Gästebuch

Hinweis: Dieses Gästebuch steht Ihnen für Ihre Chats, Diskussionen und Mitteilungen gerne zur Verfügung. Es wird von uns nur verwaltet, aber nicht befeuert. Immer wiederkehrende Fragen werden von uns einmal beantwortet und in einer besonderen Rubrik im Internet gespeichert. Bitte geben Sie in der Vollwortsuche dafür an: “Öfter gestellte Fragen“. Sollten Sie mit diesen Auskünften nicht zufrieden sein, werden wir selbstverständlich eine entsprechende Anregung von Ihnen aufnehmen.

Wenn Sie eine schnelle, direkte Bearbeitung Ihrer Frage haben wollen, nutzen Sie den „Kontakt“ im Internet, damit mir Ihre Fragen und Anregungen sofort vorgelegt werden können. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich derartig mit Terminen eingedeckt bin und in der Spendenverwaltung ein riesiges Arbeitspensum erledigen muss, dass ich selbst nur auf diese Weise mit Ihnen kommunizieren kann.

Wilhelm von Boddien


 Name *
 E-Mail
 Webseite
 Text *
* Eingabe erforderlich

Antispam Massnahme
Vor dem Absenden des Gästebucheintrags bitte die Buchstaben- und Zahlenkombination in das Textfeld eintragen.
9 + 2=

(2721)
(1621) Matze aus München
Wed, 3 December 2008 19:09:36 +0000

Sehr Intellektuell gemeint Herr äh, von Grumpkopf.......aber Argumente schon soooooo oft gehört und ebenso oft widerlegt. Auch ich habe mich mit den Gegenargumenten zum Schloss auseinandergesetzt, teile auch einige davon, die Argumente FÜR das Schloss überwiegen jedoch.
Und was bleibt als Alternative Ihrer Meinung? Vielleicht eine leere Wiese mit Dauer TIngeltangel oder ein leeres Loch, eine begehbare "Wanne des Palastes der Repuplik" als Zeugnis ewiger deutscher Jammerei. Ja wenn sogar der Kulturbabause Ulbricht, durch dessen blinden Fanatismus und rein geschichtlicher Pseudoargumentation gegen die Hohenzollern, das Schloss ja gesprengt wurde, geheime Untersuchungen zum möglichen Wiederaufbau betreiben liess! (Ihm fehlte der nötige Repräsentationsbau, davon Überzeugten ihn die brüderlichen Sowjets, die ihren Kreml schließlich nicht zerstört haben). Bis zum Bau des Fernsehturm wurden ohnehin überwiegend Rekonstruktionen in der DDR-Mitte Berlins gebaut, wie die Oper, das Kronprinzenpalais, usw. Ja und der nach kleinbürgerlicher Repräsentation haschende Erich H. hätte auch schon 1973 lieber das Schloss wieder gesehen als die asbestverseuchte Volkskiste, in der er ja dann immerhin seinen Lampenladen einbaute ;-)
Also bitte seihen wir alle etwas lockerer, leisten wir uns das Schoss doch einfach und blicken wir gespannt auf eine sehr faszinierende Baustelle.....unsere Enkel werden es uns übrigens danken wenn wir das Schloss aufbauhen und nicht nur eine intellektuell schöngeredete Wüste Hinterlassen!

(1620) Ernst Ludwig
Wed, 3 December 2008 18:08:07 +0000

Es ist reine Behauptung, daß die Innenräume nichts mit dem barocken Äußeren zu tun haben. Warten wir doch einmal die Detailplanung ab. Wenn auch nicht endgültig ausgebaut - das bleibt für später -, so ist doch wohl vorgesehen, bedeutende historische Räume (Weißer Saal, Treppenhäuser u.a.) im ursprünglichen Sinne wiederherzustellen. Das entnehme ich den vielfachen Äußerungen der Jurymitglieder und der Presse und auch hier auf diesen Seiten. Außerdem: eine barocke Fassade ist keine architektonische Leiche sondern eine Freude für das Auge.

(1619) S.Hartmann
Wed, 3 December 2008 16:47:43 +0000

Herr von Grumkow, danke für Ihre gute und scharfe Formulierung.

(1618) bas zweng aus Holland
Wed, 3 December 2008 15:55:28 +0000

Herr von Grumkow, sehr gut formuliert. Verstand statt alte Postkartenemotionen.

(1617) Dominik Dietz (26)
Wed, 3 December 2008 13:49:59 +0000

Habe soeben gehört, dass unter den 30 Entwürfen wohl auch einer die Reko der OSTSEITE!!! vorsah, aber für anscheinen untauglich erachtet wurde. Kann das Jemand bestätigen?

(1616) Bartholdy
Wed, 3 December 2008 13:08:21 +0000

Stellas Entwurf ist das Beste was uns passieren konnte!
Es soll so viel rekonstruiert werden (äußerlich), daß es schneller geht, aufzuzählen was nicht rekonstruiert wird, als aufzuzählen, was rekonstruiert wird.
Das Einzige was nicht rekonstruiert werden soll ist das Quergebäude und die Ostfassade! Alles andere kommt wieder. Wenn das kein Grund zur Freude ist....

(1615) v. Grumbkow, Jochen
Wed, 3 December 2008 11:25:54 +0000

Ich bin kein Schlossfreund! Und ich bin spät dran. Und wahrscheinlich an der falschen Adresse. Trotzdem: Ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, dass die Computersimulationen zur Schlossfassade schon fast so hübsch sind
Da sind die Simulationen schon fast genauso hübsch wie die Ansichtskarten von vor dem Krieg (dem ersten). Dasselbe Kolorit, dieselben Skulpturen im Vordergrund, fast dieselben Automobile.
Wenn man genauso gut eine alte Postkarte hätte nehmen können, wozu dann die Computersimulation? Wohl doch als Versprechen. Und worauf? Auf die baldige Wiederauferstehung des Berliner Schlosses? Auf die Heilung einer alten Wunde? Oder darauf, dass der Kreis der Geschichte sich endlich dort schließt, wo es am wenigsten wehtut? Was auch immer, ich erwarte nicht, dass dieses Versprechen eingelöst werden kann.
Die schöne Computergraphik suggeriert für die nahe Zukunft nämlich etwas, was es nie geben wird: Das Berliner Stadtschloss in seiner alten Pracht. Eine nachempfundene Fassade könnte dort bald stehen. Aber niemals etwas, was man guten Gewissens als „Schloss“ bezeichnen könnte. Dabei sind doch für genau diesen Wiederaufbau des Schlosses Tausende von Sympathisanten mobilisiert und Millionen an Spendengeldern gesammelt worden. Ist diesen vielen Menschen eigentlich ganz klar, dass sie das Schloss zwar wohl erkennen, aber niemals betreten werden? Das einzige, was am Ende überhaupt an ein Schloss erinnert, wird die Fassade sein. Aber die Räume hinter den Fenstern werden nicht das Geringste mit einer königlichen Residenz zu tun haben. Sie werden nicht einmal besonders viel mit der Fassade zu tun haben.
Wir hätten dann also einen monumentalen Neubau mit unklarer Zweckbestimmung. Und dieses Etwas hätte dann eine Fassade, die man ziemlich leicht wiedererkennen wird, weil sich das Bild ganz gut mit alten Photografien und Ansichtskarten deckt. „Kulisse“ wäre wohl der passende Ausdruck. Oder „Bühnenbild“. Aber für welches Theater? Und für wessen Theater?
Berlin schmückt sich mit der guten alten Kaiserzeit als Postkartenmotiv. Wollen wir damit wirklich angeben? Wir nötigen der Kreativität von Architekten ein Gebilde ab, dessen einzige feststehende Anforderung die Eignung als Kostümpuppe ist. Wir errichten uns selbst das Wahrzeichen unseres Leidens an der eigenen Geschichte. Das ist peinlich. Und keine schöne Perspektive für die zukünftigen Bewohner. Wenn das Ding erstmal steht, wird man wahrscheinlich jemanden zwingen müssen, endlich dort einzuziehen.
Aber mit der Nostalgie wird es sowieso bald vorbei sein, wenn die Arbeiten erst einmal begonnen haben. Über eine ziemlich lange Zeit wird sich die Vorfreude der Berliner auf ihr „Schloss“ nämlich an einer gewaltigen Baugrube, an Flutlicht und Kränen und an jeder Menge Beton nähren müssen. Die Fassade mit dem Postkarten-Kolorit kommt ja erst ganz zum Schluss. Ob die allgemeine Begeisterung so lange durchhält? Auch wenn die Kosten noch erheblich steigen?
Zu befürchten ist Schlimmeres als nachlassende Begeisterung. Zu befürchten ist das wachsende und ziemlich unangenehme Gefühl der Berliner, sich mit der Haut einer architektonischen Leiche behängt zu haben. Und jetzt damit herumlaufen zu müssen. Das Alte mit dem Neuen zu verbinden, das klingt immer sehr schön. Aber manchmal entsteht dabei auch nur eine gruselig zusammengeflickte Kreatur, die ihren Schöpfer verflucht. Damit sollte es nicht enden.

