Zum Denken anregender Leserbrief

in der Berliner Morgenpost vom 24.1.2005.

" Zum Artikel "Das Schloß steht wieder – in der Computersimulation" vom 21. Januar Stadtschloß-Initiator Wilhelm von Boddien hat sie wohl nicht mehr alle? Die Stadt und der Bund ersticken unter hausgemachten Schulden, und Herr von Boddien plant eine weitere Bauruine auf Steuerzahlers Kosten. Wer soll denn davon profitieren? Etwa die Bürger? Die "oberen Zehntausend" werden dort ihre opulenten Feste feiern – natürlich unter Ausschluß des Pöbels, pardon: der Öffentlichkeit. Politiker werden sich dort selbst beweihräuchern, und die Medien werden dort einmal im Jahr ihren Presseball feiern. Und wenn tatsächlich einmal eine "öffentliche" Veranstaltung dort stattfinden sollte, dann werden die Eintrittspreise für Otto Normalsteuerzahler unerschwinglich sein. Restaurants und Geschäfte sollen dort eröffnet werden – die Preise werden sich an denen des Borchardt und oder des Hotel Adlon orientieren, weil die Mieten exorbitant hoch sein werden. Also auch nichts für Otto Normalverdiener. Herr von Boddien sollte lieber seine gesammelten 10 Millionen Euro in die Zukunft unserer Kinder investieren und nicht in die Dekadenz derjenigen, die sowieso schon mehr als genug haben.
Elisabeth Rönisch, Neu Delhi/Indien"

http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/01/24/politik/730424.html

Da sich Webmaster und/oder Herr Boddien auch nicht zu schade sind, jeden Artikel zu kommentieren, der ihrer Meinung nach "pro Palast" ist, würde ich mich um eine Stellungnahme freuen.

  • Schlossfan

    Ich bin zwar nicht der Webmaster, aber folgendes Zitat: "…Etwa die Bürger? Die "oberen Zehntausend" werden dort ihre opulenten Feste feiern – natürlich unter Ausschluß des Pöbels, pardon: der Öffentlichkeit. Politiker werden sich dort selbst beweihräuchern…"
    erinnert mich doch irgendwie mehr an den PdR. Ich glaube nicht, dass Frau Rönisch sich mit dem Nutzungskonzept des Berliner Schlosses befasst hat und überhaupt, schafft nicht auch Dekadenz – so schlimm sie auch sein mag – Arbeitsplätze? Denken Sie nur mal an die vielen Angestellten in den Restaurants und Hotels, die all den "dekadenten" Luxus ermöglichen, an die Zulieferer, Wäschereien, Blumengeschäfte etc.

  • C. Höfer

    "erinnert mich doch irgendwie mehr an den PdR."

    Sie wissen aber, wie oft die Volkskammer im Palast tagte? Und dann wissen Sie auch, wie oft und wie lange der Palast für die Öffentlichkeit deswegen gesperrt war. Nämlich gar nicht. Ja, Sie haben schon recht: Für den "Pöbel" war der Palast ja auch gemacht und nicht für die oberen Zehntausend des Landes! Ein gravierender Unterschied zum angedachten Schloss.

    Das mit den Arbeitsplätzen war wohl ein Witz. Welcher Unternehmer im Jahre 2015 wird extra – nur weil’s das Schloss gibt – auf Teufel komm raus Arbeitsplätze schaffen? Vor allem: im Jahre 2005 sind wir schon bei Hartz Iv, was wird in 10 Jahren sein? Vollzeitsarbeitsplätze fürs Schloss?? Wo leben Sie eigentlich? Dass Arbeitsplätze entstehen ist schon klar – aber die werden wohl kaum ins Gewicht fallen und die Arbeitslosenstatisken sicherlich nicht exorbitant drücken.

    Dass einem Schlossfan solch ein Leserbrief sauer aufstößt, kann ich gut verstehen.

