Staatsratsgebäude

Also, ich finde es doch immer noch irritierend, daß wir in Berlin in Zukunft dann zwei Schlossportale gegenüber haben werden.
Wenn das Stadtschloss vollendet sein wird und das ehemalige Staatsratsgebäude nicht verändert wird, dann haben wir eine kuriose Situation.
Man sollte doch meinen, daß so ein Kuriosum einen städtebaulichen Eingriff seitens der Stadt Berlin erfordert.

  • V. Lehn

    Machen Sie doch mal einen Vorschlag wie man diesen Fall in Ihren Augen besser lösen könnte.

  • Ralf Wendel

    Ein Vorschlag zur Lösung des Problems.
    Man baut den Teil der Schlossfassade aus dem Staatsratsgebäude aus und verwendet ihn für das neue Schloss. Als Ersatz für das Schlossportal gestaltet man die Lücke nach Art des Palastes der Republik. So spart man Geld und die Ostfassade des zukünftigen Schlosses kann dann vernünftig , historisch rekonstruiert werden.

  • S.Hartmann

    Jetzt noch mehr dieser Diskussion. Selbst der Webmaster hat schon mehrere Male geschrieben, das es sich beim bestehenden Portal um ein zusammengesetztes Stück handelt(gerade einmal 20% sind original).
    – Wenn dann brauchn sie nur einige Teile ausbauen und das wäre noch kurioser.

    Ausserdem hat es doch etwas wenn dann noch ein Schlossportal existiert, zeigt den Lauf der Geschichte, dass das neue "Schloss" eben nur ein halber Nachbau ist.

    Nun wurde schon der Palast abgereissen und jetzt wollen sie auch noch ein eingetragenes Denkmal zerpflücken? Irgendwo ist Schluss. Es ist ein wirklich schönes Gebäude, das Portal spielt bei der Gestaltung eine zentrale Rolle. Nimmt man es weg wäre es so als würden sie, zusätzlich zur Ostfassade, auch die Westfassade der neuen "Schlosses" nicht barock nachbauen.

    Desweiteren wurde das Gebäude die letzten Jahre grundsaniert(samt den geschützten Staatswappen der DDR und Glasmalereien).

    Es wäre also nur logisch es so zu belassen und die 20% Originalsteine einfach nachzubauen(wird sicher auch billiger sein, denn man spart sich Ausbau und Ersatzsteine).

    Also bitte, bitte lassen sie diese sinnlose Diskussion.

  • John Baggen

    Es sind nicht "nur" 20%, es umfasst u.A. Permosers Hermen "Herbst" und "Winter". Auch die beide Hermen vom Portal V "Sommer" und "Frühling" existieren noch. Diese und andere erhalten gebliebene Original Bausubstanz soll doch wenigstens eingebaut werden. Genau so wie bei der Frauenkirche oder bei dem Braunschweiger Schloss.

  • Südberlin

    Das Staatsratsgebäude sollte nicht angetastet werde.

    Die skulpuralen Teile wurden beim Einbau dort überarbeitet und entsprechen nicht mehr ganz dem Original wie zur Schlosszeit.

    Also kopieren und dem Originalzustand annähern.

    2 Portale im Schloss und im Staatsratsgebäude zeigen doch auch wie die Geschichte in Berlins Mitte Tabula Rasa gemacht hat!

  • Wendel

    Wenn die Diskussion für Sie so sinnlos ist, warum schalten Sie sich dann überhaupt ein? Es gibt vielleicht auch Leute, die nicht seit Bestehen dieser Seite das Forum verfolgen und deshalb auch nicht jedes Wort des Webmasters mitbekommen haben. Was das eingetragene Denkmal angeht, möchte ich mal wissen wer für die Aufnahme in die Liste verantwortlich ist. Es wurden schon viel ältere und ansehnlichere Bauten umgestaltet oder gar abgerissen. Da hat sich auch niemand beklagt. Aber eines stimmt wohl. Wenn das Schloss einmal rekonstruiert ist, wird es mit seiner Ausstrahlung den gesamten Platz dominieren und keiner wird dann mehr auf das lächerliche Staatsratsgebäude mit seiner Fassade achten.

  • Claus B.

    Mein Vorschlag?