(1614) R. Krenz 40
Wed, 3 December 2008 10:44:27 +0000

Nachdem ich mir die Grundrisse und Ansichten des Siegerentwurfes nochmal genau betrachtet habe, ist mir aufgefallen, daß nicht nur die beiden Risalite (Portal 2 und 4) des Eosanderhofes rekonstruiert werden.
Es sind alle vier Risalite zusammen mit den gesamten Eosanderhoffassaden (Fensterachsen) vorgesehen. Ebenfalls wird die Hofseite des Eosanderportals rekonstruiert!

Um zusätzliche Nutzfläche zu bekommen, hat Stalle lediglich zwei Kuben in den rekonstruierten Eosanderhof gestellt.

Das Schloß bekommt also nicht nur die Kuppel zurück, sondern auch beide Höfe, wenn auch einer bebaut werden soll.

Das wirft meiner Meinung nach ein völlig anderes Licht auf diesen Entwurf. Kein anderer Entwurf sah die Rekonstruktion beider Höfe vor! Ich bin sehr zufrieden mit dem Entwurf!
Die Paradekammern lassen sich, ohne das Äußeres dieses Entwurfes zu verändern immer noch einbauen, da alle Hoffassaden an der gleichen Stelle wie die Originalen vorgesehen sind.


Weiterhin ist die Schlichtheit der Ostfassade von Vorteil!
Hätte Stella den originalgetreuen Renaissanceflügel geplant, hätte es der Entwurf nicht bis zum Siegerentwurf geschafft. Das ist sicher.

Außerdem läßt sich in einigen Jahrzehnten die Ostfassade immer noch durch eine originalgetreue Rekonstruktion ersetzen.
Hätte Stella hier einen wundervollen, glungenen, zeitlosen modernen Flügel vorgesehen, von dem alle hellauf begeistert wären, dann wird ein Abriß in der Zukunft wesentlich schwieriger durchzusetzen sein.

Fazit:
Alle Schlossfreunde sollten mit diesem Entwurf wirklich zufrieden sein. Es ist wesentlich mehr (Kuppel, beide Höfe) als man erwartet hatte.


(1613) Müller, 33
Wed, 3 December 2008 10:10:20 +0000

Ich kann den Jubel um den Entwurf des Humboldtforums nicht verstehen, wurde doch immer der Wiederaufbau des Stadtschlosses kommuniziert.
Doch davon kann keine Rede sein, real wird nun ein nach Stand der Technik seelenloser Stahlbetonbau mit Vorhangfassade als Interpretation des Stadtschlossfassade.

Die Rekonstruktion der Frauenkirche in Dresden habe ich mit 500 Arbeitsstunden unterstützt, diese Farce in meiner Heimatstadt ist typisch Berlin, konzeptlos, nichts halbes und nicht ganzes.
Ich würde mir sehr wünschen, das aus der 75% Fassade eine 100% Fassade wird, und auch die Treppenhäuser originalgetreu rekonstruiert werden.
Und was keiner der Beteiligten hören möchte, ich werde mich dafür einsetzen das die Architekturgeschichte dieses Ortes sichtbar wird, dazu gehört die abgerissene Domkirche, wechselhafte Geschichte des Stadtschlosses, des Palastes der Republik bis zum Humboldtforum.
Ich möchte Herrn von Boddin kein Unrecht tun, aber er vermittelt mir zu sehr Monarchieromantik und stellt sich damit auf die gleiche Stufe wie die unverbesserlichen SED-Anhänger. Mit dieser Haltung führt er die deutsche Geschichte ad absurdum, wer im Kreis läuft, kommt nicht voran.


(1612) Ingo Rennert
Wed, 3 December 2008 07:29:42 +0000

In einem Beitrag zur Wettbewerbsentscheidung schrieb Andreas Kilb in der FAZ, daß im Schloßneubau sicher die Gemäldegalerie Alter Meister vom Kulturforum am Potzdamer Platz besser unterzubringen wäre, als "Indianerzelte und Paddelboote".
Ich habe von dieser Idee schon mal irgendwo gehört und finde sie sehr bedenkenswert. Stella sieht ja auch vor, die Eosanderhoffassaden weitgehend zu rekonstruieren, so daß im Grunde ganze Flügel wiederhergestellt werden können. Dazu passen dann die alten Gemälde natürlich hervorragend. Und auch die Paradekammern lassen sich sehr gut damit verbinden. Die wunderbare Idee des Humboldtforums kann man ja immer noch großzügig über die neue Passage und die Eosanderhofbebauung verwirklichen. Und die Indianerzelte & Co. finden vielleicht eine neue passende Heimstatt im Kulturforum.

(1611) Initiative Bildung sta(d)t Schloss
Wed, 3 December 2008 06:39:56 +0000

Sie können die Finanzierung per Spende gar nicht mit der Frauenkriche vergleichen! Dort wurden 2/3 des Gesamtvolumens mit Spenden finanziert, dies wird Ihnen wohl kaum gelingen. Die Begründung es ginge ja nur um die Fassade bestätigt nur die Unvergleichbarkeit.

(1610) d.müller,45
Tue, 2 December 2008 09:59:18 +0000

Allen Schlossfreunden sei zum Thema nocheinmal die ausgezeichnete Broschüre von Guido Hinterkreuser "Das Berliner Schloss - mehr als nur Fassade" (Gesellschaft Berliner Schloss e.V.) ans Herz gelegt.
Man sollte auch besonders das kritische Geleitwort von Prof. Dr. Andrzej Tomaszewski, polnischer Genralkonservator a.D. lesen, da dort "der Finger auf wunde Punkte gelegt wird", wie man so schön sagt.
Mit Nörgelei haben die kritischen Standpunkte zu den Schlossentwürfen nichts zu tun, sie entspringen vielmehr der Sorge, dass es zu unglücklichen Kombinationen von originaler Wiederherstellung und brutal aufgepfropfter und seelenloser Moderne kommt und so das Ganze entwertet wird.
Es ist leider war: Das Barockzeitalter hat nicht nur die grössten Musiker, sondern auch die grössten Architekten hervorgebracht und unser Zeitalter kann künstlerisch da nicht mehr mithalten, es wirkt in weiten Teilen kalt, unpersönlich und banal - warum das leider so ist, kann ich auch nicht erklären. Es liegt aber sicherlich nicht nur am industriellen Bauen...
Daraus folgt für mich aber, dass ein so originalgetreuer Nachbau wie möglich stattfinden sollte, der auch wichtige Treppenhäuser und Innenräume erfasst. Für unvermeidliche Neugestaltung und Neunutzung bleiben dann noch genügend Räumlichkeiten (die ja auch 1945 nicht mehr den Zustand aus der Erbauungszeit des Schlosses hatten und nicht künstlerisch wertvoll waren).
Ich finde es unglücklich, überhaupt einen Architektenwettbewerb zur "Neugestaltung" veranstaltet zu haben - warum das bei einem international bedeutenden Baudenkmal, wie dem Berliner Schloss so war, kann ich nicht nachvollziehen (siehe dazu auch Dresdner Frauenkirche).
Vielleicht tut es dem Bauvorhaben nicht nur in finanzieller Hinsicht gut, wenn man es über einen längeren Zeitraum erstreckt und über vieles nochmal nachdenkt, mit schnell-schnell ist sicher nichts gewonnen...



(1609) Ernst Ludwig
Tue, 2 December 2008 09:38:15 +0000

Die größten Verhinderer der Schloßrekonstruktion sind offenbar die Schloßfreunde selber. Mit dem alles oder nichts wird man nur eins erreichen: Nichts!
Merkt Ihr denn nicht, daß die Schloßgegner noch lange nicht aufgebeben haben, daß sie bis zur letzten Sekunde das Vorhaben noch zu torpedieren versuchen. Oswalt im Verein mit SED und gekränkten Architekten spielen nun wieder die Kostenmelodie ab, wonach die Planung betrügerisch sei und alles viel, viel teurer werde, man das Ganze also lassen sollte.
Warten wir Schloßfreunde doch jetzt noch den Baubeschluß des Bundestages auf der Grundlage des Stella-Entwurfs ab! Wenn es dann an die Detailplanung geht, dann können alle Argumente betreffs Überdenken der Ostfassade, historischer Räume usw. noch eingebracht werden, mit Sachverstand, überzeugend, Schritt für Schritt und nicht nach dem Prinzip alles oder nichts. Dazwischen gibt es auch noch etwas. Wichtig ist, daß für die Zukunft nichts verhindert wird, also spätere Einbauten immer noch möglich sind.
Fürs erste haben wir einen wichtigen Etappensieg davongetragen, den gilt es zu sichern. Dann geht es weiter.

(1608) T.P
Mon, 1 December 2008 16:56:22 +0000

außen Hui,innen Pfui kann man da nur sagen,wo bitte schön sind die Historischen Innenräume? was nützt die barocke Fassade und innen ist es beton und Glas, na dann lieber kein Schloss ,da schau mir weiter die alten Fotografien lieber an

(1607) bas zweng aus Holland
Mon, 1 December 2008 16:31:12 +0000

Herr Volkmann, schon frueher sagte man bei Schloessern: Haengt der Lappen draussen, ist der Lump zu Hause.

(1606) Berliner Schlossfan, 55
Mon, 1 December 2008 15:40:22 +0000

Die angekündigte Gründung der Bundesstiftung Humboldt-Forum wird dem Förderverein schaden und das Wasser abgraben. Oder wollen die kooperieren?