  • Linden

    Über manche Meinungsverschiedenheiten kann man wirklich schmunzeln!
    Soll man auf dem ältesten und bedeutendsten Platz Berlins, dem Schloßplatz, der sich auch noch in unmittelbarer Nähe zu einem Welterbe befindet etwa Billigrestaurants eröffnen? Oder noch besser: Ein Obdachlosenasyl?
    Das ist etwa so, als ob man im Innenhof des Louvre Zelte für Obdachlose errichtet, also wie die Faust aufs Auge, oder das Falsche am falschen Ort.
    Wenn Sie Glauben, daß Berlin so anziehender für Touristen wird, dann nur zu….

    Eine Lachnummer wäre es allemal!

  • O.Heisterkamp

    Für mich ist der Brief reinste Satire.
    Habe schon lange nicht mehr so gelacht.
    Der Dank geht nach Indien !

  • C. Höfer

    Manches Lachen wirkt nicht nur dümmlich, es drückt auch Dummheit aus.

    Dank, O. Heisterkamp, für Ihre Realsatire. Dass Sie nichts weiter zu sagen haben, als über diesen Leserbrief zu lachen und einen Dank nach Indien zu schicken (in der Region sind vor kurzem mal 160 000 Menschen ums Leben gekommen) könnte traurig machen.

  • C. Höfer

    "Wenn Sie Glauben, daß Berlin so anziehender für Touristen wird, dann nur zu…."

    Was ich glaube, geht Sie einen Dreck an. Worum geht es denn nun? Nur darum, Touristen nach Berlin zu locken und deren Portemonnaie zu plündern?

    "Eine Lachnummer wäre es allemal!"

    Wer hier die wirklichen Lachnummern sind, wird langsam deutlich.

  • O.Heisterkamp

    Extra für Sie habe ich einen anderen
    Leserbrief der Berliner Morgenpost
    herausgesucht:

    Weg mit dem Palast!
    Zum Artikel "Palast-Abriss verzögert sich" vom 8. September Der Palast der Republik ist eine Ruine. Er ist schlimmer als das: Er ist ein "Schwarzes Loch". Er saugt alle positiven Energien von Berlins Mitte in sich auf, er vergiftet jede Fantasie über das Mögliche, er ist der Fixpunkt all‘ derer, die Berlins Status im vergangenen Jahrhundert festschreiben möchten. Reißt diesen Moloch doch endlich ab!

    Reinhard Rupsch, 48268 Münster

    http://morgenpost.berlin1.de/content/2004/09/09/politik/702381.html?redirID

  • Schlossfan

    ich kann mich auch nicht daran erinnern, behauptet zu haben, dass das Berliner Schloss das bundesweite Arbeitlosenproblem löst.
    "Sauer austossen" lässt mich dieser Leserbrief überhaupt nicht, zumal Frau Rönisch – bekannt in einschlägigen Gästebüchern – mal aus Leipzig, mal aus Berlin und mal aus Neu Delhi kommt ;), deswegen lassen wir jetzt mal die Opfer Indiens in Frieden ruhen und konzentrieren uns auf das wesentliche – nämlich auf den Wiederaufbau des Berliner Schlosses.

  • C. Höfer

    Ja, ganz tolle Leistung von Ihnen, bravo. Und jetzt? Erst mal sind ja ZWEIFEL angebracht, nicht wahr?

  • C. Höfer

    "zumal Frau Rönisch – bekannt in einschlägigen Gästebüchern – mal aus Leipzig, mal aus Berlin und mal aus Neu Delhi kommt"

    Oh! Meinen Sie Internetgästebücher? Wenn ja, haben Sie ein paar Adressen für mich zum nachlesen? Nicht, dass ich einer Hochstaplerin aufgesessen bin.

  • O.Heisterkamp

    Sehen Sie. Ihr Beitrag ist die passende
    Antwort zu Ihrem Indien-Lesebrief !
    Suchen Sie nur weiter aus der ganzen
    Welt nach Pro-Palast-Beiträgen.
    In Deutschland gehen Ihnen ja langsam
    die Leute aus !

