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Wilhelm von Boddien


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(2746)
(1346) S.Hartmann
Tue, 13 November 2007 15:42:27 +0000

Da dies hier nur ein Gästebuch ist, habe ich im Forum auf meine beiden Vorschreiber geantwortet.

Vielleicht sollte der Webmaster auch mal wieder Ordnung ins Gästebuch bringen.

(1345) Hensel, Sharan D. 33 J.
Tue, 13 November 2007 14:18:42 +0000

An meinen Vorschreiber Herr Mannhart) : Was für eine Zugabe. Danke:-)
An Herrn Hüller: Stellen Sie sich Berlin, zumindest einmal das historische Zentrum, als gemaltest Kunstwerk vor. Dann irgendwann weist dieses Bild Schäden auf. Was würde man wohl am ehesten tun? Diese Schäden mit irgendwelchen Farbklecksen übertünchen, oder es dem Original nachempfinden?Hm? Vielleicht zeigt das auf, dass Ihr Vergleich doch sehr an den Haaren herbeigezogen ist!
Und wir alle sind sicher keine grundsätzlichen Verteufler moderner Formensprache...Und ebenso wenig sind wir in der Vergangenheit verhaftet! Denn die "Moderne" dominiert unser Stadtbild. Und keiner hier schreit nach der Wiederherstellung des Berliner Stadtbildes vor 1945. Das wäre irrwitzig. Aber eben an diesem zentralen, tragenden und bedeutenden Ort; der Schlossplatz. Einzig geht es hier um die Rekonstruktion eines historischen Gebäudes. Zunächst in seiner äusseren Gestalt. Und so ein Aufheben darum? Vergleichen Sie einmal Bilder des alten Berlin mit dem heutigen Antlitz und Sie werden die Sehnsucht vielleicht nachempfinden können...? ! Und wie Herr Mannhart schon bemerkte, es geht auch um Identitätsstiftung. Und davon hat Berlin viel eingebüßt. Weshalb auf Teufel komm raus alle Narben sichtbar halten? Genug davon gibt es und wird es vermutlich auch immer geben. Ich betrachte die Möglichkeit einer Rekonstruktion als Chance, nicht als Frevel!
In diesem Sinne, auf geht's...
Abermals mit besten Grüssen...


(1344) Mannhart 49
Tue, 13 November 2007 08:02:58 +0000

Herr Hüller, wenn Sie nur ein wenig Ahnung von Kunsthistorie hätten, wüssten Sie, dass das Hohenzollernschloss bis zu seinem Ende 1950 der bedeutendste Barockbau nördlich der Alpen war mit einmaligen Kunstschätzen darin.
Von daher zieht Ihr Vergleich mit 'schwülstiger Landschaftsmalerei' nicht.

Das Stadtschloss lässt sich kulturhistorisch nur mit einem Spitzenwerk eines großen Meisters wie Rembrandt oder Caravaggio vergleichen.

Und was das 'Überspielen vergangener Größe' anbelangt, gebe ich S. Hartmann lediglich insofern Recht, als die Stadt Berlin mit der historischen Rekonstruktion ihrer baulichen Keimzelle - dem Schloss - die Gelegenheit erhält, die massiven Verluste ihrer geschichtlichen Bausubstanz durch Krieg und sozialistischen 'Wiederaufbau' an ihrer empfindlichsten Stelle zu korrigieren und damit allenfalls die überwiegend gesichts- und seelenlose moderne Architektur zu überspielen, die ganz Berlin dominiert, die nur selten Glanzstücke bietet und der Berlin den fragwürdigen Titel 'New York Europas' verdankt.

Und was das 'Kopieren' angeht, können Steinmetze und Konservatorämter weltweit bestätigen, dass alle heutigen historischen Bauwerke, bspw. Notre-Dame de Paris auf der Île de la Cité, aufgrund ständiger Materialerneuerung bzw. -ausbesserung längst zu Kopien ihrer selbst geworden sind, vielmehr zu Kopien von Kopien von Kopien... Verlieren diese Kunstschätze dadurch an Reiz?

Nein, denn sie haben zwei entscheidende Vorteile gegenüber Bauwerken zeitgenössischer, moderner Architektur:

Erstens wurde bei ihrer Errichtung bzw. wird bei ihrer Restaurierung noch auf Qualität an Material und Ausführung Wert gelegt, oft ein großes Manko bei rasch hochgezogenen modernen Gebäuden, die schnell Profit abwerfen sollen, und zweitens, ein noch wesentlich wichtigerer Punkt, historische Bauwerke, ganz gleich ob als 'Kopie' (z. B. Frauenkirche in Dresden) oder als 'Original', stiften Identität. Und wie nötig der Berliner Schlossplatz die hat, wissen wir wohl alle, nicht zuletzt aufgrund der Lage in direkter südlicher Nachbarschaft zu Dom und Weltkulturerbe 'Museumsinsel' und als krönende, städtebauliche Pointe von Berlins Prachtmeile 'Unter den Linden'.

(1343) S.Hartmann
Mon, 12 November 2007 21:08:41 +0000

Damit haben Sie Recht("Respekt vor den alten Künstlern", doch das haben auch die meisten Architekten), doch
-Ein großer Künstler versucht nicht die Werke anderer großer Künstler zu kopieren- sondern variiert sie oder interpretiert sie neu.

Und noch ein Zitat das ich recht passeend finde:
"Oft wollen Gemeinden oder andere Denkmalsbesitzer mit der Rekonstruktion eines Werkes aus glorreicher Vergangenheit Bedeutungs- und Gesichtsverluste überspielen, die sie im Lauf der Zeit erleiden mußten oder zu verhindern versäumt haben."(Pehnt)

(1342) Ernst Ludwig
Mon, 12 November 2007 18:02:16 +0000

Ein echter Künstler schätzt die alten Meister genauso wie die neuen. Z.B. in der Musik: Ein Mann der Moderne wie L. Bernstein ("Westside-Story") war im Jazz und Musical bestens zu Hause hatte aber auch große Achtung vor den Klassikern wie Mozart, Beethoven usw. und pflegte deren Musik genauso wie die seine.
Schlüter kann nicht mit schwülstigen Landschaftsmalern gleichgesetzt werden. Einem zeitgenössischen Architekten müßte es eine Ehre sein, das Werk dieses großen Meisters der Barockzeit wieder auferstehen zu lassen.

(1341) Hüller Ingo, 32
Mon, 12 November 2007 16:40:43 +0000

Als Künstler, wie Kandinsky, Klee, etc. zu neuen Ufern aufbrachen, gab es auch diejenigen, die an schwülstiger Landschaftsmalerei festhalten wollten und die nicht begreifen konnten, dass ihre Vorstellungen bereits überholt sind. Die gleiche Art von Menschen kämpft jetzt für den Wiederaufbau des Schlosses. Dass Dummheit siegt, scheint in Deutschland Tradition zu haben...

(1340) Hensel, Sharan D. 33 J.
Mon, 12 November 2007 16:17:51 +0000

@ Mannhart:-)
Nüchtern und eindrucksvoll auf den Punkt gebracht, ihr Beitrag!
Meiner dazu, mein Applaus.
Zur modernen Formensprache möchte ich mich nicht weiter äussern, nur, es gibt tatsächlich auch ermutigende Beispiele: Vis a vis des Bundesrates, Leipziger Str, das zu bauende Haus des Potsdamer Tores am Leipziger Platz, das bestehende Geschäftseckhaus am Hausvogteiplatz und die hoffentlich bald erstehende Falkoniergasse! Weiter so...
Mit besten Grüssen.

(1339) Dominik Dietz 25
Mon, 12 November 2007 13:41:36 +0000

@Mannhart:

1000%ige Zustimmung. Als ein Befürworter einer Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses muss man ja schon Angst davor haben, als "Rechtsradikaler" bezeichnet zu werden. Da sieht man mal warum Deutschland bei den Pisa Studien immer auf den hinteren Rängen landet...das Volk verdummt!

(1338) Mannhart 49
Mon, 12 November 2007 12:01:39 +0000

Natürlich hat man nichts gegen moderne Architektur, wenn sie denn tatsächlich spektakulär anmutet, wie etwa der zerborstene Davidstern des Neuen Jüdischen Museums in Berlin von Daniel Libeskind oder das Guggenheim-Museum in Bilbao von Frank O’Gehry, aber das sind leider absolute Ausnahmen.
Und sie stehen auch nicht an sonderlich historischen Orten im Unterschied zum Hohenzollernschloss in Berlin.