(1605) Volkmann, Helmut, 74
Mon, 1 December 2008 15:11:49 +0000

Ich habe mich sehr über die nun endlich gefallene Entscheidung gefreut. Dann wird Berlin wieder Berlin werden.

Zu den Nörgeleien noch eine Anmerkung: Ich glaube, es ist der Satiriker Hirschfeld gewesen, der feststellte, als einzige Menschen hätten wohl die Deutschen einen Jammerlappen als Hirnanhang. Scheint wohl irgendwie recht zu haben.

ES GEHT VORAN!!!

(1604) dancinginfogs, alt
Sun, 30 November 2008 21:51:19 +0000

Die Ostfassade erinnert mich auch weniger an Spree-Athen als an Mussolini-Rom.
Trotz aller Freude über das Erreichte wird noch viel diskutiert werden müssen. Jetzt erst recht.

(1603) R. Krenz 40
Sun, 30 November 2008 21:26:37 +0000

Ich hatte noch gar nicht bemerkt, dass die Paradekammern nicht in ihren originalen Grundrissen und Raumhöhen vorgesehen werden.
Dies muss noch korrigiert werden! Unbedingt! Jetzt ist es noch möglich, doch wenn erst die Pläne bis ins Detail ausgearbeitet sind und der Grundstein gelegt wurde, wird es für immer zu spät sein.
Dann wird es nie mehr den sagenhaften Rittersaal( in den das Silberbuffet endlich zurückkehren könnte), die grandiose Gobelingalerie, die Gigantentreppe und all die anderen herrlichen Räume geben.

Meine Güte - es muss doch in Berlin möglich sein, mal was richtig zu machen! Oder sind die Verantwortlichen schon geistig so verarmt (im architektonischen Sinne).
Und die Ostfassade!
Ist denn für alle Zeiten die angebetete und seit Jahrzehnten bis zum Erbrechen kopierte Lochfassade das Maß aller Dinge? Kann der Mensch von heute ohne Lochfassade nicht mehr leben?


(1602) Füxlein
Sun, 30 November 2008 20:41:47 +0000

Ich freue mich sehr über den Entwurf von Stella!

Jetzt muß gespendet werden!

:-)

(1601) D.Müller,45
Sun, 30 November 2008 20:41:11 +0000

Ich habe mir gerade alle Entwürfe angesehen, aber besonderen Grund zum Jubeln empfinde ich auch beim Siegerentwurf nicht...Die ehemals malerische und stark gegliederte Ostfassade würde nun durch eine seelenlose, auch noch in einer Linie abschliessenden, "Kastenarchitektur" ersetzt werden und auch die modernen Elemente im Schlüterhof überzeugen mich nicht, das harmoniert m.E. nach nicht - moderne Architektur kann es eben(leider) nicht ! Die volle Integrität (auch eines wieder herzustellenden) historischen Bauwerks zu missachten, heisst im Grunde nichts anderes,als eine weitere Zerstörung vorzunehmen. Warum wohl hat man in Warschau von Anfang an eine historisch getreue Rekonstruktion des Schlosses vorgenommen ?! Auch sollte man zumindest für später eine Rekonstruktion der wichtigsten historischen Innenräume und Treppenhäuser vorsehen.
Ich will hier nicht die Arbeit des Fördervereins in Frage stellen, es war sicher schwer genug, den "Modernisten" etwas abzuringen, aber ich bin mit der jetzigen Lösung auch nicht glücklich - vielleicht ist es ja besser, sich in die Bildbände über das historische Schloss zu vertiefen und zu hoffen, dass man es beim Potsdamer Schloss besser macht...

(1600) Rolf
Sun, 30 November 2008 19:45:48 +0000

In der "Morgenpost" wird berichtet, der zukünftige Ostflügel des Stella-Baus sei zu schmal, um wichtige Räume, etwa das Treppenhaus Schlüters, wieder herstellen zu können. Auch ich habe diesen Eindruck beim Betrachten der Bilder. In Bezug auf die Ostseite wäre wohl Kollhoff besser gewesen.

Kann man am Ostflügel nicht noch ein bisschen nachbessern, dass dieser breiter wird??

(1599) Ernst Ludwig
Sun, 30 November 2008 19:41:54 +0000

Bei aller Freude, daß wir jetzt ein großes Stück weiter sind, so finde ich den Entwurf von Kollhoff doch besser, besonders was die Ostfassade anbetrifft. Er hat sich am weitesten an Schlüter angelehnt.
Aber auch Stella überzeugt. Wenn nur jetzt nichts verwässert und verzögert wird. Die Schloßgegner haben immer noch nicht aufgegeben.

(1598) M.Ruth, 53
Sun, 30 November 2008 19:23:11 +0000

Ein wundervolles Wochenende angefüllt mit vielerlei teils hitzigen Diskussionen und Analysen liegt hinter uns.

Auch ich hätte mir das eine oder andere Detail aus anderen eingereichten Entwürfen im letztendlichen Sieges-Entwurf realisiert gewünscht.

Jedoch, was nützt jetzt noch kleinliche Mäkelei ?

Nach all den Jahren des Kämpfens, Hoffens und Bangens, nach all der unermüdlichen Arbeit und Spendensammlungen bin ich der Überzeugung, daß wir mit dem Entwurf von Francesco Stella sehr glücklich und zufrieden sein können.

Und ob all der reichliche barocke skulpturale Schmuck pünktlich zum Jahr 2015 am Humboldt-Forum montiert sein wird, ist meines Erachtens nach zweitrangig:

was wirklich zählt, ist die überzeugende Qualität der ausgeführten Arbeiten und nicht die Planerfüllung im Akkord !

Daher: weiter so...!!

(1597) bas zweng aus Holland
Sun, 30 November 2008 17:50:31 +0000

Herr Hensel, danke, werde ich machen.

(1596) Hensel, S. (34)
Sun, 30 November 2008 12:03:16 +0000

Erst kürzlich ist der Siegerentwurf prämiert worden und schon die ersten"pessimistischen"Stimmen?
Dazu gibt es momentan keinen Anlass. Warten wir doch erstmal die Reaktion im Bundestag ab und weiter die Feinausarbeitung des Entwurfs.
@ Bas: Reaktion bitte im Forum/Chatroom nachlesen...

(1595) Richard
Sun, 30 November 2008 10:05:15 +0000

an den Vorschreiber:
Also das wäre wirklich der Gipfel! Erst wird ein Entwurf zum Siegerentwurf erklärt und gebaut wird schließlich etwas völlig anderes.
Das ist mal wieder typisch für diese Stadt und dieses Land! Ich sehe schon einen Klaskubus an der Stelle der Kuppel und wahrscheinlich wird auch noch der Schlüterhof verändert im Sinne von "kritischer Rekonstruktion". Die beiden vorgesehenen Portale des Eosanderhofes kann man dann auch vergessen. Sie werden hundertprozentig den Überarbeitungen zum Opfer fallen.
Ich bin enttäuscht!

(1594) Dominik Dietz (26)
Sun, 30 November 2008 09:44:23 +0000

Eine Frage an den Seitenbetreiber:

Ist die Wiederkehr der historischen Kuppel wirklich gesichert? Oder muss man befürchten, dass diese bei einer wahrscheinlichen Überarbeitung des Entwurfes wegrationalisiert wird??!!

(1593) dancingwithfrogs, alt
Sat, 29 November 2008 21:38:44 +0000

Herr Bas Zweng, der Tanzfrosch freut sich, Ihnen mitteilen zu können, daß vor unserem Dom inzwischen Pferdekutschen für die Touristen bereitstehen und auf der Spree qualmende Dampfschiffe verkehren. Auf dem Potsdamer Platz wurde gar ein Nachbau der ersten Berliner Verkehrsampel installiert. Besuchen Sie uns trotzdem, Sie müssen nur etwas tapfer sein, um das alles zu ertragen.

(1592) Matthias aus München
Sat, 29 November 2008 19:58:48 +0000

Gratuliere! Eine Gute Entscheidung.
-Genial ist sie jedoch keinesfalls, aber die Stärke des Entwurf liegt vor allem darin, alle möglichen Fehler beim historischen Schloss zu vermeiden. So kommt die Kuppel und sogar die beiden Portale des Eosanderhofes zurück. auch die banale Gasüberdachung über dem Schlüterhof entfällt hier- hoffentlich nicht nur im Modell.
Schade ist aber die überaus Phantasielose Standartarchitektur der Neubautrakte: Jede Spur von Poesie und Originalität fehlt. Zwar ist unnötige Effekthascherei (Glasaufbauten, Dekonstuktivismen) zum Glück vermieden worden, aber selbst die Fassaden am Leipziger Platz sind da interessanter:-(
Eine moderne Interpretation, die die Kubatur der Altbauten -auch des ehemaligen Ostflügels- sowie die Fensterfomate der Vorgänger übernommen hätten, wären die bessere Lösung gewesen. Auch mit modernen Aktzenten, vielleicht sogar einer teilweise transparenten Glasfassade im Osten, die besser zum Marx-Engels Forum vermitteln könnte, wäre eine Alternative. Nach dem Entwurf von Stella ist das Ganze leider nur ein biederer Maßanzug von der Stange, der die Glücklicherweise rekonstruierten Schlossfassaden umgibt. Trotzdem muss man bei aller Kritik an der Leblosigkeit und Sterilität des Stalla Entwurfes nochmals die Rekonstruktion der alten Fassaden, sowie der Kuppel ausdrücklich loben. Bei dem Rest (.......) könnte man ja künstlerisch noch Einiges nachbessern! Mfg aus München

(1591) Hock, Bertram, 44
Sat, 29 November 2008 19:21:08 +0000

Hurra! Es ist geschafft!
Der Entwurf ist wunderbar!
Ich freue mich mit allen Schlossfreunden und danke Herrn Boddien und allen Unterstützern - jetzt kann es hoffentlich bald losgehen!

