(859) Heiner
Sun, 26 February 2006 16:51:59 +0000

Erstens verstehe ich an Ihrem Beitrag nicht, was Sie meinen - und auch nicht auf welcher Niveaustufe Sie sich bewegen! Geht's ein bisschen präziser? Oder schwätzen Sie nur?

(858) Erik, 27
Sat, 25 February 2006 18:29:00 +0000

Auf inhaltlich niveaureichere Beiträge weiß aber kein Schloss-Fan etwas zu antworten... Vom Dezember: "Bankgesellschaft, Deutsche Bank, Commerzbank, Daimler-Benz, BDI, Springer, MDM, Thyssen-Krupp, Sylter Golfspieler, Ruhesitz am Zoo: Es vereinen sich also Ehrbarkeit, Menschlichkeit, Geschichtsbewusstsein, Wahrheit, Wohltätigkeit, Kreativität, Weltoffenheit und Bürgernähe. Addiert man noch die aufrichtigsten Politiker und Bauunternehmer hinzu, kann man sich für Berlin besonders freuen.
Preiswert und sympathisch!"

(857) Hensel,Danny 31 J.
Fri, 24 February 2006 11:29:37 +0000

An meiner Altersangabe ist unschwer zu erkennen,daß ich der Generation angehöre die das Stadtschloss nur von Bildern her kennen.Und wenn ich denn erst zu einem Grufti werden muß um das Stadtschloss zu bewundern,nun denn,ich wäre ein glücklicher Grufti!Lasst es uns anpacken,geben wir dem immer noch schönen historischen Stadtbild Berlins den Glanzpunkt zurück!!!Mit meinem Herzen bin ich dabei!!!Anbei möchte ich bemerken,daß ich mir das Schloss mit seinem einzigartigen Kuppelaufbau wünsche!!!Für mich keine Frage.Als Berliner freue ich mich sehr auf den Tag an dem ich mich mit Freunden treffen werde und sage:15h am Schloss-Hauptportal/Spreeseite!!!((-:

(856) Emu
Thu, 23 February 2006 21:09:05 +0000

Hallo,

kann nicht David Copperfield das Schloss herzaubern?

(855) Hennig, Joachim 55
Thu, 23 February 2006 14:10:13 +0000

Genau so ist es, Dr. Erich Kraft !
Sie haben es auf den Punkt gebracht !

War Pisa für uns und unsere Vorfahren noch der Begriff für eine Stadt, so wird dieser Name bald nur noch im Zusammenhang mit der Eigenschaft von Dummen verkommen sein.

(854) Dieter, 36
Wed, 22 February 2006 22:05:15 +0000

Liebe Leute vom Förderverein!
Ich wünsch Euch weiter viel Kraft und Erfolg in den kommenden Monaten. Möge Euer Vorhaben gelingen und das Schloss inklusive Kuppel und lebendigem Innenleben uns alle sehr bald schon bereichern!Ich bin mir sicher, dass die Menge derjenigen, die Ihnen heute noch mit geiferndem Hass begegnen, mit jedem Meter, den das Humboldt-Forum wachsen wird, dahinschwinden wird wie Schnee in der Sonne ... Über die wirklichen Beweggründe der so genannten "Schlossgegner" kann man (jenseits aller vorgeschobenen Kontra-Argumente) nur spekulieren ... Ich vermute am ehesten Neid ... Neid auf die Menschen, die aus gebauter Schönheit und Ästhetik eine Befriedigung schöpfen können, die ihnen selbst ab geht. Dabei ist dieser Neid völlig fehl am Platze! Auch diese Personen werden dieses Gefühl kennenlernen - sobald das Schloss steht !!!

Mit den besten Wünschen
Dieter aus Stuttgart

(853) Uwe, 56
Wed, 22 February 2006 21:41:12 +0000

Solch´arrogantem Gesindel wie dem Förderverein und seine Armkriecher, kann man einfach nicht anders begegnen

(852) Dr. Erich Kraft
Wed, 22 February 2006 18:27:48 +0000

Den geistigen Tiefstand unserer Nation sieht man an manchen Beiträgen in diesem Gästebuch. Kein Wunder, daß die Bildzeitung so eine hohe Auflage hat.

(851) Honza
Wed, 22 February 2006 15:47:05 +0000

Dann verpisst euch doch einfach

(850) Hennig, Joachim 55
Wed, 22 February 2006 11:44:07 +0000

Seht, was sich heute auf den Grundmauern des Königsberger Schlosses befindet. Ein furchtbar hässlicher Klotz, der weltweit wohl "einzigartig" sein dürfte.
Das preußische Fundament läßt diese sowjetische Bausünde aber nicht zu und gibt langsam aber todsicher nach. Dieser Betonklotz konnte nie bezogen werden, was man auch als eine gerechte Strafe für die Zerstörung der Stadt deuten kann.
Nun soll in Berlin wieder errichtet werden, was schon einmal genau dort stand, - gut so !
Den Kupferglas-"Palast" von Honecker zu erhalten, wäre auch
eine Strafe gewesen.
Eine Strafe für meine Augen auf jeden Fall !!
Selbstverständlich hängen viele Menschen an Erinnerungen zu diesem Gebäude. Kann auch ich nachvollziehen. Wenn aber von Ästhetik und Baustil die Rede ist, wird mir mein persönliches Urteil sehr leicht gemacht.