    Viel Erfolg !

  • obstbaum

    Aber meine Herrn. Bleiben Sie doch locker.

    Der Berliner Kurier hat 77% Leute in Berlin ausgemacht. Pro PdR. Norwegen investiert so mal nebenbei ne halbe Millionen Euro für die Aktion "Zweifel". Und was da noch alles Folgen wird.

    Und dazu haben sich die Realisten eh schon von der bisher angedachten Anordnung, bzw. Ausrichtung des Schlosses verabschiedet. Neuauflagen des ganzen wurden schon bedacht.

    Vielleicht kann ja dann der Arbeitslose aus dem Palast mal rüberkommen und einen guten Job bei den hier genannten oberen 10000 ergattern. Vielfach. Wär ja mal ne Art Symbiose, etwas gänzlich neues eben.

  • aqs

    naja, jedem seine meinung, mag sie noch so absonderlich sein.
    von der bloßen meinung abgesehen ist der versuch der argumentaion in obigem text reichlich naiv und auf dem niveau der zahlreichen pro-palast-beiträge, die auch hier im forum schon zu finden waren, und bei denen man stets das gefühl hat, dass irgendein 15-jähriger verkorkster links-aktivist nach neuen beschäftigungsfeldern sucht – mit anderen worten: so etwas ist kaum ernst zu nehmen.
    übrigens: ich glaube kaum, dass der brief aus indien kommt, vielmehr liegt nahe, dass der gefälschte absender bloß gebraucht wurde, damit der "leserbrief" eine größere abdruckwahrscheinlichkeit hat. wenn nicht: armes neu delhi.

  • T. Petersen

    Ja. Bleiben wir doch ruhig. Es lohnt nicht, sich über wirre Leserbriefe aufzuregen, über offensichtlich irreführende "Umfragen" des Berliner Kuriers und blumige Andeutungen angeblicher zukünftiger Volksbewegungen.

    Dagegen lohnt es sich, sich die Geschichte des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche in Erinnerung zu rufen: Was hat man sich da nicht alles für Geschwätz anhören müssen: Niemand wolle das, es sei unhistorisch, es sei unmöglich, vor allem sei es unmoralisch, wofür eigenartigerweise des Wort "Disneyland" eingesetzt wurde, als handele es sich dabei um ein Argument, es sei rückwärtsgewandt und und und. Kurz: Das gleiche Gerede, das wir uns auch im Zusammenhang mit dem berlinder Schloß anhören müssen.

    Nun, nachdem die Frauenkirche steht und busladungsweise Touristen aus aller Welt anzieht, fragt man sich, wo denn nun all die schlauen und moralischen Leute geblieben sind, die uns erzählt haben, der Wiederaufbau sei unmöglich und fände gegen den Willen des Volkes statt.

    So wird es auch in Berlin sein. Sobald der Wiederaufbau beginnt, wird der Spuk vorbei sein.

  • Piwi

    Ich kann die Meinung von T. Petersen nur bekräftigen. In dem Moment, wo die Bagger angefangen haben, die Reste des PdR zu beseitigen, wird das Interesse mit jedem Stein der gemauert wird entsprechend größer.

    Kein Wunder das Personen wie C. Höfer mit Ihrem ätzenden Zynismus und rückwärts gewandten Treiben alles erdenklich und vor allem niveaulose Probieren, um das längst beschlossene zu verhindern oder zumindest aufzuhalten, getreu dem Motto: "Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht…"
    Übrigens, C. Höfer, Ihr niveauloser, beleidigender Stil kommt mir bekannt vor. Sind Sie etwa der bereits abgetauchte "Bürger der DDR und stolz darauf"? Oder sind alle Gegner des Schlosses stylistisch so getrimmt wie Sie?