    Also, aus meiner persönlichen Sicht ist das Staatsratgebäude überhaupt nicht erhaltenswert. Nicht weil es ein Zeugnis der DDR ost, sondern weil es architektonisch banal ist in Nachbarschaft zu Schloß, Kommandantur und eventuell bald Bauakademie. Es hat nichts mit der DDR zu tun, da mir im Westen Berlins auch jede Menge Bausünden und verschandelte Plätze einfallen würden.
    Ich würde hier die Originalbausteine aus dem Portal für das neue Schloss verwenden, den Rest abreissen und hier ebenfalls eine Rekonstruktion oder einen Neubau mit ansprechenderer Fassadengestaltung bevorzugen.

    Wenn dies nicht möglich ist, weil sich hier plötzlich bei diesem Mischbauwerk die Denkmalpflege einschaltet, dann doch zumindest den Mittelteil im Stil der Flügel ersetzen und die Originalbausteine trotzdem verwenden.

    Denn zwei Schloßportale sind einfach zu bizarr.

  • Rainer Mohr

    @Hrn. Wendel:
    Ganz schön überheblich.

  • Wendel

    @ Herrn Mohr.

    Guten Tag! Mag sein, daß ich mich im Ton vergriffen habe. Es regt mich nur langsam etwas auf, daß es anscheinend hier nicht wirklich möglich ist, eine sachliche und freundliche Diskussion zu führen. Was auch immer man schreibt, man wird sofort feindselig und besserwisserisch angegriffen. Das geht doch auch anders. Nichts gegen das Staatsratsgebäude. Natürlich hat das auch einen wichtigen historischen Hintergrund.

    Vielen Dank & entschuldigung!

  • Waldmann

    Das Staatsratsgebäude sollte man nicht antasten.
    Wir werden demnächst einen Vorschlag für die Situation am Schlossportal veröffentlichen.

  • S.Hartmann

    Wenn ihnen das Gebäude von aussen nicht gefällt, gehen sie einfach mal rein, schauen sie sich die Säale an. Die Glasmalereien, meißner Porzellankunst etc.

    Wenn sie das getan haben und dann immer noch dessen Abriss befürworten, ok.

  • S.Hartmann

    Entschuldigung, aber für eine gute Diskussion setze ich auch voraus das man sich vorab etwas informiert und nicht einfach mit irgendwelchen Forderungen kommt.
    Allein bei Wikipedia kann man schon lesen das das Portal eben nur einen geringen Teil Originalsubstanz enthält und die Glasbilder und weitere Verziehrungen im Inneren geschützt sind.

    Ich weiß leider nicht ob man heutzutage das Gebäude einfach betreten kann, oder nur mit Anmeldung. Ich hatte 2000, als es noch Kanzleramt war, die Möglichkeit eine ausführliche Führung mitmachen zu dürfen. Das kann ich nur jedem empfehlen der gegen dieses Gebäude ist.

  • Wendel

    Hallo. Ich bin NICHT gegen das Gebäude! Genauso wenig habe ich GEFORDERT! Ich hatte lediglich auf die Frage geantwortet, wie man ein doppeltes Schlossportal vermeiden könnte!!! Dabei ist es völlig egal, ob die Steine nun original oder nachgebaut sind. Diese Hintergrundinformation war zur Beantwortung der Frage nicht nötig. Aber ich glaube tatsächlich, daß das Portal am Staatsratsgebäude kaum negativ auffallen wird, wenn das "Schloss" einmal steht. Es ist ja schliesslich nur ein Nebeneingang des Schlosses.

  • S.Hartmann

    Sie haben sich glaube ich auch fälschlicherweise angesprochen gefühlt(lag sicher auch daran das ich auf ihren Beitrag geantwortet habe).
    Ich bezog mich aber auf hauptsächlich auf den 1. Eintrag. Wenn etwas nicht auf sie zutrifft, dann überlesen sie es doch bitte einfach.

  • Südberlin

    Warum denn nicht gleich? Ist Ihre Ausarbeitung so kompliziert?

  • uth

    Das Staatsratsgebäude sollte m.E. abgerissen werden. Denkmalschutz? Na und, den kann man ruckzuck aufheben, siehe Lehrter Stadtbahnhof. Der Klotz ist schlicht hässlich und passt einfach nicht dorthin. Der Stasistaat DDR existiert nicht mehr und keiner, der jemals darunter gelitten hat, will dahin zurück. Man sollte in die Zukunft blicken und keine Träne dem ach so lieben Ostalgien nachweinen.

