David Chipperfield in der Schloss-Jury

Wie finden Sie, dass D. Chipperfield nach der Verhunzung des Neuen Museums jetzt auch in den Wiederaufbau des Stadtschlosses reinpfuschen darf bzw. soll?

  • Klüthenkötter

    Meiner Meinung nach ist das ein Skandal!
    Berlin hat durch den Krieg so viel verloren und durch den Architekturchaoten Chipperfield werden die letzten Chancen auch noch vertan.
    War denn der ursprüngliche Entwurf des neuen Museums so schlecht, daß ein Chipperfield jetzt Hand anlegen muß, damit der Museumsbau zum Weltkulturerbe passt?

    Ich bin überzeugt davon, daß die Engländer einen Deutschen Architekten sofort rauswerfen würden, wenn er sich erdreisten würde, das architektonisch Schönste und Wertvollste, was London zu bieten hat, zu verhunzen!
    Man darf nicht vergessen, dass Chipperfield gerade ein Weltkulturerbe verunstaltet.
    Das ist einfach ein Skandal – unglaublich….

  • Berlinfreund

    Man muß eine Kampagne starten, um diesen unfähigen Verunstalter aus der Jury zu entfernen. Vor allem weil er gegen das Schloß öffentlich hetzt, ist dieser Mensch nicht nur völlig ungeeignet, sondern es ist geradezu ein Witz, den sich die Verantwortlichen mit seiner Berufung hier leisten.

  • Roland Mann

    Es ist doch Wahnsinn einen Stararchitekten wie Chipperfield in die Jury eines Rekonstruktionsvorhabens zu setzen, weil dieser Mensch offensichtlich überhaupt kein Verständnis für historische Bauwerke hat.
    Das wird doch exemplarisch an seinem Umgang mit dem Neuen Museum deutlich.

    Chipperfield soll endlich seinen Platz für eine kompetente Person räumen!!!

  • Nick

    Eingebildeter Taugenichts!

  • Daniel

    Ich glaube ich mache meine Entscheidung für eine Spende davon abhängig, wie die fertigen Pläne aussehen werden. Wenn Chipperfield wieder irgendeinen Blödsinn macht, dann wars das.

  • Reinhardt

    Ich befürchte, dass das genau die falsche Überlegung ist, denn wenn fleißig für das Schloss gespendet wird, zeigt das doch, dass das Interesse an dem originalgetreuen Wiederaufbau groß ist und somit wird auch den Druck auf die Modernisten und Schlossgegner erhöht.

  • S.Hartmann

    "Man darf nicht vergessen, dass Chipperfield gerade ein Weltkulturerbe verunstaltet."
    – was Sie als verunstaltet bezeichnen, empfinde ich als gut und wichtig. Es zeigt klar die Spur der Geschichte. Es ist wichtig das darüber diskutiert wird, aber auf welche Weise? Teilweise wird ähnlich gegen die aktuellen Architekten polemisiert, wie 1908 Adolf Loos gegen das Ornament.

    Desweiteren ist Chipperfield nur einer von vielen in der Jury. Wer will denn nur gleiche Meinungen? Es sind schließlich auch eine neue Ostfassade und neue Innenräume gefordert, da ist es nur sinnvoll einen aktuellen Architekten in der Jury zu haben.
    Interessanter wird es wenn man 2008 erfährt wer alles für den Wettbewerb zugelassen wird.

  • Dieter

    David Chipperfield sollte man wirklich aus der Jury ausladen, die Entscheidung ist ja nun über fast 20 Jahre gereift. Keine Ahnung, wie er darauf kommt, dass weitere 10 Jahre wesentliche neue Erkenntnisse bringen würden, ausser natürlich dass Dein Elan zum Spendeneintreiben mit der Zeit sicher abnehmen würde und die Ausstellung von 1993 vermutlich in Vergessenheit geriete – und da wittert er natürlich seine Chance.

    Warum sind überhaupt so viele englische Architekten in Berlin involviert? Sie könnten doch mal Buckingham Palace abreissen und dort ein modernes Gebäude hinstellen 😉 Und Schloss Windsor ist nach dem verheerenden Brand vor einigen Jahren meines Wissens auch originalgetreu wieder aufgebaut worden.

  • S.Hartmann

    Wie lange wollen Sie hier noch nicht war haben welch Vorhaben hier eigendlich geplant ist? Nicht der Nachbau des ehem. berliner Stadtschlosses, sondern der NEUBAU eines Komplexes für Museen, Uni und weiteren Einrichtungen namens "Humboldtforum" wurde durch den Bundestag beschlossen. Die in alter Form zu errichtenden Fassaden sind nur Kulisse und nichts weiter, ohne jeglichen Bezug zur neuen Nutzung. Der Rest des Gebäudes wird in aktueller Bauweise errichtet, dies beschloss auch der Bundestag. Und die Vorschrift das die barocken Fassaden im Wettbewerb einbezogen werden MÜSSEN finde ich einfach nur fatal, denn es schränkt doch erheblich die Ergebnisvielfalt ein. Was ist denn dabei wenn Architekten eine ganz neue Idee für das Humboldtforum einbringen? Wenn es der Jury nicht gefällt gewinnt der Entwurf eben nicht und das Archi-Büro hat umsonst investiert. Vielleicht haben aber all die Schlossbeführworter Angst das doch eine Idee dabei sein könnte die der Masse gefällt und ohne die vorgeklebten Fassaden auskommt.

    Von mir aus darf der Auslobungstext lauten: "Schlossfassaden sind erwünscht." aber ein Muss dürfen sie nicht sein.

  • Knut

    Eines ist schon sehr komisch und typisch deutsch.

    Beim Schloss sind die modernen Architekten gegen die historischen Fassaden, weil es ein Bruch zum modernen Inneren wäre.

    Beim Reichstag wurden in den 70er Jahren von den damaligen Stararchitekten die prächtige, über 100m lange Wandelhalle und die monumentalen Eingangshallen zusammen mit dem gesamten Inneren abgerissen (zum Teil sogar gesprengt) um ein modernes Inneres zu schaffen, das mit den historischen Fassaden einen Kontrast bilden sollte.
    Der Reichstag ist total entkernt und alle Architekten sind begeistert, ein entkerntes Schloss wollen sie jedoch nicht.

    Irgendwas stimmt doch da nicht…

  • Reim, Christian

    Modernisten sind wie Wetterfahnen, die sich immer nach dem Wind der Moderne richten; egal ob er plötzlich aus der entgegen gesetzten Richtung weht.
    Solange modern gebaut wird sind komplett gegenteilige Ansichten erwünscht und werden begeistert bejubelt.

    Seltsame Mischpoke!