Interessengemeinschaft Kultur und Bildung Spreeinsel veröffentlicht Gründungsstatement

 

Die Kultur- und Bildungseinrichtungen auf der Spreeinsel haben sich zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen und ein Gründungsstatement verabschiedet. 

Die Interessengemeinschaft Kultur und Bildung Spreeinsel wird zu den hier aufgeführten Fragen der touristischen und verkehrlichen Infrastruktur Lösungsansätze erarbeiten und mit dem Land Berlin dazu das Gespräch suchen.

 

Gründungsstatement der Interessengemeinschaft Kultur & Bildung Spreeinsel

Die Interessengemeinschaft Kultur & Bildung Spreeinsel hat sich am 27. April 2017 zu ihrer konstituierenden Sitzung getroffen und das folgende Gründungsstatement verabschiedet:

Kultur und Bildung auf der Spreeinsel prägen seit langem das Zentrum Berlins. Das städtebauliche Ensemble der Museumsinsel besitzt UNESCO Welterbe-Status. Mit dem Humboldt Forum im Berliner Schloss kommt in wenigen Jahren eine weitere große Attraktion hinzu. Dieses neue Ausstellungs- und Begegnungszentrum erwartet pro Jahr etwa 3 Mio. Gäste. Das sind allein über 8.200 Menschen pro Tag auf der Spreeinsel, die vielfältige Erwartungen an die Umgebung der hier versammelten Einrichtungen stellen.

Zu diesen Institutionen gehören (von Nord nach Süd) die Staatlichen Museen zu Berlin mit ihren fünf Häusern der Museumsinsel, die Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin (Berliner Dom), das Humboldt Forum im Berliner Schloss, die European School of Management and Technology (ESMT Berlin), die Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB).

Die Spreeinsel liegt im Blickpunkt der Prachtallee Unter den Linden, so dass dieses Ziel für die meisten Besucher der Stadt zum touristischen Pflichtprogramm gehören wird. Berlin hatte 2016 ca. 30 Mio. Übernachtungen gezählt und damit erstmals Rom in der Statistik überholt. Die Spreeinsel ist zwischen dem Brandenburger Tor und dem Alexander Platz eine der touristischen Hauptattraktionen Berlins. Die genannten Institutionen leisten an diesem Ort mit ihren Bildungs- und Programmangeboten sowie ihren Ausstellungen auch einen großen und wichtigen Beitrag für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt.

Die aufgeführten Bildungs- und Kulturreinrichtungen rund um das Humboldt Forum im Berliner Schloss erwarten und fordern, dass das Land Berlin die folgenden Herausforderungen der öffentlichen Infrastruktur zügig anpackt:

  • ein tragfähiges und zukunftsweisendes, mit allen Beteiligten abgestimmtes Konzept für den fließenden und ruhenden Verkehr auf der Spreeinsel
  • darin insbesondere realisierbare Lösungen für Stellplätze, An- und Abfahrt, öffentliche Toiletten usw. 
  • ein umfassendes Sicherheitskonzept einschließlich wirksamer präventiver Maßnahmen gegen Kleinkriminalität 
  • Leitlinien für ein Institutionen-übergreifendes Wegeleitsystem
  •  Weiterentwicklung der bestehenden Beleuchtungskonzepte unter Einbeziehung aller hier vertretenen Institutionen

Die Kultur- und Bildungseinrichtungen der Spreeinsel wollen darüber hinaus die Synergien nutzen, die sich aus dem Zusammenschluss als Interessengemeinschaft im Hinblick auf Marketingstrategien, Abstimmung langfristiger Themenschwerpunkte und kultureller Außenraumnutzung anbieten.

 

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss

 

  • Paul Horst Tribbels

    Da hat man sich aber viel vorgenommen.Ist die „Wippe“ eigentlich im Welterbe Status auch vorgesehen????.Marketing gegen Kleinkriminalität??? und das in Berlin????