Adventsgedicht

Um ein wenig Abstand zu gewinnen, möchte ich hier mal ein kleines Adventsgedicht schreiben, welches einem Vorfreude auf Weihnachten macht.

Advent:

Oh glitzernd Tann im Sternenlicht!
Ein Lichtlein klein spelunkt ganz fein durch des weiß verschneiten Tann,
Die Nacht ist schwarz, man hört es kaum, ein Kauz singt voller Freud ein Lied
Wir wandern hinaus durch die Schlucht, der tiefe Wald zieht uns in seinen Bann.
Ihr dunklen Schatten, oh Geister der Nacht, ein Rehlein zart, vor uns flieht.

Oh glitzernd Tann im Sternenlicht!
Im frostgen Wies es knackt es griest der Grundershagen,
des modrig Schreines holde Wacht im fahlen Morgenrot.
Der Totenschädel nun zerbricht, kann nicht länger tragen,
die gellend Furcht vor des späten Jahres ach so elend Tod!

Oh glitzernd Tann im Sternenlicht!
Nun sehet: Die klammen Nebel steigen auf wie ein lebend Leichentuch,
verfolgen uns, bedecken uns – oh Schreck, welch kalte Höllenschwaden
Jetzt öffnet sich die madig Gruft und seht: dort brennt des Teufels Totenbuch!
Es bebt der Schrein die Knochen splittern, von des Teufels Feuerhaken.

Oh glitzernd Tann im Sternenlicht!
Ihr Geister der Nacht, im letzten Tanz nach des Teufels Sturmgeheul.
Feuerfratze schreie! Straduns, straduns, hört des Höllentieres Schlundgebrüll!
Es sprüht es keift, oh welch grausges Höllenbild! Straduns – ach Gräuel!
Morgenglut, verbrenne des schwarzen Nebels blutges Nachtgehüll.

Oh glitzernd Tann im Sternenlicht!
Im dunklen Gehölz, ein Klopfen, so hört: des Totenuhres Steingeläut
Die Uhr zerbricht, welch Freude nun! Des Teufels Gruft verbrennt!
Weißer Schnee, bedecke jetzt, die Reste des Höllenhundes madig Gehäut
So freut euch ihr Menschen, seid erlöst von dem Tun, es ist nun Advent!

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