In der Alltagsarchitektur kommt die Postmoderne i. d. R. allzu nüchtern, kalt, abweisend, phantasie- und gesichtslos und schlichtweg öde daher. Wie das 'Ei' auf dem Reichstag, ein Mahnmal dafür, wie Architekt, der von Kunsthistorie keine Ahnung hat, mit Leichtigkeit und dabei ohne jegliche Sensibilität fürs historische Original und bei geringem (denkerischen) Aufwand ein erstklassiges, historisches Gebäude der Lächerlichkeit preisgibt.
So ein 'Ei' hätte jeder da draufsetzen können, nicht nur Stararchitekt Norman Foster.
Und wenn wir hier schon Verallgemeinerungen anprangern, sollten wir die schlimmste Form davon, nämlich das absolute Diktat moderner Zeichensprache in der heutigen Architektur überall und an jedem Ort und in jedem städtebaulichen und stilistischen Zusammenhang auf Rang eins der Bestenliste setzen.

Dieses Diktat ist auch der Grund dafür, warum landauf, landab in 99 von 100 Fällen der Mut zur vollständigen historischen Rekonstruktion fehlt (rühmliche Ausnahme: Dresdens Frauenkirche), aus Angst sich die Wiederbelebung unseliger Ideologien der deutschen Geschichte unterstellen lassen zu müssen.
Dabei geht es einem einzig und allein um die Wiederherstellung städtebaulicher Ästhetik an einem historisch einzigartigen Ort nicht nur der Hauptstadt, sondern ganz Deutschlands, der durch Krieg und noch mehr durch die folgende SED-Herrschaft in seiner kulturgeschichtlichen Bausubstanz und seinem historischen Grundriss vernichtet wurde.

(1337) Münstermann, Karl
Sat, 10 November 2007 22:05:17 +0000

Herr von Boddien wird mit seinem Engagement für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses in die Geschichte der Stadt eingehen.

Und es erfüllt mich mit Stolz den Wiederaufbau miterleben zu dürfen und mich mit meiner Spende zu beteiligen.

(1336) Kossbiehl, Maximilian, 17
Sat, 10 November 2007 17:25:44 +0000

"Der Wiederaufbau des Schlosses ist keine Investition in die Zukunft Deutschlands."

Doch, dass ist er!
Ich bin jetzt nach etlichen Jahren
all den Architekten und Auftraggebern vieler alter Gebäude wie des Reichstages, des Dresdner Zwingers usw. dankbar, dass sie in einer Zeit, in der das noch kein Problem war solche liebevoll gestalteten und geplanten Gebäude bauen ließen. Ich finde an jenen ist noch erkennbar, wie viel Mühe in solche vorhaben früher gesteckt wurden. Bettonklötze mit fenstern wie sie in vielen Städten zu finden sind könnte auch ich mir ohne Probleme ausdenken.
Auch die Menschen nachfolgender Generationen werden uns für den Wiederaufbau des Herzstückes unserer deutschen Hauptstadt dankbar sein!

(1335) Ernst Ludwig
Sat, 10 November 2007 09:03:57 +0000

Auch Kinder erfreuen sich, wenn sie einmal älter sind, an schönen Städten. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.
Übrigens ein U-Boot der Bundeswehr kostet 300 Mio, der Umzug des BND nach Berlin 600 Mio. Einsätze der Bundeswehr in aller Welt - einer laut Verfassung ausschießlichen Verteidigungsarmee für das eigene Land - verschlingen das Geld von all dem zusammen einschließlich Schloß.

(1334) Stefanik, Andreas, 32
Sat, 10 November 2007 08:35:32 +0000

~550 Mio. Euro für den teilweisen Wiederaufbau - mit diesem Geld könnte z.B. die Kinderbetreuung in Deutschland verbessert werden, für die das Geld angeblich fehlt. Die Prioritäten werden falsch gesetzt. Deutschland hat bereits sehr viel Kultur zu bieten. Der Wiederaufbau des Schlosses ist keine Investition in die Zukunft Deutschlands.

(1333) @Hartmann
Fri, 9 November 2007 19:17:11 +0000

Natürlich ist die moderne Eikuppel des Reichstags nicht schlecht. Harmonischer sähe sie jedoch auf einem modernen Gebäude aus.
Ich und alle mit denen ich über die Kuppel gesprochen habe finden, beim direkten Vergleich, die historische Wallot Kuppel für den Reichstag wesendlich passender und harmonischer.

(1332) @ S.Hartmann
Fri, 9 November 2007 17:40:09 +0000

Die Frage bezgl. der Ostfassade ist einfach zu beantworten: SO WIE SIE VOR 1945 AUSGESEHEN HAT! Noch fragen???

(1331) Berlinfreund
Fri, 9 November 2007 16:22:16 +0000

Da hat ein gewisser Oswalt etwas geschrieben. Warum geben Sie diesem Geschreibsel überhaupt noch Raum? Was soll das die Schloßfreunde aufregen?
Blick und Energien nach vorne und sonst nichts! Es läuft doch alles ganz gut. Wichtig ist nur, daß der Förderverein bei den Architektenentwürfen ganz gewichtig sich einbringt, damit kein modernistischer Mischmasch entsteht. Soviel vom alten Schloß auferstehen lassen, wie es geht. Fassaden ohnehin, aber auch Treppenhäuser und Räume. Das sollte die Parole sein.

(1330) S.Hartmann
Fri, 9 November 2007 16:17:21 +0000

Ja, ja. Die böse und hässliche neue Architektur.
Komischerweise sind fast alle Berlinbesucher die ich kenne und mit denen ich auf der Straße ins Gespräch komme, von der heutigen Reichstagskuppel begeistert.

Sie bevorzugen den wilhelminischen Historismus, ok - doch dürfen sie ihren Geschmack nicht verallgemeinern.

Beobachten Sie doch einfach mal neue und späktakuläre Bauprojekte überall in Europa und welche Massen an Architekturtouristen diese anziehen. Es gibt genügend Menschen die auch aktuelle Bauwerke als spannend und schön ansehen.

Machen Sie sich doch lieber einmal ein paar Gedanken wie z.B. die Formensprache für die Ostfassade aussehen könnte oder, eine immer wieder aktuelle Diskussion in der Architektur, wie sieht zeitgerechtes ORNAMENT aus? Denn das Humboldt-forum wäre ein Gebäude, um NEUE aufwändige Fassaden zu gestalten.

(1329) Lutz Mutzke, 33
Thu, 8 November 2007 13:00:28 +0000

Eine gelungene historische Rekonstruktion werden unsere kompetenten Politiker, Stadtplaner und Architekten schon zu verhindern wissen, da sie stets mit Biegen und Brechen an jedem Ort zeitgenössissche Formensprache umgesetzt sehen wollen, obwohl das historische Vorbild erwiesenermaßen um drei Klassen besser war.

So geschehen am Reichstag, der nach Kuppel-'Rekonstruktion' einfach lächerlich aussieht, wie ein überdimensionaler Eierbecher.
Scheinbar hat das Gebäude einhundert Jahre lang nur auf die Foster'sche Verhunzung gewartet.
Sehr bedauerlich, denn wie einfach wäre es gewesen, die beste aller Kuppeln für dieses Bauwerk einfach originalgetreu zu rekonstruieren, nämlich die Wallot'sche Kuppel, ein Entwurf von unnachahmlicher Ästhetik, der sich über die Zeit bewährt hatte...

Aber nein! Bloß keine originalgetreue Rekonstruktion und schon gar nicht zu hundert Prozent! Zu diesem Zweck nun auch die weltweite Ausschreibung der Schloss-'Rekonstruktion', die so nötig ist wie ein Furunkel am A....

Ich bin zuversichtlich, dass auch hier in der Mitte der Mitte Berlins ein misslungener, hässlicher Klon aus dem Restaurierungsdiktat "Alt & Neu" geboren wird, mit dem sich die vermeintlichen Koryphäen zeitgenössischer Politik, Stadtplanug und Architektur wieder einmal selbst verwirklichen, sehr zum Missfallen eines Großteils der Bevölkerung, der einfach nur eine hundertprozentige Rekonstruktion des Originals wünscht.



(1328) T.P
Thu, 8 November 2007 12:11:44 +0000

ich kann mich deinen Worten nur anschliessen..es schmerzt mich sehr wenn ich das ehem. Reichstagsgebäude sehe mit diesem "Ei " ich hätte mir die historische Kuppel gewünscht. Ich hoffe sowas bleibt dem Schloss erspart

(1327) Stefan
Wed, 7 November 2007 23:21:23 +0000

Das Schloss muss mit allen historischen Fassaden wiedererrichtet werden. Es kann nicht sein, dass die Herren der Planung wieder auf einen sogenannten Kompromiss hinarbeiten - so z.B. duch eine Glasfassade, mit der ein Bezug der Vergangenheit mit der Moderne hergestellt werden soll. Als warnendes Beispiel hierzu dient das Reichstagsgebäude, welches in unverantwortlicher Weise verstümmelt wurde in einem Prozess der biederen 50/60er Jahre. Der gläserne Eingangsbereich als Zeichen für sichtbare Demokratie, Entfernung von Schmuckelementen, Sprengung der angeblich "einsturzgefährdeten" Kuppel. Bezüglich der Kuppel ist es nur ein wenig seltsam, denn für einsturzgefährdete Bauteile würde man nur einen Sprengversuch benötigen, nicht zwei. Die Chance auf eine wenigstens teilweise historische Wiederherstellung des Gebäudes wurde bei dem Umbau in jämmerlicher Art und Weise "vergeigt", unzählige Millionen für z.B. unpassende Kuppelkonstruktionen verpulvert. Nun gut, wenigstens "Sir" Norman Foster war zufrieden...mit seinem Geldbeutel.
Klopfen wir beim Schloss mal auf Holz.

