„Einheitsdenkmal in Berlin soll doch gebaut werden“

14.02.2017   B.Z. Berlin

 

Das umstrittene Einheitsdenkmal in Berlin soll nun doch gebaut werden. Darauf verständigten sich die Fraktionschefs von Union und SPD, Volker Kauder und Thomas Oppermann, am Dienstag.

Das umstrittene Einheitsdenkmal in Berlin soll nun doch gebaut werden. „Das Freiheit- und Einheitsdenkmal in Berlin kommt so wie vom Deutschen Bundestag 2007 und 2008 beschlossen”, erklärten der Unionsfraktionsvize Michael Kretschmer und der CDU-Kulturpolitiker Marco Wanderwitz am Dienstag in Berlin. Nach Angaben aus Koalitionskreisen geht dies auf eine Einigung der Fraktionschefs von Union und SPD, Volker Kauder und Thomas Oppermann, am Morgen zurück.

Der Entwurf des Stuttgarter Planungsbüros Mila und Partner „Bürger in Bewegung” wurde im vergangenen April vom Haushaltsausschuss des Bundestages gestoppt.

Als Grund wurde eine Kostensteigerung von 11 auf 14,6 Millionen Euro angegeben. Die Planer betonen hingegen, dass der größte Teil dieser Mehrausgaben nichts mit ihrem Projekt zu tun habe.

Die Entscheidung hatte viel Kritik hervorgerufen.

Sowohl an dem Entwurf als auch am Standort nahe des im Bau befindlichen Berliner Stadtschlosses solle festgehalten werden, erklärten Kretschmer und Wanderwitz. „Die Baugenehmigung liegt vor. Daher sollte der schwierige jahrelange Weg dorthin nun bald mit einem Spatenstich quittiert werden”, fügten sie hinzu.

Das Denkmal soll an die friedliche Revolution 1989 und an die Wiedervereinigung erinnern. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hatte am Sonntag in seiner Rede vor der Bundespräsidentenwahl erneut ein solches Denkmal eingefordert.

 

Quelle: B.Z. Berlin, 14.02.2017

 

 

  • KoHe

    Jetzt kommt sie doch, diese idiotische Wippe!
    Nunja, was soll man auch erwarten bei solch politischen „Kapazitäten“.
    ´Für mich ein Grund mehr, am 24.September politisch unkorrekt zu wählen!

  • Henrik Brandt

    Respekt für die Menschen aus der DDR für ihre Courage 1989. Sie haben Geschichte gemacht und sind ihr auf ewig verbunden – aber Wenn? gehört diese Missgeburt vor den Reichstag…und währe ein Affront für dass Schloss. Ich hoffe dass im Monument Sockel sich Platz für ein Orthopäde findet der eventuelle Knochenbrüche oder Verstauchungen für die Tapferen Wippe Begeher behandelt denn ohne Aufsicht sehe ich für dies Jahrmarkt-Konzept schlechte Zeiten heraufkommen. – In letzter Zeit sehe ich Leider nur merkwürdige Wettbwerbssieger bei Wettbewerbe für Urbane Projekte (sieh Nationalgalerie)

  • Herbert Mitsch

    Es ist immer wieder erstaunlich, was unsere Politgrößen für Entscheidungen treffen. Ich glaube, dass die Mehrzahl der Deutschen über den Baustopp des Einheitsdenkmals 2016 mehr als erfreut waren, denn dieses Denkmal bei aller Liebe zur deutschen Einheit soll am falschen Platz gebaut werden. Dieses Denkmal könnte (z.B.) vor dem Roten Rathaus als Ersatz für den Neptunbrunnen errichtet werden, der unbedingt wieder vor das Schloss gehört. Hier wäre jeder kroteske Bezug zu geschichtsträchtigen Bauten und eine künstlerische wie architektonische Zerstörung von Zusammengehörigkeiten (Kolonnade) zum Berliner Schloss vermeidbar. Also ihr lieben vom Volke gewählten Politprominenzen setzt euren Ego mal hinten an und entscheidet mal im Sinne des Volkes bzw. lasst es entscheiden (Volksabstimmung). Hier kann der allgemein herrschenden Politikverdrossenheit mit einfachen Entscheidungen entgegengesteuert werden.