  • Wasser

    "Das Staatsratsgebäude sollte m.E. abgerissen werden."

    Wie würden Sie denn die Freifläche bebauen wollen; mit einer weiteren Rekonstruktion vielleicht?

  • S.Hartmann

    Es sprechen viele ästhetische Gründe für den Erhalt.

  • Wendel

    "Wie würden Sie denn die Freifläche bebauen wollen; mit einer weiteren Rekonstruktion vielleicht?"

    Jetzt hat man sich in Berlin nach 17 Jahren "Aufbau Ost" endlich einmal zu einer Rekonstruktion durchringen können, da tun manche Leute so als bestünde die gesamte Stadt aus selbigen. Der Pariser Platz ist schon mit "aktueller Baukunst" versehen worden. Nun lassen Sie uns doch wenigstens noch den Schlossplatz für ein wenig Geschichte & Tradition. Ich wusste gar nicht, daß es eine solche Panik gegen Rekonstruktionen gibt. Wenn irgendwo ein altes Haus beseitigt wird, bekommen die Reko-Gegner einen regelrechten Schweißausbruch. "Hoffentlich wird da nichts rekonstruiert!".

  • uth

    Gerne mit einer weiteren Rekonstruktion bebauen, besser als das z.Zt. dort stehende Gebäude. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass eine Rasenfläche besser wäre als das Staatsratsgebäude.

    uth

  • uth

    Die ästhetischen Gründe der Ostalgie vielleicht, andere kann ich nicht erkennen.

    uth

  • uth

    Sehr richtig, "Aufbau Ost" sollte besser "Rückbau Ost" sein. Mit Häuserklötzen a la real existierenden Sozialismus ist nun mal kein Blumentopf zu gewinnen. Leider ist an den historisch wichtigen Standorten in Berlin-Mitte ein Kahlschlag nach dem Krieg vorgenommen worden. Das war zwar im ehemaligen Westteil der Stadt auch nicht besser, aber warum sollte man nicht wenigstens in der Mitte Berlins mit Fehlern der Vergangenheit aufräumen? Fehler, die sogar die heutigen Sozialisten zugeben. Aber einen Aussage wie: "Das Schloss abreißen war ein Fehler" reicht nicht aus. Dieser Fehler muss korrigiert werden. Übrigens: Oft lese ich bei Diskussionen über den Abriss des PdR die Argumentation, dass es beim ICC auch nicht besser stünde, Asbestverseucht… Dann reißt es ab!

    uth

  • Wasser

    "Jetzt hat man sich in Berlin nach 17 Jahren "Aufbau Ost" endlich einmal zu einer Rekonstruktion durchringen können, da tun manche Leute so als bestünde die gesamte Stadt aus selbigen. Der Pariser Platz ist schon mit "aktueller Baukunst" versehen worden. Nun lassen Sie uns doch wenigstens noch den Schlossplatz für ein wenig Geschichte & Tradition. Ich wusste gar nicht, daß es eine solche Panik gegen Rekonstruktionen gibt. Wenn irgendwo ein altes Haus beseitigt wird, bekommen die Reko-Gegner einen regelrechten Schweißausbruch. "Hoffentlich wird da nichts rekonstruiert!"."

    Sie haben meine plumpe Frage leider falsch interpretiert.

    Ich freue mich über jede Rekonstruktion, aber bin mir nicht sicher, ob man bei dem Staatsratsgebäude, gegen den Denkmalschutz und die „Ostalgiker“, die Kraft und den Willen findet eine weitere Rekonstruktion "durchzuboxen".

    Zudem wurde das Grundstück vor dem Staatsratsgebäude verkauft. Dort wird ein Neubau entstehen, der sich an zeitgemäßer Architektur orientiert.

    Diese genannten Gründe lassen mich zweifeln, ob ein Abriss des Gebäudes umsetzbar ist.

    Sie sehen ja auch am Beispiel der Bauakademie, dass selbst dort wo schon lange ein Wiederaufbau stattfinden sollte, es irgendwo hakt und sich im Moment gar nichts tut.
    Obwohl kein Abriss vorhandener Bebauung nötig ist und sogar eine Schaufassade errichtet wurde, sind die finanziellen Mittel einfach nicht da.