Als letztes spreche ich mich für den Wiederaufbau des Nationaldenkmals aus - wobei das allerdings wohl niemals passieren wird. Erinnern wir uns an die wirklich lächerlichen Diskussionen um die Aufstellung der beiden Statuen von Scharnhorst und Bülow-Dennewitz vor der "Neuen Wache" - die DDR-Führung wollte sie 1989 an ihrem ursprünglichen Standort wieder aufstellen - und im heutigen Berlin wurde erneut wie üblich endlos über "Militarismus" philosophiert.

In diesem Sinne!

(1326) Franz Rothmann
Wed, 7 November 2007 10:28:53 +0000

Wohl ein bisschen zuviel Allehol getrunken?

(1325) Anzee Schaefer 20
Tue, 6 November 2007 19:31:40 +0000

Aus rein kulurel geschichtlich und auch Stadtplanerischen Gründen ist das Stadtschloss zu hundert Prozent zu unterstützen!

(1324) Klüthenkötter
Tue, 6 November 2007 19:15:57 +0000

Der Beitrag von Richard Kabanowski ist bestimmt ironisch gemeint! So ein Unsinn kann nicht ernst gemeint sein.

(1323) Dominik Dietz
Tue, 6 November 2007 19:10:34 +0000

Bitte nicht!!!

(1322) Krasnowski Richard, 53
Tue, 6 November 2007 10:15:35 +0000

Wird denn im neuen Schlossbau als Ostfassade die des PdR wenigstens originalgetreu rekonstruiert und der Volkskammersaal in seiner ursprünglichen Lage restauriert? Das sind doch sicherlich die Minimalziele nach diesem kulturbarbarischen Abriss, der nicht besser ist als die Schlosssprengung von 1950!

(1321) Lehmann, Peter, 45 Jahre
Sun, 4 November 2007 18:09:54 +0000

Die Genossen der SED haben 1950 die Sprengung des Stadtschlosses veranlaßt und damit zu verantworten.
Rechtsnachfolger der Verantwortlichen ist die linke KPD-SED-PDS. In einem wirklichen Rechtsstaat müßte diese Partei zur Verantwortung gezogen werden und den Zeitwert erstatten. Genug Vermögen besitzt diese Partei und der Wiederaufbau wäre gesichert. Aber mit dem Recht nimmt man es hierzulande nicht so genau. Und so machen die Rechtsbrecher auch heutzutage wieder große Politik.


(1320) Hensel, Sharan 33 J.
Wed, 31 October 2007 20:28:20 +0000

@ Fr. Mellert.
Oje!
Die Hoffnung verabschiedet sich bekanntermaßen als letztes.
Verständlich. Aber ich befürchte, dass sich dies nicht durchsetzen wird. In Hundert Jahren wird sich kaum jemand an dieses Bauwerk erinnern. Anders das Stadtschloss, welches über Fünfhundert Jahre hinweg das Gesicht unserer Stadt und auch das unseres Landes eindringlich geprägt hat!
Es wird für sich sprechen!
Willkommen Berlin...
Mit besten Grüssen...

(1319) Dominik Dietz 25
Wed, 31 October 2007 12:27:58 +0000

Das werden wir (Die neue Generation) schon zu verhindern wissen, dessen können Sie sich gewiss sein!

(1318) Mellert, Marion, 56
Wed, 31 October 2007 12:05:07 +0000

Hauptsache die Ostfassade vom neuen Schloss wird die vom Palast der Republik sein und der Volkskammersaal wird an Ort und Stelle eingebaut.

Vielleicht wird dann in hundert Jahren das Schloss abgerissen, Verzeihung: rückgebaut, und der PdR wird in alter Schönheit wiedererrichtet!

(1317) Niko
Tue, 30 October 2007 12:18:43 +0000

Es bringt doch nichts, jetzt noch für des Palast der Republik Partei zu ergreifen. Er ist nun so gut wie verschwunden und wird in nächster Zeit auch nicht wieder aufgebaut werden.

(1316) Ernst Ludwig
Tue, 30 October 2007 09:54:22 +0000

Was bitte war an diesem Riesen-Schuhkasten schön? Die Architektur paßte an diesen historischen Ort wie die Faust aufs Auge. Ich kenne den Palast noch, war selbst drin. Gut war allein die Funktion mit Sälen, Gaststätten usw.. Doch das kann man überall in Berlin haben bzw. errichten, nur nicht an diesem Platz.

(1315) Rother,Kay,33
Tue, 30 October 2007 06:17:15 +0000

Schade das der Palast abgerissen wird,er war so schön.Angeblich Asbest?In diesem Staat werden soviel giftstoffe in die Luft geschleudert.Faule ausrede sag ich.Aber irgndwas muß der Staat ja sagen damit man einen Vorwand hat,um abzureissen.

(1314) Meinhard , Max, 52
Fri, 26 October 2007 12:47:13 +0000

Absolut richtig, Mr. Neesam, wie bspw. Sir Norman Foster, der seinerzeit am Reichstag wohl das 'Ei des Kolumbus' neu erfand, nachdem sein grandioser 'Tankstellenentwurf' für das Gebäude Gott sei Dank abgelehnt worden war...

(1313) Mehring
Fri, 26 October 2007 00:10:39 +0000

"Die Schlosskeller wären z.B. ideal als historische Restaurants zu nutzen, aber aus als Ausstellungsräume zur Geschichte des Schlosses."

Sie schreiben, dass es ideal wäre, wenn im Schlosskeller Ausstellungsräume zur Geschichte des Schlosses entstehen würden. Diese Idee finde ich ausgezeichnet.
Könnte man diesen guten Gedanken nicht auch auf den Palast der Republik übertragen?
Von dem Palast bleibt schließlich auch das Kellergeschoss erhalten und man könnte dort Ausstellungsräume zur Geschichte des Palastes der Republik einrichten und dafür auf einen Nachbau des Volkskammersaals und einer Ostfassade, die der Fassade des Palastes ähnelt, verzichten.

Das wäre auch viel authentischer!
Gab es diesen Vorschlag schon einmal?
Ich denke, dass hierdurch viele Probleme, die die Vereinbarkeit von Schloss und Erinnerung an den Palast der Republik betreffen, gelöst werden könnten.


(1312) Wolf, Niederlände, 40 Jahre
Thu, 25 October 2007 23:10:11 +0000

Ich unterstütze das Projekt von Herzen. Das Schloss gehört einfach zu Berlin. Auf geht's !

(1311) Malcolm Neesam, England
Thu, 25 October 2007 20:01:36 +0000

For God's sake, don't employ anymore third rate English architects in Berlin.

(1310) Mehring
Mon, 22 October 2007 18:52:22 +0000

Bleibt das Kellergeschoss des Schlosses erhalten?

(1309) Konstantin Grohde, 39
Mon, 22 October 2007 12:22:23 +0000

Welch ein Trauerspiel offenbart sich derzeit, da unsere Politschranzen und ein überflüssiger Architektenwettbewerb möglichst viele Einzelheiten der vom Bundestag beschlossenen historischen Stadtschlossrekonstruktion aushebeln wollen.

Sollte der Murks diese unfähigen Staatsdiener und Architekten umgesetzt werden, wird es ein Schloss mit einer Ostfassade, die an Erichs Lampenladen erinnert, dafür aber ohne Kuppel und ohne historische Fassaden geben.
Da hätte man die Asbesthütte auch gleich stehen lassen können!

Alles andere als eine - meinetwegen auch stufenweise - vollständige Rekonstruktion der historischen Schlossgestalt von 1939 ist deutsche Kleinkrämerseele, über die man in London, Paris, Rom und anderenorts verständnislos den Kopf schüttelt.

(1308) Glause, Ulrich, 65
Sat, 20 October 2007 14:23:01 +0000

Ich freue mich über den Elan mit dem,
trotz aller Widerstände, die Herstellung der alten Mitte Berlins
in Angriff genommen wird !!
P.S. Zur Zeit der Sprengung war ich
gerade 8 Jahre alt.
Die "Linke" sollte sich schämen.
Im Rahmen meiner Möglichkeiten werde ich weiter spende.

