Warum eine moderne Formensprache so wichtig ist

Wenn ich mir hier die phasenweise recht albernen Beiträge, in welchen eine originalgetreue Wiederherstellung der architektonisch, auch zum Teil exzipierenden,aber durchweg qualsterartigen Schlosskuppel, durchlese, wird mir als Architekt sofort klar, warum die Architekten und auch einige Politiker einzig prädistiniert sein sollten, solch wichtige architektonische Entscheidungen zu treffen.

Die einfachen Bürger leiden nun mal an einer frappierenden Suggestibilität, und außerdem fehlt es ihnen an Empathie in die Materie, um mitreden zu dürfen.

Ich möchte hier, ohne polysemantisieren zu wollen, einmal klarstellen, warum gerade die moderne Formensprache so wichtig ist, hauptsächlich in Altstädten!

Die modernen Materialien und Baustoffe, wie Glas, Stahl und auch Beton spiegeln im Kontext der synklinalen – ja fast schon metaphaxen Monodie, des auf sich selbst, bzw. auf den betrachtenden Menschen bezogenen Weltoffenheit unserer modernen Zeit, welche zwar noch leider vom Urdogma der peripheren Architektur der Vergangenheit belastet ist, aber sich durch die moderne Architektur zu befreien sucht, den Istzustand unseres soziokulturellen Umfeldes wider.
Es steht ja außer Frage, dass es für die heutigen modernen Menschen unzumutbar wäre, nur von verstaubter Architektur längst überwundener Zeiten umgeben zu sein. Mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich mir die alten Sandsteinfassaden von Schlüter vorstelle! Es bleibt nur zu hoffen, dass wenigstens die Ostfassade und die Schlosskuppel denjenigen überlassen wird, die was von Architektur verstehen.

Ich frage sie: Wo bleibt denn der rezente Mensch, wenn er sich in der ihn umgebenden präskriptiven Architektur, in welcher er sich widerspiegeln möchte, nicht wiederfinden kann? Er ist und bleibt verloren! Die hypertrophe Forderung ungebildeter Bürger nach Rekonstruktionen ist prätentiös und deshalb unglaubhaft!

Lasst uns deshalb die Schlosskuppel und Ostfassade zu einem sich zelebrierenden, kühnen, transzendenten aber auch synzytisierenden Prophyl gestalten, welches von überall Fühlbar und von der Welt bestaunt und nicht belacht wird!

  • Steffi

    Wow…Fremdwörterbuch zum Frühstück gehabt? Glauben Sie, mich oder andere damit irgendwie beeindrucken oder überzeugen zu können?

  • Berlinfreund

    Hat denn niemand gemerkt, daß unser "Architekt" hier eine köstliche Satire von sich gegeben hat, kunstvoll aufbereiteten Nonsens? Allerdings habe ich nach dem dritten Absatz aufgehört weiterzulesen, ab da wurde es langweilig.

  • Walter Neuhaus

    Das klingt für mich wie der Hilfeschrei eines arbeitslosen Architekten!

  • Südberlin

    Selten so gelacht! Kabarettreif! Ach wäre Benning doch ein wirklicher Architekt, der seine Zunft auf die Schippe nimmt. Nur von den Echten und Wahren kann das keiner?!

  • Dietz

    @Bennding:

    Ich empfinde Ihren Beitrag als Beleidigung Andreas Schlüters! Zum Thema "das sollten nur die Architekten und Politiker entscheiden dürfen": "Ich denke wir leben in einer Demokratie?! Und da geht der Wille vom Volke aus, welches sich eine original getreue Reko wünscht!"
    Architekten wie Sie brauchen wir nicht bei dieser Debatte. Wir brauchen geniale Leute die Schlüter das Wasser reichen können. Bleiben Sie doch lieber bei der Planung der nächsten Aldi Filiale.

  • Daniel

    Es ist genau diese Arroganz und Selbsterhöhung der modernen Architekten, welche sich auch in deren Architektur widerspiegelt, weswegen sich die Menschen nach dem historischen sehnen.
    Sie mögen zwar Architikt sein, aber Schlüter war ein wahrer Baumeister!!