  • S.Hartmann

    1. Da sie immer wieder gern die Frauenkirche anführen, möchte ich zu bedenken geben, dass es einen GROSSEN Unterschied gibt: Die Frauenkirche war eine Kirche und die Neue Frauenkirche wird den gleichen Zweck erfüllen. Das Schloss aber war Schloss und Verwaltung. Diese beiden Nutzungen wird das Humbold-Forum nicht mehr beinhalten und aus diesem Grund ist die Angemessenheit der alten Struktur(zumindest im Inneren des H-Forums) heute nicht mehr angemessen.

    2. Das noch vieles verhandelbar ist, sieht man an der Debatte der Politiker, wieviel Nutzung Privat und wieviel öffentlich ist.

    3. Die Leute werden sich genauso an einem Bau eines neuen Gebäudes interessieren.(siehe Lehrter Bhf., Potsdamer Pl.)

  • Piwi

    Danke für einen vernünftigen Sachbeitrag!

    Sicher haben Sie recht, dass die Frauenkirche, Kirche war und wieder sein wird.
    Das Schloss selbst wird nie wieder seine ursprüngliche Funktion als Herberge preußischer Könige und deutscher Kaiser inne haben. Diesen Anspruch wird wohl unter den meisten Schlossfans kaum jemand ernsthaft erheben. Eine Mehrheit von Monarchisten sehe ich jedenfalls nicht.

    Aber ich glaube, es kommt auch nicht darauf an, ob ein Gebäude eine klerikale, adlige, kulturelle und/oder politische Bestimmung hat.
    Für mich hat das Schloss zunächst und allererst eine ästhetische und optische Funktion. Mit was wollen Sie die Lücke schliessen? Modernität ist okay, aber nicht an diesem Platz bitte! Der Potsdamer Platz finde ich, ist gut gelungen; diese Architektur passt dort aber auch gut hin.
    Der PdR hingegen würde , wenn er denn bliebe, wahrscheinlich von vielen, die Berlin-Mitte besuchen, mit einem 70er-Jahre-Parkhaus verwechselt werden können.

    Steht das Schloss ersteinmal(hoffentlich vor 2015), wird niemand mehr die Frage stellen, ob ein moderner Bau geeigneter gewesen wäre. Viele werden sich die Frage stellen, warum das Schloss erst jetzt steht!

  • T. Petersen

    Ich halte die Fälle für vergleichbar.

    1. Das Schloß war lange Zeit Museum und wird wieder ein Museum werden.

    2. Detaildebatten über die Anteile der Finanzierung und die Verteilung der Räume auf die verschiedenen Nutzer ändern nichts an diesem Grundkonzept.

    3. Die Behauptung, daß ein modernes Gebäude ebenso viele Besucher anziehen würde wie das rekonstruierte Schloß, ist nicht nachprüfbar. In jedem Fall bin ich sicher, daß das fertiggestellte Schloß, gemessen an der Zahl der Besucher, die größte Touristenattraktion Berlins werden wird. Mir erscheint es unwahrscheinlich, daß ein moderner Bau an dieser Stelle ähnliches leisten könnte.

    Die wichtigste Parallele zur Frauenkirche liegt aber in den Argumenten der Gegener des Wiederaufbaus. Es sind exakt die gleichen wie beim Stadtschloß. Wenn die Fälle nicht vergleichbar sind, warum gleichen sich denn dann die Argumente der Gegner wie ein Ei dem anderen?. Vor allem aber haben sich die Argumente gegen den Wiederaufbau in Dresden sämtlich als nicht stichhaltig erwiesen. Da ist die Schlußfolgerung, daß sie sich als in Berlin als nicht stichhaltig erweisen werden, gelinde gesagt, nicht gerade gewagt.

  • T. Petersen

    Ich halte die Fälle für vergleichbar.

    1. Das Schloß war lange Zeit Museum und wird wieder ein Museum werden.

    2. Detaildebatten über die Anteile der Finanzierung und die Verteilung der Räume auf die verschiedenen Nutzer ändern nichts an diesem Grundkonzept.