    Wenn das Staatsratsgebäude abgerissen wird und die Weichen für eine Rekonstruktion gestellt sind, wäre ich einer der Ersten, der seine finanzielle Unterstützung zusagt!

  • S.Hartmann

    "warum sollte man nicht wenigstens in der Mitte Berlins mit Fehlern der Vergangenheit aufräumen?"
    – wenn ein funktionierendes, genutztes, städtebaulich eingepasstes, schlichtes aber elegantes Gebäude heutzutage dort steht, welches auch allgemein akzeptiert wird, dann sollte man es nicht abreißen. Logisch, oder?

    Auch die Sache mit dem Asbest ist nicht so einfach. Wenn man alle Gebäude mit Asbest wegreißt, haben wir bald kahle Städte. Ausserdem sollte man mit dem Bestand umgehen, das hat man auch verlernt. Es ist so leicht und auch billiger etwas wegzureißen und neu zu bauen, dass durch dieses Vorgehen aber niemals mehr gewachsene Strukturen in unsere Städte kommen bedenken sie nicht. Denn nur das Alte nachbauen KANN keine Lösung sein, da es nicht umsetzbar ist. Wenn wir in 100 Jahren durch Marzahn und auch Mitte gehen, werden immer noch "Platten" herumstehen, doch durch die stetige Veränderung und zusätzliche Bebauung wird es mehr und mehr zusammenwachsen. Ähnlich der "Mietskasernen" des 19.Jahrhunderts, die erst durch modernen Komfort zu ihrer heutigen Beliebtheit gelangten.

  • Südberlin

    Was wollen Sie denn dort rekonstruieren? Etwa das "Rote Kaufhaus" das dort seit dem frühen 20. Jahrhundert stand und für das man das schöne Barockgebäude der Stechbahhn abgerissen hatte?

  • Claus B.

    Zitat:" wenn ein funktionierendes, genutztes, städtebaulich eingepasstes, schlichtes aber elegantes Gebäude heutzutage dort steht, welches auch allgemein akzeptiert wird, dann sollte man es nicht abreißen. Logisch, oder?"

    na, na, wollen wir doch mal nicht übertreiben. Es handelt sich um sozialistische Banal-Architektur und um die bereits erwähnte bizarre Situation, daß in Zukunft zwei Schlossportale gegenüberstehen werden. Und dabei soll das Portal mit den Originalbausteinen auch noch im Staatsratsgebäude verbleiben.
    Und alles nur, damit man wohl politisch gewisse Kreise nicht wild macht.

  • S.Hartmann

    "sozialistische Banal-Architektur" –
    kann ihre Meinung sein, ich sehe darin ein gut durchdachtes, schlichtes, klar gegliedertes und mit etwas monumentalen Innenräumen versehene Gebäude.

    "bizarre Situation"- kann den "Schloss"-Nachbau nur bereichern.

    "politisch gewisse Kreise nicht wild macht"- um mit ihren Worten zu antworten: "na, na, wollen wir doch mal nicht übertreiben"
    Es wurde frisch, nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten restauriert, modernste Hörsäale wurden eingebaut, um für die beiden Hochschulen ein gutes Lernumfeld herzustellen.
    Solch eine Investition schmeißt man nicht einfach weg.

  • Claus B.

    "kann ihre Meinung sein, ich sehe darin ein gut durchdachtes, schlichtes, klar gegliedertes und mit etwas monumentalen Innenräumen versehene Gebäude."

    Na, wenn Sie das alles in DIESEM Gebäude sehen, dann sehen Sie in Marzahn wahrscheinlich ein gut durchdachtes, schlichtes, klar gegliedertes und mit sozial abgestimmten Wohnungen versehenes gutbürgerliches Wohnviertel……

  • S.Hartmann

    Nicht ganz, schlicht ja, zu schlicht. klar gegliedert ist Marzahn ja, nur städtebaulich fehlgeschlagen. Trotzdem wohnen viele Menschen gern in den Vierteln dort, speziell die die ihren Kleingarten gleich um die Ecke haben.

