Die Jahresplanung des Vereins für das Budget 2007 weist keinen nennenswerten Spendenüberschuss aus, warum, verlieren Sie den Mut?
Da der Spendeneingang in seiner Höhe nicht vorhersehbar ist, er hängt von so vielen äußeren tagesaktuellen Faktoren ab, haben wir das Jahresbudget 2007 auf Kostenbasis des Vorjahrs erstellt und den zur Deckung dieser Kosten notwendigen Spendeneingang als Annahme dagegen gesetzt. Die gesamten Kosten des Budgets wurden bereits durch die angesparten Rücklagen gedeckt, sodass unser Haushaltsplan bereits bei seiner Erstellung ohne jedes Risiko war. Damit wissen wir am besten wie wir den Haushalt steuern können – bei Mehreingang können wir Gas geben und weitere Projekte im Zusammenhang mit dem Schlosswiederaufbau starten, bei gleich bleibender Lage das Mindeste tun und bei weniger Spendeneingang auch die Ausgaben bremsen. So wollen wir ach in Zukunft planen.
Bei anderen Freundes- und Förderkreisen arbeiten die meisten Leute ehrenamtlich; demgegenüber erkennt man in Ihren Buchhaltungsauswertungen bei Ihnen immer wieder Lohn- bzw. Sozialkosten. Warum? (12/2006)
Das sehr große Volumen von 80 Millionen Spenden erfordert eine professionelle Arbeit, sie ist mit nur ehrenamtlichen Kräften allein nicht zu schaffen. Deswegen beschäftigt der Förderverein mit mir einen Geschäftsführer (die Dresdner Frauenkirche hatte deren zwei). Dazu kommen eine Sekretärin, die eine tausende von Briefen umfassende Korrespondenz zu erledigen hat, eine Spendenbuchhalterin und eine 400 Euro-Kraft für Botengänge, Postversand usw. Dazu habe ich eine Assistentin, die speziell im Aufbau von Arbeits- und Förderkreisen bundesweit eingesetzt wird, Veranstaltungen organisiert und im Bereich der Spenderpflege und Kommunikation sich einsetzt. Im Infocenter Berlin arbeitet eine Shop-Verkäuferin, die auch eine Teilverantwortung für die Funktion des Infocenters hat. Sie trägt sich über die Erlöse des Shops selbst, verursacht also kein Extrakosten. Am Wochenende oder im Urlaub wird sie von Aushilfen auf 400 Euro-Basis vertreten. Die Buchhaltung wird durch ein externes Büro durchgeführt, da dies billiger ist als wenn wir einen eigenen Buchhalter mit der nötigen Kompetenz auf dem Gebiet der Gemeinnützigkeit beschäftigen würden.
Darüber hinaus arbeiten weit über 100 ehrenamtliche Kräfte mit zum Teil hohem Stundeneinsatz im Infocenter Wiederaufbau Berliner Schloss in Berlin und bundesweit für das Projekt. Für diese verstehen wir uns als Dienstleister, weil sie z.B. keine Büroorganisation haben, ohne die jedoch bestimmte Veranstaltungen nicht zu organisieren wären.
Dies Alles erklärt, dass wir neben den Gehaltszahlungen natürlich auch Sozialabgaben abführen.


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