(1590) R. Krenz 40
Sat, 29 November 2008 18:28:19 +0000

Ein großartiger Entwurf!
Ich muß ehrlich gestehen, daß ich nicht gedacht hätte, daß die Kuppel und sogar die beiden Risalite (Hofseiten von Portal 2 und 4) aus dem Eosanderhof rekonstruiert werden.
Den Durchgang hatte es früher auch gegeben, doch führte er durch den großen Schloßhof von Eosander.
Dies ist ein großer Tag für das Schloßprojekt. Nun sind wir einen großen Schritt weiter...


(1589) Pascal 21
Sat, 29 November 2008 17:56:12 +0000

Ich bin sehr glücklich über den Entwurf
Danke an den Förderverein !!! jetzt muss nur noch der Bundestag zustimmen ;)
Man sieht auf enem Entwurfs Bild das sogar die inneren Fassaden des Eosanderhofes kommen ?! können sie das bestätigen ?


(1588) Langenberg
Sat, 29 November 2008 17:42:55 +0000

Bin ganz begeistert vom Entwurf Stellas. Die neuen Teile erinnern an den schlichten preußischen Klassizismus und ordnen sich den Barockfassaden unter. Besonders gelungen ist der Mittelteil mit Durchgang. Hier, wo einst der gar nicht bedeutende Zwischenbau stand, sind nun im innern zwei neue barocke Portale - die es vorher gar nicht gab - vorgesehen. Einfach großartig.
Bleibt nur zu hoffen, daß vielleicht der eine oder andere historische Raum oder Treppenhaus gleich mit aufgebaut werden kann.

(1587) bas zweng aus Holland
Sat, 29 November 2008 17:09:43 +0000

Wenn es an Herr Tanzfrosch und einige anderen hier liegt, wuerden wir auch noch die Pferdekutschen, Dampfboote oder Verkehrsregler am Leipziger Platz verwenden. Genau wie in England. Wir moechten doch etwas aenderen. Eventuell mit Erhalt des Alten (Respekt). Aber lieber nicht zurueck.


(1586) Ingo Rennert
Sat, 29 November 2008 16:58:18 +0000

Ein Stern (=stella) ging auf über Berlin! Jetzt glaube ich doch, das kann was werden. Bundestag, sag ja! Schlüter orientierte sich an einem italienischen Vorbild und ein Italiener "führt den Entwurf Schlüters fort".
Der Architekt ist kein autistischer Geniedarsteller, sondern beweist Einfühlungsvermögen. Glückwunsch an alle, die sich dafür engagiert haben!


(1585) dancingwithfrogs, alt
Sat, 29 November 2008 16:23:38 +0000

Herr Bas Zweng uit Holland: Ganz Berlin wimmelt von fragwürdiger Nachkriegsarchitektur. Man hätte wirklich viel zu tun, wollte man in Siegermentalität die Bausünden der DDR-Stadtplaner rückgängig machen. Hier soll aber auf dem Trümmerhaufen des Ballasts der Republik kein Triumph des westlichen Systems
in Stein gehauen, sondern eine historische Fehlentscheidung korrigiert werden. Ich hatte Ihnen ja schon mal geschrieben, daß ich es verstehe, daß man sich an einer modernen Stadt wie Rotterdam ergötzen kann. Rotterdam ist in Deutschland aber leider überall, weswegen wir die historischen Stadtkerne auch eher vermissen.

(1584) W.Haupt, 68
Sat, 29 November 2008 15:51:55 +0000

Die Erfüllung eines Wunschtraumes nimmt ihren Anfang. Dank an die Jury, Dank an Herrn Neumann und Herrn Tiefensee, Dank an Herrn v. Boddien, Dank dem Förderverein und Dank hoffentlich dem Deutschen Bundestag. Ein Kompliment für den gelungenen Entwurf Herrn Stella.

(1583) Karas, Brigite und Klaus, 57/58
Sat, 29 November 2008 15:09:30 +0000

Wir freuen uns über die gewonnene Ausschreibung des Wettbewerbs des italienischen Architekten.
Das spiegelt genau unsere Erwartungen an den Wiederaufbau. So werden wir jetzt auch an weitere Spenden
für das Berliner Schloss denken.

(1582) bas zweng aus Holland
Sat, 29 November 2008 14:39:50 +0000

Wehrter Herr Hensel,
Sie haben Recht. Es war zu polemisch von mir. Ich kann die Befuerwoerter verstehen dass sie emotionel fuer dieses Schloss sind. Ein bisken Sehnsucht. Aber (das deutsche 'aber') man muss auch verstehen was da hintersteckt. Politische Ziele. Nichts darf mehr an der DDR-Architektur erinnern. Alles war falsch. Eine Art Siegesarchitektur. Und das stoert mir und ich glaube auch andere Architekten. Uebrigens meine charmante Frau ist ganz begeistert das dieses Schloss wieder gebaut wird. Deo volente Sie wird in 2013 in Berlin sein. Das muss die Befuerwoerter doch Mut geben!


(1581) Klaus Hersel, 36
Sat, 29 November 2008 14:38:14 +0000

Etwas erschrocken habe ich den prämierten Entwurf des wiederaufzubauenden Stadtschlosses zur Kenntnis genommen.
Die Innengestaltung und die 4. nicht historische Seite geben meiner Meinung nach die Gestaltungsarmut und die künstlerische Anspruchslosigkeit heutiger Architektur wieder.

Außer ein paar rechten Winkeln kann ich an der "modernen" Seite des Schlosses wenig entdecken, was nicht Langeweile austrahlt.

Vielleicht kann der Verein noch was retten? Ich würde es mir wünschen.

(1580) Ernst Ludwig
Sat, 29 November 2008 09:55:54 +0000

An den Vorschreiber: Denken Sie mal daran, wie viele, viele Arbeitsplätze die Schloßrekonstruktion schafft. Ein U-Boot weniger für die Bundesmarine und schon ist das Geld beisammen.

(1579) ohne Worte
Sat, 29 November 2008 07:51:19 +0000

Wenn es in Deutschland in diesem 21. Jahrhundert allen Menschen gut gehen würde, es keine Kinderarmut geben und die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer werden würde, wäre ich mit dem Wiederaufbau des Schlosses einverstanden. Aber so??? Das passt irgendwie alles nicht zusammen und ist eine Verantwortungslosigkeit gegenüber der Bedürftigen hier im Land. Man könnte noch so vieles dagegen einwenden, aber die Oberen machen eh was sie wollen.

(1578) Hensel, S.
Fri, 28 November 2008 22:36:26 +0000

@ Bas.
Geht es Ihnen denn darum Verständnis für diese Entscheidung zu finden?
Diesen Eindruck hinterlassen Ihre Äußerungen keinesfalls. Das ist polemisch und wenig konstruktiv. Das Berliner Stadtschloss auf die Zeit zwischen 1888 und 1918 zu beschränken ist ebenso unsachlich. Das Stadtschloss blickte vor seiner willkürlichen Zerstörung auf eine 500-jährige Geschichte zurück. Wilhelm der Erste weilte zudem vorzugsweise im Alten Palais unweit des Schlosses und Friedrich der Große zog es vor in Sanssouci zu residieren. Das neue Stadtschloss/Humboldt-Forum offenbart die Möglichkeit einer glanzvollen Zukunft als musealer Ort, als Ort der Bildung, des sozialen Austauschs und als Forum verschiedenster kultureller Veranstaltungen. Nun denn, ein Meilenschritt ist begangen und es gilt alle Kraft zu bündeln und den Verantwortlichen die Unterstützung zukommen zu lassen die benötigt wird und uns möglich ist. Ich werde das in meinem mir zur Verfügung stehendem finanziellen Rahmen tun! Auf geht's!
Mit Dank und Achtung bedacht.....



(1577) Dr. Stolber, Walter
Fri, 28 November 2008 21:34:25 +0000

Leserbrief an den Spiegel (redaktionelle Zurückweisung am 28.11.2008).
Der Berliner Stadtschloss Artikel ( Wer will noch die Barockfassade?) steht für typischen Spiegel- Journalismus: negativ, marktschreierisch. Dabei hat Warschau mit dem gelungenen Wiederaufbau seines Stadtschlosses für Berlin einen Markstein gesetzt.
Die angeblich mangelnde Spendenfreudigkeit in Deutschland als Ablehnung des Projektes durch das Volk zu werten, ist unredlich. Wenn überhaupt, dann ist das relativ bescheidene Spendenergebnis logische Konsequenz solch abwertender Berichte wie dem vorliegenden. In der Tat, Medien im Lande, nicht selten infitriert durch Linksideologen, haben bisher viel Meinungsmache produziert, um die Auferstehung dieses nationalen Denkmals zu torpedieren. Zudem, bevor potentielle Spender in die eigene Tasche greifen, dürften sie sich Gedanken über gewisse realisierte Bauten des Senats machen, für die immer genug Finanzmittel zur Verfügung standen. Auch sehen sie, wie leichtfüssig Berlin politische Zahlungen und Sozialleistungen entrichtet. Vermeintliche oder tatsächliche staatliche Verschwendung indirekt mitzufinanzieren ist, bei aufgeklärten Finanziers, nicht gerade populär.
Was gewisse "moderne" Architekten nach der Wiedervereinigung in Berlin bauten, könnte in jeder Weltstadt stehen. Unsere Generation ist nicht zuletzt deshalb aufgerufen, das Berliner Stadtschloss vollständig( nicht nur in Teilen, siehe das gescheiterte Reichstag- Experiment) wieder herzustellen, um der Stadt seine historische Mitte, Seele Berlins, zurückzugeben. Eine nächste Generation könnte sich, mit kräftiger Linksunterstützung, für den Bau einer Moschee entscheiden.

