Warum soll der Palast möglichst bald abgerissen we

http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/03/13/berlin/740886.html

Boddien, sag doch gleich, daß Du es bist.

Ansonsten: schöne Propaganda!

"Wir sollten an die Zukunft denken."

Richtig, daher: WEG MIT DEM SCHLOSS!

  • Ein Gast

    C.Höfer schrieb:
    "Boddien, sag doch gleich, daß Du es bist.
    Ansonsten: schöne Propaganda!"

    Am Ende der Seite werden Sie verzeichnet finden, daß der Text vom regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und nicht von Herrn Boddien verfasst wurde.

  • C. Höfer

    Darauf fällt doch niemand mehr herein. Aber zugeben müssen Sie schon, daß sich die Argumentationen gleichen.

    Anscheinend spricht ja nichts für das Schloß außer dem Bundestagsbeschluß, der wiederum auf der Empfehlung der Kommission basiert (der wiederum mit einer einzigen Stimme mehr zu diesem Votum führte, obwohl gar nicht alle anwesend waren, darunter Strieder, der ja vermutlich mit nein gestimmt hätte) und der Zerstörungsgeilheit westdeutscher Menschen. Demokratie? Wo denn?

    Noch mehr Argumente gehen wohl nicht. Auch ein Herr Boddien, äh Wowereit, möchte ja sein Wochenende genießen, hat er doch soviel geleistet.

  • O.Heisterkamp

    Schön das Herr Wowereit die Frage ganz
    eindeutig beantwortet hat !
    Höfer, damit sollten Sie dann endlich
    aufgeben ! Sie sind auf verlorenem
    Posten, denn keiner der etablierten
    Politiker unterstützt mehr Ihren Balast.

  • Ein Gast

    C.Höfer schrieb:
    "[..]Zerstörungsgeilheit westdeutscher Menschen. Demokratie? Wo denn?"

    Sie werden z.B. nicht eingesperrt und vom höheren Bildungsweg ausgeschlosssen, wenn Sie bei der PdR-Demontage Transparente entrollen.

    Aber diese Tatsache wird Sie sicher nicht von Ihrer Liebe zum Konjuktiv trennen. um getroffene Entscheidungen in Frage zu stellen. Hätte, hätte, hätte.. mal Honecker das Schloß wiederaufgebaut. dann hätten Sie auch Ihr PdR-Anhängsel..hätte man den PdR mal lieber auf dem Marx-Engels Forum gebaut, hätte man mal lieber ohne Asbest gebaut.

  • S.Hartmann

    Frage eindeutig beantwortet?
    Das war nichts neues. Nur eine Ansammlung alter Argumente und alter Beschlüsse. Wie es aber nach dem Abriss weitergeht, hat er nicht beantwortet.

    Wie siehts denn eigendlich mit dem viel kleineren Stadtschloss in Potsdam aus?
    Da steht nur das Fortunaportal, sollte da nicht auch schon längst ein fertiger Nachbau stehen?

    Ein Glück, gab es zu Schinkels Zeiten nicht so viel Wiederaufbaugedanken, sonst hätte er gar keine Chance bekommen seine Gebäude zu bauen.

  • O.Heisterkamp

    Zu Schinkels Zeiten gab es ja auch noch
    schöne repräsentative Architektur !
    Hätte Schinkel einen braunen Glasklotz
    für den Kaiser errichtet, so hätte
    dieser auch nur 30 Jahre gestanden.
    Schinkel hat eben für die Ewigkeit
    gebaut und nicht für 10 oder 20 Jahre.

  • C. Höfer

    Wie intensiv Sie (und die anderen Schloßliebhaber) sich mit Schinkel auseinandergesetzt haben, illustrieren folgende zwei Zitate von

    Karl Friedrich Schinkel 1835:

    "Die Kunst ist überhaupt nichts, wenn sie nicht neu ist. … Überall ist man nur da wahrhaft lebendig, wo man Neues schafft. Was schon da war, wird nur gehandhabt, wird wiederholt angewendet. Das ist eine halbtote Lebendigkeit."

    und

    "Historisch ist nicht, das Alte allein festzuhalten oder zu wiederholen, dadurch würde die Historie zu Grunde gehen. Historisch handeln ist das, welches das Neue herbeiführt und wodurch die Geschichte fortgesetzt wird."

