Freundeskreis Düsseldorf
Freunde des Berliner Schlosses in Düsseldorf
Seit der konstituierenden Sitzung 2006 sammeln die Düsseldorfer Schlossfreunde unter der Leitung von Herrn Ulf Döpner Spenden für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses.
Die Düsseldorfer haben sich ein besonderes Spendenziel ausgesucht: sie wollen mit dem gesammelten Geld eine gesamte Fensterachse des Berliner Schlosses finanzieren.
Wollen Sie sich nicht auch diesem Kreis anschließen?
Hier sind Ihre Ansprechpartner:
Jeanette von Bormann, Tel.: 0211 – 40 32 56
Ulf Döpner, Tel.: 0211 – 49 79 171.
Alte Veranstaltungen:
Büchermeile am Rhein im Mai und im Juli 2007
| Bücherstand am Rheinufer in Düsseldorf | Gleich gibt es auch noch Regen! |
An zwei Wochenenden im Sommer war der Düsseldorfer Förderkreis auf der Büchermeile am Rhein präsent. Hier wurden antiquarische Bücher verkauft, der Erlös kommt dem Wiederaufbau des Schlosses zugute.
Benefizkonzert am 13. Mai 2007 im Partika-Saal der Robert Schumann Hochschule
“Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Musik und des kulturellen Erbes,
als Schirmherr des Benefizkonzertes zugunsten des Wiederaufbaus des Berliner Schlosses grüße ich Sie herzlich. Leider kann ich heute nicht persönlich bei Ihnen sein. Trotzdem aber bin ich ganz nah an ihrer Seite und freue mich darüber, dass - wie nicht anders zu erwarten in einer der Kulturmetropolen Deutschlands – der Saal voll ist, wenn es um eine gute Sache geht. Das zeigt einmal mehr, dass die Herzen der Menschen im Rheinland – und hoffentlich auch die Geldbörsen – nicht nur offen sind für Baukultur und Denkmalpflege am Rhein sondern auch an der Spree.
Als Mitglied der nordrhein-westfälischen Landesregierung ist mir sehr wohl bewusst, dass nach dem Grundgesetz die Verantwortung für die Kultur in erster Linie bei den jeweiligen Ländern liegt. Wir wissen aber auch, dass die großen kulturellen Aufgaben nur gemeinsam geschultert werden können. Unser gemeinsames kulturelles Erbe geht alle an, die Länder, die Kommunen, den Bund und die Zivilgesellschaft. Kultur braucht Gemeinschaftsaktion. Das gilt besonders in Zeiten, in denen die öffentliche Hand nicht mehr all das fördern und leisten kann, was der Sache nach zu wünschen und vom Fach her empfehlenswert ist. Deshalb ist es beruhigend zu erfahren, dass sich immer mehr Bürger und Bürgerinnen für den Schutz von Kulturgütern und die Pflege der Baukultur engagieren.
Das “Selbsthilfepotenzial” der Bürgergesellschaft ist bereits jetzt ein tragendes Fundament in der Stadtbild- und Denkmalpflege. Nur Dank dieser tatkräftigen Hilfe können wir das Bewusstsein für Baukultur sensibilisieren und vielen Denkmälern das Überleben sichern. In Zukunft werden wir noch mehr auf das Bündnis von Vereinen und Verbänden, von Kulturschaffenden und Kulturinteressierten, von Enthusiasten und Tatkräftigen angewiesen sein, um die historischen Bauten und die Erinnerungspunkte zu erhalten, die das Bild unserer gebauten Umwelt prägen.
Zum Bild von Berlin gehört für viele das Stadtschloss, das im 2. Weltkrieg zwar stark geschädigt, aber erst 1950 vom sozialistischen Regime endgültig zerstört worden ist. Nicht nur die Architektur selbst, auch ihre Zerstörung, Wiedergewinnung und Vollendung hatten immer schon eine gesellschaftspolitische Funktion. Prominentes Beispiel ist dafür die vom preußischen Königshaus als Symbol für die Einheit der Nation maßgeblich initiierte Vollendung des Kölner Domes, dessen Architektur im Mittelalter für das göttliche Universum und die Macht der Kirche stand. Ich bin sicher, dass als prominente Beispiele unserer Zeit der Wiederaufbau der Dresdener Frauenkirche und eines Teils des Berliner Stadtschlosses in die Geschichtsschreibung eingehen werden.