  • Berlinfreund

    Nochmals: lobt diesen Mann doch für seine gelungene Satire. Er ist kein Architekt sondern ein Witzbold. Daß da auch immer wieder Leute hereinfallen und darauf ernsthaft antworten!

  • Florian

    …ob nun Witz hin oder her, wird Berlin nicht zu einem Museums Dorf? oder gar zu einem Modernen World Disney? Wir gaukeln uns doch allen nur was vor wenn wir das Schloss wieder neu auf bauen. Architektur hat doch auch immer eine Bedeutung für ihre Zeit. Ist die Bedeutung heute wieder da?? Brauchen wir vielleicht auch den König dazu? Ich glaube wir sollten die ganze Sache entspannter sehen. Das Bauwerke aus vergangenen Epochen erhalten werden müssen will ich nicht abstreiten. Ich als doch noch recht junger Mensch empfinde es als ein sehr starken Druck und auch als Rückschritt was vergangenes wieder Aufzubauen. Was wird in 50 Jahren sein? Dann ärgern wir uns das wir mit den Geldern nicht was besseres geschaffen haben. Was authentischen, weil das muss für mich Architektur immer sein.
    Vielen Dank

  • Dietz

    Was sollte denn Ihrer Meinung nach dort gebaut werden??? Ein schönes Glas Beton Hochhaus? Bei sowas möchte ich eigentlich nur noch k***en aber soviel kann ich wahrscheinlich gar nicht essen.

  • Gerhard Umweld

    Herr Benning,
    warum äußern sie ihre autokratischen Vorgaben denn mutig hochdeutsch und nicht auf Latein ? Der Leserkreis könnte sich auf die nun wirklich kopfkranken FÜNF beschränken, und wir hätten eine möglichst volkferne Entscheidung, vielleicht alla Rossija-Putinskaja?
    Im Übrigen macht ein Stadtschloss mehr Sinn, wenn ein König da wäre: Ich schlage einen ehrwürdigen Doktoranden aus Oggersheim vor, der auch optisch viel hermacht-sie wissen, wen ich meine.
    Nun mal im Ernst : Die Wiedereinführung der Monarchie brauchen wir ja nicht, ihr handelt ja bereits so, als wäre unsere Demokratie ein permanenter Störfaktor.Der Zeitgeist ist jedoch oft hektischen Wandlungen unterworfen.
    Vorsicht.

  • Anonymous
  • Berlinfreund

    Man sollte aufgrund mancher Beiträge erst einmal Nachhilfe in deutscher Grammatik und in politischer Bildung erteilen.
    Florian verwechselt "weil" mit "denn" und Umweld weiß wohl nicht, daß eine monarchische Staatsform sich sehr wohl mit Demokratie vereinbaren läßt. Oder sind rund ein Drittel der heutigen EU-Länder keine Demokratien (Großbritannien, Spanien, Benelux usw.)?
    Als Monarchen bräuchten wir auch nicht auf den Herrn aus Oggersheim zurückzugreifen sondern auf den legitimen Thronprätendenden, und das ist derzeit ein junger Mann von 30 Jahren.(Dessen Vorfahren hatten rund 500 Jahre das Schloß bewohnt.)

  • Gehrske

    Der kaum eine neue Anstellung finden wird, wenn er mit deutscher Rechtschreibung so auf dem Kriegsfuß steht! Und das mit den Fremdwörtern lassen wir lieber 😉

  • Gehrske

    Das war jetzt frei nach Max Liebermann, wir können aber ooch Wilhelm Zwo wieder ausbuddeln…

  • Gehrske

    Der Schlossplatz war aber schon interpretiert und in bester zeitgenössischer, architektonischer Formensprache durch Meister ihrer Zeit gestaltet, genau darum geht es, dass wir uns heute nicht anmaßen sollten, an diesem Ort baulich etwas Besseres schaffen zu wollen und können, da keiner von uns – Laien wie Experten – überhaupt dazu in der Lage ist.

    Darüber hinaus – hier bereits mehrfach erwähnt und in der Begründung eigentlich noch wichtiger – geht es um die Wiederherstellung der weltweit einmaligen, städtebaulichen Einheit >> Östliche "Unter den Linden" – "Museumsinsel" – "Dom" – "Stadtschloss".