(1307) Dominik Dietz
Fri, 19 October 2007 13:34:13 +0000

Ich ahne furchtbares....Vielleicht wäre es doch besser, dem Schweize Investor eine Chance zu geben. Der Baut das Schloss dann wenigstens in seiner "KOMPLETTEN" Schönheit!

(1306) Rauh
Wed, 17 October 2007 14:18:23 +0000

So lange nicht auch der Förderverein miteinscheiden kann, werde ich nicht mehr ruhig schlafen können...

(1305) Ernst Ludwig
Wed, 17 October 2007 09:31:34 +0000

Punktsieg für die Schloßfreunde: sie sind mit Herrn v. Boddien und anderen in der Jury vertreten! (Heutige Berliner Morgenpost) Leider aber ohne Stimmrecht. Dann ist zu hoffen, daß die Kraft der Argumente für ein weitgehend historisch wiederhergestelltes Schloß groß genug ist, um die modernistischen Betonköpfe davon zu überzeugen.

(1304) Waldmann
Wed, 17 October 2007 08:52:41 +0000

Folgende Sachverständige sollen laut Staatssekretär Engelbert Lütke Daldrup in die Jury einladen werden: "Vertreter des Fördervereins Wiederaufbau Berliner Schloss, zum Beispiel Herr Wilhelm von Boddien und der Architekt Rupert Stuhlemmer, der den Förderverein berät. "

Na, geht doch. Gratuliere.

(1303) Rethemayer, Frank
Tue, 16 October 2007 23:24:10 +0000

Ich möchte hier mal ein großes Lob bezüglich Ihres Engagements für die Schlosskuppel aussprechen.
Das Schloss braucht die historische Kuppel und es muss alles getan werden, dass sie nach den alten Bauplänen rekonstruiert wird.

Ich würde mir wünschen, dass möglichst viele Befürworter der Schlossrekonstruktion in der Jury sitzten.
Herr von Boddien Sie sollten Teil dieser Jury sein, denn gerade Sie als DER Begleiter dieses Projekts hat ein Recht dazu mitzuentscheiden und nicht nur als ein Berater ohne Entscheidungsgewalt zu dienen.
Weiter so und viel Erfolg!!!

(1302) Wendel
Tue, 16 October 2007 13:19:44 +0000

Betrugsdezernat & Staatsanwaltschaft? Welch ein hirnverbrannter Schwachsinn.
Aber meine Frage betrifft die Spendenuhr. Die scheint am 31.08.2007 hängen geblieben zu sein. Wäre schön diese mal zu aktualisieren. Es ist ja beinahe schon November. Danke!

(1301) Gförer, Alexander
Tue, 16 October 2007 12:49:04 +0000

Ich war immer schon der Meinung das der ganze Förderverein, rund um Herrn Wilhelm v. Boddien, ein Fall für das Betrugsdezernat und die Staatsanwaltschaft sind.
Nun, endlich werden die Herrschaften aktiv.
Schau´n mer mal.

(1300) Jahn
Tue, 16 October 2007 10:58:19 +0000

Ist wenigstens das noch aktuell?

(1299) Gerber
Tue, 16 October 2007 02:40:27 +0000

Historische Räume

Die bedeutendsten historischen Räume und Treppenhäuser werden an ihrem überlieferten Ort zentimetergenau eingemessen. Sie werden zunächst schlichter als die Originale gestaltet und elegant ausgestattet. Soweit vorhanden, sollte das ursprüngliche Inventar an seinen angestammten Platz zurückfinden und Besucher zu einem Ausflug in die Vergangenheit entführen.



(1298) Wendel
Mon, 15 October 2007 11:15:09 +0000

Der ewige Ärger mit den Architekten. Es ist schon wirklich eine Frechheit, daß sie sich aber auch überall einmischen müssen. Was soll der Blödsinn mit dem Schloss? Die Architektur steht doch eigentlich schon fest. Nimmt man einfach die alten Baupläne, so kann man sich diesen ganzen Wettbewerb und die damit verbundenen Kosten einsparen. Es gibt nun wahrlich genug Baugrund, auf dem sich moderne Architekten austoben können. Kann man da nicht wenigstens bei Rekonstruktionen diese "Heuschrecken" außen vor lassen?! Ich war am Wochenende gerade in Hamburg. In dieser Stadt wird auch derzeit viel gebaut. Teilweise war ich mir nicht sicher, ob ich nun in Hamburg bin oder in Berlin. Alles sieht gleich aus. Platte Fassaden in Klotzoptik. So lange die heutige Architektur nicht mehr zu bieten hat, sollte sie doch besser mal einen Gang zurück schalten und nicht noch versuchen dem ganzen Land ein einheitliches Bild zu verpassen. Zum Einbau der PdR-Fassade in das Schloss kann ich nur sagen, daß wohl der größere Teil der heutigen Gesamtbevölkerung Deutschlands, KEIN Interesse daran hat. Schliesslich war die ehemalige BRD grösser als die DDR. Also sollte man jetz auch nicht, als Andenken für weniger als die Hälfte der Bevölkerung, eine solche Bausünde fördern.

(1297) Schloß-gespenst
Mon, 15 October 2007 09:33:17 +0000

Irgendwie passt der infantile Charakter des Kalenders für 2008, den ich heute morgen beim Bäcker liegen sah, zur überflüssigen Kampagne für den überflüssigen Wiederaufbau des alten Berliner Stadtschloßes!

(1296) Müller,D.,44
Sun, 14 October 2007 10:38:20 +0000

Auch ich finde die sich anbahnende Entwicklung beim Aufbau des Stadtschlosses empörend. Hauptsächlich mache ich zwei Dinge dafür verantwortlich: Das noch immer verkrampfte Verhältnis vieler Deutscher zu ihrer Geschichte und damit zu ihrem historischen Erbe (man vergleiche dazu die Haltung der Mehrheit der polnischen Bevölkerung !) und besonders den Einfluss einer mehrheitlich modernistisch gesinnten und leider sehr einflussreichen ,geld-und profilierungssüchtigen Architektenlobby, womit dann der Versuch demokratischer Einflussnahme engagierter Bürger ausgehebelt wird...
Diese Lobby könnte sich in Baugebieten des 20.Jahrhunderts durchaus schaffen, sollte aber von der qualitätvollen und durch nichts zu übertreffenden historischen Architektur die Finger lassen.
Mit einem Mischmasch aus Barock und 21.Jh. wird letzten Endes keiner glücklich...
Das Geldargument ist für mich hier nicht so entscheidend - man kann vieles über Jahre finanzieren, man denke nur an den von 1946- 80 vorgenommenen Aufbau des Stettiner Schlosses.
Beispiele wie der Wiederaufbau der Schlösser in Mannheim, Bruchsal und Warschau zeigen eindeutig, dass es auch historisch geht und diese Schlösser von der Bevölkerung auch wieder angenommen werden. Ich kann es nicht ändern - Kompromisse sind in dieser Beziehung absolut faul und darum abzulehnen. Ich jedenfalls würde auch nur für ein historisch getreues Schloss spenden...
D.M.

(1295) Berlinfreund
Sun, 14 October 2007 00:18:31 +0000

Der Förderverein muß mit ins Preisgericht. Das ist versteht sich doch von selbst.

(1294) Müller
Sat, 13 October 2007 19:01:50 +0000

" Am Schluß hat sich doch noch gesunder Menschenverstand durchgesetzt."

Und was ist mit dem Neuen Museum, das trotz einfach vor gesundem Menschenverstand.




(1293) Ernst Ludwig
Sat, 13 October 2007 17:11:20 +0000

Die Vorschreiber scheinen alles schon zu wissen. Warten wir doch erstmal die eingereichten Entwürfe ab. Es werden nicht alle ein barock-modernistisches Zwittergebäude entwerfen. Denkt doch an den Reichstag. Der Siegerentwurf war ein Witz, z.B. Überdachung des ganzen Gebäudes, ohne Kuppel usw. Am Schluß hat sich doch noch gesunder Menschenverstand durchgesetzt. Schließlich hat der Bauherr noch ein Wörtchen mitzureden. Die entscheidende Stunde für Einflußnahme ist erst nach Vorliegen der Entwürfe.

(1292) Partenheimer
Sat, 13 October 2007 15:23:46 +0000

Sehr geehrter Herr von Boddien!
Warum lassen Sie es zu, dass IHR Projekt, für das Sie und ihr Verein Jahrzehnte lang gekämpft haben, auf der Zielgeraden zusammenbricht.
Alles was ich in den letzten Tagen über das Stadtschloss gelesen habe, stimmt mich wütend.
Eine Passage aus einem Artikel der Berliner Morgenpost verdeutlicht, was der Bundestagsbeschluss für dieses Projekt gerade nicht ist.
"Der Bundestagsbeschluss ist KEIN Beschluss zur Teilrekonstruktion des Palastes der Republik."
Aber gerade das wird geschehen.
Das gesamte Projekt wird zu einer Blamage für die Stadt Berlin und Deutschland insgesamt.

