Genug für alle

Tagebuch 1. Dez. 2016 – Biggi zeigt mir Berlin – Fast den ganzen Tag frei in einem metamodernen Gebäudekomplex im Herzen Berlins. Schnell waren heute Mittag die Straßen weiss und das Schneetreiben wurde heftig. Wir aßen in einem Naturhaus, ich meine, so verrückt, grün und groß wie kein zweites. Wir gingen bis an die riesigen Außenfenster um uns zu setzten. Es duftete herrlich. Wir bekamen Lust auf Fisch vom Grill, Reisnudeln, Kartoffelgerichte und Gemüse. Am Tisch gegenüber sahen mehrere Indianer sichtlich amüsiert zu wie hinter neuartig starken Scheiben auf der Straße ein Mann versuchte Schneeketten auf seine Breitreifen aufzuziehen. Als wir mit dem Essen fertig waren, steckte sich Biggi ein herabgefallenes Palmenblatt an ihren neuen bunten Hut. Wir gingen nun in die 3. Etage. In den wunderbar im fernöstlichen Stil eingerichteten vielen kleinen und größeren Räumlichkeiten haben wir uns herrlich entspannt. Man hörte das entfernte spielen und lachen einer Kinderschar. Es war ein Puppenspieler der ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Biggi hatte nun Lust zum Baden und kramte unsere Badesachen aus ihrem Rucksack. Ich folgte ihr zu einer Umkleide. Es gibt übereinander in jedem Stockwerk ein “kleines” Badeareal und eine Art Rutsche verbindet die Stockwerke bis in das Untergeschoß. Dort landeten wir schließlich direkt in einem großen Badeareal. Biggi blieb im Thermalbad, während ich nebenan im Soundbad mit netten Leuten Musik, Wasserspiele und Riesenspaß erlebte. Mir erzählte dort Micky, ein junger Mann, von jüngsten Entdeckungen, Vorhaben und Fortschritten der ansässigen Ärtzeschaften: Durch den fließenden Wechsel der vielen Gastwissenschaftler aus aller Welt sowie der daraus resultierenden breiten Vernetzung ist der Wissenszuwachs im Wissenscenter des 5ten und 6ten Stockwerkes enorm. Aber ich mußte mein Gespräch abbrechen. Biggi kam und erinnerte energisch an das Konzert in der großen Multifunktionshalle. In dieser riet gestern noch die Bürgerkommission des Landes dem Bundestag per Live-Übertragung an die vereinigte Fremdenlegion noch in dieser Nacht gegen das wiederholte Morden in … anzufordern. Das Grinzen und Gehabe eines dieser sogennannten Hausnarren, die wahrscheinlich immer nur Blödsinn im Kopf haben und der wunderbare Geruch von Sandelholz und anderen Düften, ließen mich jedoch dort schnell diese erregenden Gedanken vergessen. Im großen Innenhof gingen wir vorher noch ein Eis essen. Man konnte dort durch einige voll bewegliche, starke Glasdecken die Leute über uns tanzen sehen. Greenpeace schrieb mit einem fetten Laser eine knallgrüne Friedensbotschaft hoch in die Wolken. Die Atmosphäre in diesem aus altem und neuen entstandenen meta-modernen Komplex war unglaublich. Es war eine seltsam beruhigende und fließende Kraft an diesem Ort. Und all die bunten Menschen um uns herum. Es war ungalublich. Nun aber nach dem Konzert war ich etwas müde vom tanzen und wollte ins Bett. Es war halb sieben. Die kleinen Minischlafboxen dort wie es sie in japanischen Hotels gibt sind mir etwas zu spartanisch. Im Autobus hatte ich ein seltsames Gefühl im Bauch. Dieser Ort hat es mir angetan. Biggi meinte ich hätte noch nicht ein mal 20% von dem gesehen was der Schlossplatz der Öffentlichkeit noch so alles biete. Ich möchte mehr Zeit dort verbringen, viel mehr. Vielleicht kann ich dort sogar einen Arbeitsplatz finden. Aus einem Info konnte ich ersehen das dort bereits 4550 Leute ”Arbeiteten” und ständig werden es mehr. Zweigstellen solcher Orte befinden sich in Planung. Heute war ein außergewöhnlicher Tag. Ich bin erfüllt.

  • Ein Gast

    Was Sie beschreiben, entspricht eher einem Vergnügungscenter, denn das "Wissenscenter " ist wohl eher ein Feigenblatt.
    Ich empfehle daher den Gang ins benachbarte Radisson SAS, da können Sie sich mit Biggi auch gleich noch das weltgrößte begehbare Aquarium ansehen. Vielleicht könnte man dort, auf Ihre Anregung hin, eine Rutsche ins Untergeschoß einbauen.

    Wo Ihre vielen Indianer herkommen und seit wann berliner Straßen bei Schneefall weiß sind, bleibt ein Rätsel.

  • obstbaum

    >wann berliner Straßen bei Schneefall weiß sind, bleibt ein Rätsel.

    – Wir sprechen von 2016. Vielleicht wird die Spreeinsel sogar zur Fußgängerzone, da.

    >> Wo Ihre vielen Indianer

    – Aus einigen werden viele, bei Ihnen zumindest

  • obstbaum

    >wann berliner Straßen bei Schneefall weiß sind, bleibt ein Rätsel.

    – Wir sprechen von 2016. Vielleicht wird die Spreeinsel sogar zur Fußgängerzone, da.

    >> Wo Ihre vielen Indianer

    – Aus einigen werden viele, bei Ihnen zumindest

  • obstbaum

    ups, wollte das aber nicht mehrfach setzen.

    PS: Mehrere Personen einer bestimmten Gruppierung in einem begrenzten Lokal können doch immer nur "einige" bedeuten.