    Übrigens bezweifle ich, daß Wowereit auch nur einen einzigen Buchstaben für "seinen" Beitrag geschrieben hat. Der Mann (?) hat sicherlich Wichtigeres zu tun.

  • Ein Gast

    C.Höfer schrieb:
    "Wie intensiv Sie (und die anderen Schloßliebhaber) sich mit Schinkel auseinandergesetzt haben, illustrieren folgende zwei Zitate von"

    Die aufgeführten Zitate, sowie die grundprinzipien des Denkmalschutzes beztüglich Rekonstruktion sind zu einer Zeit getroffen worden, als man bar jeder Vorstellung war, daß sich eine tabula rasa-Zerstörung wie durch Krieg + sozialistischer/westdeutscher Stadtplanung jemals ereignen könnten.

  • Webmaster

    Sie sollten Schinkel nicht zitieren, wenn Sie nicht genug wissen. Die von Ihnen gebrachten Zitate gelten der allgemeinen Architekturauffassung. Zum Schloss schrieb er jedoch, ich zitiere:

    "Das Schloss wird im allgemeinen angesehen als ein Denkmal, welches den ersten Gebäuden Europens in jeder Hinsicht gleichgestellt werden kann. Als ein solches Denkmal ist es unantastbar, und es wird Pflicht eines Staates, es wenigstens in seinem dermaligen Zustand der Nachwelt zu überliefern – wenigstens! Denn eine höhere und schönere Pflicht ist es, dasselbe ganz zu vollenden und so auf die Nachwelt zu bringen. In architektonischer Sicht muss unsere Zeit demütig das Talent unseres großen Landsmanns Schlüter anerkennen und gutheißen, was ein solcher Meister geordnet.

    Von den eigentlich klassischen Gebäuden, die von ihrer Idee etwas wirklich eigentümliches und vorzüglich großartiges haben, besitzt Berlin nur zwei:

    Das königliche Schloss und das Zeughaus. Den Kunstwert beider verdanken wir Schlüter; sie stehen zugleich als Monumente der Kunst da und werden immer wichtiger, je weniger die Zeit im Stande sein wird, sich auf so große und vollkommene Werke einzulassen. Zugleich wird von dieser Seite die Pflicht umso dringender, die geerbten Schätze in ihrer ganzen Herrlichkeit zu erhalten.

    Selbst in ungünstigsten Zeiten sind die hierauf zu verwendenden Mittel nie als eine Verschwendung anzusehen, weil der zwar nur indirekte Nutzen, der daraus erwächst, zu allgemein und zu groß ist." Zitat Ende.

    Verbiegen Sie also bitte Schinkel nicht nach Ihrem Gusto, sie sollten ihn vorher lesen – ganz – und nicht nur das, was Ihnen in Ihrer Ortodoxie gefällt!

  • T. Petersen

    Ist das nicht schön? Es ist in der Tat bemerkenswert, wie sich die Argumentationen gleichen. Daß der Text von Wowereit stammt, ist eine kleine Sensation, denn Wowereit war ja einer derjenigen die den Wiederaufbau des Schlosses verzögert und nach Kräften behindert haben. Daß er jetzt genauso argumentiert wie der Förderverein, ist ein riesiger Fortscharitt, denn das deutet darauf hin, daß er den Widerstand aufgegeben und die Rechtslage anerkennt hat.

  • T. Petersen

    "Übrigens bezweifle ich, daß Wowereit auch nur einen einzigen Buchstaben für "seinen" Beitrag geschrieben hat. Der Mann (?) hat sicherlich Wichtigeres zu tun."

    Kann gut sein, daß Sie recht haben. Nur: Das ist irrelevant. Entscheidend ist, daß Wowereit den Beitrag gezeichnet hat. Er bekennt sich damit zum ersten Mal ohne Wenn und Aber und gänzlich unverklausuliert öffentlich zum Schloß. Wer für ihn den Text formuliert hat, ist dabei uninteressant.