Ich bitte Sie, tun Sie doch irgendetwas, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken!


Viel Mut und Kraft wünscht Ihnen,
W. Partenheimer


(1291) Reymann
Sat, 13 October 2007 14:56:51 +0000

Herr von Boddien was sagen Sie zu dieser Entwicklung?
Keine Kuppel, eine Schaufassade in Anlehnung an den PdR, keine Rekonstruktion der Innenräume, Schlüterhof mit Glasfassade, Dachbegrünung.
Wo bleibt da die Idee vom Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses?
Werden noch nicht einmal die Räume in ihren ehemaligen Abmessungen aufgebaut? Sollte das so sein, wäre die endgültige Katastrophe perfekt!

(1290) SVM
Sat, 13 October 2007 14:26:32 +0000

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr von Boddien,

ich verfolge den Wiederaufbau des Stadtschlosses seit beinahe einem Jahrzehnt, doch was man nun in der Presse und seitens des Bundesbauministeriums hört, stimmt mich mehr als traurig.
Anstatt eines wieder aufgebauten Stadtschlosses droht der Wiederaufbau zu einem wahllos zusammengestückelten Etwas zu verkommen.
Am Ende bleibt nicht mehr als ein sich selbst disqualifizierendes Gebäude. Ein Schloss, dessen vierte Fassade an den Palast erinnert, innen moderne Allzweckarchitektur gepaart mit dem Volkskammersaal und als zynischer Höhepunkt dieses Schauspiels ein Schlüterhof mit drei angeklebten historischen Wänden und einer Glaswand, ist kein Schloss. Es ist ein zusammenhangloses Gebilde, das allen Kritikern Recht geben wird. Selbst die Kuppel wird nur als optional deklariert, ein Wiederaufbau historischer Innenräume wird nicht mal in Betracht gezogen, statt dessen will man den Volkskammersaal für 5 Millionen !!! wieder einbauen.
Ich frage mich, wie man einen Mann zu Vorsitzenden der Jury machen will, der gerade das Neue Museum für beinahe eine viertel Milliarde verschandelt hat.
Wie will man ein Schloss wiederaufbauen mit einer Jury, die diesen Wiederaufbau mehrheitlich ablehnt.

So sehr ich Sie, Herr von Boddien, und Ihre Arbeit schätze, so bin ich nicht bereit, für ein solches Gebäude auch nur einen Cent zu spenden.

Es ist doch mehr als zynisch, dass es den Menschen der DDR vor 15 Jahren nicht schnell genug gehen konnte, dieses Land zu verlassen und jetzt läuft man den Symbolen eines menschenverachtenden Regimes hinterher. Denn eins ist klar: Außer in den letzten Tagen seines Bestehens war das Parlament der DDR nicht mehr als eine Theaterveranstaltung eines grausamen Regimes. Den Volkskammersaal jetzt auf diese wenigen Tage zu reduzieren und den Palast als Hort der Demokratie zu feiern, ist eine besorgniserregende Entwicklung, zu dessen Förderung ich nicht bereit bin.


(1289) Karl-Kirchner 50
Fri, 12 October 2007 06:43:54 +0000

Was mich interessiert sind die Materialien fuer die Fassaden und Skulpturen wieder aus Sandstein und aus welchen speziell.Die Palette ist hier sehr gross und man sollte wieder die alten Materialien fuer den Innenausbau und der Fassade verwenden.

(1288) Hensel, Sharan 33 J.
Tue, 9 October 2007 22:58:43 +0000

Um diesem u. g. Eindruck entgegen zu wirken, melde ich mich zu Wort. Auch als ein in Berlin Geborener ist mir das Humboldt-Forum in der Gestalt des Stadtschlosses eine Herzensangelegenheit! Mit kaum zu ertragender Fiebrigkeit sehne ich den Tag des Baubeginns herbei! Für alle Berliner kann ich wahrlich nicht meine Stimme erheben, wohl aber für die Menschen aus meinem Umfeld. Und aus dem ruft es einhellig: Berlin = Stadtschloss, Stadtschloss = Berlin!!!
Mit besten Grüssen und dem Wunsch nach der gebotenen Kraft für dieses Projekt...:-)

(1287) Wendel, 30
Tue, 9 October 2007 13:53:21 +0000

@Steffi,

Das Gefühl habe ich auch so langsam. Aber das ist wohl typisch für Berlin. Man ist erst einmal GEGEN alles mögliche, bevor man sich richtig informiert. Am Ende, wenn man einen Bau nicht verhindern konnte, bleiben dann Kosenamen wie, "Schwangere Auster" oder "Waschmaschine". Das Schloss wird mit Sicherheit auch einen bekommen. Zum Glück ist Berlin aber die Hauptstadt und gehört somit allen Bürgern ;-) Wenn die Berliner kein wahres Interesse an der Stadtgestaltung haben, müssen das eben andere in die Hand nehmen. Und zwar bundesweit.

(1286) Steffi
Mon, 8 October 2007 15:58:39 +0000

Kann mans denn in Berlin nicht so wie in Potsdam machen, mit Kerzen und Ansprachen und so...Ich habe das gefühl, den Berlinern liegt selbst nicht viel/nicht genug an dem ganzen Projekt.

(1285) Berlinfreund
Sun, 7 October 2007 09:42:32 +0000

Man fragt sich, ist Tiefensee denn nicht mal Herr im eigenen Haus? Er steht doch auch - zumindest sagt er das - hinter der weitgehenden Schloßrekonstruktion einschließlich Kuppel. Warum hat er dann eine Jury zugelassen, die all das nicht will? Wo sind die Leute vom Bundestag, die es mehrheitlich doch anders, also richtig, wollen. Wo ist der Einfluß von Thierse und nicht zuletzt vom Förderverein. Diese Jury muß schnellstens abgeschossen werden.

(1284) Riesz, Alexander, 43
Sun, 7 October 2007 03:56:21 +0000

Die Wechselbäder der Gefüle, die man im Zusammenhang mit der Rekonstruktion des Berliner Schlosses durchläuft sind ziemlich nervenzehrend. Ich habe mittlerweile das Gefühl, das bei der Realisierung dieses Projektes als Ergenbis ein Potemkinsches Dorf herauskommt. Außen hui, innen pfui.
Ich war schon kurz davor einen Schlossbaustein zu erwerben, doch für den modernistischen Mist der zu erwarten ist, werde ich keinen müden Euro spenden - und dessen sollten sich die Verantwortlichen bewußt sein, daß ich da keine Ausnahme sein werde.
Ich sage nur: armes Berlin, armes Deutschland. Lasst euch, nachdem Chipperfield schon den einst so herrlichen Stülerbau des Neuen Museums entsetzlich entstellt und versaut hat, auch noch den Schlossplatz vollends ruinieren.
Vielleicht sollte man mit dem Projekt noch 30 Jahre warten, bis diese destruktive, kulturvergessene und respektlose Achitekten- und Politikergeneration das Zeitliche gesegnet hat.

(1283) Liedtke, Lutz
Sat, 6 October 2007 21:32:24 +0000

Beitrag in der BM vom 06.10.07:
Es scheinen sich nun die Schloßverhinderer und Schloßhasser zu formieren. Ein 5er-Clan von kubistischen- modernistischen Quacksalbern will über den Architektenwettbewerb entscheiden, der für diese Leute schon entschieden ist. Wer beruft solche Leute in die Jury ??
Es gilt jetzt dieses zu verhindern, damit im Sinne der meisten Berliner entschieden wird. Ich möchte keinen modernen Glaskasten a la Kunstakademie am Schloßplatz! Der Höhepunkt ist wahrhaftig, dass D. Chipperfield mit entscheiden soll, deren historisches Kunst-Verständnis gerade im Neuen Museum besichtigt werden konnte. Eine Vergewaltigung der Schlüterschen Idee im Spanplattenbeton, absolut widerlich und unakzeptabel!

(1282) Ernst Ludwig
Sat, 6 October 2007 20:09:01 +0000

Die Schloßhasser haben nicht aufgeben. Wenn sie es schon nicht verhindern können, dann soll wohl ein unverdaulicher Zwitter von Barock und modernistischem Stahl-Glas-Beton herauskommen. (Man stelle sich vor: den barocken Schlüterhof mit modernistischer Westwand!). Die Zusammensetzung der Jury für den Wettbewerb besteht aus lauter Schloßhassern. Hat der Förderverein hier denn ganz und gar keinen Einfluß gehabt?