(1576) dan
Fri, 28 November 2008 21:31:05 +0000

Herrn M. Ruth ist zuzustimmen: Wer, wenn nicht ein Italiener wäre imstande, sich in barocke Baukunst hineinzuversetzen!

Den besten Kommentar zur heutigen Entscheidung habe ich auf Spiegel Online entdeckt: Eine ebenso berechtigte wie faire Absage an modernistische
Hegemonialbestrebungen an diesem Ort, dem Schloßplatz.

(1575) Dominik Dietz
Fri, 28 November 2008 21:05:42 +0000

Der Kolhoff Entwurf wäre auch nicht schlecht gewesen (Mein persönlicher Favorit!)

(1574) bas aus Holland
Fri, 28 November 2008 20:26:16 +0000

Hallo Berlin, ich kann es noch immer nicht verstehen dass man sich so fuer ein Gebaude einsetzt, von wo aus fast Elend und Kriege entschieden sind. Wir haben es doch neulich im Fernsehen gesehen wie der letzte Kaiser war. Laecherlich und kriegerisch. Aber vielleicht dass der Gysi bei der Eroeffnung auf dem Balkon alle zuwinkt und zuspricht. In dem Falle waere das Berliner Schloss es eine gute Entscheidung. Das gibt uns Hoffnung.

(1573) M.Ruth, 53
Fri, 28 November 2008 20:03:01 +0000

Lieber Herr Wilhelm von Boddien,
Herr Hensel und Herr Froschtänzer (alt) aus Hechingen,

ich denke, wir haben es geschafft: dieser siegreiche Entwurf eines italienischen Architekten (Barock: sic !) erfreut uns Alle !

Jahrelanges Kämpfen, Argumentieren, Werben und Spenden haben sich gelohnt.

Der Entwurf von Franco Stella hat mich überzeugt, die Kombination von alt und neu ist gelungen, obwohl mir die beiden kleinen Kuppelchen links und rechts neben der Hauptkuppel fehlen - dennoch: "Klasse !"

Und das Glas-Dach über dem Schlüter-Hof wird auch noch realisiert werden !!

(1572) berlinfreund
Fri, 28 November 2008 17:08:38 +0000

Bilder des preisgekrönten Entwurfes gibt es hier:
welt.de/berlin/article2767521/Neuer-Streit-ist-ein-Stueck-aus-dem-Tollhaus.html

(1571) Richard
Fri, 28 November 2008 15:21:49 +0000

Ich glaube es erst, wenn ich es sehe..

(1570) Ernst Ludwig
Fri, 28 November 2008 14:55:57 +0000

Wann kommen auf dieser Seite endlich Informationen, Bilder des Ergebnisses?

(1569) Rolf
Fri, 28 November 2008 14:37:10 +0000

Die HISTORISCHE Kuppel? Wirklich?? SUPER!!!

(1568) Hensel, S.
Fri, 28 November 2008 14:32:42 +0000

FREUDE pur!!!
Ich will es glauben...
Ist es wahr?
Ja, das ist es.
An dieser Stelle meinen respektvollen Dank all denen, die sich um dieses Projekt verdient gemacht haben und es auch noch sein werden. Was war das für ein Marathon. Nach all den Jahren der Diskussionen, des Hin-und Her. Es kann beginnen. Was für ein Freudentag für mich ganz persönlich. Danke!!!
Aber an der Stelle auch ein Gedanke all jenen, die sich mit dem PdR verbunden fühlen.
Nochmal meinen Dank.
Ich kann es kaum glauben und abwarten:)
Herzliche Grüße.

(1567) Dominik Dietz (26)
Fri, 28 November 2008 14:22:02 +0000

JUHU!!! VIELEN DANK HERR VON BODDIEN!!!

Ich kann es kaum glauben, die hist. Kuppel kommt wieder!!!

(1566) Tulius
Fri, 28 November 2008 12:03:16 +0000

Ich danke allen Beteiligten des Fördervereins Berliner Schloss e.V.

Dank ihrer Arbeit wird Berlin wieder zu einer Stadt mit Mittelpunkt, und nicht ein Flickenteppich!

Nur Mut!

(1565) M.Ruth, 53
Wed, 26 November 2008 18:45:34 +0000

Offener Brief:

Lieber Herr Wilhelm von Boddien,

zwischenzeitlich ist es dringend erforderlich, Ihnen ein Ihnen gebührendes "DANKE" öffentlich zu formulieren:

* Danke für Ihre Vision in den 90-Jahren, den Wiederaufbau des Berliner Schlosses zu denken
*Danke für Ihre unermüdliche Beharrlichkeit, Spenden mit unermüdlicher Energie einzuwerben
*Danke für die effiziente und professionelle Führung unseres Vereines
*Danke für Ihre Fähigkeit, anfliegende unberechtigte Vorwürfe und Schmutzkampagnen souverän zu meistern und abperlen zu lassen

Ich wünsche Ihnen für die kommenden spannenden Jahre viel Kraft, Gesundheit und mancherlei sprühende Ideen, damit wir in 2015 staunend und bewundernd die Wiederherstellung des Berliner Herzens erleben werden.

Mit aufbauenden und herzlichen Grüßen aus Karlsruhe, Michael Ruth

P.S.: Was stört es die Eiche, wenn sich ein Schwarzkittel an ihr schubbert ??

(1564) dancingwithfrogs, alt
Tue, 25 November 2008 21:02:10 +0000

Ich bin kein von Hohenzollern, stamme aber immerhin aus Hohenzollern und hatte als Kind die Stammburg derer von ... täglich vor Augen. Daß diese neogotische Festungsanlage gerade mal hundert Jahre älter war als ich, war mir nicht bewußt und störte mich auch überhaupt nicht, wenn ich mir vorstellte, wie dort früher drachentötende Ritter ein und aus gingen. Für Kinder sind Burgen und Schlösser ein wichtiger Teil ihrer Phantasiewelt. Bei Kinderfesten wollen sie ihre Hüpfburgen und keine stylishen (sorry, bzw. ´tschuldigung: Anglizismus)Hüfpshoppingcenters.
Nun gut, Kinder werden hier erst gar nicht danach gefragt, was sie am liebsten hätten. Aber man kann sich vielleicht auch so vorstellen, daß sie sich für ein richtiges Schloß entscheiden würden mit Türmchen und Erkern und blutrünstigen Krokodilen im Burggraben, der Spree. Der Klimawandel wird auch das ermöglichen.

(1563) Matthias Walther
Tue, 25 November 2008 19:48:25 +0000

Der Wiederaufbau ist viel zu sehr als "Deutschland-Prestigeobjekt" behandelt worden, dabei ist die Wiederherstellung eine längst überfällige Heilung einer Wunde im Stadtbild! Deshalb soll hier das Schloß der Hohenzollern in Berlin neu entstehen- nicht mehr und nicht weniger; triumphierender Kaiserstolz ist hier fehl am Platze (ich selber bin natürlich getreuer Anhänger der Wittelsbacher in München;-) Eine gewisse Demut wäre angebrachter. Es muss nun endlich begonnen werden, nicht nur wegen dem Schloß selbst- sonder auch wegen der Wiedergewinnung der historischen Mitte einer Großstadt.
Also war die großangelegte Ausschreibung vielleicht sogar ein Fehler, der nur eine neue Plattform der Schloßgegener bietet? Für mich ist die mangelnde Teilnahme an dem Wettbewerb sowie die im SPIEGEL angedeutete Haltung der Architekten gegen die Fassadenrekonstruktion kein beweis der Offenheit und Weltgewandheit begnadeter Baukünsler, die doch dringend neu bauen müssen, weil dies Ihnen ihr Berufsstand anscheinend "vorschreibt", sondern diese Haltung der Architekten zeigt nur ermangelndes Einfühlunsvermögen in die historische Bausituation, eine Arroganz, sich solcher Projekte, die auch Rekonstruktion beinhalten, pauschal zu verschliessen; dies Verhalten zeigt ebenso mangelnde Phantasie gerade auch die Chance wahrzunehmen, genügend gestalterischen Freiraum bei dem neu zu gestalteten ersten Schloßhof sowie der Ostfassade (Mit möglichen, interessanten Neubauten gegenüber dieser Spreefront im Marx-Engels Forum) zu entdecken.
Man wird in einigen Jahrzehnten froh sein über den originalgetreuen Wiederaufbau, genauso wie man es auch in München keine Sekunde bedauert hat, die Residenz wieder aufzubauen und herzurichten inclusive des herrlichen Hoftheaters, dem weltbekannten "Cuvillestheather". Man wundert sich heute darüber, dass es seinerzeit tatsächlich auch viele Gegenstimmen zum Wiederaufbau der Münchner Residenz gab! - genauso wie man sich eines Tages wundern wird, dass es Berliner Schlossgegner "gab", die vor allem aus der Befangenheit ihrer Zeit heraus urteilten und nicht den echten Mut aufweisen, nicht nur verkrampft an das moderne "Heute" denken zu müssen, sondern getroßt auch mal einen Blick ins Übermorgen zu werfen.........Mfg & Mut weiter durchzuhalten!

