Die Schlossfassaden werden ausschließlich spendenfinanziert!
Dies ist Grundlage des Beschlusses der Bundesregierung vom April 2007. Ohne diese Spendensammlung ist das Schlossprojekt nicht realisierbar.
Helfen Sie bitte mit!
Der Mehrpreis des Schlosses gegenüber einem gleich großen,
in heutiger Architektur gestalteten Bauwerk beträgt ca.
80 Millionen Euro
einschließlich aller Nebenkosten, auch der des Vereins.
Unsere früheren, sehr vorsichtigen Schätzungen der Kosten der Schlossfassaden wurden durch
die inzwischen in Auftrag gegebenen, abgerechneten Planungen und Erstellungskosten von Fassadenelementen sowie von eingeholten, verbindlichen Kostenvoranschlägen für viele Teilfassaden von Fachbetrieben in ihrer Richtigkeit bestätigt, ja sie fielen sogar preiswerter als geschätzt aus.
In der Summe von 80 Millionen Euro sind zunächst die gesamten, reinen Planungs- und Herstellungskosten der Fassadenelemente in Sandstein in Höhe von 66 Millionen Euro (Stand 2007) enthalten.
Weitere 14 Millionen sind für eventuelle Kostensteigerungen, Mehrwertsteuererhöhungen und die Werbungskosten des Verein wie Ausstellungen, Kosten der Öffentlichkeitsarbeit (Berliner Extrablatt, Internet) und seine Verwaltungskosten vorgesehen.
Was macht die Schlossfassaden so teuer?
Die reinen Herstellungskosten von 66 Millionen Euro (Stand 2007) entstehen dadurch, dass Handarbeit zeitaufwendiger und damit teurer ist als die industrielle Anfertigung moderner Fassadenelemente.
Die Schönheit der Schlossfassaden entstand durch ihre Lebendigkeit, sie wirkten wie eine große Skulptur. Die künstlerische und handwerkliche Ausführung der Schlüterschen und der Eosanderschen Entwürfe, an deren Realisierung zwischen 1699 und 1716 Hunderte von Steinmetzen und Steinbildhauern arbeiteten, machten jedes Detail zu einer individuellen Skulptur in der Sprache des jeweiligen Künstlers. Berühmte Bildhauer, unter ihnen Permoser, der Meister des Dresdner Zwingers, schufen die Skulpturen. So werden diesem die Allegorien auf die vier Jahreszeiten in Form der Hermenpilaster unter den Balkonen von Portal IV und V an der Lustgartenfassade zugeschrieben.
Bewundern Sie die Ausdrucksstärke von Herbst und Winter, die, gerettet, nun das Schlossportal im Staatsratsgebäude zieren. Frühling und Sommer wurden nach der Sprengung beschädigt geborgen. Sie können restauriert werden und warten auf den Einbau im Neuen Schloss.
Vieles ist gerettet!
Von den figürlichen Skulpturen des Schlossäußeren existieren so noch ungefähr 70 %. Die Steine der Gesimse, Fenster, Säulen und Kapitelle gingen jedoch weitgehend verloren und sind nur noch fragmentarisch in den Depots der Museen und Behörden zu finden. Sie zu kopieren ist relativ einfach: Zwar sind die originalen Baupläne schon seit Schlüters und Eosanders Abgang 1713 verschollen. Das Schloss insgesamt ist dennoch hervorragend dokumentiert, mit Tausenden von Detail- und Gesamtansichten, mit Hunderten von Plänen aus den Restaurierungsphasen. Die geborgenen originalen Reste des Schlosses geben zusätzlich Aufschluss über die Art wie die Künstler und Handwerker den Sandstein bearbeitet haben.
Archäologische Grabungen
In zwei Deponien könnte man archäologisch nach Schlossspolien graben, da hier theoretisch wertvolle weitere Fragmente gefunden werden könnten:
Der Bunkerberg Friedrichshain erhielt seine Trümmerdeckschicht im Spätherbst 1950, direkt vor Einbringung einer 15 cm Schicht Mutterboden aus dem Sprengschutt der Schlossplatzfassade. Hier liegt Schlossmaterial also dicht unter der Oberfläche.
Auf dem riesigen Betriebsgelände des ehemaligen VEB Tiefbau in Berlin-Heinersdorf waren bis in die sechziger Jahre die ausgebauten Fragmente eingelagert, die das wissenschaftliche Aktiv unter Prof. Strauß vor den Sprengungen geborgen hatte. Schließlich hatte das DDR-Regime damals versucht, die Proteste gegen den Abriss des Schlosses damit zum Schweigen zu bringen. Walter Ulbricht versprach, bei besserer Wirtschaftslage das Schloss an anderer Stelle wieder aufzubauen. Deswegen wurden sehr viele Bauteile geborgen und in Heinersdorf eingelagert. Aber nach dem Bau des Staatsratsgebäude mit Portal IV geriet das Schloss endgültig in Vergessenheit.
Die eingelagerten Spolien wurden in eine Bachsenke in unmittelbarer Nähe zu ihrem bisherigen Lagerort mit anderem Abbruchmaterial verfüllt, um ein neues Industriegelände zu schaffen. Und so wurde ein Kapitell einer der eingestellten Säulen eines Rundbogenfensters im Paradegeschoss, wie es z.B. am Hauptrisalit des Schlüterhofs zu finden war, wieder ausgegraben, als man dort die Fundamente einer großen Zementmischanlage 1992 verstärkte.