(1281) Diehl, Werner
Tue, 2 October 2007 13:03:28 +0000

Ich bin begeistert von dem Wiederaufbauprojekt des Berliner Stadtschlosses.
Dennoch bin ich auch besorgt, dass das Schloss nicht mehr wird als nur eine Fassade.
Als Ziel Ihres Fördervereins nennen Sie neben dem Einsatz für die historische Fassade auch, dass die wichtigen Innenräume ihre ehemaligen Abmessungen erhalten sollen, damit nachfolgende Generationen die Möglichkeit haben, die vereinfachten Räume originalgetreu zu rekonstruieren.
Ich habe erfahren, dass die historische Raumfolge wahrscheinlich nicht wiederhergestellt werden wird.
Was sagen sie dazu?
Zum anderen stehe ich der Idee, das Museum der außereuropäischen Kunst im Schloss unterzubringen, kritisch gegenüber, weil diese Kunst nicht in die Barocksäle des Schlosses passt.
Und gerade weil Einbäume nicht zum Barock passen, sehe ich auch die Rekonstruktion der Innenräume als gefährdet an.
Viel besser würde sich die Gemäldegalerie in das Schloss einfügen.
Ist der Einzug des Museums für außereuropäische Kunst jetzt beschlossene Sache und unumstößlich und was halten Sie von dieser Idee?


(1280) Kaiser
Sat, 29 September 2007 23:20:39 +0000

Wann wird die Humboldt-Box gebaut?

(1279) Krüger
Thu, 27 September 2007 15:04:54 +0000

"Trotz dieses Bruchs bereuht heute keiner, daß dieses Schloß äußerlich wiederaufgebaut wurde."

Ich bereue auch nicht, dass das Schloss äußerlich rekonstruiert wurde, sehr wohl aber das moderne Innenleben!

"Das Berliner Stadtschloß soll ja zusätzlich noch einige der schönsten Säle, Galerien und Treppenhäuser zurückerhalten.
Also wird diese Rekonstruktion wesentlich qualitätsvoller, als es in Karlsruhe der Fall ist."

Das hoffe ich zumindest.
Wie auch schon geschrieben wurde muss ein Bezug zwischen Innen und Außen hergestellt werden, damit das gesamte Projekt nicht lächerlich wirkt.
Ich denke dabei auch an die nachfolgenden Generationen, die mit Kopfschütteln unsere Mutlosigkeit bezüglich glaubwürdigen Rekonstruktionen betrachten werden.
Also, bitte viele rekonstruierte Säle und natürlich auch die Rekonstruktion des Treppenhauses!

(1278) Knut
Thu, 27 September 2007 08:18:01 +0000

an den Vorschreiber:
Mich würde interessieren, was sie z.B. zum Karlsruher Schloß sagen. Von innen ist es zu 100% modern. Auch die einstige Prachttreppe ist heute eine schlichte Betontreppe zwischen glatten, weiß verputzten Wänden. Von außen jedoch wurde es zu 100% rekonstruiert.
Trotz dieses Bruchs bereuht heute keiner, daß dieses Schloß äußerlich wiederaufgebaut wurde.
Das Berliner Stadtschloß soll ja zusätzlich noch einige der schönsten Säle, Galerien und Treppenhäuser zurückerhalten.
Also wird diese Rekonstruktion wesentlich qualitätsvoller, als es in Karlsruhe der Fall ist.

(1277) Krüger
Wed, 26 September 2007 18:54:11 +0000

Der Unterschied ist aber, dass bei dem Reichstagsgebäude die Bausubstanz (Außenmauern usw.) erhalten geblieben ist und man ein modernes Innenleben eingebaut hat.
Bei dem Stadtschloss wird das Gebäude komplett neu gebaut.
Das sind zwei Paar verschiedene Schuhe!

(1276) Erich-Delattre, Markus 40
Wed, 26 September 2007 16:22:45 +0000

pardon, warum soll ein Kompromiss nichts Gutes bewirken? Das Bauprojekt "Bundestag im Reichstagsgebäude" verdeutlicht, dass die Verknüpfung einer historischen Fassade mit einer modernen Nutzung möglich ist, ohne die Geschichte zu ignorieren. Langfristig sollte aus meiner Sicht die Wiederherstellung maßvoller Stadträume in der historischen Mitte von Berlin im Mittelpunkt der Diskussionen stehen. Der Entwurf "Lindenforum" von Stephan Braunfels ermöglicht eine lebenswertere Gestaltung für diesen Stadtraum.

(1275) Wehmeier
Wed, 26 September 2007 00:15:23 +0000

An meinen Vorschreiber:

Ich hoffe auch, dass Sie den Wiederaufbau und die Vollendung miterleben.

(1274) Richter, Jörg, 80 Jahre, aus Oldenburg/Nieder
Tue, 25 September 2007 15:32:48 +0000

Als 15jähriger sah ich 1942 in Berlin das noch unzerstörte Schloß von den Linden aus. Jetzt bin ich glücklich, daß es wieder gebaut wird, damit Berlin seinen Mittelpunkt zurück erhält und hoffe, mindestens noch den Beginn des Aufbaus erleben zu können. Darum haltet Euch ran und laßt Euch von alten DDRisten und ungeschichtlichen Modernisten nicht beirren!

(1273) Michael Meyer 16
Tue, 25 September 2007 15:07:58 +0000

Wenn das Stadtschloss von innen komplett rekonstruiert, wird, halte ich die Idee mit dem Schloss gut, ansonsten Nein. Denn ein Modernes Schloss mit alter Fassade ist schlimmer, als ein Palast der Republik, finde ich. Ich würde aber auch eine Aktion zum aufbau des Palastes starten, der den Palast woanders in Berlin wiedererichtet. Dann hätten beide Parteien etwas.

(1272) Lehmann
Mon, 24 September 2007 21:06:15 +0000

@Meyer
"Desweiteren hat das Schloß keine Seele, wenn es innen das neueste vom neuesten hat und nur die Fassade an das ehemailge Stadtschloß erinnert."

Deshalb sollen ja auch möglichst viele Räume rekonstruiert werden und das Treppenhaus (bitte nicht noch so ein Betontreppenaufgang wie im Neuen Museum).
Die Erfahrungen mit Chipperfield sollten uns lehren bei dem Stadtschloss mehr Wert auf einen orignalgetreuen Innenausbau zu legen, um einen Bezug zwischen Innen und Außen herzustellen.


(1271) Michael Meyer 16
Mon, 24 September 2007 15:33:45 +0000

Das Schloss bleibt aber ein Luftschloß und ein völlig neues Gebäude fände ich besser, dann haben die Palast Freunde und die Schloßfreunde das selber Schicksal.

(1270) Krüger, Helmut, 50 Jahre.
Mon, 24 September 2007 09:48:35 +0000

Die große Aufgabe besteht doch nicht darin, eine weitere historische Kulissen hinzuzaubern, die Berlin gut zu Gesicht steht. Die Aufgabe ist weitaus höher angesetzt: Was dieser ORT braucht, ist ein Gebäude mit Strahlkraft sowohl im Ästhetischen, als auch, was seine Nutzung anbetrifft, im Geistigen.

Dieser Ort ist "Brennglas", Spiegel und zugleich Schatztruhe Berlins. Spiegel ist er insofern, als dass sich Berlin in seinem ganzen geschichtlichen Bogen hier ins Gesicht schauen mag. - Genau das hat der Palast der Republik gerade nicht vermocht. Von 8 Jahrhunderten Baugeschichte, von 3 1/2 Jahrhunderten hier noch sichtbarer Baugeschichte verkörperte er allerhöchstens das allerletzte Zehntel.

Damit war der Palast UNVERBUNDEN gegenüber dem zeitlichen Bogen der Geschichte insgesamt wie auch unverbunden gegenüber dem hier vorgefundenen Ort. Genau so, wie er hier stand, hätte er auch in Friedrichshain, am Baumschulenweg oder in Weißensee stehen können und genau deshalb war er HIER FEHL AM PLATZE.

Erliegen wir auch heute nicht der Versuchung
zu denken, unsere heutige Baukultur sei bedeutender als andere, vorhergehendere, nur deshalb, weil wir gleiche und ähnliche Bauwerke in hoher und höchster Stückzahl zustandebringen. Nicht auf die hohe und höchste Stückzahl kommt es an, nicht auf die Herrschaft der ggf. variierten Kopie, sondern auf die Vergegenwärtigung und die Repräsentation ZEITÜBERGREIFENDER Baukultur.

Was gäbe es denn an diesem hervorragenden Ort Passenderes, als ein hervorragendes Gebäude, bei dem der zeitliche, geschichtliche Bogen außerordentlich weit gespannt ist und das i.S. seiner Nutzung ausgreift in das jetzige Jahrhundert und -mit Verlaub- vielleicht sogar ins nächste Jahrhundert ?