(1562) Michael Ruth
Tue, 25 November 2008 18:25:18 +0000

Ahyp, ahyp, nun sollten wir unsre Börse öffnen und Finanzen mobilisieren,

damit fleißge Metze unsre barocken Steine realisieren..

Oh jeh, in Lyrik war ich noch nie brillant - nichts für ungut :-)

(1561) R.K. von Weilandt
Tue, 25 November 2008 16:43:19 +0000

Ein schönes Gedicht! Über die Zerstörung des Schlosses habe ich vor ein paar Jahren auch ein Gedicht geschrieben:

----Das Berliner Schloß----
----der Untergang----

Ahyp, ahyp, oh seht, oh schaut – ach:
Im goldnen Lichterglanz des Nymphenreigens spielt Gawutz,
des Steingestühls wortgewandter Sommerzauber des Herrn.
Welch goldner Schein, welch Lichtes fein, am fernen Straßenschluss.
Oh, all ihr Menschen, blickt auf des Künstlers Abendstern!

Ahyp, ahyp, oh seht, oh schaut – ach:
Welch faserreiches Blickgehülls, gespinnstger Schwall,
Prophyl, des schwarzen Nebels Untertan, im gruftgen Moderlicht,
bleibt wie Felsgestein, dem Sturme trotzt, dem Beb, dem Knall.
Des Wolkensteines Zier im Geriebel hellen Goldgeflechts zerbricht.

Ahyp, ahyp, oh seht, oh schaut – ach:
Ihr Geister der Nacht, im letzten Tanz nach des Teufels Sturmgeheul.
Feuerfratze schreie! Straduns, straduns, hört des Höllentieres Schlundgebrüll!
Es sprüht es keift, oh welch grausges Höllenbild! Straduns – ach Gräuel!
Morgenglut, verbrenne des schwarzen Nebels blutges Nachtgehüll.

Ahyp, ahyp, oh seht, oh schaut – ach:
Stolzes Schloß im Sonnenlicht, welch Ruh, welch Pracht.
Im Felsgewühl, der Stein, er steht, er lebt! Oh glückliches Gefüg!
Dein goldnes Haar, es wächst, Gawutz, bis in die schwarze Nacht.
Oh, ihr Menschgewürm, ihr folgt des Gauzes so garstge Lüg?

Ahyp, ahyp, oh seht, oh schaut – ach:
Welch Trug, welch Lug, oh Schreck – so zerbricht nun des Weisen Stein!
Es bebt die Luft, oh Felsgebrüll – zum letzten Kampf, die Fratze lacht.
Straduns, ach Graus, oh nein: Die plusternd Fingur in ihrem Höllenschrein!
Der Schrein, er bebt – oh Schreck, nun seht: Des Künstlers Stein ward umgebracht!


(1560) Rupsch, Reinhard, 59
Tue, 25 November 2008 15:18:04 +0000

Das Schloss - gesprengt
Die Kunst - versengt
Der Platz - planiert
Das Volk - marschiert.

Der Wind - gedreht
Alptraum - verweht.

Zum Schluss jetzt das Glück:
Das Schloss kommt zurück!

Reinhard Rupsch, 2002

(1559) Ernst Ludwig
Tue, 25 November 2008 10:41:56 +0000

Geduld - noch drei Tage!
Ein freundlicher Hinweis an den Seitenbetreiber: Wir hoffen doch auf die Wiederkehr großartiger, klassischer Architektur. Wäre es da nicht auch gut, wenn wir unsere gute deutsche Sprache etwas sorgsamer behandelten? Dieses Angliszismengefasel ("Relaunch" u.a.) ist unnötig und unschön.

(1558) P. Dittke, 32
Tue, 25 November 2008 09:32:58 +0000

Lieber Vorschreiber, was SIE vertrten, ist anachronistisch und rückwärtsgewandt! Nein, es geht nicht darum, Kaiser Wilhelm wieder einzuführen. Ihr Kritikpunkt ist kalter Kaffee, immer wieder das selbe langweilige Gelaber seit Jahren von den Schlossgegnern. Sowas hörte man schon beim Wiederaufbau der Frauenkirche. Das Humboldt-Forum ist eine herausragende, großartige Idee!


Eine andere Frage ist viel interessanter: Wo bekommen Sie - der Schlssverein - die ganzen Bildhauer für die Fassade her, die in den drei Jahren Bauzeit benötigt werden?
Dies fragt auch der tagesspiegel:
http://www.tagesspiegel.de/kultur/Stadtschloss-Schlossplatz;art772,2668327

(1557) Wilhelm, Johann Friedrich, 44
Tue, 25 November 2008 08:51:52 +0000

Dieser Vergangenheitszuwendung schliesst ein, im Lichte des 21. Jahrhunderts denkbar komisch zu wirken - zumal dieses Vorhaben die Lächerlichkeit des Architekturhistorischen Verständnisses der Initiatoren offenbart und ein völlig kontraproduktives "Zeichen" setzt für die soziale, kulturelle und politische Entwicklung der Bundesrepublik in der Zukunft. Obendrein stellte das Schloss bereits im Ursprung eine anachronistische Fehlleistung im architektonischem Sinne dar.

(1556) Michael Ruth
Mon, 24 November 2008 18:24:41 +0000

Ja, ja, der SPIEGEL musste mal wieder eine publizistisches weibliches Agrar-Nutztier durchs Dorf treiben müssen - so kurz vor der Veröffentlichung der Entwürfe.

Ich bin seit über 30 Jahren SPIEGEL-Abonnent, jedoch hat seit geraumer Zeit die Qualität der Recherche merklich nachgelassen: fast wöchentlich müssen sog.

(1555) ohne Worte
Sun, 23 November 2008 12:26:03 +0000

Ja, ja, Papier ist geduldig...

Mich wundert nur, warum Ihre
Stellungnahmen gegen Prof. Oswalt immer noch gesperrt sind....!
Ist doch sehr komisch....!
Zum Glück wissen Prof. Oswalt
und viele andere Menschen es besser!!!!!!!!!!!!!!!!

(1554) berlinfreund
Sat, 22 November 2008 16:04:11 +0000

Chef von "aspekte" beim ZDF ist der unsägliche Wolfgang Herles, ein notorischer Berlin- und Preußenhasser. Ich erinnere mich noch gut seiner widerlichen Hetze gegen Berlin als Hauptstadt, seinen Polemiken gegen die denkmalsgerechte Restaurierung des Brandenburger Tores (mit preuß. Adler und Eisernem Kreuz) - wobei übrigens CDU-Pflüger ins gleiche Horn stieß.
Trotz aller Hetze: Herles wird diesmal wieder verlieren.

(1553) Rolf
Sat, 22 November 2008 13:03:04 +0000

"Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein"

Warum gehen Sie nicht gerichtlich gegen die wiederholten diffarmierenden Angriffe dieses Herrn Oswalt vor??
Dieser Oswalt betreibt Verleumdung! Gestern bekam dieser Mensch bei "Aspekte" im ZDF die Möglichkeit, seine Hetze weiter zu verbreiten! Nur lange genug mit Dreck werfen, irgendwas wird schon hängen bleiben, so die offensichtliche Taktik der Schlossgegener. Unterschätzen Sie so etwas nicht!

(1552) dancingwithfrogs, alt
Sat, 22 November 2008 10:39:32 +0000

Der Reichstag wurde bewußt neu gestaltet, um keine bedrückenden 30-er Jahre -Assoziationen aufkommen zu lassen.
Das geplante Humboldt-Forum mit wilhelminischer Despotie in Verbindung zu bringen, gelänge jedoch nur verbissenen Klassenkämpfern, weshalb hier überhaupt kein Grund vorliegt, historische Vorgaben modernekompatibel umzugestalten.

