Gesellenstücke für das Schloss!
Die deutschlandweite Unterstützung unseres Vorhabens durch die Steinmetz- und Steinboldhauer-Innung schon seit 2006 macht uns große Freude und macht uns dankbar!
(Link zum Steinmetzzentrum: http://www.steinmetzzentrum.de/ )
Hierzu teilt die Innung auf der der Website des Steinmetz-Zentrums in Königslutter bei Braunschweig mit:
Berliner Schloss
Am 6. Mai 2006 fand im Bildungszentrum für das Steinmetz- und Bildhauerhandwerk in Königslutter (Niedersachsen) eine Informationsveranstaltung über das Schloss in Berlin statt.
Die Lehrlinge wollen beim Schlossaufbau mitmachen und waren ganz begierig auf Informationen über den Stand der Planungen und waren vor allem an Informationen über anzufertigende Naturwerksteine interessiert.
Nach ausführlichen Informationen über das Bauvorhaben durch den Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss e.V., Wilhelm von Boddien, werden die jungen Leute in einem ersten Schritt 15 steinerne Baluster (ca. 104 cm hoch und ca. 30 x 30 cm im Querschnitt) für das Berliner Schloss im Steinmetzzentrum Königslutter gemeinsam mit ihren Ausbildern anfertigen. Die Steinstücke, die in den späteren Bauabschnitten in etwa 30 m Höhe in die Außenfassaden eingebaut werden, sollen bis zu diesem Zeitpunkt als Ausstellungsstücke dienen.
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| 3,5 Tonnen REINHARTSDORFER SANDSTEIN aus Sachsen übergab Wilhelm von Boddien, der Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss e.V., auf dem Werkplatz des Bildungszentrums für Steinmetzen. (im Hintergrund ist der LKW mit den Steinstücken zu sehen). Die anwesenden 60 Lehrlinge mit ihren Ausbildern freuen sich auf die interessanten Arbeiten für das Schloss. |
Die Werkzeichnung eines Balusters wird gezeigt und die Arbeitsgänge angesprochen. Von links: Wilhelm von Boddien, Carlo Wloch (Steinbildhauermeister aus Berlin) und Reiner Flassig (Leiter des Bildungszentrums Königslutter). |
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| In der angeregten Diskussion mit den Steinmetz- und Steinbildhauerlehrlingen sind von rechts nach links zu sehen: Olaf Bunger, Lehrwerkmeister im Bildungszentrum und Wilhelm von Boddien. |
Zum Abschluss der Informationsveranstaltung versammelten sich alle gemeinsam vor den Sandstein-Rohstücken. Alle 60 Lehrlinge passten leider nicht auf das Bild. Sie freuten sich, dass sie die 15 Baluster in einem ersten Schritt für das Schloss anfertigen werden. Es gab viele Fragen zu Gesellen- und Meisterstücken,die die jungen Leute in der Zukunft für das Schloss anfertigen wollen! |
Großes Engagement:
Auf Fragen bei der öffentlichen Veranstaltung am 6. Mai 2006 betonten die anwesenden Lehrlinge: Ihre Arbeiten sollen nicht nur zeigen, dass zum Wiederaufbau des Berliner Schlosses genügend und exzellent ausgebildetes Fachpersonal für die anstehenden Aufgaben vorhanden ist, sondern dass darüberhinaus die Arbeiten am Berliner Schloss helfen, Arbeits- und Ausbildungsplätze diese traditionellen Gewerbes zu sichern.
15 steinerne Baluster des Schlüterhofs haben die Lehrlinge inzwischen in überbetrieblichen Lehrgängen angefertigt. Die Werkstücke aus REINHARTSDORFER SANDSTEIN, die in Steinbrüchen im Elbsandsteingebirge in Sachsen gebrochen werden, sind nur ein Anfang! Die jungen Steinmetzen und Steinbildhauer betonten: Wir wollen in den kommenden Jahren Gesellen- und Meisterstücke für das Berliner Schloss arbeiten. Wir wollen zeigen, wie gut auch heute solche Werkstücke in traditioneller Arbeit gefertigt werden können. Das Steinmaterial und die Transportkosten trägt der Förderverein. Die jungen Leute bringen ihre Arbeitszeit kostenfrei ein!
Die bundesdeutschen Steinmetz- und Steinbildhauerbetriebe brauchen Arbeit. Ist Arbeit vorhanden, gibt es weitere Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Und in diesem Fall ist es nicht nur einfache, sondern fachlich besonders interessante und hochqualifizierte Arbeit.
Auf Initiative von Förderverein Berliner Schloss und Steinmetzzentrum kommt es so zu einer bemerkenswerten Kooperation, die sowohl dem künftigen Bauherrn des Schlosses als auch den Steinmetz- und Steinbildhauerlehrlingen dient.
Alle Beteiligten haben nur Vorteile ! Das ist heutzutage selten, aber bemerkenswert und überaus erfreulich.