DIESER ORT braucht genau dieses Gebäude in genau dieser Gestalt wie auch mit dieser Nutzung, weil diese unruhige, in ständiger Veränderung begriffene Stadt neben all ihrer Veränderung IN SICH EIN ZENTRUM BRAUCHT - ein Zentrum, das immer war, immer ist und immer sein wird.

(1269) Michael Meyer 16
Sun, 23 September 2007 21:12:15 +0000

Ich halte den aufbau des Berliner Stadtschlosse für äußerst bedenklich.

An was denken sie, wenn sie nach Berlin kommen, daran dass es früher zu preußen gehört hat oder daran, dass Berlin 2 geteilt war. Man hätte den Palast der Republik als ein ganz großes DDR Museum wiederbeleben können und dort sehr viel Geschichte verankern können. Was kann man in das Schloß verankern? MC Donals Fressbuden? Preußische Bilder?
Desweiteren hat das Schloß keine Seele, wenn es innen das neueste vom neuesten hat und nur die Fassade an das ehemailge Stadtschloß erinnert.
Wenn auf dem Schloßplatz was neues errichtet werden soll, so würde ich dafür pledieren, dass etwas ganz neues errichtet wird, etwas, was nicht mit dem Stadtschloß und nichts mit dem Palast der Republik zu tun hat.

Naja, ich hoffe, das wenn ich alt bin, jemand auf die Idee kommt, den Palast wiederzuerrichten(nicht auf dem Schloßplatz).

(1268) Wendel
Fri, 21 September 2007 16:24:56 +0000

Auch nach der Verlegung des Grundsteines kann der Bau noch gestoppt oder die Pläne verändert werden. Das ist gar kein Problem. Wenn man es so sieht, spendet man doch besser erst bei der Eröffnungsfeier.

(1267) Grevenstein
Fri, 21 September 2007 13:31:31 +0000

Also ich bin vorsichtig geworden! Die Politiker und die Architektenlobby sind korrupt und völlig unberechenbar. Heute reden sie so und morgen so, je nachdem von wem sie gerade bestochen werden. Wie kann es auch anders sein, in einem Land, das von der Zigarettenmafia regiert wird (das einzige Land Europas, in dem selbst in den Restaurants von Krankenhäusern noch geraucht werden darf).

Es würde mich nicht wundern, wenn in 10 Jahren ein riesiger Glaskubus oder gar ein Hochhaus auf dem Schloßplatz steht.
Ich war kurz davor eine höhere Spende für dieses phantastische Projekt bereit zu stellen, doch jetzt warte ich, bis der Grundstein für das Humboldtforum gelegt ist, das ist sicher.

(1266) Wendel, 30
Fri, 21 September 2007 06:05:30 +0000

Hallo.
Vielen Dank für die Aufklärung, Herr von Boddien! Das hört sich doch schon ganz anders an.

Also, nur kräftig weiter mit den Spenden!

(1265) Füxlein
Thu, 20 September 2007 20:40:05 +0000

Na klasse.... Das ist unfassbar!

(1264) Kralle
Thu, 20 September 2007 13:10:32 +0000

Architektenwettbewerb für Humboldt-Forum auf der Kippe

Bausumme offenbar höher als geplant / Ministerium fordert mehr Spendengelder

Von Kurt Blaschke

Das auf dem Schloßplatz geplante Humboldtforum steht offenbar auf der Kippe. Einem Zeitungsbericht zu Folge will der Bund den Architektenwettbewerb für den Neubau zunächst nicht ausschreiben. Grund seien steigende Baukosten und die ungeklärte Situation der Spendengelder.

So waren die Kosten für das Gebäude, welches äußerlich dem früheren Stadtschloß nachempfunden sein soll, auf 480 Millionen Euro beziffert worden – was Kritiker jedoch als zu optimistisch betrachteten. Mittlerweile gehen Beobachter von mindestens 600 Millionen aus, davon alleine 72 Millionen für die Erstausstattung. Ein Großteil davon wollte der Bund ursprünglich übernehmen. Das Land Berlin steuert nach den bisherigen Verabredungen 32 Millionen bei. Der Freundeskreis der Schloßbefürworter um Wilhelm von Boddin soll zudem 80 Millionen Euro an Spenden für die historisierende Fassade sammeln – konkret liegen jedoch erst sieben Millionen vor.

Die fehlende Summe deutet sich nun offenbar als Anlaß für das Bauministerium an, das Projekt zunächst auf Eis zu legen, oder zu verkleinern. Staatssekretär Engelbert Lütke-Daldrup deutete laut Medienberichten unmißverständlich an, daß der Neubau auch mit weniger äußerlichen Anlehnungen an das Hohenzollern-Schloß auskommen könnte. Der entsprechende Baubeschluß des Bundestages läßt die konkrete Gestaltung weitgehgend offen.

Von Boddin zeigte sich dagegen zuversichtlich, daß die Spendengelder nach Baubeginn verstärkt fließen würden. Dies sei auch beim Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche so erfolgt. Dem „Tagesspiegel“ zu Folge zeigten sich dagegen Vertreter der Koalition, aber auch der Linke skeptisch, ob die Schloßfreunde ihre Zusagen einhalten können.

Veröffentlicht: 20. September 2007

(1263) Dietz, Dominik (25)
Thu, 20 September 2007 08:33:42 +0000

Ich jedenfalls habe gerade erst mal eine e-mail an das Bundesbauministerium mit der Bitte um Stellungsnahme geschickt! Auch wenn ich glaube das "Denen" das ganze schnurz piepe ist.

(1262) Wendel, 30
Wed, 19 September 2007 22:34:05 +0000

Guten Tag!
Was man da gerade über die Planungen der Schlossrekonstruktion zu hören bekommt, ist alles andere als beruhigend. Wie, um alles in der Welt, sollen auf diese Weise weitere Spender an Land gezogen & für das Bauprojekt begeistert werden? Da galt der Wiederaufbau schon als sicher und beschlossen, bekommt man urplötzlich wieder ganz gegenteilige Informationen. Dazu wird die Fassadengestaltung auch noch vom Spendenfluss abhängig gemacht. Tut mir Leid, aber das finde ich mehr als dreist und geradezu lächerlich. Da kann man nur hoffen, daß der Entwurf, welcher einer Rekonstruktion am ähnlichsten sieht, auch als Sieger hervorgeht. Bin mal gespannt wie lange sich dieser Kindergarten noch hinzieht und ob man innerhalb der nächsten 50 Jahre mit einem neuen Schloss rechnen darf. Vielen Dank.

(1261) Wand
Wed, 19 September 2007 19:21:50 +0000

Bund stoppt Planung des Berliner Stadtschlosses

(1260) Nitsch, Kay, 18
Wed, 19 September 2007 08:50:43 +0000

Es ist eine Schande. Parallel zur ewigen Diskussion über den Betonkasten "Dresdner Gewandhaus" in der sächsischen Landeshauptstadt scheint auch hier die Architektenlobby das Ruder vollständig übernommen zu haben, anders kann ich mir diese Dreistigkeit des Berliner "Staatssekretärs im Bundesbauministerium" Lütke-Daldrup nicht erklären, wenn heute zu lesen ist: "Staatssekretär will andere Gestaltung der Berliner Schlossfassade
Berlin (dpa/bb) - Die Gestaltung der Fassade beim Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses bleibt weiter umstritten. Laut dem Staatssekretär im Bundesbauministerium, Engelbert Lütke-Daldrup, soll der geplante Neubau lediglich «unter Berücksichtigung der historischen Fassaden» wiederentstehen, berichtet die «Berliner Zeitung» (Mittwoch). Bislang waren die Anhänger eines Wiederaufbaues des Schlosses davon ausgegangen, dass die Fassade nach historischem Vorbild rekonstruiert werde. So hatte es der Bundestag im Juli 2002 beschlossen. Der Neubau soll 480 Millionen Euro kosten. Davon werden 80 Millionen Euro von privaten Spendern aufgebracht."

Das kann ja wohl nicht wahr sein!?



(1259) Kossbiehl, Maximilian, 17
Wed, 5 September 2007 01:11:38 +0000

Sehr geehrte Betreiber der Seite und Unterstützer des Wiederaufbaus!

Mit meinem wachsenden Interesse an unserer Bundeshauptstadt wuchs auch die Sehnsucht nach dem alten architektonischen Glanz Berlins, den es vor dem Krieg hatte.
Immer genauer informierte ich mich darüber, was einmal war, was noch steht und was wieder aufgebaut wurde. Entsprechend begeistert mich immernoch die Nachricht, dass ein wichtiger Teil Deutscher Geschichte aufersteht und hilft, das alte Satdbild zu erahnen.

