Das Humboldtforum in den Fassaden des Berliner Schlosses wird gebaut.  Der Staat finanziert das Humboldtforum, die Schlossfassaden werden privat finanziert – und kosten so den Steuerzahler kein Geld.

 Wo stehen wir heute   der Sachstand

Berlin 2018. Schloss von den Linden aus

Lieber Besucher,

Das Humboldtforum in Berlin wird gebaut. Mit seinen Fassaden des Berliner Schlosses wird die historische Mitte Berlins in alter Schönheit wieder erstehen. Um die Brüche der Geschichte sichtbar zu machen, wird das Schloss zwar nicht bis in jedes Detail wie es war, nachgebildet, sondern mit der modernen Architektur seiner neuen Ostfassade auch zu unserer Zeit passend. Dies hat der Deutsche Bundestag mehrfach beschlossen und wird nun von der Bundesregierung umgesetzt.

In einem internationalen Architekturwettbewerb wurde Ende 2008 der Italiener Prof. Franco Stella zum 1. Preisträger gekürt. Sein Entwurf setzt die Vorgaben des Deutschen Bundestags behutsam um. Dies wurde am 2. Dezember vom Oberlandesgericht Düsseldorf bestätigt, nachdem wegen eines Protests gegen die Auftragsvergabe das Bundeskartellamt den Auftrag an Stella für nichtig erklärt hatte. Am 30. Dezember 2009 erhielt Stella einen neuen, nun unumstrittenen, rechtskräftigen Architektenvertrag. Die Bauplanung lief während des schwebenden Verfahrens weiter, so dass dadurch keine Planungsverzögerung eintrat.

2009 wurde von der Bundesregierung die Stiftung Berliner Schloss-Humboldtforum gegründet und nahm unter dem Geschäftsführer Manfred Rettig im November ihre Arbeit auf. Sie ist gemeinnützig und der seit langem von uns erwartete 
Partner für die steuerunschädliche Übergabe der Spenden und der von uns geschaffenen Baupläne und Fassadenmodelle und Prototypen in Sandstein an den Bauherrn.

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Das neue Schloss – Humboldtforum für Berlin nach Franco Stellas Entwurf (Bild:Stiftung Berliner Schloss-Humboldtforum
, © Golden Section Graphics)

 

Äußerlich wird das Schloss mit seinen barocken Stadtfassaden und dem Schlüterhof wieder so schön aussehen wie früher.  Die historische Kuppel kehrt zurück, wenn es gelingt, die dafür erforderlichen Gelder zu beschaffen. Damit wird es wieder das zentrale Bauwerk der Stadt. Dennoch wird es eine moderne Ostfassade zur Spree hin erhalten und eine schlichte, moderne Westfassade im Schlüterhof, anstelle der dort früher mit Schlüters Architektur wenig harmonierenden Fassade des Quergebäudes im Stil aufdringlicher Neorenaissance aus dem Jahr 1873.

Im Inneren wird es ein moderner Bau werden, der in seiner Gestaltung es dennoch kommenden Generationen ermöglichen wird, bedeutende Raumfluchten des alten Schlosses zu rekonstruieren. Ebenso plant Stella die Rekonstruktion von drei Portalen des Eosanderhofs und den Erhalt der noch vorhandenen Schlosskeller.

Bis zum Frühjahr 2011 soll die Entwurfsplanung überarbeitet und fertiggestellt sein. Dabei spielt die Einhaltung der Kostenobergrenze des Bundestags von 552 Millionen Euro eine entscheidenden  Rolle für die endgültige Freigabe der bereits bewilligten Mittel durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags. Danach soll der Bauantrag gestellt werden. Durch die Planung des Architektenteams sind weitere, über den Bundestagsbeschluss hinausgehende, historische Architekturdetails möglich geworden, so 3 Portale des Eosanderhofs, die historischen Treppenhäuser im Schlüterhof und schließlich auch die Kuppel. Man wird dann sehen, inwieweit die zusätzlich jetzt möglichen Rekonstruktionen innnerhalb dieser Summe realisiert werden können.

Stella äußerte sich über sein Selbstverständnis zu dem historischen Schloss so:

Er verstehe sich als einen “späten Mitarbeiter” der beiden Schlossbaumeister Andreas Schlüter und Eosander von Göthe. Es sei seine Aufgabe, im Auftrag des Bundestags die gewünschte moderne Architektur so zu gestalten, dass das Werk dieser großen Künstler nicht beschädigt oder gar übertrumpft werde. Vielmehr versuche er die klassische Schlossarchitektur dort, wo es gewünscht werde, in eine moderne Formensprache zu transformieren. Die historische Architektur behalte die Domninanz am Schloss.

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Das neue Schloss – Humboldtforum für Berlin nach Franco Stellas Entwurf (Bild:Stiftung Berliner Schloss-Humboldtforum
, © Golden Section Graphics)

Mit dem Baubeginn rechnet man, nach den Sparbeschlüssen der Bundesregierung vom Juni 2010, nun im Frühjahr 2013, mit der Fertigstellung des Hauptgebäudes 2018, auch wenn dann möglicherweise noch nicht alle Fassadenelemente fertiggestellt sein werden. Diese können in vielen Fällen jedoch auch nachträglich eingebaut werden, so war es schon zu Schlüters Zeiten.

Das Schloss wird dann das vertraute Bild Berlins wiederherstellen, die historische Mitte vervollständigen, das Stadtbild heilen. Sein Wiederaufbau macht Berlin wieder zum geliebten Spree-Athen. So entsteht ein Kontrapunkt zu den massenhaft entstandenen, modernen Quartieren der Mitte der Stadt.  Berlin wird dadurch nun auch architektonisch eine aufregende Stadt. Die Moderne muss sich der Stadtgeschichte stellen, sich an der historischen Architektur messen lassen, mit ihr streiten, wenn sie nicht langweilig werden will.Das Schloss  wird die Bürger mit dem Wiederaufbau der Stadt versöhnen, findet doch jeder nun seine bauliche Heimat im alt-neuen Berlin. Seine Nutzung wird zukunftweisend sein und definiert von der Aufgabe her die Mitte Berlins neu.

Als “Humboldt-Forum” steht es im Dienst der Künste und der Wissenschaft, wird mit den Museen der Museumsinsel, der Humboldt-Universität und der Bibliothek zu einem einzigartigen Ort der Weltkultur und der Wissenschaften. Berlin stellt sein Zentrum dem Dialog der Völker der Welt zu Verfügung, im Zeitalter der Globalisierung eine große Geste, mit der Deutschland sich als Teil der Völkergemeinschaft und derer Kulturen versteht und einbringt.Das allen Bürgern dienende Haus, mit seiner Vielzahl von Veranstaltungen,  wird zum Erlebnisort bester Tradition, ein Haus, in dem die Lichter nicht ausgehen, anspruchsvoll und heiter.

Es wird dem politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Dialog dienen und Ort großer Ereignisse sein. Offen für jedermann, wird es so zum Treffpunkt aller Berliner und der Gäste der Stadt. Dieses großartige Projekt wollen wir Ihnen auf unserer Website nun in allen Einzelheiten vorstellen.Wenn es Sie begeistert, hoffen wir auf Ihre Unterstützung bei unserer Spendensammlung.

Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen, nutzen Sie bitte hierfür das Gästebuch, den Blog und auch den direkten Kontakt mit uns per Email!

Ihr Wilhelm v. Boddien

Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss e.V.

 

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