    "sozial abgestimmten Wohnungen"- im allgemeinen sind diese Siedlungen(die restaurierten) sehr gemischt. Mahrzahn/ Hellersdorf hat immer noch den höchsten Anteil an Hochschulabsolventen in Berlin und viele junge Familien. Es gibt dort wirklich schöne Gegenden, aber auch das komplette Gegenteil.
    Im allgemeinen sehe ich aber noch viel Handlungsbedarf um auch ein gewisses städtisches Feeling dorthin zu bekommen(nicht nur Schlafstädte). Ansätze gab es ja mit der "Hellen Mitte" z.B.

    So wie ich ihren Architekturgeschmack einschätze müssten sie auch die neuen Bundestagsgebäude(Marie-Elisabet-Lüders-Haus und Paul-Löbe-Haus als banal empfinden, denn die beiden sind ebenso schlicht und monumental gehalten. (Leider in Betongrau, statt wie vom Architekten geplanten Weiß)

  • Benni

    Was mich bei SRG viel mehr stört ist, dass man so lange es steht den hist. Straßenverlauf nicht wieder herstellen kann. Und das betrifft ja nicht nur den Schlossplatz, sondern auch das Gebiet hinter dem SRG, wo jetzt dieser "Garten" ist.

  • S.Hartmann

    "Was mich bei SRG viel mehr stört ist, dass man so lange es steht den hist. Straßenverlauf nicht wieder herstellen kann."

    – Worin besteht aber die Notwendigkeit den hist. Strassenverlauf wiederherzustellen?
    Das SRG lieg in einer Flucht mit dem ???-Gebäude(Musikschule drin, an der Spree) und auch das Auswärtige Amt wurde auf diesen Versprung der Strasse ausgerichtet(erkennbar an der Glasfront und Innenhof, der sich zum Kupfergraben öffnet und sich an dieser Flucht orientiert).
    Falls das "Schloss" gebaut wird hat man einen größeren Freiraum zwischen den beiden Gebäuden, was die monumentalität des "Schlosses" hervorheben wird.

    Liefern sie mir Gegenargumente.

  • Claus B.

    Tja, in den Betonwüsten von Marzahn muss wirklich noch viel passieren, um dort ein städtisches "Feeling" zu generieren.
    Aber ein "Quartier Latin" wird daraus wohl nie werden und das liegt an der Architektur.
    Aus Betonkästen erwächst nunmal schwer eine innerstädtische Atmosphäre.
    Bis das aber der letzte Architekt verstanden hat, werden wohl die Bürger durch Begehren und Eigenbau schon längst völlig neue Stadtviertel erschlossen haben.
    Was die neuen Regierungsgebäude betrifft: Ihre Einschätzung stimmt, denn die halte ich auch nicht für gelungen. Der Sichtbeton verbreitet nicht gerade eine würdige Ausstrahlung und hinter den Glasfassaden könnte man ebenso die Zentrale einer Krankenkasse oder einer Softwarefirma vermuten.
    Am Berliner Holocaust-Mahnmal sind zwei Jahre nach Eröffnung schon 400 der 2700 Betonstelen sanierungsbedürftig, weil sie meterlange Risse aufweisen.
    Auch hier war die Wahl von Sichtbeton kein Geistesblitz und der Würde des Ortes auch gar nicht angemessen.
    Vielleicht wachen die Architekten ja mal langsam auf, wenn ihre Bauwerke nicht mal zwei Jahre unbeschadet überstehen können.

  • Benni

    Na, was heißt Notwendigkeit…? Ich sage ja nicht, dass man es abreißen soll, wie es hier eigentlich diskutiert wird. Es geht mir auch nicht nur um den Schlossplatz. Der Bereich hinter dem SRG ist ja nun mal (mit samt der Breiten Str.) in seiner Form mit der verlängerten Brüderstr. und diesem Kanal (mir fällt nicht mehr ein, wie der heißt) total zerstört. Und auch der circusartige Grundriss des Schlossplatzes ließe nich mit dem in den Platz hineinragenden Roten Schloss bzw. einem Nachfolgebau auf dessen Grundriss besser erahnen. Und ich rede nicht von diesem Kubus, den…den…ich weiß nicht mehr wer, dort errichten will. Aber es ist doch letztendlich müßig darüber zu diskutieren, da in nächster Zeit disebezüglich eh nichts passieren wird.

    Die Musikhoschule befindet sich übrigens im Neuen Marstall.

  • Ende

    Ende

  • Anfang

    Oder doch nicht?

  • Knut

    wollen wir es dabei belassen.
    Es lebe das Schloß.