Hochachtung an den unglaublich ausführlichen Inhalt dieser Seite und den leidenschaftlichen Einsatz für das Stadtschloss.
Ich hoffe das ist nicht das letzte derartige Bauprojekt in Berlin.

Liebe Grüße aus ULM

(1258) Fritzen,Detlef 64 Jahre
Thu, 30 August 2007 17:46:40 +0000

Sehr geehrte Damen und Herren,
gestern am 29.08. gegen 14.30h kam ich am Schlossplatz vorbei und holte mir ihre Zeitung.
Nachdem ich mich durch einige Freßbuden gekämpft hatte
und den Infoständer gefunden habe, war ich erstmal schockiert.
Es sah dort aus wie eine Müll-halde Essensreste,Pappteller und mehrere Sorten Sossen standen zur Auswahl. Auch die Kästen mit den Zeitungen regten nicht dazu an den Deckel zu heben. Kein gutes Aushängeschild für den Aufbau des Schlosses.
Das Interview von Herrn Tiefensee ist von wenig Sachkenntnis und Feingefühl geprägt, solch ein
Misch- masch von Baustilen. Dafür werden Steuergelder zur Verfügung gestellt.
Man sollte daran denken das dass Schloss zuerst an dieser Stelle stand und der Abriß von Gefolgsleuten aus Moskau angeordnet wurde.
Bin nur froh, wen ich nach Dresden komme das man die Frauenkirche nicht in den vor ihr stehenden Kulturpalast intregiert hat.
Mit freundlichen Grüßen aus Spandau
D.Fritzen

(1257) Dietz, Dominik (25)
Fri, 24 August 2007 11:08:02 +0000

Ich habe dem Text der "Zeit" entnommen, dass die Kuppel nun doch vorerst nicht rekonstruirt werden soll???!!!!! Ist da was dran??? Das wäre sehr enttäuschend bzw. beschämend!!!

(1256) Berlinmöger
Wed, 22 August 2007 18:32:46 +0000

Ich bin wirklich sehr fröhlich zu hören das das Berliner Stadtchlos wiedererrichtet werden soll.Es ist ein teil der Stadt und muss unbedingt dort hin.Es ist ein großer schritt in richtung eines noch schöneren Berlin!

(1255) Claudia, 25
Wed, 22 August 2007 14:58:22 +0000

Durch die ZEIT bin ich am Wochenende auf das Schlossprojekt aufmerksam geworden. Die haben eine Fotomontage gemacht und ich finde, dass ein Wiederaufbau sehr gut dahin passen würde.
Ein interkulturelles Zentrum ist zwar eine sehr schöne Sache, aber das gibt es in Berlin schon: das Haus der Kulturen der Welt in der Nähe vom Reichstag im Tiergarten. Als Ausstellungsgebäude für die Sammlungen der Völkerkulturen wäre es allerdings sehr gut. Wenn da bestimmte Stücke nicht reinpassen (siehe ZEIT) könnte man ja vielleicht noch auf der anderen Seite der Spree ein neues Gebäude mit den entsprechenden Räumen dazu bauen. Zwar wird das sehr teuer, aber das Schloss wird auch enorm viel Geld kosten und dann ist das ja schon fast egal.
Ihre Computersimulationen hier sind übrigens auch toll!

(1254) Ick ... bin ein Berlinö
Wed, 22 August 2007 13:58:48 +0000

@Weinreich: Ja, das kann noch ganz übel enden!
@Schlossfreunde: Was wollen sie bloss mit dem alten Scheusaal aus der Volkskammer im neuen Schloss? Tun sie den doch auf die Kippe! Sie können ja eine Gedenktafel da anbringen. Das reicht doch. Für die Volkloristen können sie ja ein Modell von mir aus von dem ganzen Proletarierpalast ins Zeughaus stellen. Bezahlt mit Spenden (aber nicht mit denen fürs Schloss!). Da wär ich mal gespannt, ob da was zusammenkommt!

(1253) Weinreich, Guido, 45
Tue, 21 August 2007 12:19:14 +0000

Die Idee, die Museumsinsel mit Schloßbau (architektonisch) und Humboldt-Forum (funktional) nach Süden zu erweitern, ist ganz große Klasse! Sind aber die Verantwortlichen auch ganz große Klasse? An diesem Vorzeigeprojekt an exponierter Stelle wird man sehen können, wozu dieses Land kulturell in der
Lage ist - oder auch nicht. Es wird ein Spiel in der WM! Was spricht dagegen, daß wir wenigstens ein Unentschieden schaffen? Dagegen spricht der verrückte Vorschlag, einen Teil an die Zentralbibliothek zu vermieten. Die brauchen keine senatspolitischen Proportzräume, die brauchen einen eigenen Neubau. Dagegen spricht, daß man ausgerechnet in so einem internationalen Forum schon wieder irgendwelche politischen Brüche baulich konservieren will, als wäre Berlin nicht schon gebrochen genug und als wäre das nicht sowieso überall sichtbar. Dagegen spricht eine Architektenschaft, die an ihrem dogmatischen politisch-korrekten Geschichtsbild klebt und gleichzeitig Schwierigkeiten hat, ästhetische Spitzenleistungen wenigstens zu respektieren, wenn sie solche selber schon nicht hervorbringt. Dagegen spricht eine Planung wie die für das "Schloß" in Potsdam. Wahrscheinlich haben wir also gar nicht die Spieler, die uns wenigstens nicht blamieren.

(1252) Becker, Dietrich geb 1956
Sat, 18 August 2007 10:44:49 +0000

Seit mir als Westdeutscher vor 30 Jahren in OstBerlin ein DDR-Bürger erzählte, das Stadtschloss wäre nicht so zerstört gewesen wie das Schloss Charlottenburg im Westen und hätte nach 1945 sogar noch Bilderausstellungen beherbergt, bin ich glühender Befürworter der Rekonstruktion. Und darüber sollten nicht nur die Ostdeutschen entscheiden, sondern auch "Wessies", weil es alle Deuschen angeht, wie die Mitte ihrer Hauptstadt aussieht. Sonst wäre es ein später Triumph der SED-Stalinisten. Übrigens, als Hamburger weise ich auf den berühmten "Michel" hin, wir lieben ihn, er ist aber auch ein "Neubau" und es stört keinen Menschen in Hamburg!

(1251) Wille Gebhard F.X. made in 1938
Thu, 16 August 2007 10:23:10 +0000

Ich gratuliere zu der positiven Entwicklung - wenn auch das wiederhergestellte Schloss einer anderen Verwendung als bis 1918 zugeführt wird..,werden muss.
Das Herz unserer so gebeutelten Hauptstadt wird wieder - eigentlich eine staatspolitsche Aufgabe. Außer meinem Beifall kann ich als Renter wenig spenden aber dem Förderverein danken :
Sie machen sich um unsere Hauptstadt, unser Land und unser Geschichte nachdrücklich und anhaltend verdient.

(1250) Berlinfreund
Wed, 15 August 2007 10:26:43 +0000

Seit Einführung der Spendenuhr wurde eine Million Euro eingenommen. Habe ich da richtig gezählt?
Bei aller Freude, ist eine Million pro Vierteljahr freilich nicht ausreichend. Man kann sich ausrechnen wie lange es dauert, bis die 80 Mio. zusammen sind.
Wo ist der Aufruf der Politik, der Wirtschaft (Banken z.B.), der Medien, wie sie das bei der Frauenkirche gemacht haben?

(1249) D.Sharan H. 32 J.
Thu, 9 August 2007 20:44:44 +0000

Mit der Unterstützung vieler Menschen werden wir das sicher schaffen!Vielen Dank für diese aufmunternden Worte und liebe Grüsse zurück in das schöne Wien!
Ein Berliner:-)

(1248) Novaczek Hans, 47
Thu, 9 August 2007 09:39:58 +0000

War letzten Sonntag das erste Mal in Berlin und leider nur für drei Stunden. Kam am Palast der Republik vorbei und wurde so auch auf das alte Berliner Schloss aufmerksam. Nach dem Studium dieser Website kann ich nur sagen: Wiederaufbau des Schlosses und so schnell es die Mittel zulassen! Schloss und Republikpalast - beides hier auf Fotos gesehen - kein Vergleich.
Viel Erfolg für Ihren Verein und liebe Grüße aus Wien: HN

(1247) Beschty
Tue, 7 August 2007 17:40:55 +0000

Guten Tag,

besteht vielleicht die Möglichkeit ein 3D-Modell des zukünftigen Stadtschlosses in Google-Earth einzubinden. Über die Beschreibung könnte man so internationales Publikum ködern und zu spenden bewegen.
Der Aufwand wäre ja aufgrund des Bestehens von CAD-Modellen nicht so groß, oder?

mfg