    3. Die Behauptung, daß ein modernes Gebäude ebenso viele Besucher anziehen würde wie das rekonstruierte Schloß, ist nicht nachprüfbar. In jedem Fall bin ich sicher, daß das fertiggestellte Schloß, gemessen an der Zahl der Besucher, die größte Touristenattraktion Berlins werden wird. Mir erscheint es unwahrscheinlich, daß ein moderner Bau an dieser Stelle ähnliches leisten könnte.

    Die wichtigste Parallele zur Frauenkirche liegt aber in den Argumenten der Gegener des Wiederaufbaus. Es sind exakt die gleichen wie beim Stadtschloß. Wenn die Fälle nicht vergleichbar sind, warum gleichen sich denn dann die Argumente der Gegner wie ein Ei dem anderen?. Vor allem aber haben sich die Argumente gegen den Wiederaufbau in Dresden sämtlich als nicht stichhaltig erwiesen. Da ist die Schlußfolgerung, daß sie sich als in Berlin als nicht stichhaltig erweisen werden, gelinde gesagt, nicht gerade gewagt.

  • Webmaster

    Wer nicht hören will, muss sehen! Schauen Sie sich doch bitte die neue Bilderserie hier auf der Site an, in der wir die heutige bauliche Situation mit der des Jahres 2015 vergleichen. Das Schloss gibt der Mitte Berlins den notwendigen Halt, fügt das berühmte Ensemble wieder zusammen, macht die alte Mitte Berlins wieder zu einem Erlebnis der Schönheit von Architektur.

    Da reibt man sich doch nur die Augen und versteht die ganze Diskussion nicht mehr!!??

  • S.Hartmann

    Ich habe mir ihre Bilder angeschaut. sind eindrucksvoll. Leider haben wir keinen Vergleich mit einem aktuellen Entwurf, der die Räumliche Lücke genauso zu schließen vermögen würde.

    Ich find das Schloss ja architektonisch interessant, auch wenn es in Berlin und Umgebung interessanteres gibt.

    Warum steht auf ihrer Seite nichts zu dem Lebkuchenwettbewerb zum Schloss?
    Bei Competitionline gibts viele tolle Bilder.

    competitionline Lebkuchen-Wettbewerb 2004: Das Berliner Stadtschloss

    Sehr schmackhaft!

  • T. Petersen

    Moderne Entwürfe kann man hier besichtigen:

    http://www.schlossberlin.de/gestaltung_berliner_mitte/

    Einige finde ich sogar ganz anregend, andere sind eine Beleidigung der Intelligenz des Betrachters. Aber keiner überzeugt mich mehr als das Schloß.

  • T. Petersen

    Das mit dem Link hat nicht geklappt. Hier noch ein Versuch:

    http://www.schlossberlin.de/gestaltung_berliner_mitte

  • Ben

    Da soll noch Mal jemand behaupten, moderne bzw. Lebkuchen-Architektur könne es mit traditioneller aufnehmen…Das meiste davon kann man doch nur als Witz ansehen…

  • T. Petersen

    Richtig gut finde ich nur den Entwurf von Stephan Braunfels, weil er eine elegante Lösung für das schreckliche Gebiet östlich des Schlosses präsentiert. Diese Idee, einen weiteren Boulevard auf der "Rückseite des Schlosses entstehen zu lassen und als Nebeneffekt die von grauenhafter Brutal-Betonarchitektur eingefaßte Leere zwischen Schloß und Fernsehturm verschwinden zu lassen, so daß das Rote Rathaus wieder in ein städtisches Umfeld eingebunden wird und dies alles ohne daß das Ganze an Großzügigkeit verliert – diese Idee finde ich wirklich gut.

    Aber das ist ja auch kein Entwurf, der das Schloß durch moderne Architektur ersetzen will, sondern der sich in erster Linie Gedanken um die Einbettung des Schlosses in sein Umfeld macht. Dessen Rekonstruktion, jedenfalls der Barockfassaden, stellt er ja nicht in Frage.

    http://www.schlossberlin.de/entwuerfe_2000/braunfels