(1551) Walther, Matthias, 32
Fri, 21 November 2008 23:00:59 +0000

Mit Skepsis erwarte ich die Entscheidung der Jury kommende Woche. Mir geht es um die Kuppel. Diese solle unbedingt originalgetreu rekonstruiert werden. Sie von der Fassadenrekonstruktion auszunehemen und eine neuzeitliche Kuppelgestalt sogar noch zu fördern, ist nur beweis zögerlicher Unentschlossenheit nach dem Motto: Naja wenn schon Rekonstruktion, dann doch noch ein bischen Offenheit einräumen, machen wir ein bischen modernistische "Reichstagskuppelei"! Was beim Reichstag richtig war und funktioniert, kann doch nicht als allgemeiner Heilsplan der Ängstlichkeit beim Schloß einfach mal schnell wiederholt werden! Hier muß man das Gesamtkunstwerk Berliner Schloß auch als Gesamtes behandeln. Die alte Kuppel war zwar keineswegs original und geschweigeden echt Barock, nein sie ist ein einfühlsames Werk des August Stülers, entstanden Mitte des vorletzten Jahrhunderts. Herausragend ist, wie sehr es Stüler damals gelungen war, eine barochklassizistische Kuppel über dem Portal zu errichten, die zwar Bezug nimmt zur bereits um 1740 geplanten Kuppel Eosanders (die übrigens weit höher und reichhaltiger ausfallen sollte, als die Kuppel des 19.Jahrhunderts), aber dennoch neue, eigenständige Aktzente der Zeit der Schinkelschule zu setzen vermochte. Genau dieser Spagat, etwas Neues im Sinne des Alten oder Geplanten zu errichten, war eine Leistung, die der Historismus noch vollbringen konnte, die Moderne kann es aber keinesfalls! Gewollte und doch so unendlich verkrampfte "Brüche" herbeizuführen, wie nun durch eine moderne Kuppel, zeugt für mich nicht von gelassener Größe, sondern von kleinkarierter Ängstlichkeit, das historische Gesammtbild mit der alten Kuppel aus "Architectural Corectness" einfach nicht wollen zu dürfen. Mit freundlichen grüßen aus München M. Walther

(1550) Oliver Rupprecht,30
Fri, 21 November 2008 19:43:32 +0000

Man sollte dieses Schloß genau wie die Frauenkirche in allen Einzelheiten und Details im Außen-sowie Innenbereich wiederaufbauen.Gelde sollte hier keine Rolle spielen wenn 500 Mrd.Euro für Banken die die größten Verbrecher in diesem System sind bereitgestellt werden kann man auch dieses Schloß wiederaufbauen.
Es ist eine Schande wie man dieses Gebäude sprengen konnte und die lebenden Verantwortlichen dafür sollten gehängt werden......

(1549) Kreitz, Axel, 63 Jahre
Fri, 21 November 2008 19:11:35 +0000

Ungeachtet der ständigen, eigennützigen Anfeindungen gegen den Wiederaufbau, ist das Versprechen des Herrn von Boddien wohl kaum zu halten, there is no promotion! Dieser biedere, unprofessionelle Internet-Auftritt verschreckt eher, als dass er zur Spendenbereitschaft anregt. Obama hat es vorgemacht, wie
es gelingen kann, Emotionen zu wecken. Herr von Boddien: Yes We Can!!!

(1548) Krenz
Thu, 20 November 2008 08:52:07 +0000

Ich stimme Ihnen zu, Herr Ludwig, dass man diese eine Woche noch abwarten sollte, bevor man die Flinte mit dem Brunnen auskippt.
Allerdings könnte ich sorglos all mein Erspartes für die Wette einsetzen, dass der Siegerentwurf ein modernes Gebilde als Kuppelersatz, eine moderne Ostfassade, eine moderne westliche Schlüterhoffassade und als sei das noch nicht genug, auch noch modern gestaltete sprossenlose Fenster für die rekonstruierten Fassaden vorsieht.
Es tut mir leid, aber ich wurde schon zu oft architektonisch enttäuscht! Ich glaube nicht mehr an das Gute im Architekten bzw. Jurimitglied, aber ich lasse mich gerne diesbezüglich überraschen...

(1547) Ernst Ludwig
Wed, 19 November 2008 23:06:28 +0000

Können die Leute denn nicht die eine Woche noch abwarten? Aufregen kann man sich dann immer noch. Was wäre denn, wenn ein preisgekrönter Entwurf nicht nur die historische Kuppel sondern auch die historische Ostfassade aufnähme?
Eine Idee wäre auch, wenn man Schlüter vollendete und die Ostfassade im Barock einfach weitergestaltete. Alles ist möglich. Also - abwarten.

(1546) dancingwithfrogs, alt
Wed, 19 November 2008 22:34:26 +0000

Ich finde, viele Befürworter dieses Projekts sind keine grundsätzlichen Gegner moderner Architektur, ich schließe mich hier ausdrücklich ein. Wir sind nur irritiert über den kompromißlosen Absolutheitsanspruch modernistischer Thesen der in dieser Diskussion immer wieder erhoben wurde. Die Ostfassade "modern" gestalten zu wollen, wie es im Gespräch zu sein scheint, kann ich nur als Trotzreaktion enttäuschter Allerweltsarchitekten verstehen, die dem Projekt noch einen letzen Seitenhieb versetzen wollen.
Stil überdauert Jahrhunderte. Mode hingegen ist meist schon der nächsten Generation nur noch peinlich.
Sollten wir an diesem Ort alle 30 Jahre die Abrißbagger auffahren lassen? Die geschichtlich kurze Episode der Nichtexistenz des Schlosses wird mit der künftigen Alterspatina von späteren Generationen überhaupt nicht mehr wahrgenommen werden.
Denkt denn niemand mehr in größeren Zusammenhängen?

(1545) S.Hartmann
Wed, 19 November 2008 22:31:41 +0000

Wien und Paris, bevorzugt in der Geschichte durch ihre auf lange Zeit zentralen Rollen im Staat, kann man nicht mit Berlin vergleichen; Berlin kann dagegen nur ärmlich wirken.

Und was den Wert des Reichstagsgebäudes gegenüber einer Schlossfassadenrekonstruktion weit heraushebt ist dessen Kontinuität und Originalsubstanz. Man sieht auch heute noch seine Wunden, seine geflickten Säulen. Dieses Gebäude macht Geschichte mit seinen Höhen und Tiefen und seinen Bautendenzen erlebbar.

(1544) Haupt.Wolfgang 68
Wed, 19 November 2008 14:25:06 +0000

Wenn ich an Wien und Paris mit ihren herrlichen historischen Bauwerken denke, dann kommt mir Berlin sehr ärmlich vor. Was Warschau, Venedig und Dresden schafften, sollte auch der deutschen Hauptstadt möglich sein.Der Schlusspunkt im Kreis von Museumsinsel, Dom Historisches Museum, Kronprinzenpalais und Marstall u.a. ist einfach die Rekonstruktion des Berliner Schlosses.

(1543) dancingwithfrogs, alt
Wed, 19 November 2008 10:11:07 +0000

Zu bedenken ist aber auch, daß die Modernisten unser zeitgenössisches Bauen flächendeckend bestimmen, wohingegen Rekonstruktionisten sich auf sehr wenige ausgewählte Orte konzentrieren, denen sie ihren alten historischen Kontext wiedergeben wollen. Man sollte hier doch die Relationen beachten und die Vertreter der Moderne darauf hinweisen, daß sie doch bitte nicht überall ihre Duftmarken zu setzen brauchen.
Aber soviel Souveränität ist wohl zu viel verlangt.

(1542) Markus Erich-Delattre, 41
Tue, 18 November 2008 21:17:52 +0000

Ich frage mich (auch als moderater Rekonstruktionsbefürworter) schon lange, wer einmal den Mut hat diesen unsinnigen und nur noch destruktiven Streit zwischen den unterschiedlichen Positionen der Akteure(Tradition versus Moderne) zu beenden und hier einen sinnvollen Brückenbau zu ermöglichen. Meiner Auffassung nach ermöglicht eine Rekonstruktion einzelner Bauten (auch die Grenzen von Rekonstruktionen sollten nicht vergessen werden) eine notwendige Wiederherstellung einer vernünftigen Balance zwischen Tradition und Moderne. Der (Neu-)bau menschlicher, maßvoller Stadträume braucht einen konstruktiven Dialog zwischen den unterschiedlichen Positionen und auch eine Kenntnis über die regionalen Bautraditionen (warum soll es nicht auch möglich sein an alte Bautraditionen für die Gestaltung von Neubauten teilweise anzuknüpfen. Destruktiver Streit bewirkt für die Menschen (Architekturnutzer) sicher nichts Gutes.

(1541) Ernst Ludwig
Mon, 17 November 2008 22:56:47 +0000

Wurden hier eigentlich die Beiträge von 2003 und früher hereinkopiert?
Es sieht gerade so aus. Inzwischen ist etwas geschehen!

(1540) dancingwithfrogs, alt
Mon, 17 November 2008 21:37:47 +0000

Der Rekonstruktionsgegner wird sich wohl wutschnaubend in sein Plattenbaubiotop zurückziehen müssen um dort mit anzusehen, wie sich sein geliebtes Berlin so langsam in einen Touristenmagneten verwandelt:
Schinkelplatz statt Außenministerium! Sandstein statt Beton!!
Ich sehe ihn schon an der Klagemauer der East Side Gallery jammern, daß sein Tempel der tausend Lichter so jäh niedergerissen und von den Üngläubigen in Beschlag genommen wurde.

(1539) Der, der es immer noch weiß
Mon, 17 November 2008 21:28:12 +0000

an den Vorschreiber:
Glauben Sie im Ernst, daß der Reichstag mit seiner nach dem Krieg komplett erneuerten und stark veränderten Fassade und dem modernen Inneren, anders zu bewerten ist, als das Schloß mit den (im Gegensatz zum Reichstag) originalgetreu rekonstruierten Fassaden?
Das Schloß soll sogar ein Dutzend Innenräume in den Originalabmessungen für eine spätere Rekonstruktion erhalten.
Der Reichstag ist dagegen reines Disneyland, da gebe ich ihnen Recht!