Im Jahr 2006 und 2007 haben wir dort systematisch Suchgrabungen auf Basis von Augenzeugenaussagen vorgenommen, leider bisher ergebnislos. Offensichtlich ist durch die vielen Jahre, die seit 1951 vergangen sind und den Tod der wichtigsten Augenzeugen sowie eine fehlende Dokumentation über den Verbleib der Schlossüberreste durch die Denkmalpflege der DDR eine wirtschaftlich vertretbar Suche nach Schlosselementen nicht mehr möglich.
Am Bunkerberg Friedrichshain sind offensichtlich viele Sandsteinteile des Schlosses für denn Bau von Stützmauern und Treppenanlgen bis zur Unkenntlichkeit verkleinert worden. Bei der Restaurierung dieser Treppenanlagen fand man zahlreiche Bossensteine, die auf der heutigen Rückseite offensichtlich bearbeitet waren und auf den Einbau in einem kriegszerstörten Gebäude hinwiesen. Diese Steine sind jedoch so klein, das eine Zuordnung nicht mehr möglich war.
Damit steht leider wohl fest, dass unter wirtschaftlichen Aspekten eine Suchgrabung in den Deponien nicht mehr möglich sein wird.
Inzwischen wurden jedoch die noch vorhandenen Schlosskeller ausgegraben. Hier fand man weitere wertvolle Fragmente der Fassaden. Die Schlosskeller sollen teilweise in den Neubau integriert werden.
Das Schloss ist hervorragend dokumentiert
Die Dokumentation des Schlosses ist jedoch hervorragend. mehr als 4000 Fotos, davon viele Detailbilder wurden digitalisiert, entzerrt und über ein Computerprogramm fotgrammetrisch vermessen. Eine “Handvermessungsstückliste von 1879″ mit mehr als 50.000 Messdaten des Schlossgrundrisses sowie fasrt 8000 Handaktren aus Renovierungsphasen des Schlosses
wurden gesichtet und eingearbeitet. Mit diesen UNterlagen ist eine Rekonstruktion des Schlossäußeren mit einer Abweichung von unter 1 % wissenschaftlich gesichert möglich.
Archäologisch exakte Rekonstruktion der Schlossfassaden wie im 18. Jahrhundert künstlerisch möglich. Kein Patchwork oder gar Zementguss zulässig
Natürlich könnte man immer wiederkehrende Details der Fassaden in Zementguss herstellen.
Dann würde aber jedes Teil völlig identisch mit den gleichartigen anderen sein. Gerade die
kleinen Ungenauigkeiten und Abweichungen in der Arbeit der verschiedenen Künstler und Handwerker bringen aber die Lebendigkeit, die die Schönheit des Schlosses ausmachten. Deswegen muss das Schlossäußere mit denselben Methoden und Fertigkeiten hergestellt
werden wie vor 300 Jahren
Die Schlossbauhütte in Spandau
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Hermenpilaster “Sommer” vom Portal V. Nach der Sprengung geborgen, wartet diese hinreissende Skulptur von Permoser auf den Wiedereinbau im Neuen Schloss von Berlin |
Für die Herstellung der Fassadenteile im Sommer 2011 wird von der Stiftung Berliner Schloss-Humboldtforum, dem Bauherrn des Schlosses, eine Bauhütte nach dem Muster der Dresdner Frauenkirche auf dem Gelände der Alexanderkaserne in Berlin Spandau eingerichtet.Diese wurde bis zum Abzug der Allierten aus Berlin von der britischen Armee genutzt. Hierfür wird eine moderne, aus den 80er Jahren stammende, moderne Großwerkstatt hergerichtet. Dort werden auch alle Fragmente des Schlosses eingelagert, ebenso die bereits angefertigten Fassadenmodelle im Maßstab 1:1 sowie die ersten Prototypen in Sandstein.
Nach der Eröffnung der Humboldt-Box am Schlossplatz im Juni 2011 ist vorgesehen, einen Bus-Shuttle stündlich von dort nach Spandau fahren zu lassen, damit das interessierte Publikum vor Ort sich von dem Fortschriott der Rekonstruktion der Schlossfassaden überzeugen kann.
Die Bauhütte wird auch sonst öffentlich zugänglich sein. Sie können dort die Künstler und Handwerker bei der Arbeit beobachten. Eine Regalanlage nimmt die fertig bearbeiteten Steine auf, die von Spendern symbolisch gekauft werden können.
Wo kann man denn sonst noch beobachten, wie ein Schloss in alter Handwerkskunst gebaut
wird?
Nationale Kraftanstrengung
Sie merken schon, das alles kostet viel Geld.
Dies wollen wir in einer nationalen Kraftanstrengung über steuerbegünstigte Spenden sammeln. Die Bereitschaft vieler Bürger, uns zu helfen, ist groß. Dabei kommt es nicht darauf an, viel zu geben: Jeder Betrag zählt.
Wenn z.B. von den 80 Millionen Deutschen innerhalb von 10 Jahren 8 Millionen Spender mit jeweils nur 10 Euro gefunden werden, haben wir den Betrag zusammen. Gibt jeder Spender sogar 40 Euro jährlich, genügen schon 200.000 Bürger.
Machen Sie mit!


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