    Weder die "Linden" noch Museumsinsel, Zeughaus und Dom sind ohne den Original-Baukörper des Schlosses, von dem sich die gesamte städtebauliche Entwicklung Berlins vollzog, begreifbar. Daher ist das Schloss in seiner letzten stilistischen Ausprägung vor der Zerstörung vollständig zu rekonstruieren. Das wäre ein Segen für Berlin/Mitte.

  • Florian

    Ich will hier wirklich niemanden angreifen oder persönlich beleidigen. Danke für die grammatikalische Unterstützung, es war schon sehr spät als ich auf diese Seite gestoßen bin –

    Ich bin von alter Architektur super begeistert und ich bin auch dafür alte Kulturgüter zu erhalten. Trotzdem bin ich gegen einen originalgetreuen Wiederaufbau – ich finde man sollte am Gebäude erkennen das es nicht das Original ist.
    Stellen sie sich mal vor, wir würden alles was zerstört ist Wiederaufbauen? Irgend wie steht doch alles in einer Einheit -?? Wir haben jetzt die Technologie und die Möglichkeiten. Alle Schlossruinen am Rhein-Mosel-Main (Deutschland das Land der Burgen und Schlösser) oder auch die Akropolis oder auch das alte Pompeji. Ich weiß das ist jetzt für einige provozierend , aber manch mal erscheinen die Dinge erst überspitzt absurd. So eine Zerstörung gehört doch auch zur Geschichte oder nicht? Wenn man die Architekturgeschichte betrachtet, wurden in der entfernten Vergangenheit zerstörte Schlösser und Burgen auch wieder auf gebaut, aber jedesmal wurde das Bauwerk an die aktuellen Ansprüche angepasst.
    Ich finde man sollte sich durch aus auch mit den Problematiken auseinander setzten, die so ein Wiederaufbau mit sich bringt. Das unterschiedliche Sichtweisen da sind finde ich gut – nur so kann auch die Architektur vielseitig sein.

    Ich wünsch noch einen schönen Abend

    Florian

  • N Wiesner

    Manche Beiträge gegen das Stadtschloss verstecken sich noch immer krampfhaft hinter Forderungen nach einer ‚modernen Lösung‘. An solchen Versuchen vorbei, uns alle auf den modernistischen Zeitgeist einzuschwören (der letztlich doch nur eine Erfindung zur Durchsetzung einer bestimmten architektonischen Agenda ist), sollte man vielleicht mal über die Frage nachdenken, warum sich Menschen in Wirklichkeit traditionelle Architektur wie im Falle des Stadtschlosses wünschen.
    Zunächst wird man da auf den Umstand stoßen, dass Bauten stets eine Aussage an ihre Betrachter richten.
    Bei modernen Glas- und Rasterbauten besteht diese stets nur in Unnahbarkeit, Leere, einer Verweigerung von Kommunikation und Identität, in unflätigem Schweigen. Sie sind in der Regel völlig austauschbar und wollen nichts von ihrer Umgebung wissen (soll man die sture Beteuerung des Gegenteils wirklich noch ernst nehmen?). Die Städte stehen schließlich voll mit Beispielen. Das Äußere solcher Bauten kann ferner gar nicht anders, als die Flüchtigkeit und Effizienz wiederzuspiegeln, mit der sie errichtet wurden. Nicht umsonst suchten frühe modernistische Theoretiker den Vergleich vom Haus zur Maschine, um das ganze sodann in eine Ideologie zu gießen.
    Alles in allem sind dies aber doch keine Qualitäten, die zum Verweilen einladen. – Wer würde sich mit sowas je ernsthaft identifizieren können ?
    Traditionelle Bauten – und schon gar an zentraler Stelle wie hier – signalisieren hingegen Anderes. Gestaltungswollen. Kommunikation mit dem Stadtraum und dem Schönheitssinn des Einzelnen. Eine überzeitliche Würde (auch im Altern). Handwerklichkeit. Und – auch wenn manche diese Qualität verbieten oder nicht wahrhaben wollen – auch Verwurzelung: Da sie nämlich einer langen Traditionsreihe angehören, die stets klassische Elemente, d.h. Vorangegangenes nutzte, variierte und weiterentwickelte. Eine architektonische Grammatik andererseits, zu der moderne Bauten stets nur den Bruch zelebrieren – egal, was man uns da an angeblich ‚modernem‘ versprechen mag. Ich glaube, wir müssen dieser diskursiven Möhre am Stab vor unserer Nase nicht mehr nachlaufen, müssen uns solche Reklamierungsrhetorik nicht aufzwingen lassen (auch wenn mir der satirische Charakter der obigen Äußerung nicht entgangen ist).
    Am Anfang, in den 20ern stand für die (meist sehr unsatirischen echten) Modernisten in jedem Falle der Hass auf alles Historische – auch wenn Architekten heute nicht mehr gerne daran erinnert werden und viel lieber von ihrer Pseudo-Ästhetik schwafeln, die sie sich seither zurechtgezimmert haben (Rhythmen, Volumen, Materialqualität etc. etc.), da ein Nichts, das zudem im wesentlichen auf Hass gründet, doch allzu dumm auffiele und daher irgendetwas auch ‚positiv’ ausdrückbares her musste.
    Und was die oft bemühten historischen Assoziationen des Humboldt-Forums betrifft: warum dürfen wir nicht soviel Willensbegabung aufbringen, um den architektonischen Traditionsgestus und die im Schloss transportierte Eleganz für uns Heutige zu entdecken und nutzbar zu machen? Sie haben schließlich nie aufgehört, ästhetisch zu funktionieren. Niemand glaubt oder will ernsthaft, dass Wilhelm II wieder aufersteht und in das Schloss einzieht. Wenn trotzdem versucht wird, daran verbissen und rigoristisch die weltanschauliche Totalfrage anzulegen, wirkt dies a) leider sehr deutsch, da b) völlig übertrieben und c) auf die Dauer ermüdend. In Wirklichkeit soll es doch um einen wenigstens optisch geheilten Stadtraum und die Unterbringung interessanter Museen gehen, oder? – Und vielleicht ja nebenbei auch um die einfachen schönen Dinge, wie z.B. einen Espresso mit Blick auf den Schlüterhof ?