(1538) an den Vorschreiber
Mon, 17 November 2008 19:17:38 +0000

An den Vorschreiber (der es besser wissen müsste):
Sie sollten nicht Äpfel mit Birnen vergleichen! Sie können ja schlecht sozialistische Moderne mit Nachkriegswiederaufbau vergleichen! Im übrigen gibt es auch noch einen kleinen, aber feinen Unterschied zwischen historischer Rekonstruktion und Neubau mit einer imitiereten Fassade... Denn nichts anderes wäre ein neues Berliner Schloss. Ein Gebäude aus dem 21. jhd. mit einer imitierten Fassade! Das ist Disneyland pur. Wie in Las Vegas, wo sie Venedig nachbauen!

(1537) Der, der es wissen muß
Mon, 17 November 2008 18:17:47 +0000

An den Vorschreiber:
Es lebe der Mehringplatz, Alexanderplatz und Marzahn! Das wollen die Berlinbesucher schließlich sehen!
Nieder mit der häßlichen Museumsinsel, Unter den Linden und dem kitschigen Gendarmenmarkt (alles rekonstruiert). Wer guckt sich sowas schon an!

(1536) Rekonstruktionsgegner
Mon, 17 November 2008 16:07:42 +0000

Na endlich!!! Endlich sagen ein paar Architekten mal ihre Meinung zu dieser Scheuslichkeit eines Auswuchses der Rekonstruktionswelle die wir in den letzten Jahren in Deutschland miterleben müssen!!
Wenn dieses Ding gebaut werden sollte, müsste man sich wirklich ernsthaft mal überlegen, ob deutsche Baufachleute überhaupt noch ein Mitspracherecht in diesem Land haben!?
Nicht nur in Berlin muss man sich mit solchen seelenlosen Bauvorhaben auseinandersetzen, uch in Dresden werden zeitgenössische Entwürfe von Stadträten, die Angst um ihre Wiederwahl haben, einfach abgewählt und durch hässliche Rekonstruktionen ersetzt. Diese sind zugegebenerweise im Volk recht beliebt, doch enthusiastisch macht sich keiner für diese stark! Nur gegen modernes - da ist die Kampfeslust des Pöbels immer groß genug! Dabei zeigen Beispiele wie Ulm, dass es auch anders gehen kann. Hoffentlich nimmt sich Berlin ein Beispiel daran. Und hoffentlich werden die Architekten gehört!!

(1535) Kralle
Mon, 17 November 2008 14:45:30 +0000

Neue Vorwürfe gegen Euch! (unrealistische Kostenkalkulation für die Fassaden etc.). siehe: http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/maerchenschloss-auf-sand/


(1534) berlinfreund
Mon, 17 November 2008 07:53:30 +0000

Abwarten.

(1533) Dominik Dietz (26)
Mon, 17 November 2008 07:04:52 +0000

Tja, dann kann man wohl davon ausgehen, dass die hist. Kuppel nicht wiederkommt. Welch eine vergebene Chance.....

(1532) berlinfreund
Sun, 16 November 2008 17:03:06 +0000

Auch wenn Jurymitglieder noch so stänkern, wenn Oswalt sein Gift noch so sehr verspritzt, wenn der Spiegel begierig darauf einsteigt, der Bundestagsbeschluß zur Ausschreibung ist eindeutig: Exakte Rekonstruktion von drei Barockfassaden. Wer es nicht macht, wird aussortiert.

(1531) dancingwithfrogs, alt
Sun, 16 November 2008 13:07:43 +0000

Weil sie sich erhoffen, ihren Einfluß geltend machen zu können.
Die Frage muß heißen:
Warum werden sie mit dieser kontraproduktiven Einstellung nicht zwangsweise aus diesem Gremium entfernt bzw. wie konnte es geschehen, daß sie mitentscheiden dürfen?

(1530) Kralle
Sun, 16 November 2008 11:23:18 +0000

Aktuelle Nachricht (n-tv)

Altes Schloss "nicht das Beste"
Architekten kritisieren Pläne

Kurz vor Bekanntgabe des Sieger-Entwurfes für das Berliner Stadtschloss flammt die Diskussion über die Gestaltung des Jahrhundertprojekts wieder auf. Juroren des Architekturwettbewerbs äußerten sich im Magazin "Der Spiegel" kritisch über den geplanten Nachbau von Barockfassaden am Schloss. "Wer als Architekt nicht für einen kompletten modernen Neubau an dieser Stelle ist, verrät seinen Beruf", sagte Jurymitglied Gesine Weinmiller dem Nachrichtenmagazin. Der Bundestag hatte bereits vor sechs Jahren beschlossen, dass das einstige Hohenzollern-Schloss - im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und 1950 von der DDR-Regierung gesprengt - an drei Seiten mit seiner historischen Barockfassade wieder aufgebaut werden soll.

Auch der italienische Architekt und Jury-Vorsitzende Vittorio Lampugnani meldete Bedenken an. "Ich bin ein Gegner der Behauptung, das alte Schloss wäre das beste, was an dieser Stelle stehen kann", sagte er dem "Spiegel". Zusammen mit sieben weiteren Jurymitgliedern wird Lampugnani bis zum 28. November den Architekten bestimmen, der den Aufbau des Stadtschlosses mit den nachgebauten Barockfassaden übernimmt.

WARUM VERLASSEN DIESE IDEOLOGEN NICHT DIE JURY ??

(1529) bas aus Holland
Sat, 15 November 2008 20:53:42 +0000

Romantik ist schoen aber es soll bezahlbar bleiben...

(1528) Rolf (über das Alter spricht man doch nicht!)
Tue, 11 November 2008 15:06:51 +0000

Auf der Homepage des ZDF ist eine Computer-Animation zu sehen, in der die bisherige Straße einen Knick nach rechts macht und nicht mehr durch den Lustgarten verläuft.
Eine solche Lösung wäre doch großartig, wenn zwischen Schloss und Dom die jetzige Auto-Piste verschwinden würde! Der Pariser Platz ist auch ohne Verkehr viel schöner!
Ist die Verlegung der Straße aus dem Lustgarten heraus tatsächlich geplant, oder ist dies nur ein schöner Traum?

(1527) Michael Ruth
Fri, 7 November 2008 11:21:34 +0000

Es ist wirklich faszinierend, wie viele Menschen täglich über die Bohlenwege an den Schloßfundamenten flanieren, zu beobachten mittels der webcam des Senates.

Wenn jetzt noch jeder der Flaneure sein Scherflein zum Wiederaufbau abgeben könnte, so käme bestimmt ein rundes Sümmchen zusammen.....aber der Bau der Info-Box ist ja bereits ausgeschrieben.....

(1526) Hölker, Christoph, 48 Jahre
Thu, 6 November 2008 16:49:09 +0000

Hallo, ich bin auch ein Fan bzw. Sympathisant Ihrer Sache. Viele Grüße von Christoph Hölker aus Recklinghausen. Recklinghausen, den 6. November 2008

(1525) S.Hartmann
Wed, 5 November 2008 19:49:05 +0000

Soweit ich weiß wurde das Kuppelkreuz, weil in seiner jetzigen Form auch unter Denkmalschutz, von 2006-08 RESTAURIERT.

Ich glaube das die komplette Zerstörung der Kuppel ein sehr gravierender Grund war. Zur REKONSTRUKTION/ Wiederaufbau des Doms ab 1975 hat man sich dann entschlossen eine zeitgemäßere, vereinfachte neue Kuppel zu errichten.
Im Sinne des Denkmalschutzes ist dies legitim und vielleicht auch sinnvoller.

(1524) dancingwithfrogs, alt
Tue, 4 November 2008 18:59:38 +0000

Nun gut, dann gehört Ihre Replik aber in die selbe Kategorie.
Ich habe viel mit Restaurierung zu tun, weswegen ich stilistische Verfälschungen grundsätzlich ablehne, solange nicht irgendwelche triftigen Gründe zu berücksichtigen sind. Ein bedeutendes altes Bauwerk beliebig mit modernen Elementen "aufzuhübschen", ist meiner Meinung nach unverantwortlich, womit ich Ihre Auffassung zwar in Frage stelle, aber nur inhaltlich und nicht weil ich der Meinung wäre, Sie hätten kein Recht, sie zu äußern.

(1523) S.Hartmann
Tue, 4 November 2008 16:52:42 +0000

Ich fand es nur etwas weit gegriffen Ihren Geschmack "über" den der anderen zu setzen, denn das haben Sie mir Ihrer Aussage getan.
Was die Spitznamen von Berlins Wahrzeichen anbelangt: bis auf einige wirklich gebrächliche(z.b. Goldelse) ist der Rest nur um den Touristen Geschichten zu erzählen.

(1522) dancingwithfrogs, alt
Mon, 3 November 2008 22:22:46 +0000

Herr Hartmann: Was, wenn nicht meinen Geschmack sollte ich als Meßlatte zur Bewertung meiner Umwelt heranziehen?Natürlich werte ich subjektiv, nicht anders als Sie. Ich möchte jedoch nicht aufgefordert werden, meine Meinung für mich zu behalten.
Zum unschönen Stichwort "Nuttenbrosche" informieren Sie sich bitte unter www.google.de.