„Finanzierung steht – Märkisches Museum wird für 65 Millionen Euro saniert“

19.09.2017   Berliner Zeitung

 

Das Märkische Museum und das Marinehaus in Berlin werden für 65 Millionen Euro saniert. Dadurch soll ein modernes Museums- und Kreativquartier entstehen – ganz in der Nähe des künftigen Stadtschlosses. Der Bund, das Land und die Lotto-Stiftung besiegelten am Dienstag die Finanzierung. Das 1908 eröffnete Märkische Museum liegt etwas versteckt in Berlin-Mitte und galt lange als etwas verstaubt. Nun soll es ein innovatives Stadtmuseum werden.

„Dieses Haus ist unser Juwel“, sagte Museumsdirektor Paul Spies, der seit 2016 im Amt ist. Eine neue Ausstellung mit einer Kurzfassung der Berlin-Geschichte soll laut Spies 2018 öffnen. 2020 werde das Museum zur Sanierung für etwa drei Jahre schließen. Das Marinehaus stand bislang leer und soll künftig Platz für Werkstätten und Veranstaltungen bieten.

Innovativer Ansatz des Museums überzeugte

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), deren Ressort für die Sanierung 32,5 Millionen Euro gibt, erklärte, das Märkische Museum und das Marinehaus sollten „nicht nur als Gedächtnis der Hauptstadt Geschichte und Kultur Berlins und des brandenburgischen Umlands vermitteln, sondern auch Raum bieten für die Auseinandersetzung mit der Gegenwart“. Überzeugt habe sie der innovative Ansatz der Vermittlung – diese ist ihren Worten nach in der deutschen Museumslandschaft noch zu schwach vertreten.

Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) empfahl, sich die Ausstellung zum Jahr 1937 anzusehen, die derzeit im Stadtmuseum präsentiert wird. Er würdigte den Teil, in dem Schüler mitmachen können. „Ein Museum soll ein bisschen den Geruch des Heiligen verlieren.“ (dpa)

 

Quelle: Berliner Zeitung, 19.09.2017

 

 

  • Joerg Klaube

    Warum muss zusaetzlich zu diesem Museum auch noch ein Teil des Humboldt Forums eine Berlin Ausstellung beinhalten? Die Welt ist gross, und der Platz im Forum beschraenkt.