  • Gehrske

    Ja Florian, das ist alles lieb und nett und es ist gut, dass jeder seine eigene Meinung hat, aber es geht auch nicht darum, sämtliche Burg- und Schlossruinen an Rhein, Mosel, Main oder welchem Strom auch immer zu restaurieren, kein Mensch würde das wollen.

    Im konkreten Fall geht es – wie schon mehrfach ausgeführt – um die Wiederherstellung einer durch Krieg und SED-Herrschaft schwer beschädigten, historischen Stadtmitte, die zudem die Mitte der Hauptstadt Deutschlands und daher von übergeordneter nationaler und internationaler Bedeutung ist.

    Und warum sollte man in gut begründbaren Einzelfällen nicht auch mal ein herausragendes, historisches Bauwerk vollständig originalgetreu rekonstruieren?

  • Gerstenkorn

    So ist es!
    Moderne Architektur ist in 99 v. H. Fällen nicht nur kalt, abweisend, öde und austauschbar, sondern schlichtweg banal, und mit einer solchen Architektur soll der Schlossplatz verhunzt werden?

    Ich kann wirklich nur müde lächeln, wenn sich – wie im Falle der originalgetreu wiedererrichteten Preußischen Kommandantur südöstlich gegenüber dem Zeughaus – Kritiker vollständiger, historischer Rekonstruktionen die Frage stellen: "Wie inhaltsleer darf Architektur sein?" (Vgl. Artikel in der Berliner Zeitung vom 6. November 2003).

    Diese Frage sollte man doch nun wirklich eher auf die unzählig belanglosen, baulichen Ergüsse unserer zeitgenössischen Architektur anwenden, die einem allein schon beim Betrachten fast physischen Schmerz bereiten.
    Im Gegensatz dazu wird wenigstens das ästhetische Auge vom Anblick einer gut gemachten Kopie eines historischen Bauwerks verwöhnt.

    Im Übrigen ergibt sich der ‚Inhalt‘ aus der Qualität des erdachten Nutzungskonzeptes und das kann sich beim Humboldt-Forum doch sehen lassen.