Die Denkmalpflege lehnt Rekonstruktionen von untergegangenen Bauten ab, weil sie das Original mit all seinen Geschichtsspuren nicht ersetzen können und allzu leicht der Eindruck entsteht, als sei historische Architektur beliebig reproduzierbar. Diese Haltung hat ihre fachliche Berechtigung. Ich denke jedoch, dass zu unterscheiden ist zwischen den historischen Attrappen für mehr oder weniger kommerzielle Zwecke und der Rekonstruktion von Gebäuden, die tatsächlich eine in weiten Kreisen verstandene gesellschaftspolitische Bedeutung haben. Es geht nicht um den schönen Schein und die Herstellung eines behaglich empfundenen Ambientes im historischen Stil, sondern um die Erstellung einer Landmarke, die den Bruch in der Geschichte und seine Überwindung markiert.
In dieser Funktion sehe ich den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses. Als Humboldt-Forum wird es dem neuen Zentrum der Weltkultur und Wissenschaft an einem symbol- und geschichtsträchtigen Ort Gesicht und Raum geben. Es wird eine Stätte der Begegnung und Auseinandersetzung mit der deutschen Kultur- und Wissenschaftsgeschichte im globalen Verbund werden.
Es war und ist in der Regel ehrenamtlichen Initiativen wie Dombau- und Fördervereinen zu verdanken, dass neben dem Startkapital aus öffentlichen Haushalten nicht unbeträchtliche Summen von privater Seite für die Restaurierung und Wiedergewinnung bedeutender Bauten aufgebracht werden konnten. Das war bei der Vollendung des Kölner Doms im 19. Jahrhundert nicht anders als jüngst beim Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden und heute beim Stadtschloss in Berlin. Der Förderverein Berliner Schloss e.V. und Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, stehen also in einer langen und guten Tradition. Ich wünsche dem Vorhaben viel Erfolg, und hoffe natürlich, dass Sie künftig nicht nur das Berliner Schloss im Auge haben, sondern gelegentlich auch die vielen originalen Denkmäler in Nordrhein-Westfalen mit Spenden bedenken.
2006
Auf die Gründung unseres Düsseldorfer Freundeskreises sind wir besonders stolz, ist hier doch geschichtlich ein schwieriges Terrain zu begehen, wie wir aus der Abstimmung in NRW zur Bundeshauprstadt Berlin im Jahr 1991 wissen.
Ein fester Kreis von fünfundzwanzig hochmotivierten Schlossfreunden hat sich etabliert und tagt regelmäßig, um weiterführende Ideen zu entwickeln.
Pressekonferenz am 26. Oktober 2006 im Hause der Deutschen Bank
Zum Pressegespräch kamen die Vertreter der wichtigsten lokalen Medien und wurden von den Leitern des Freundeskreises zusammen mit Wilhelm von Boddien über den aktuellen Stand der Rekonstruktion des Berliner Schlosses als Humboldt-Forum und eigene Aktivitäten informiert. Berichtet wurde darüber in der Rheinischen Post, der WAZ sowie von Antenne Düsseldorf.
In Zusammenarbeit mit der Musikhochschule planen die Freunde ein erstes, hochkarätiges Benefizkonzert mit jungen Nachwuchskünstlern.
So können alle davon profitieren: Die Künstler, weil sie vor einem interessanten Publikum ihr Talent öffentlich machen, das Publikum, weil es bei dem Genuss, herrliche Musik zuhören, dabei etwas über das großartige Kulturvorhaben in Berlin mit dem Berliner Schloss als Humboldt-Forum erfährt und unsere Freunde, weil sie so ihre Basis beträchtlich verbreitern können. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Weitere Aktivitäten werden diskutiert. Wir machen uns mit Freude an die Arbeit, aber auch mit einem Zug zur Perfektion und Niveau, so wie es dieses einzigartige Projekt erfordert.



Letzte Kommentare