  • Benning (Architekt)

    Liebe Freunde des Schlosses,
    moderne Architektur muß nicht kalt und abweisend sein!
    Da hier das Bilder einstellen nicht funktioniert, habe ich auf
    berliner-stadtschloss.de
    im Gästebuch mal zwei hochgelobte Entwürfe meinerseits eingestellt:

    Jeder kann sich somit überzeugen, daß eine moderne Kuppel die bessere Wahl ist!

  • Berlinfreund

    Wenn Sie ernstgenommen werden wollen – was ich nach Ihren Entwürfen noch weniger vermag -, dann sollten Sie erst einmal anfangen, ein gutes Deutsch zu reden. Auch wenn Sie sich lächerlicher Angliszismen weitgehend enthalten, Ihr griechisch-lateinischer Mischmasch ist das genaue Gegenteil von Bildung, die Sie damit wohl groß herausstellen wollen. Es ist schlichtweg die Unfähigkeit, sich in der deutschen Sprache klar und verständlich auszudrücken.
    Genauso sehen auch Ihre Entwürfe aus. Mich erinnert der eine an einen verkorksten Hundertwasser-Verschnitt, eher aber noch an eine Moschee nach einem Erdbeben, der andere an die phantasievolle Architektur einer Geisterbahn auf irgendeinem Wochenmarkt. Aber jetzt bin ich selber auf Sie hereingefallen. In Wirklichkeit haben Sie die Satire wohl auf die Spitze getrieben.

  • Spreeathener

    Herrlich! Ich habe selten solch eine sarkastische, bissige und ironische Satire auf eine sich selbst verherrlichende Architektengilde zu lesen bekommen. Dieser Artikel ist comedyreif und entlarvt stellvertretend für viele Erklärungen zu Wettbewerbsbeiträgen das pseudointellektuelle Gefasel der Mehrheit dieser zeitgenössischen Architektenschaft, die es in 50 Jahren geschafft hat, Deutschlands Stadtlandschaften zu den hässlichsten Europas mutieren zu lassen. Und dazu zählt auch Berlin: eine in weiten Teilen abgrundtief hässliche Stadt!

    In diesem Sil werden dann die oftmals völlig mißlungenen und deplazierten Schrottentwürfe den "Fachleuten"/Jurymitgliedern in sogenannten Ge(Verun)staltungskommissionen verkauft, die sich von solch einem Gelabere und Gesülze dann auch noch einlullen lassen, weil sie nix verstehen und schon recht nicht nix begreifen.

    Nach der Preisvergabe für die übelsten Entwürfe klopft man sich dann noch gegenseitig beim Sektempfang mit Kaviarhäppchen auf die Schultern und feiert den Müll in allerhöchsten Tönen.

    Andreas Schlüter, August Stüler und Eosander von Göte würden sich vermutlich sich im Strahl erbrechen, wenn sie diese aus ihrem Grabe mitansehen müssten, wie gestalterisches und ästhetisches Unvermögen der zeitgenössischen Verunstalter im Begriff ist, das geniale Geisteswerk der ursprünglichen Schöpfer zu verhunzen und zu versauen.

  • Benni

    Diese Entwürfe mögen viell. passen, wenn es bisher keine Kuppel gegeben hätte. Sehen ja auch ganz lustig aus. Aber "die bessere Wahl" sind sie ganz bestimmt nicht!

  • Uwe

    Den allermeisten Architekten heutzutage gehört eh ein Berufsverbot auferlegt. Oder vielmehr denen, die sie zu Architekten machen. Seht euch doch mal um in den Städten der Welt, moderne Architektur ist doch ein Witz gegenüber dem, was die meisten Menschen als angenehm empfinden. Viel Glas und Stahl, ja das kann man heute machen, die Materialien sind verfügbar. Doch was bringt es mir, in einem gläsernen Büro zu sitzen: nichts. Ich fühle mich entstellt, beobachtet und diskriminiert. Und all das, weil eine Möchtegernakademikergesellschaft der Meinung ist, sie könne die Welt neu interpretieren. Meist stehlen sich dann die modernen Architekten aus der Verantwortung, wenn ihr toller Bau mit endlosen Baumängeln behaftet auf die Nutzer losgelassen wird.
    Eine "moderne Formensprache" ist für mich der letzte Dreck, danke, ihr langzeit auf meine Kosten studierten Deppen.

    Uwe